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Wann anfangen?

Dieses Thema enthält 37 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Detter Detter vor 18 Stunden, 38 Minuten.

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 38)
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  • #27979 Antwort

    Christopher

    Hallo zusammen,

    ich möchte dieses Jahr meine ersten Erfahrungen mit Hummeln machen. Eine Königin finden, mein erstes Volk versorgen und so fort. Ich bin absoluter Beginner und fang gerade erstmal an mit dem Einlesen. Habe schon was gelesen aber meine erste Frage kahm mir direkt auf…Wann macht es am meisten Sinn nach einer Königin zu suchen, um ihr ein Haus zur Verfügung zu stellen? Hätte ich schon am Ende des Jahres anfangen sollen, bevor der “Winterschlaf” beginnt?
    Anleitungen zum Bau für ein Nest gibts ja genug und möchte damit beginnen, aber wann ist die beste Zeit um auf die Suche nach meiner Königin zu gehen?
    Freue mich auf die ersten Inputs =).

    Liebste Grüße
    Christopher

    #27980 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin

    Hallo und herzlich Willkommen!

    Als allererstes solltest Du Dich wirklich ernsthaft einlesen.

    Schnell erlernst Du dann, dass es nur wenige Wochen, vielleicht nur wenige Tage im Jahr möglich ist eine Hummelkönigin anzusiedeln.

    Bis ca. März/April solltest Du wenigstens theoretisch Profi sein, dann klappt es auch dieses Jahr noch mit einem Hummelvolk im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Am wichtigsten sind viele Pflanzen die für Wildbienen geeignet sind.

    Film: Der Hummelstaat

    Viel Spass beim lesen!

    Grüsse Stefan

    #28036 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    Hallo @christopher, bitte lese möglichst viel über Hummeln und deren Behausungen. Bis zum Beginn der Hummelsaison, Mitte/Ende März; kannst du noch viel lesen. Allein beim Hummelhaus kann man viel verkehrt machen. Es steht alles hier im Forum, man muss sich langsam durchlesen. Ich habe viele Stunden vor dem Monitor verbracht. Auch der Standort des zukünftigen Hummelhauses ist sehr wichtig, soll es ein oberirdisches Hummelhaus sein oder ein Haus was eingegraben ist? Es sollte keine Sonne auf das Hummelhaus strahlen, es würde zu heiß werden für die Hummeln. Auch die innere Ausstattung ist sehr wichtig, steht auch alles im Forum. Mit etwas Glück siedelt sich bei einem guten Standort eine Hummel-Königin selbständig an. Nach etwa 4 Wochen, wo die erste Hummel-Königin aufgetaucht ist, und man noch keine Ansiedlung beobachtet hat, kann man mit dem “aktiven” Einsetzen beginnen. Das ist aber nicht ganz einfach. Bei mir war es am Anfang so 10 Einsetzversuche bis eine Königin geblieben ist. Jetzt steht die Chance bei etwa 1:5? Schau dir die vielen Videos hierzu hier im Forum an.

    #28052 Antwort
    Manfred S
    Manfred S
    Forenmitglied

    Hallo Christopher,

    im ersten Jahr kannst du am meisten lernen, wenn du einfach aufmerksam beobachtest. Dann merkst du selber, welche Pflanzen blühen wenn Hummelköniginnen auf Nistplatzsuche sind. Zwischen Theorie und Praxis gibt es Unterschiede und auch nicht alles was so im Netz steht stimmt auch, daher – wie schon die Vorredner geraten haben – viel lesen und kritisch hinterfragen.

    Wenn das Umfeld hummelfreundlich ist, der Nistkastenstandort passt und der Kasten selber eine geeignete Innenausstattung hat, liegt die Chance auf Selbstbesiedelung nach meiner Erfahrung bei ca. 30-50%.

    #28087 Antwort
    Luc
    Luc

    Am besten gleich mit mehreren  Hummelhäuser beginnen.

    Müssen ja nicht Luxusklasse sein.  Es genügt schon wenn man mehrere grosse Karton mit kleineren Innenkarton an Regensicheren Standorten verteilt.

    Vorbau u. Klappe ist was für Perfektionisten. Genau diese Bauarten kommen in der Natur gar nicht vor.

    Im Einsteigerjahr ist somit ohne Hummelfangen von vorneherein schon eine grössere Ansiedlungsmöglichkeit gegeben. Mind. 5 Karton dürfens schon sein, u. die sind in einem Tag fertig. Kosten praktisch Null, wenn man für das Hummelnest natürliches Material wie Feinheu, Moos etc verwendet. Funktioniert bei mir seit Jahren tadellos.

     

     

    VG  Luc

    #28088 Antwort

    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Luc

    Genauso war es bei mir, so einfach wie möglich, bis ich die Wachsmotte kennen lernte, d.h. die Hummeln. Was das bedeutet, wenn die erstmal ein Hummelnest heimsuchen, weisst Du sicher auch oder? Was machst Du dagegen, würde mich bitte interessieren.

    Gruss Martha

    #28089 Antwort
    Luc
    Luc

    Hallo Martha :)

     

    Es geht im begonnenem Beitrag um einen Einsteiger, der mit Hummeln im Garten leben will. Und zwar als ‘Besitzer’ eines angesiedelten Hummelvolkes, das man in einer menschlich gemachten Behausung haben will.

    Interessant in den Hummelhalterforen ist, dass sich der natürliche Untermieter der Hummel, die Hummelwachsmotte, scheinbar zu einem existentiellen Problem hochstilisiert. Heisst anscheinend, dass man ein endemisches wildes Insekt unbedingt in einer Art sterilem Terrarium halten will.

    Auch bei mir sind sie gelegentlich in den Klappengesicherten Beuten zu finden, aber Totalausfall hatte ich in den letzten 10 Jahren nie.

    Und ich öffne die Klappe sogar absichtlich, wenn die ersten Königinnen ausfliegen, weil dann die Saison ohnehin schon weitgehend gelaufen ist. Somit ist ein Mottenbefall zu einem späteren Zeitpunkt vernachlässigbar, ausser bei der langbrütenden Ackerhummel.

    Im übrigen hatte ich 2018 etwa 25 Selbstansiedlungen, keine Einsetzversuche. Trotz langjähriger Dauernutzung der Beuten ist der Mottenbefall immer ziemlich dürftig, meist sind deren Maden nur aussen in den Ritzen anzutreffen.

    Und, die natürlichen Hummelnester haben trotz Zivilisation seit Tausenden von Jahren ihren Schmarotzer in Schach gehalten.

     

    Noch was: Man kann noch während der Hummelsaison den Innenkarton der vorgeschlagenen Karton-Hummelhäuser in einen gesicherten Hummelkasten umsetzen. Aber das ist dann schon wieder einen andere Geschichte. Der Erfahrene kann dies problemlos durchführen :zwinker:

     

    VG  Luc

    #28090 Antwort
    Christian
    Christian
    Forenmitglied

    Servus Luc,

    teile Deine Ansichten – ja, es ist von großem Vorteil gleich mehrere Hummelkästen aufzustellen, um “Erfolg” zu haben. Von meinen 20 NK waren im Vorjahr 16 – mehr oder weniger lang – besiedelt. Toll Deine Bilanz! Habe ja kürzlich wieder 25 einfach gebaute “Hummelhotels” anfertigen lassen, da wird wohl wieder das eine oder andere für mich übrig bleiben (wenn ich den vielen Anfragen widerstehe :-) – bisher sind etwa 18 von Hummelfreunden reserviert. Auch Deine Meinung über die Motten-Feinde teile ich, bei mir ebenfalls nur selten ein Problem. Grüße aus dem Hausruck- ins Innviertel hinüber! Christian

    #28091 Antwort
    petersberg
    petersberg
    Forenmitglied

    Ich muss die Gelegenheit schnell nutzen da gerade 2 Profis hier schreiben.
    Es geht um folgende Frage.
    Unter meinen Geräteschuppen der ein Betonfundament hat habe ich schon seit 5 Jahren Erdhummeln.
    Was passiert eigentlich mit den alten Nest des Vorjahres.Ich kann mir nicht vorstellen das da soviel platz ist das nun mindestens 5 Nester nebeneinander stehen.Der Eingang ist immer der gleiche vermutlich ein altes Mäuseloch.

    #28092 Antwort

    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Luc

    Wachsmotten bekämpfen oder nicht scheint ein umstrittenes Thema zu sein.

    Fakt ist, die Motte und deren Larven sind die gefährlichsten Parasiten im Hummelvolk, und es können durchaus auch Erd- und Baumhummeln im Frühstadium, also wenn noch keine Jungköniginnen fliegen, betroffen sein. So  jedenfalls meine Erfahrung.

    Es ist durchaus legitim, diese Schmarotzer frühzeitig zu bekämpfen.

     

    Schon Eberhard von Hagen warnte vor dem zerstörerischen „Untermieter“.

     

    Gruss Martha

     

     

     

     

     

     

     

    #28095 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin

    @petersberg: Das alte Nest wird vermutlich vollkommen von Wachsmotten gefressen worden sein. Da sieht man danach so gut wie nichts mehr. So ist wahrscheinlich immer der selbe Platz verwendet worden.

    Das bedeutet aber nicht, dass das Nest dort schlecht entwickelt war. Oft kommen Wachsmotten erst ins Nest wenn es schon egal ist weil die Geschlechtstiere schon abgeflogen sind. Vorher passten Wächterinnen auf.

    #28098 Antwort
    petersberg
    petersberg
    Forenmitglied

    Stimmt wenn Du das so erklärst,die Frage wollte ich schon lange mal stellen.
    Was an verklebten Restern übrig bleibt werden irgend welche Käfer,Würmer oder Mikroorganismen beseitigen.
    Das Nest war auf alle Fälle gut entwickelt nach den vielen Aus und Einflügen zu urteilen.

    #28104 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    @luc @christian, es ist eben ein Unterschied ob man 25 Hummelhäuser hat, da kann man schon mal 3-4 Völker verschmerzen oder man hat nur ein oder zwei Hummelhäuser, da kämpft man um jedes Volk. Jeder Hummelfreund möchte doch einen kleinen Erfolg haben?  :sat:

    #28105 Antwort

    Christopher

    wow geil, vielen dank leute! =)

    ich hab noch nicht alle komments gelesen, aber ich danke euch schonmal vielmals! werd ich mir alles zu herzen nehmen und mich damit eindringlich beschäftigen. Bis März ist ja auch nicht mehr so weit :-O.

    Ich check mal alles Vids und post zum thema haus bau und so fort. Vielen dank für teilen eurer Gedanken und Erfahrungen :). Sobald sich bei mir was entwickelt hat, teil ichs gerne :).

    :-*

    #28107 Antwort

    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Detter

    Mit Deiner Ansicht hast Du voll ins Schwarze getroffen. 😀Darum wage ich dieses Jahr den Versuch mit der längeren, unterirdisch verlegten Einlaufröhre. So wie die Mäuse 🐁 einen Tunnel graben, der dann den Hummeln zugute kommt. Mäuse bauen Nester, Katzen fressen Mäuse, Hummel haben dadurch ein Zuhause! Ich kann mir denken, dass die Motte so weniger Erfolg hat, das Nest zu erreichen und hoffe, dass das Experiment gelingt.

    Gruss Martha

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