Suchergebnisse für „Lavendel“

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  • #26413
    MarylouMarylou

      Nachdem ich in den letzten Wochen einige erschöpfte Hummeln (mehrere Erd- und eine Ackerhummel) mit Zuckerlösung Gottseidank erfolgreich aufpäppeln konnte, habe ich seit einer Woche regelmäßigen Besuch von einer Erdhummel-Arbeiterin, der die Zuckerlösung wohl besonders gut geschmeckt hat, wohl auch deshalb, weil es einfach bequem ist, immer einen “gefüllten Teller” vorzufinden, nehme ich an. Bei ihrer Rettung hatte ich die Befürchtung, dass sie es vielleicht nicht schafft, da ihre rechten Flügelspitzen etwas gerupft aussahen; sie belehrte mich aber eines Besseren!

      Jedenfalls ist sie vorsichtig, aber keineswegs scheu. Inzwischen ist es so, dass sie mich, wenn die Legosteine leer sind und ich im Garten bin, direkt anfliegt und umfliegt, wobei sie sich manchmal auch auf meine Jeans setzt. Nehme ich den Untersetzer, in dem die Legosteine liegen, fliegt sie hin und her. Kaum dass ich einen der beiden flachen Legosteine mit Zuckerlösung gefüllt habe, sitzt sie drauf. Beim Ablegen des Legos passe ich dann sehr auf, dass ihre Beinchen frei bleiben.

      Ein anderes Mal waren die Legosteine leer. Ich natürlich direkt schlechtes Gewissen! Legos aufgefüllt, Untersetzer genommen, in den Garten raus, leise gerufen (sie heißt natürlich “Süße”, wie sonst?) und dann kam sie schon und flog direkt auf die Legos. Den Untesetzer habe ich dann vorsichtig wieder unter die Überdachung getragen, während sie in aller Seelenruhe weitertrank.  Es ist unglaublich, wie sie sich verhält, und ich freue ich mich sehr darüber, wieviel Vertrauen sie mir schenkt.

      Gestern habe ich sie ganz genau beobachtet (mit Stoppuhr – na ja, es war eigentlich eine Eieruhr): Sie trinkt 2 Minuten lang Zuckerwasser und fliegt dann für 3 Minuten weg. Das geht so den ganzen Tag.

      Gestern Abend war ihr letzer Flug um 19.45 Uhr und heute Morgen war sie früher da als ich, allerdings reinige und fülle ich abends vorsorglich die beiden Legosteine. Madame soll ja nicht hungern!

       

      Als Zuckerlösung nehme ich – wie Jürgen Börner auf Hummelfreund.com empfiehlt – 1 Teil sehr feinen Haushaltszucker, 2 Teile Fruchtzucker, 1,5 Teile kaltes Wasser und rühre ab und zu um, bis die Lösung klar ist. Umgefüllt wird sie dann in ein Schraubdeckelglas. Diese Zuckerlösung hat sich inzwischen sehr bewährt! Ich bin noch Neuling, erst seit letztem Jahr infiziert und fasziniert, und versuche, sehr viel über Hummeln zu lernen! Mein Herz haben sie jedenfalls im Sturmflug erobert!!!

      Da ich die Angewohnheit habe, zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in den Garten zu gehen und zu beobachten, was wie wächst und was so kreucht und fleucht – insbesondere seit letztem Jahr natürlich Hummeln, Wildbienen, Wespen – fiel mir am 19.07.2018 abends gegen 20 Uhr eine Erdhummel auf, die sich an einen Lavendelstängel klammerte. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass sie nicht schläft. Also Legostein mit Zuckerlösung geholt, ihr hingehalten, und sie trank sofort. Da das ruhige Halten des Legos und meine gebückte Haltung ziemlich bald anstregend wurden, habe ich kurzerhand eine große, flache Schale geholt und die Hummel samt abgeschnittenem Lavendelstängel hineingesetzt. Dort trank sie 5 Minuten lang die Zuckerlösung (Zeit weiß ich wegen Video, an das ich (un-)sinnigerweise dachte in dem Moment).

      Kraft zum Wegfliegen hatte sie auch einige Zeit danach noch nicht. Also Schale genommen, geschützt unter Überdachung auf Tisch gestellt, Lego nochmal aufgefüllt und Topf mit blühendem Lavendel in die Schale gelegt, damit sie sich über Nacht halbwegs heimisch fühlt.

      Am nächsten Morgen lief sie schon hin und her in der Schale, putzte sich und war offensichtlich total munter. Auch einige Abhebeflüge probierte sie, landete dann wieder in der Schale. Glücklich, dass es ihr so gut ging, habe ich flugs den Fotoapparat geholt, mit dem man auch kleine Videos drehen kann. Freundlicherweise hat sie gewartet, bis ich “videoklar” war, rannte noch einige Male in der Schale hin und her, hob dann ab und flog weg.

      Am Abend stand ich vor dem überdachten Platz, der an drei Seiten geschlossen und daher geschützt ist, und plötzlich steuerte eine Hummel direkt auf mich zu, flog dann weiter unter die Überdachung, drehte dort einige Runden, flog wieder auf mich zu und flog dann weg. Ich bin mir 100prozentig sicher, dass das die Erdhummel (als solche während des Fluges zu erkennen) vom Lavendelstängel war.

      Und dann war da noch im Hochsommer der angeblich ausgebildete, ziemlich freche Gärtner im Baumarkt in der Freiland-Blumenabteilung, der die blühenden Pflanzen in der prallen Sonne mit einer Brause von oben wässerte. Die Pflanztöpfe standen in Tischwannen. Als ich auf den noch nicht gewässerten Blüten jede Menge verschiedene Hummeln sah, war ich nur noch entsetzt und hatte mächtige Wut im Bauch auf den Wassermenschen:yell:! Ich bin dann die gewässerten Reihen durchgegangen und habe mehrere Hummeln, die hilflos im Wasser paddelten, mit einem Finger vorsichtig herausgefischt und auf trockenes Terrain umgesetzt. Es ist ein irres Gefühl, wenn eine Hummel auf dem Finger krabbelt, da kommt der Beschützerinstinkt durch bei einem so kleinen Wesen, zudem sie alle patschnass waren! Ein paar Stellen hatte ich mir gemerkt, wo sie zum Trocknen saßen und guckte später nochmal nach. Alle waren inzwischen fort, jedoch habe ich noch eine Ackerhummel gesehen, die sich putzte, aber das braune Pelzchen war fast schon trocken und wieder plusterig.

      Stefan, ich habe gelesen, dass du 20 Hummelkästen/-völker hast. Du Glücklicher, sooooo viele Hummeln !!!

      Allen noch einen schönen Sonntag!

      Marylou

       

      #26366
      Marylou

        Hallo Detter,

        Ackerhummeln sehe ich dieses Jahr sehr viele. Momentan tummeln sich schätzungsweise 30 – 40, darunter auch einige Ackerhummel-Königinnen, auf meiner Terrasse, die seit einigen Monaten vollgestellt ist mit blühenden Stauden und Sträuchern (alle hummelfreundlich), so dass es aussieht wie in einer kleinen Gärtnerei. Wegen der extremen Hitze habe ich bisher nichts eingepflanzt, muss aber seither wie irre wässern, damit die Nektarproduktion stimmt.

        Durch die Pflanzenanhäufung auf so begrenztem Raum ergeben sich jeden Tag interessante und tolle Beobachtungen. Neben den vielen Ackerhummeln, die Lavendel, Salbei, Bartblume und Hibiscus bevorzugen, tummeln sich seit ca. zwei Wochen 5 – 7 Erdhummel-Königinnen, zusammen mit Arbeiterinnen -zwei Arbeiterinnen sogar mit Pollenhöschen- (bevorzugt am Ehrenpreis -Veronica spicata und Veronica longifolia-, ebenso am Hibiscus, an den Sommerspieren (Spiraea japonica) und jetzt auch am Lavendel). Daneben sind verschiedene Wildbienen und Wespen an den Blüten. Bei dem ganzen Getümmel habe ich manchmal wirklich Befürchtungen, dass der Nektar nicht für alle reicht. Eine einzige Steinhummel habe ich gestern noch gesehen; vor einigen Wochen waren es noch etliche.

        Erst seit letztem Jahr bin ich Hummel-infiziert. Da habe ich nämlich beim Rasenmähen (ich sollte wohl eher Rasen/Unkraut sagen) einen Teil eines Erdhummelnestes oberflächlich aufgerissen. Du kannst dir sicher vorstellen, wie erschrocken ich war! Nicht lachen, aber ich habe mich mehrmals entschuldigt bei den armen Hummeln! Sie haben zu meiner Erleichterung recht schnell ihr Nest repariert, zumal es seitlich davon genug Moos und auch hohes Gras als Deckung gab. Natürlich habe ich an dem Tag dann mindestens alle halbe Stunde nachgeguckt, ob es den Hummeln noch gut geht. Es ist alles gutgegangen (inklusiv einiger Jung-Königinnen später) und meine Infizierung war gelungen! Seitdem beschäftige ich mich mit Hummeln, wahrscheinlich genauso intensiv, wie es jede/r tut, der halt nun mal infiziert ist. Ich liebe Hummeln!!!

        Dieses Forum ist sehr informativ und äußerst hilfreich – vielen Dank dafür! :happy:

         

        Hummelige Grüße, Marylou

         

        #25676

        Als Antwort auf: Baumhummeln

        Thilo
        Forenmitglied
        Beitragsersteller

          Andere Königinnen waren in den Blüten im Garten. Zum Teil sind sie, wie mit Sternenstaub bepudert, zurückgekehrt. Sie hatten sichtlich Spaß. Bei meinen Spaziergngen habe ich eine der Königinnen in der Nähe bei Nachbarn im Lavendel gefunden- da wenig Jungs da sind, liegt kein weiteres Nest in der Nähe. Ich war versucht, sie auf die Hand krabbeln zu lassen und zu ihrem zuhause mitzunehmen, nach dem motto: du musst nicht fliegen, ich weiß, wo du wohnst, aber der Lavendel war interessanter.

          Hier im Lavendel,Sonnenblume, in Stockrose und dahinsinkender Dahlie

          Foto/Video:
          #25644

          Als Antwort auf: Saison 2018 beginnt

          Doris
          Forenmitglied
            • DE 39624
            • 38 m ü. NHN

            … und vom ewigen Hunger.
            Der Sommerflieder ist ideal und auf dem Lavendel tummeln sich sehr viele Hummeln, kann man leider nicht ganz so gut erkennen.

            Foto/Video:
            #25619

            Als Antwort auf: Hummeln füttern

            bumblebee-me
            Forenmitglied
              • DE 91459
              • 395 m

              Hallo Melanie,

              da kann ich Stefan nur Recht geben, man ist als Hummelfreund/in immer versucht nachzuhelfen indem man
              füttert, aber Trachtpflanzen sind wirklich sehr wichtig. Im Moment blüht bei mir auf der Kräuterspriale
              mehrjähriges Bohenkraut, Lavendel, Zitronenmelisse, Oregano usw. An den Kräutern sind tgl. viele verschiedene
              Hummeln zu beobachten auch jene die nicht in meinen Kästen wohnen, denn in unserer Gegend ist es momentan
              sehr sehr trocken. Kein Regen in sicht. Da finden die meisten Hummeln in der freien Flur fast nichts.

              LG aus Mittelfranken

              #25472

              Als Antwort auf: Und wen haben wir hier?

              Christian
              Forenmitglied
                • A-4800, 4851
                • 420, 510 m

                Hallo Sarah!

                Bei der ersten Hummel würde ich Dir recht geben; die beiden Fotos scheinen ein wenig “überbelichtet”, da traue ich mir keine Prognose abzugeben. War übrigens vorhin in unserer kleinen Gemeinde unterwegs, da sah ich am Lavendel 6 Hummelarten (Stein-, Erd-, Baum-, Acker-, Wiesen- und Veränderliche Hummel), lediglich Wiesen- und Gartenhummeln fehlten. Toll. Beste Grüße! Christian, Oö.

                #25341

                Thema: "Hummelbenzin"

                im Forum Hummelsaison
                Saskia

                  Hallo, ich fange einfach mal an.

                  “Hummelbenzin” hat meine kleine Tochter die Zuckerlösung getauft, die wir aktuell in unserem Garten verteilen. Vielleicht sollte ich doch am Anfang anfangen:

                  Wir haben ein großes Grundstück und sind garantiert der Alptraum eines jeden Gartenliebhabers, hier darf alles wachsen was wächst. Unser Rasen ist mittlerweile ein grünes Meer mit bunten Inseln, Klee, Gänseblümchen, Löwenzahn tummeln sich dort (diese Inseln werden fleißig ummäht). Ein 2m breiter Streifen an 3 Seite des Grundstückes (ca 2000qm) besteht aus wird jährlich einfach nur eine Wildblumenmischung ausgestreut. Es gibt mehrere alte Obstbäume und noch ältere Eichen (ca 100 Jahre), Weiden (auch ca 100 Jahre) und eine Sommerlinde (ca 60-80 Jahre). Gepflanzt wurden nur Lavendel, Hartriegel und Schmetterlingsbüsche (mittlerweile riesige Büsche). Holunder ist alleine aufgetaucht und verbreitet sich auch kräftig, genau wie die Brennesseln. Wicken machen auch was sie wollen. Also ja, viel zum Mähen bleibt nicht mehr übrig.

                  Wir hatten all die Jahre extrem viele Hummeln im Garten (bitte fragt nicht welche, so weit bin ich noch nicht :zwinker: ), Bienen aus einem Stock ca 1km entfernt und Unmengen an Schmetterlingen. Überall summte und brummte es, besonders in der Linde, an den Büschen und im Lavendel. Irgendwie ist dieses Jahr alles anders. Man freut sich schon, wenn man wenigstens einmal am Tag ein lebendiges Exemplar der aufgezählten Arten sieht. Hummeln habe ich mehr Tote als Lebende gefunden. Ich ahne woran es liegt, irgendwie war es wohl zu früh zu heiß (seit mitte April durchgehend bis 30 Grad und kaum Regen) und die Hummeln sind verhungert.

                  Jetzt habe ich vermehrt darauf geachtet und festgestellt, das unter unser Treppe und direkt neben der Terrasse (und dem Grill :hair: ) sich wieder Leben regt. Also habe ich ihnen “Hummelbenzin” gemacht (3T Fruchtzucker, 1T Zucker, 1,5T Wasser) und das in Legosteine verteilt, habe sogar unterschiedliche Farben benutzt (meine Tochter verzichtet gerne auf sie). Die Steine habe ich in der Nähe der Einfluglöcher platziert. Jetzt frage ich mich, was daran besser machen könnte (sie stehen da halt ungeschützt), was ich noch zusätzlich machen kann, bis die Objekte der Begierde blühen.

                  Überall finde ich nur Tipps für Hummelhausbesitzer, ich kann ja schlecht eine Klappe in ein Mauseloch einbauen. Also bitte helft mir, wie kann ich ihnen den diesjährigen, schwierigen Start etwas erleichtern? ie Humeln haben bei uns ja genug Plätze um ein Volk zu gründen, haben es ja auch immer gemacht. Meine Tochter wollte schon ein kleines Legohaus bauen, also quasi eine Tankstelle.

                  Über jeden Rat bin ich dankbar.

                  Gruß Saskia

                   

                  #25277

                  Als Antwort auf: Welche Hummel ist das?

                  bumblebee-me
                  Forenmitglied
                    • DE 91459
                    • 395 m

                    Hallo Sarah,
                    gestern war Luc schneller mit der Anwort, ich würde auch auf die Bunt- oder Waldhummel (B.sylvarum) tippen.
                    Bei den zweiten Bildern würde ich sagen es handelt sich um unsere Gartenhummel (B. hortorum) die es sich auch
                    bei mir momentan im Garten sehr häufig am Salbei, Fingerhut, Lavendel, Rittersporn gut gehen läßt, obwohl sie
                    in keinem meiner Kästen ansiedelte.

                    LG Bumblebee

                    #24711

                    Als Antwort auf: Hummelbestimmung

                    Luc

                      @Christian, ich hatte vor 2 Jahren die humilis schon mal bei dir im Ortszentrum gesehen.

                      2 Arbeiterinnen am Lavendel an der weissen Mauer ( Haus 38, daneben Parkplatz) mit je einer dunklen wie auf deinem Foto, u. eine hellere, ähnlich Ackerhummel.

                      Beim Durchfahren vom Attersee kommend hob ich damals Geld ab, u. ging noch eine Runde im Ort.

                       

                      Luc

                      #24603

                      Als Antwort auf: Wachsmotten

                      Stefan
                      Admin
                        • DE 84513
                        • 398 m

                        Ich habe mal ein Hummelhaus nur mit Lavendel als Nistmaterial befüllt. Da waren am Ende auch Wachsmotten drin…

                        Von Klostein bis Ölduft habe ich schon vieles gelesen, geholfen hat scheinbar nichts.

                        #24596

                        Als Antwort auf: Wachsmotten

                        gingillinos
                        Forenmitglied

                          Bis jetzt habe ich noch keine Wachsmotten entdeckt, oder sie haben sich gut versteckt…Ich denke derzeit immer daran, was mögen Wachsmotten nicht , also was würde sie abhalten Hummelnester zu suchen..Kann man eine Zitronenscheibe in die Nähe legen, oder besser Studentenblumen pflanzen..Lavendel habe ich schon vor den Eingängen gepflanzt…Vielleicht hat hier jemand auch in dieser Richtung Erfahrung… :sarc: :sarc:

                          #24250

                          Als Antwort auf: Saison 2018 beginnt

                          Silvia
                          Forenmitglied
                            • 48727
                            • 106

                            Hallo zusammen,
                            Mein Baumhummelvolk entwickelt sich prächtig.
                            Ich hab nur das Problem dass sie ständig den Laufgang zustopfen und dadurch die Klappe nicht richtig schließt. Und immer wieder verlieren sie Pollenhöschen weil sie sich da durchquetschen müssen. Da sitzt auch immer eine Wächterin und macht Alarm wenn ich den Eingang frei mache.☹️ Das wird heiter wenn ich mal wieder das Nest richtig kontrollieren muss?
                            Ich hab jetzt mal ein bisschen Lavendelöl vor den Eingang geträufelt und Lavendelblüten in und um den Kasten.hoffe dass es was hilft.
                            Und da hätte ich auch noch ne Frage: muss ich denn den Deckel wieder auf den Karton machen wenn es kühler wird.
                            Gruß Silvia

                            #6364
                            Doris
                            Forenmitglied
                              • DE 39624
                              • 38 m ü. NHN

                              Hallo Falk, bin zwar selber noch nicht der Einstein unter den Hummelfreunden, aber hier mal meine Antworten auf deine Fragen. Diese haben in der vergangenen Zeit auch mich bewegt und ich konnte auf den Fundus an Wissen von aktiven Hummelschützern zurück greifen.

                              – Muss der Platz unbedingt im Halbschatten liegen?
                              Ja, das wäre sehr gut. Frühmorgens etwas Morgensonne und dann Schatten.

                              – Ausrichtung des Einflugloches egal?
                              Größtentels egal bei Hummelkästen.

                              – Können die Kästen auf dem Boden stehen? Einen Sockel wegen Ameisenabwehr kann ich jetzt nicht so schnell montieren.
                              Ja, auch auf dem Boden ist der Platz in Ordnung. Hilfreich wäre später ein geschlossener Büroablagekasten o.ä., den du mit Wasser füllen kannst. 4 Kompottschalen auf Kopf darin platzieren und darauf deinen Hummelstand stellen. Als Füße eignen sich schnell auch noch Edelstahl-Schlossschrauben.

                              – Kann ich beide Kästen dicht nebeneinander aufstellen? Oder können die Königinnen/Arbeiter ihr Einflugloch verwechseln (konkurrieren)?
                              Meine Kästen stehen auch dicht an dicht. Ich habe die Kästen etwas unterschiedlich dekoriert.

                              – Müssen die Hummelklappen offen stehen bis die Kästen angenommen wurden?
                              Ja. So sollte es sein. Später wird die Hummelklappe etappenweise abgesenkt.

                              – Ab wann die Klappen schließen?
                              Ich schließe meine Hummelklappen, wenn die Königin nit ihrem Nest weit fortgeschritten ist bzw. wenn die ersten kleinen Arbeiterinnen ausfliegen.

                              – Ab welchem Zeitpunkt muß ich mit Wachsmotten rechnen?
                              Ich denke mal ab Mai kannst du damit rechnen. Der Nestgeruch lockt die Schädlinge an.

                              – Kann ich in die Nester Mottenabwehr (Zedernholz, Mottenkugeln, Lavendelöl usw.) reinlegen?
                              Man kann vieles probieren. Ich habe über viele Varianten gelesen, aber einen absoluten Schutz wird es wohl nicht geben. Ich persönlich praktiziere eine andere Lösung.

                              – Ich hab ein vorjähriges Wespennest im Schuppen, sollte ich Teile mit ins Nest legen? Könnte es die Annahme der Kästen verbessern?
                              Ich bezweifele, dass sich die Hummeln davon begeistern lassen. Sicherlich gibt es auch dazu unterschiedliche Ansichten.
                              – Riechen Hummeln?
                              Ja! Hummeln können riechen. Eine Studie belegt, dass sich Hummeln auf Blüten, die sie besucht haben, nicht mehr niederlassen. Hummeln erkennen das am “Fußgeruch”.
                              Klingt zum Lachen, aber wenn du mal genau und länger beobachtest, kannst du das sehen.

                              Viele tolle Erfahrungen noch und schöne Osterfeiertage.

                              Man möge mich berichtigen oder ergänzen, soweit erforderlich.
                              LG von Doris

                              #6361
                              Falk
                              Forenmitglied

                                Guten Abend,

                                mir schwirren noch einige Fragen zur Aufstellung der Hummelnistkästen demnächst durch den Kopf. Da ich noch absoluter Anfänger zwecks Hummeln bin.

                                -Muss der Platz unbedingt im Halbschatten liegen?
                                -Ausrichtung des Einflugloches egal?
                                -Können die Kästen auf dem Boden stehen? Einen Sockel wegen Ameisenabwehr kann ich jetzt nicht so schnell montieren
                                -Kann ich beide Kästen dicht nebeneinander aufstellen? Oder können die Königinnen/Arbeiter ihr Einflugloch verwechseln (konkurrieren)?
                                -Müssen die Hummelklappen offen stehen bis die Kästen angenommen wurden?
                                -Ab wann die Klappen schließen?
                                -Ab welchem Zeitpunkt muß ich mit Wachsmotten rechnen?
                                -Kann ich in die Nester Mottenabwehr (Zedernholz, Mottenkugeln, Lavendelöl usw.) reinlegen?
                                -Ich hab ein vorjähriges Wespennest im Schuppen, sollte ich Teile mit ins Nest legen? Könnte es die Annahme der Kästen verbessern?
                                -Riechen Hummeln?

                                Es stehen zwar schon viele Antworten im Forum, aber um Antworten auf meine Fragen wäre ich sehr dankbar.

                                Viele Grüße und ein schönes Osterfest
                                wünscht Falk

                                #5446

                                Als Antwort auf: Hummelsaison Zwischenbilanz

                                Stefan
                                Admin
                                  • DE 84513
                                  • 398 m

                                  Hallo Christian!

                                  Schön, dass Du da bist. Ich denke mit Deiner Erfahrung bist Du eine erfreuliche Bereicherung für uns alle.

                                  Natürlich sind wir alle sehr neugierig, Deine Hummelhäuser interessieren sicher nicht nur mich. Hast Du ein paar Fotos parat?

                                  Es hört sich so an als ob Du auch Hummelhäuser verkaufst? Interessiert uns immer!

                                  Lavendel hat bei mir in Punkto Wachsmotten nichts gebracht. Auch Hummelnester die ausschließlich Lavendel als Nistmaterial hatten waren befallen. Da scheinst Du mehr Glück zu haben.

                                  Bei mir ist die Hummelsaison leider schon so gut wie zu Ende. Die Nester sind durch und vertrocknet. Nur noch einzellne Hummeln halten ich darin auf und warten anscheinend auf ihr Ende.

                                  Grüße aus Bayern nach Österreich!

                                  Stefan

                                Ansicht von 15 Ergebnissen – 541 bis 555 (von insgesamt 577)