Suchergebnisse für ‚Lavendel‘

Ansicht von 15 Ergebnissen – 526 bis 540 (von insgesamt 572)
  • Autor
    Suchergebnisse
  • #28935

    Als Antwort auf: War das ein Hummelnest?

    AvatarAnonym

      Hallo Doris, ok… bin schon ein bisschen schlauer, danke.

      Mein Kasten hat links und rechts jeweils ein kleines Loch, wollte diese eigentlich verschließen damit keine Motte rein kommt. Und den Schieber habe ich auch entfernt, warum sollte ich den Einflug zu machen? Du richtest Deine Nester mit “Bt” her, was ist das?  Ich wollte mir von meinem Mann einen Klotz machen lassen, der genau hinter den Schieber paßt, dann an der richtigen Stelle ein 2,5 cm Loch bohren damit wir Verbindung haben zu dem vorhandenen Durchgang. Vor diesen Klotz wollte ich eigentlich diese Klappe anbringen (lassen). Soll ich es ganz bleiben lassen und ev. Lavendelblüten ins Nest einbringen?

      Viele Fragen aber man kann ja auch soviel verkehrt machen :cry:

      LG, Angelika

      #28212

      Als Antwort auf: Wann anfangen?

      Doris
      Forenmitglied
        • DE 39624
        • 38 m ü. NHN

        @petersberg:Moos
        lässt sich, genau wie auch Obstscheiben o.ä. getrocknet (gedörrt) werden, in kürzester Zeit herrichten.
        Backofenblech, Moos zerzupft drauf, im Backofen bei 50°C trocknen. Backofentür einen Spalt offen lassen, evtl. Holzquirlstiel dazwischen stecken.

        Wer im Herbst vergessen hat Heu zu machen, der kann auch im Supermarkt Bergwiesenheu mit Kräutern für wenig Geld kaufen. Oder noch schnell Gras im Garten zupfen und wie oben beschrieben trocknen.
        Diese Woche hat der Markt Namens K….land super Heu, sogar mit Löwenzahn, im Angebot. Klein schnippeln kann man sich sparen.

        In meine Kästen kommen zusätzlich zu Moos und Heu noch ausgekämmte Katzenhaare, Reste von Vogel- und Mäusenestern sowie selbst geernteter Lavendel hinein (von jedem ein wenig).
        Ich hebe auch von Vorjahr immer Reste von Hummelnestern auf, wovon auch einige Teilchen mit in die Kästen kommen.
        Ganz unten im Karton liegt die Kleintierstreu bis Höhe Einlaufröhre und ganz oben kommt´s Kapok, in das das Hummel-Nestchen vorgeformt wird.

        Die Kartons in den Kästen werden mit den schon mal erwähnten Bilderrahmen (mit Draht verschlossen) abgedeckt. Die kriegen die Hummeln nicht angehoben.
        Während der Nestgründungsphase in den noch kalten Frühlingswochen liegt auf dem Rahmen ein doppeltes Vlies, geschnitten aus einer Umzugsdecke.
        Wenn es etwas wärmer ist kommt das Vlies runter und dafür ein dünnes schwarzes Taschentuch auf den Rahmen, so dass es im Karton dunkel bleibt aber trotzdem der Luftaustausch gewährleistet bleibt.
        So. Nun müssen nur noch die Damen munter werden; obwohl sie ruhig noch schlafen können.
        Am kommenden WE sollen die Temperaturen bis 15°C steigen. Da werde ich die ersten 2 unterird. Kästen einsetzen. Ob das schon Richtung Frühling geht?

        Im Garten sind die Frühlingsblüher reichlich weit, die Christrosen blühen, ebenso Schneeheide. Immerblühende Mandelweide, Winterjasmin, Mahonien und die Zaubernuss sind in Lauerstellung.

        LG Doris

        #27188

        Als Antwort auf: Hummeln versus Honigbienen

        Marylou
        Forenmitglied
          • DE 41363
          • 61 m

          @Uta77   Das mit den Massen an Honigbienen ging mir letztes Jahr genauso, und ich kann deinen Ärger nur zu gut verstehen. Auf der einen Seite können die Honigbienen nichts dafür, die ja auch nur ihr eigenes Volk versorgen wollen, auf der anderen Seite gibt es aber auch immer mehr Hobbyimker, die ihre Honigbienen-Völker auf die Umgebung loslassen, ohne selbst für genügend eigene Trachtpflanzen zu sorgen.

          Wenn man bedenkt, dass ein einziges Honigbienen-Volk aus mehreren Tausend Bienen besteht, hat ein kleines Hummelvolk, das vielleicht 60 bis 300 oder etwas mehr Tiere zählt, NULL Chance ab dem Moment, wenn viele Honigbienen sich auf die Blüten stürzen. Der Schwänzeltanz der Honigbienen tut ein Übriges dazu, dass sie dann in Massen auftauchen.

          Den Pollen der Blüten sammeln die Honigbienen ebenfalls; den gibt´s nur einmalig in jeder Blüte, und er wird nicht nachproduziert im Gegensatz zum Nektar. Nach dem Motto “Wenn weg – dann weg!” haben unsere Hummeln hier das Nachsehen, denn Pollen brauchen sie natürlich ebenfalls, sonst kann ihr kleines Volk nicht versorgt werden und nicht wachsen.

          Unsere Hummeln brauchen ja außerdem viel Nektar für sich selbst als “Flugbenzin”, da sie einen irre hohen Energiebedarf haben.

          Ich habe hin und her überlegt, an welchen Blüten letztes Jahr keine Honigbienen waren und meine, mich erinnern zu können, dass der Lavendel (Lavandula angustifolia, verschiedene Sorten und Farben) verschont blieb; dort waren nur Hummeln. Lavendel braucht aber Vollsonne und kalkhaltigen Boden (Kalksplitt aus dem Baumarkt unter die Erde mischen). Außerdem nicht besucht von Honigbienen – aber sehr ausgiebig von Hummelarten besucht – wurden: Löwenmäulchen (Antirrhinum majus), Sommerspiere (Spiraea japonica “Shirobana”, “Albiflora”), Japanische Tellerhortensie (Hydrangea serrata “Bluebird”), Gartenhibiskus (Hibiscus syriacus, ungefüllt und halbgefüllt – hier nur vereinzelte Honigbienen), Tomaten.

          Für die willkommenen, bodennistenden solitären Wildbienen kann ich dir jegliche Arten und Sorten von Glockenblumen (Campanula) empfehlen, die hier auch von Acker-, Erd- und Steinhummeln besucht werden. Das betrifft zwar nicht so deine Frage, aber ich dachte, ich sag´s einfach mal.

          Alle anderen Blüten bei mir wurden auch von Honigbienen besucht, wobei ebenfalls einzelne Wildbienen darunter waren, die ich aber nur ganz eingeschränkt zu unterscheiden vermag.

          Gruß, Marylou

          #27184
          Christian
          Forenmitglied
          Beitragsersteller
            • A-4800, 4851
            • 420, 510 m

            Hallo Martha,

            ein wenig wundert mich es auch, dass Motten in meinen Hummelkästen kein wirkliches Problem sind – nur hie und da ist ein Hummelvolk befallen, und wenn dann, wenn es eher den Höhepunkt der Entwicklung überschritten hat. In meinen Gärten schütze ich aber auch die Feinde der Motten, Hornissen- und Fledermauskästen sind angebracht, und wenn mals Wespen in HK einziehen (2018 = 2), auch kein Problem. Vielleicht werden Motten aber auch durch den intensiven Duft meiner Bienenvölker verwirrt, aber das gilt wieder nicht für meinen Zweitwohnsitz, wo es keine Bienenstöcke gibt. Wenn´s auch umstritten ist, ich verwende getrockneten Lavendel im Vorbau, und die seitlichen Einfluglöcher sind sehr beengt. Keiner meiner mehr als 70 Hummel-Freunde hat ein/mehrere Hummelhotels mit Vorbau, und bis jetzt gab es kaum Klagen über Motten. Meine persönliche Meinung ist jedenfalls, dass mir eigentlich die Hummeln leid tun, wenn sie sich bei jedem Ein- und Ausfliegen durch die Klappe zwängen müssen – möchte den Hummelschutz möglichst naturgemäß betreiben. Selbstverständlich weiß ich auch, dass wir unsere Hummelvölker so gut wie möglich schützen müssen, da ist es für mich jedes Jahr wichtig, sehr viele “Kuckuckshummeln” möglichst weit entfernt von meinen Naturgärten umzusiedeln. ;-) Grüße aus dem tief verschneiten Oö.! Christian

            #27161
            Detter
            Forenmitglied

              Meine Meinung ist das 2 mm schon ziemlich schwer werden könnten? Kommt natürlich auf die Maße an. Meine Klappen habe ich von verschieden Herstellern, z.B. Harry Abraham, Thale und Gubisch. Wenn man z.B. bei Harry Abraham noch andere Sachen bestellt, wie Kapok, Lavendel, Futterstation und eben eine Hummelklappe dann halten sich die Gesamtkosten in Grenzen. Ich mach mit meinem Kollegen und dem benachbarten Kindergarten eine Sammelbestellung. Das bestellte Material hält ja mehrere Jahre und ich habe immer ein paar Klappen Reserve.

              #27091

              Als Antwort auf: Wachsmotten

              Detter
              Forenmitglied

                Hallo Martha, bei mir hatte der Lavendel nur im ersten Jahr, bei einem Hummelhaus,  erfolg. Ab dem zweiten Jahr und mehreren Kästen schon nicht mehr. Die Wachsmotten waren da und wurden 2016 mit BT im Zerstäuber bekämpft . Im letzten Jahr wurde BT “trocken” und zerrieben (Mörser) in das Nest eingebracht und ich hatte nicht eine Wachsmotte in den Hummelhäusern. Kann natürlich auch nur Zufall sein?

                #27087

                Als Antwort auf: Wachsmotten

                Martha

                  Hallo zusammen

                  Auch im 2019 werden Wachsmotten wieder ein Thema sein.

                  Mein erfolgreicher Testversuch in diesem Jahr:

                  Den ganzen äusseren Kasten samt näheren Umgebung mit echtem ätherischem Lavendelöl einreiben und des öfteren wiederholen.

                  Das Nest in diesem Kasten blieb jedenfalls mottenfrei, obwohl ich sonst keinen Mottenschutz an diesem Kasten habe. Ich vermute, dass die Motten durch den intensiven Duft des Lavendels das H-Nest nicht mehr so gut orten können. Könnte das sein?

                  Gruss Martha

                  ü

                   

                   

                  #27045
                  Marylou
                  Forenmitglied
                    • DE 41363
                    • 61 m

                    Hallo Martha, hallo Stefan, hier im Vorgarten sitzen auch öfters Krähen oder Elstern auf dem Baum, aber nicht lange. Wegflieg-Erfahrung wie bei dir, Stefan, sobald sie eine der Katzen am Fenster sehen. So Schlimmes wie mit der Nesträuberei habe ich bisher nicht beobachtet.

                    Bei den Starenküken ist man versucht, sofort einen Leckerbissen in die aufgesperrten Schnäbel zu geben. Kein Wunder, dass die Eltern so fleissig sind. Toller Nachwuchs und tolle Bilder!

                    Hier im Garten haben mehrmals viele Spatzen zusammen ein Sonnenbad in der Erde genommen; das sah lustig aus! An der Spatzenbadestelle und rundherum nisteten auch viele Wildbienen im Boden. Einige mussten danach etwas mühsam ihr Einflugloch suchen, was aber wohl auch gelungen ist; der Nachwuchs kommt dann ab Frühjahr.
                    Ein Grünspecht kam auch ein paar Mal zu Besuch, und ansonsten wechselten sich Amseln, ein total winziger Vogel (Zaunkönig?) und Kohlmeisen ab. Das sind zumindest die Vögel, die ich gesehen habe. Da im Garten auch eine große Felsenbirne steht, freuen sich im Frühjahr viele Bienen über die Blüten und im Frühsommer die Vögel über leckere Früchte, und die eigene Ernte kommt auch nicht zu kurz. Wenn man dann anschließend unter dem Styrax steht, der auch schon alt und mit unzähligen Blüten übersät ist, fühlt man sich in eine riesige Brummkammer versetzt, soviel Bienen sind dort.

                    Beobachten konnte ich u.a. mehrmals ein Taubenschwänzchen. Es sieht wirklich aus wie ein Kolibri, und es ist faszinierend zu beobachten, wie es sich in der Luft hält und von Blüte zu Blüte fliegt und mit seinem langen Rüssel Nektar trinkt.

                    Die verschiedenen Bienenarten und natürlich unsere geliebten Hummeln (ich weiß, sind Wildbienen:zwinker:)
                    wie Erdhummeln, Steinhummeln, Wiesenhummeln und Ackerhummeln waren wohl sichtlich angetan vom Blütenangebot. Auch sieht es total lustig aus, wenn die gerade bei Erdhummeln offenbar sehr beliebten Spiersträucher (Spiraea japonica) blühen und die Hummeln im allereiligsten Schnellschritt die vielen Blüten “abkreisen” und Pollen sammeln. Auch die Blüten der Tellerhortensien wurden von den Erdhummeln eifrig und oft aufgesucht, während eine ganz bestimmte Ackerhummel Tag für Tag ihren eigenen, gleichbleibenden Rhythmus hatte: Zuerst wurde Lavendel besucht, anschließend wurden Tomatenblüten durchgeschüttelt und als Nachtisch gab es Oregano.

                    Gruß, Marylou

                    #26522
                    Christian
                    Forenmitglied

                      Hallo!

                      Nachdem das Hummeljahr langsam zu Ende geht – auch meine beiden Ackerhummelvölker fliegen kaum noch – möchte ich kurz Bilanz ziehen über das Jahr, obwohl ich heuer ohnehin viele Beiträge im Forum geschrieben hatte. Von meinen 20 Hummelkästen waren 17 zumindest zeitweise besiedelt (Wiesen-, Acker-, Baum- und Gartenhummeln, heuer leider keine “großen” Nester von Erd- und Steinhummeln) – 3 durch aktive Ansiedung. Da die Königinnen die “Hummelhotels” schon kennen, suchen und finden sie diese offensichtlich selbständig. Leider gab es wieder viele Verluste an Königinnen, die z.T. nach Wochen verschollen waren. Probleme gab es (bei Wiesenhummen) in einem “Schwegler” mit Ameisen, die sich darin auch wohl fühlten. Wie berichtet, nahm ich das Ameisennest heraus und stellte den Nistkasten in eine Wasserwanne – die Hummeln entwickelten sich gut, aber mit wenigen Königinnen. Füttere übrigens grundsätzlich keine Hummelvölker, um womöglich Ameisten anzulocken. Obwohl es bei meinen HH keine Hummelklappen gibt, war nur ein Baumhummelvolk durch Motten vernichtet worden. Werde im nächsten Jahr das seitliche Loch des Vorbau´s entsprechend verkleinern. Auch wenn das umstritten ist, mit getrocknetem Lavendel mache ich gute Erfahrungen gegen Motten. Bei uns gibt es extrem viele “Kuckuckshummeln”, die die HH leicht finden und okkupieren. Sehe das nicht so locker wie Stefan, und übersiedlelte auch heuer wieder einige in größere Entfernung. Weil aber die Nistkästen meiner Hummelfreunde bereits nahezu überall stehen, verlagere ich vermutlich das “Problem” allerdings. ;-)

                      Konnte heuer wieder viele Freude für den Hummelschutz gewinnen. Mehr als 70 Interessierte bekamen bereits mind. 1 HH zum geringen Selbstkostenpreis über mich vermittelt, die nächsten Bestellungen gibt es schon. Infos per Mail versende ich 3 x jährlich, mit Angabe des Links zu diesem Forum. In einer eigenen kleinen Ausstellung im Bezirksamt konnte ich auf die nützlichen Hummeln hinweisen, ebenso in einem Artikel der Jägerschaft in den Gemeindezeitung. Weil ich mich bereits seit vielen Jahren für das Thema “Hummeln” (verfasste z.B. auch kurze Berichte in der früheren “Bombus-Seite”) interessiere, habe ich heuer nach besonders seltenen Arten gesucht und viele hier und auf den nahen Bergen in etwa 1.600 m Höhe entdeckt. Gebe den Spezialisten hier im Forum recht, dass man besonders diese Arten fördern sollte, aber alle hier leisten ein ganz wichtigen Beitrag zum Hummelschutz. Lese sehr gern die teils recht emotionalen Berichte hier.

                      Gäbe noch viel zu schreiben, wünsche allen weiter alles Gute und viele Freunde und Begeisterung mit den liebens- und schützenswerten “dicken Brummern”, dass die Königinnen im nächsten Frühling wieder zahlreich unsere Gärten bevölkern mögen. Lb.Gr.! Christian, Oö.

                      #26513

                      Als Antwort auf: aktuelle Beobachtungen

                      Marylou

                        @Doris: Bisher beobachte ich nur. Letztes Jahr hatte ich ein Erdhummelnest im Garten, das ich leider erst bemerkt hatte, als ich mit dem Rasenmäher halb darüber fuhr (dort liegen noch Baumstämme und am Rand war recht hohes Gras) und es etwas aufgerissen wurde. Meinen Schrecken kannst du dir bestimmt vorstellen! Die Erdhummeln haben es glücklicherweise schnell reparieren können. Von da an habe ich sie beobachtet und auch im Internet so viele Informationen wie möglich über Hummeln gesucht.

                        Im Frühjahr hatte ich versucht, einen Abraham-Kasten zu bekommen, aber die Vorbestellungen dort waren zu zahlreich und für einen Eigenbau fehlte mir die Zeit.

                        Ja, irgendwie kann man wirklich hummel:love:süchtig werden!

                        Seit der Honigbienen-Invasion bei mir habe ich kaum noch Hummeln gesehen, die davor doch recht zahlreich für diese Jahreszeit noch da waren. Vorgestern und heute kam eine Erdhummelkönigin zum Zier-Salbei (Salvia longispicata x farinacea “Mystic Spires Blue”), der noch immer sehr gut in der Blüte steht (leider finden die Honigbienen den auch lecker). Eine Ackerhummel habe ich heute am Lavendel gesehen, der erstaunlicherweise ebenfalls noch blüht, und gar nicht mal so spärlich. Ansonsten wird es immer Hummel-leerer, mehr als schade!

                        Ich muss in den nächsten Tagen unbedingt noch ein Update zu meiner kleinen Erdhummel-Arbeiterin schreiben, die jeden Tag x-mal kommt, auch öfters mit mittelgroßen bis kleinen Pollenhöschen. Das Nest muss also auch noch aktiv sein.

                        #26413
                        Marylou

                          Nachdem ich in den letzten Wochen einige erschöpfte Hummeln (mehrere Erd- und eine Ackerhummel) mit Zuckerlösung Gottseidank erfolgreich aufpäppeln konnte, habe ich seit einer Woche regelmäßigen Besuch von einer Erdhummel-Arbeiterin, der die Zuckerlösung wohl besonders gut geschmeckt hat, wohl auch deshalb, weil es einfach bequem ist, immer einen “gefüllten Teller” vorzufinden, nehme ich an. Bei ihrer Rettung hatte ich die Befürchtung, dass sie es vielleicht nicht schafft, da ihre rechten Flügelspitzen etwas gerupft aussahen; sie belehrte mich aber eines Besseren!

                          Jedenfalls ist sie vorsichtig, aber keineswegs scheu. Inzwischen ist es so, dass sie mich, wenn die Legosteine leer sind und ich im Garten bin, direkt anfliegt und umfliegt, wobei sie sich manchmal auch auf meine Jeans setzt. Nehme ich den Untersetzer, in dem die Legosteine liegen, fliegt sie hin und her. Kaum dass ich einen der beiden flachen Legosteine mit Zuckerlösung gefüllt habe, sitzt sie drauf. Beim Ablegen des Legos passe ich dann sehr auf, dass ihre Beinchen frei bleiben.

                          Ein anderes Mal waren die Legosteine leer. Ich natürlich direkt schlechtes Gewissen! Legos aufgefüllt, Untersetzer genommen, in den Garten raus, leise gerufen (sie heißt natürlich “Süße”, wie sonst?) und dann kam sie schon und flog direkt auf die Legos. Den Untesetzer habe ich dann vorsichtig wieder unter die Überdachung getragen, während sie in aller Seelenruhe weitertrank.  Es ist unglaublich, wie sie sich verhält, und ich freue ich mich sehr darüber, wieviel Vertrauen sie mir schenkt.

                          Gestern habe ich sie ganz genau beobachtet (mit Stoppuhr – na ja, es war eigentlich eine Eieruhr): Sie trinkt 2 Minuten lang Zuckerwasser und fliegt dann für 3 Minuten weg. Das geht so den ganzen Tag.

                          Gestern Abend war ihr letzer Flug um 19.45 Uhr und heute Morgen war sie früher da als ich, allerdings reinige und fülle ich abends vorsorglich die beiden Legosteine. Madame soll ja nicht hungern!

                           

                          Als Zuckerlösung nehme ich – wie Jürgen Börner auf Hummelfreund.com empfiehlt – 1 Teil sehr feinen Haushaltszucker, 2 Teile Fruchtzucker, 1,5 Teile kaltes Wasser und rühre ab und zu um, bis die Lösung klar ist. Umgefüllt wird sie dann in ein Schraubdeckelglas. Diese Zuckerlösung hat sich inzwischen sehr bewährt! Ich bin noch Neuling, erst seit letztem Jahr infiziert und fasziniert, und versuche, sehr viel über Hummeln zu lernen! Mein Herz haben sie jedenfalls im Sturmflug erobert!!!

                          Da ich die Angewohnheit habe, zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in den Garten zu gehen und zu beobachten, was wie wächst und was so kreucht und fleucht – insbesondere seit letztem Jahr natürlich Hummeln, Wildbienen, Wespen – fiel mir am 19.07.2018 abends gegen 20 Uhr eine Erdhummel auf, die sich an einen Lavendelstängel klammerte. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass sie nicht schläft. Also Legostein mit Zuckerlösung geholt, ihr hingehalten, und sie trank sofort. Da das ruhige Halten des Legos und meine gebückte Haltung ziemlich bald anstregend wurden, habe ich kurzerhand eine große, flache Schale geholt und die Hummel samt abgeschnittenem Lavendelstängel hineingesetzt. Dort trank sie 5 Minuten lang die Zuckerlösung (Zeit weiß ich wegen Video, an das ich (un-)sinnigerweise dachte in dem Moment).

                          Kraft zum Wegfliegen hatte sie auch einige Zeit danach noch nicht. Also Schale genommen, geschützt unter Überdachung auf Tisch gestellt, Lego nochmal aufgefüllt und Topf mit blühendem Lavendel in die Schale gelegt, damit sie sich über Nacht halbwegs heimisch fühlt.

                          Am nächsten Morgen lief sie schon hin und her in der Schale, putzte sich und war offensichtlich total munter. Auch einige Abhebeflüge probierte sie, landete dann wieder in der Schale. Glücklich, dass es ihr so gut ging, habe ich flugs den Fotoapparat geholt, mit dem man auch kleine Videos drehen kann. Freundlicherweise hat sie gewartet, bis ich “videoklar” war, rannte noch einige Male in der Schale hin und her, hob dann ab und flog weg.

                          Am Abend stand ich vor dem überdachten Platz, der an drei Seiten geschlossen und daher geschützt ist, und plötzlich steuerte eine Hummel direkt auf mich zu, flog dann weiter unter die Überdachung, drehte dort einige Runden, flog wieder auf mich zu und flog dann weg. Ich bin mir 100prozentig sicher, dass das die Erdhummel (als solche während des Fluges zu erkennen) vom Lavendelstängel war.

                          Und dann war da noch im Hochsommer der angeblich ausgebildete, ziemlich freche Gärtner im Baumarkt in der Freiland-Blumenabteilung, der die blühenden Pflanzen in der prallen Sonne mit einer Brause von oben wässerte. Die Pflanztöpfe standen in Tischwannen. Als ich auf den noch nicht gewässerten Blüten jede Menge verschiedene Hummeln sah, war ich nur noch entsetzt und hatte mächtige Wut im Bauch auf den Wassermenschen:yell:! Ich bin dann die gewässerten Reihen durchgegangen und habe mehrere Hummeln, die hilflos im Wasser paddelten, mit einem Finger vorsichtig herausgefischt und auf trockenes Terrain umgesetzt. Es ist ein irres Gefühl, wenn eine Hummel auf dem Finger krabbelt, da kommt der Beschützerinstinkt durch bei einem so kleinen Wesen, zudem sie alle patschnass waren! Ein paar Stellen hatte ich mir gemerkt, wo sie zum Trocknen saßen und guckte später nochmal nach. Alle waren inzwischen fort, jedoch habe ich noch eine Ackerhummel gesehen, die sich putzte, aber das braune Pelzchen war fast schon trocken und wieder plusterig.

                          Stefan, ich habe gelesen, dass du 20 Hummelkästen/-völker hast. Du Glücklicher, sooooo viele Hummeln !!!

                          Allen noch einen schönen Sonntag!

                          Marylou

                           

                          #26366
                          Marylou

                            Hallo Detter,

                            Ackerhummeln sehe ich dieses Jahr sehr viele. Momentan tummeln sich schätzungsweise 30 – 40, darunter auch einige Ackerhummel-Königinnen, auf meiner Terrasse, die seit einigen Monaten vollgestellt ist mit blühenden Stauden und Sträuchern (alle hummelfreundlich), so dass es aussieht wie in einer kleinen Gärtnerei. Wegen der extremen Hitze habe ich bisher nichts eingepflanzt, muss aber seither wie irre wässern, damit die Nektarproduktion stimmt.

                            Durch die Pflanzenanhäufung auf so begrenztem Raum ergeben sich jeden Tag interessante und tolle Beobachtungen. Neben den vielen Ackerhummeln, die Lavendel, Salbei, Bartblume und Hibiscus bevorzugen, tummeln sich seit ca. zwei Wochen 5 – 7 Erdhummel-Königinnen, zusammen mit Arbeiterinnen -zwei Arbeiterinnen sogar mit Pollenhöschen- (bevorzugt am Ehrenpreis -Veronica spicata und Veronica longifolia-, ebenso am Hibiscus, an den Sommerspieren (Spiraea japonica) und jetzt auch am Lavendel). Daneben sind verschiedene Wildbienen und Wespen an den Blüten. Bei dem ganzen Getümmel habe ich manchmal wirklich Befürchtungen, dass der Nektar nicht für alle reicht. Eine einzige Steinhummel habe ich gestern noch gesehen; vor einigen Wochen waren es noch etliche.

                            Erst seit letztem Jahr bin ich Hummel-infiziert. Da habe ich nämlich beim Rasenmähen (ich sollte wohl eher Rasen/Unkraut sagen) einen Teil eines Erdhummelnestes oberflächlich aufgerissen. Du kannst dir sicher vorstellen, wie erschrocken ich war! Nicht lachen, aber ich habe mich mehrmals entschuldigt bei den armen Hummeln! Sie haben zu meiner Erleichterung recht schnell ihr Nest repariert, zumal es seitlich davon genug Moos und auch hohes Gras als Deckung gab. Natürlich habe ich an dem Tag dann mindestens alle halbe Stunde nachgeguckt, ob es den Hummeln noch gut geht. Es ist alles gutgegangen (inklusiv einiger Jung-Königinnen später) und meine Infizierung war gelungen! Seitdem beschäftige ich mich mit Hummeln, wahrscheinlich genauso intensiv, wie es jede/r tut, der halt nun mal infiziert ist. Ich liebe Hummeln!!!

                            Dieses Forum ist sehr informativ und äußerst hilfreich – vielen Dank dafür! :happy:

                             

                            Hummelige Grüße, Marylou

                             

                            #25676

                            Als Antwort auf: Baumhummeln

                            Thilo
                            Forenmitglied
                            Beitragsersteller

                              Andere Königinnen waren in den Blüten im Garten. Zum Teil sind sie, wie mit Sternenstaub bepudert, zurückgekehrt. Sie hatten sichtlich Spaß. Bei meinen Spaziergngen habe ich eine der Königinnen in der Nähe bei Nachbarn im Lavendel gefunden- da wenig Jungs da sind, liegt kein weiteres Nest in der Nähe. Ich war versucht, sie auf die Hand krabbeln zu lassen und zu ihrem zuhause mitzunehmen, nach dem motto: du musst nicht fliegen, ich weiß, wo du wohnst, aber der Lavendel war interessanter.

                              Hier im Lavendel,Sonnenblume, in Stockrose und dahinsinkender Dahlie

                              Foto/Video:
                              #25644

                              Als Antwort auf: Saison 2018 beginnt

                              Doris
                              Forenmitglied
                                • DE 39624
                                • 38 m ü. NHN

                                … und vom ewigen Hunger.
                                Der Sommerflieder ist ideal und auf dem Lavendel tummeln sich sehr viele Hummeln, kann man leider nicht ganz so gut erkennen.

                                Foto/Video:
                                #25619

                                Als Antwort auf: Hummeln füttern

                                bumblebee-me
                                Forenmitglied
                                  • DE 91459
                                  • 395 m

                                  Hallo Melanie,

                                  da kann ich Stefan nur Recht geben, man ist als Hummelfreund/in immer versucht nachzuhelfen indem man
                                  füttert, aber Trachtpflanzen sind wirklich sehr wichtig. Im Moment blüht bei mir auf der Kräuterspriale
                                  mehrjähriges Bohenkraut, Lavendel, Zitronenmelisse, Oregano usw. An den Kräutern sind tgl. viele verschiedene
                                  Hummeln zu beobachten auch jene die nicht in meinen Kästen wohnen, denn in unserer Gegend ist es momentan
                                  sehr sehr trocken. Kein Regen in sicht. Da finden die meisten Hummeln in der freien Flur fast nichts.

                                  LG aus Mittelfranken

                                Ansicht von 15 Ergebnissen – 526 bis 540 (von insgesamt 572)