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Zweiweg-Mottenklappe

Wachsmottensperre Variante 7: Zweiweg-Mottenklappe von Armin Krenz

28.04.06 – Das Modell zeigt das “Innenleben” dieser zweiseitig (hier entweder links am Vorbau oder rechts am Hummelkasten selbst) verwendbaren Zweiweg-Mottenklappe. Die Abmessungen sind so gehalten, dass der gesamte Apparat am Schwegler-Vorbau Platz findet und der Schwegler-Vorbau-Schieber gut geöffnet werden kann.

Wichtig! Die transparente Klappe sollte von außen mit Tesa-Krepp so abgeklebt sein, dass für die anfliegende Hummel kein direkter Eingang zu erkennen ist. Ebenso wichtig ist, dass die Tesa-Krepp-Abdeckung ca. 4 mm über der Laufgang-Sohle aufhört um der beim ersten Ausgang hinausstrebenden Hummel zu signalisieren, da geht es ins Freie! An der unteren Auflageseite der Klappe ist die Holzauflage (nur in der Mitte) zu einem winzigen Spalt abgeschliffen, damit die Junghummeln bei ihrem ersten Ausgang auch noch fühlen können, da geht es weiter!

Im Video ist auch zu sehen, dass sie die Fühler in diesen Spalt einführen. Eine weitere sehr wichtige “Kleinigkeit” ist, dass die unten etwa 4 mm überstehende Klappe auch mit Tesa-Krepp abgeklebt und von unten geschwärzt wird. Fehlt diese Kenntlichmachung, stoßen die schlecht sehenden Hummeln gegen die sonst transparente Klappe und geben erschreckt die Suche nach dem Eingang an dieser Stelle auf.

Um “Unwinkligkeiten” (fehlender rechter Winkel) auszugleichen, habe ich unten und hinten ein selbstklebendes Fenster-Fugenband zum Ausgleichen vorgesehen (s. Foto eingebauter Zustand). Das hat außerdem den Vorteil, dass das Holz keinen direkten Kontakt mit auftretender Bodennässe hat.

Neues Video vom 9.5.06: Zweiweg-Mottenklappe in Aktion. Die Video-Aufnahmen zeigen die Betätigung der Zweiweg-Mottenklappe durch die Erstschlupf-Erdhummeln. Spieldauer 1′ 14”.

Gebrauchsanweisung: Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Situationen, die wie folgt gehändelt werden sollten.

  1. Eine Königin wird (ohne Klappe) eingesetzt oder die Zweiweg-Mottenklappe wird in einem bestehenden Nest nachgerüstet. Das Besondere an dieser Situation ist, dass die Hummeln umgewöhnt werden müssen, vom “Eingang ohne Klappe” auf “Eingang mit Klappe”. Nur für diese Situation sollte man Hilfestellung in Form von “Klappenheben” geben, hier realisiert mit einem Zwirnsfaden und einem Stück doppelseitigem Klebeband. Beim Einsetzen einer Königin sollte die Klappe in jedem Falle schon montiert sein (sie wird so auf optischem Wege schon mal mit der Klappe vertraut) aber so weit offen gehalten werden, dass eine Berührung unter allen Umständen vermieden wird. Nach Eintreten einer Nestbindung (ca. 3 – 4 Tage – wenn sie in dieser Zeit rege ein- u. ausgeflogen ist) kann die Klappe so weit abgesenkt werden, dass ein leichter Kontakt entsteht. Dieses kann in den folgenden zwei Tagen gesteigert werden, bis die Klappe ganz geschlossen ist. Der Nestgeruch ist zwar noch nicht voll entwickelt, weil die Königin noch allein ist, doch Vorsicht bei “gebrauchten” Kästen vom Vorjahr, die könnten schon wegweisend für die Motten sein! Ermessenssache also auch, wann die Klappe ganz geschlossen wird! Auf jeden Fall schließen, bevor die erste Brut das Nest verlässt.
  2. Der hinter geschlossener Klappe geborene Nachwuchs braucht die o.a. Hilfestellung nicht! Beim ersten Verlassen lernen sie das Hindernis bereits kennen und landen bei ihrer ersten Rückkehr wirklich “punktgenau” auf der schwarzen Markierung (“schwarzes Loch”) unter der etwas überstehenden Klappe.

Ich habe bis heute (12.6.06) 55 Zweiweg-Mottenklappen ausgeliefert und nur begeisterte, positive Rückmeldungen erhalten, gerade was das Öffnen der Klappe betrifft, das schaffen auch (eigene Beobachtung) die kleinen Wiesenhummeln mühelos!

Kuriosum am Rande: Eine spinnensuchende Kohlmeise hat die Klappe entdeckt und so lange darauf rumgekackt und “gezubbelt”, bis sie entfernt war. Ebenso soll auch eine Windböe die Klappe verfrachtet haben. Erfinderische Hummeln klettern auch schon mal seitlich heraus und verkanten die Klappe. Um diesen Situationen zu begegnen empfehle ich, einen kleinen Gummiring doppelt zu nehmen und ihn bildgemäß über die beiden Stifte zu spannen. Den Gummi nicht gegen die Klappe drücken, damit etwas Spiel zum Öffnen bleibt.

Text/Bilder: Armin Krenz. Vielen Danke an Familie Krenz

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