
Harald
Hallo zusammen
Habe heute ein sehr schönes grosses Exemplar Erdhummel, vermutlich Jungkönigin, am Lavendel futtern sehen.
@hallo Bernhard: ja, die App ist sehr nützlich! merci.
Grüsse Harald

Harald
Guten Morgen zusammen
Einer meiner kleineren Lavendelsträucher hatte ja noch mal geblüht.
Nach dem Regen von gestern sucht heute eine Ackerhummel bereits vormittags darin Nahrung.
Für mich als Laie wäre immer interessant: ist es eine Arbeiterin, eine Jungkönigin oder sogar ein Drohn?
Sie war mittelgross bis grösser, vorne am Kopf alles schwarz, somit wohl kein Drohn.
Grüsse Harald

Hinrich
Hallo in die Runde,
im Juli schwirrte eine Hummel an unserem Lavendel herum, wie ich sie in so einer Farbgebung noch nicht gesehen habe und auch sehr unsicher bin, was es sein könnte. Die Haare besonders am vorderen Thorax sind ziemlich lang, da würde ich zunächst einmal einen Drohn vermuten. Die Farben könnten einfach ausgeblichen sein – dann wäre der hintere Teil des Abdomens einmal rot gewesen, was auf Steinhummel deuten würde. Aber ich habe schon viele Steinhummelmännchen gesehen, und wenn sie schon etwas älter waren, wurden die Haare auf dem vorderen Thorax blassgelb, nicht gelbbraun. Auch die helle Beinbehaarung finde ich ungewöhnlich. Aber eine Grashummel wird bei uns im Garten wohl kaum infrage kommen.
Vielleicht ist es auch einfach nur eine Farbvariante und dann eben doch eine Steinhummel. Habt Ihr aus Euren Erfahrungen heraus eine Idee dazu?
Viele Grüße, Hinrich

Christian
@ Martin – danke für´s Teilen der Studie und für die Zusammenfassung und Übersetzung. Auch Dir @ Jan danke für die Stellungnahme und den Hinweis und die Erinnerung an Martin´s Citizen Science Projekt. Auch wenn die Studie große Mängel aufweist, fühle ich mich in meiner Meinung bestätigt und bestärkt, dass die Hummel-Nistkästen in meinen Gärten möglichst einfach ausgeführt und trotzdem kaum von Wachsmotten befallen sind. Natürlich bestätigen aber Ausnahmen die Regel. Ich habe vermutlich auch das Glück, dass aus irgendwelchen Gründen Wachsmotten hier nicht so häufig sind. Dass meine Nistkästen auch nicht so anziehend für dieselben sind, führe ich auch darauf zurück, dass die keine Lüftungslöcher aufweisen und das seitliche Einflugloch am Vorbau – wie beim Schwegler – sehr klein ist. Im Vorbau befindet sich getrocknete Lavendelteile, wobei ich aber leider oft auf den Austausch vergesse.
@ Martin – weil ich ja 26 Nistkästen aufgestellt habe (26 waren mindestens 1 x besiedelt) ist es ziemlich aufwändig, für jedes Hummelvolk die Daten extra einzutragen. Dürfte ich Dir ev. wieder meine Aufzeichnungen im Word-Format zukommen lassen?
Lb.Gr.! Christian

Martin
Wissenschaftler aus Belgien und Luxemburg haben über zehn Jahre aktiv besiedelte Nistkästen auf Parasiten und Maßnahmen zu deren Abwehr untersucht.
Hier kann man die Studie lesen und auch als PDF herunterladen:
https://www.researchgate.net/publication/363135114
Zusammengefasst die Ergebnisse:
Von 327 Nestern wurden 27 von der Wachsmotte und 5 von der Erzwespe Melittobia acasta befallen. 12 wurden von Kuckuckshummeln übernommen.
Bei (nur) zwei Nestern kam ein Vorbau mit Wachsmottenklappe zum Einsatz, den sie “Airlock” nennen, übrigens von “Hummeltischler” Gubisch. In 74 anderen Nestern wurde mit Duftstoffen, genauer gesagt Lavendelöl und frischen Blättern der duftenden Geranie Pelargonium ‘Citronella’, gearbeitet.
Weder die Klappe noch die Duftstoffe konnten Wachsmottenbefall verhindern, allerdings gab es damit keinen Befall durch Kuckuckshummeln und Erzwespen.
Die Nester wurden regelmäßig auf Parasitenbefall kontrolliert und das bleibt ihrer Meinung nach auch aktuell die einzig sichere Methode um Verluste durch Parasitenbefall zu verhindern.
Schwächen der Studie:
* Es wurde nicht zwischen verschiedenen Hummelarten unterschieden, obwohl sie 7 verschiedene Arten hatten.
* Nur zwei Kästen mit Klappe sind natürlich zu wenig. (Trotzdem aber Wachsmottenbefall!)
* Unklar ob es überhaupt Lüftungslöcher gab und wie diese vor Wachsmotten geschützt waren.
* Keine Unterscheidung bei der Vorbesiedlung oder Angaben zur Reinigung der Nistkästen, obwohl sie ausdrücklich von einer entscheidenden Rolle des Geruchs ausgehen.
Diese Studie zeigt natürlich auch, wie viel Potential in wissenschaftlichen Untersuchungen mit Euren Nistkästen liegt.
Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.

janfo
Lavendel sollte die Trockenheit eigentlich ganz gut verkraften. Wichtiger ist aber eine Vielfalt zu schaffen und statt nur auf Lavendel viel mehr auf einheimische Arten zu setzen. Es gibt auch trockenheitsresistente Arten wie die Wilde Möhre, Wilden Dost, Echtes Leinkraut, Hornklee etc.
Insbesondere Hornklee blüht hier noch viel, bei mir hat er sogar jetzt die zweite Blüte dieses Jahr getrieben.
Aber mindestens genauso wichtig sind geeignete Lebensräume, bei Hummeln zum Beispiel vor allem Mäusebauten, Totholz/Steinhaufen aber auch alte Bäume mit Hohlräumen (Baumhummeln)
Obwohl es hier in Nordhessen extrem trocken ist, der “ganze” Regen zieht immer Nordwestlich oder Südöstlich vorbei. Heute hatte ich auf starke Regenfälle gehofft, so wurde es auch angesagt. Aber – mal wieder kein einziger Tropfen, seit Monaten hat es nicht richtig geregnet.
Manche Bäume werfen schon Laub ab, andere neugepflanzte Bäume an der Straße sind bereits komplett vertrocknet.
Mal schauen wie es im nächsten Jahr aussieht? Bei Temperaturen um die 10 !C wächst ja noch nicht viel!
Doch, da wächst sogar schon sehr viel
Ich habe im Garten über 2000 Zwiebelpflanzen gesetzt insbesondere Krokusse, denen macht selbst Frost nichts aus. Die Hummeln danken es und erscheinen zahlreich um sich nach der Überwinterung zu stärken. Außerdem blühen sehr früh bereits die Schneeglöckchen, Christrosen (Nieswurz), Schlüsselblumen, Salweide, Kornelkirsche, Lungenkraut, purpurrote Taubnessel etc.
Also mit den richtigen Pflanzen kann man schon sehr vieles bewirken.

Joachim Zehnt
Hallo Detter / Jan,
dies mit dem gr. Insekt ist wohl sehr schwierig. Bei mind. 3 cm wenn ma so etwas nicht fotografiert. (kein Handy).Die Zeichnung war damit die schwarzgelben Streifen waren sehr gleichmäßig. Fast wie abgemessen. Es gibt da ja auch Schmetterlinge . Was die Umgebung angeht ist hier das Allermeiste in der Farbe von verdorrten Gras udgl. gehalten.
Ich fahre einmal die Woche zur Therme nach Badenweiler. Vor der Therme hatte man Lavendel gepflanzt , richtig viel . Da war ein Biotop entstanden. Bis das Wasser ausblieb und alles braun wurde. ähnlich wie hier, es gibt zwar auf Rufweite das Freibad. aber da traut sich keine Hummel / Biene hin.
Hier gab es jede Menge Schwebfliegen von mini bis 15mm. Ja u. drei verschiedene Hummeln z.B. schwarz mit gelben Hinterleib.(ca. 17 mm) Ja u. ein sehr kl. schwarz – gelb höchsten 12 mm. Ich habe jetzt ein wenig gelesen. Die Hummeln sollen ja schon sehr früh im Jahr fliegen ab ca. 2 °C.
Mal schauen wie es im nächsten Jahr aussieht? Bei Temperaturen um die 10 !C wächst ja noch nicht viel!
Viele Grüsse
Joachim

Joachim Zehnt
Guten Tag Alle zusammen,
ich weis nicht ob ich in der Rubrik richtig bin. Ich versuche seit ein paar Jahren ein wenig für Insekten zu tun. Ich habe nur so einen französischen Balkon und im Badfenster eine Reihe von Pflanzen stehen. Zumeist Bergminze (Steinquendel) – Lavendel – ein paar Blühpflanzen. (z.B. Sonnenauge). ca. 15 +
Ja und dann ist man froh wenn ein paar Schwebfliegen (von ganz klein bis..) ja u. einige wenige Hummeln kommen. (Erdhummel / Steinhummel). Wenn man sie in Ruhe lässt klommen sie auch ein Stk. in die Wohnung. Wenn etwas blühendes in der Nähe steht. Das Seltsame wenn ich Morgens die Pflanzen gieße, kommt schon einmal die Hummel zu mir geflogen nach dem Motto mach hine ich habe Hunger..
Kürzlich war ich etwas erschrocken da ist hier ein Insekt aufgetaucht, Zeichnung wie wie eine Biene aber richtig groß. Dies waren schon fast drei cm 8Länge). also ein riesen Teil.
Was mich real interessiert, ist es normal wenn da von den Hummelarten gerade noch ein, zwei Hummeln kommen? Welche Erfahrungen macht ihr?
Viele Grüsse
Joachim

jimjack
@traufblech
Das mit den den kaum noch fliegenden Hummeln kann ich so nicht bestätigen.
Am Lavendel ist noch gut was los – Meist Stein- und Ackerhummeln. Die Ackerhummeln kümmersn sich weiterhin sehr gut um die Tomaten(-blüten) und am Mönchspfeffer sind, wie alle Jahre wieder, sehr viele Erdhummeln unterwegs.
Hummeln sowohl als Arbeiterinnen, Drohnen und viele Jungköniginnen.
Am letzten Sonntag waren auch gleichzeitig 2 Holzbienen am Mönchspfeffer.

Christian
Hallo Petra, “Honigbienen” sind eine eigene Wissenschaft, da könnte ich viel Interessantes berichten – aber nicht im Hummelforum.
Das Thema ist hier auch bei einigen sehr umstritten, wie ich schon gemerkt habe. Im Ortszentrum hier gibt es große Lavendelstöcke, die ich gerne wegen der zahlreichen Hummelarten darauf gerne aufsuche. Sah dort gestern erstmals eine Buckfastbiene – wusste gar nicht, dass es solche hier gibt. Interessant ist, dass meine Waldhummeln dort keinen Nektar holen, auch Veränderliche sehe ich heuer keine, dafür am Rotklee gestern. Die in die Nistkästen zurückkehrenden Hummeln verraten aber oft, dass sie vom drüs. Springkraut kommen – schauen aus wie “bepudert”. Und noch etwas Interessantes konnte ich gestern im neuen Dave Goulson Buch lesen: Das Flügeldeformationsvirus bei den Bienen – 2 meiner Völker sind kürzlich daran verendet – kann auch Ursache von Insektiziden sein. Das muss also auch für Hummeln gelten. Dachte als Ursache bisher nur an die Varroamilbe (bei den Bienen). Liebe Grüße! Christian

Christian
Hallo Silke,
schön, dass Deine Tochter und Du Euch so um die Hummel-Jungkönigin kümmert. Hummeln sind zwar keine Haustiere, aber sie im Garten in Naturnestern oder Nistkästen zu halten ist (ent-)spannend und sehr interessant. Wie bei meinen Bienen entdecke ich immer wieder positive und negative Überraschungen. Natürlich kannst Du die Jungkönigin so lange wie möglich versorgen und auch Deine Tochter auf diese Art für die Natur sensibilisieren, wenn auch – wie Du weißt und schreibst – Ihr früher oder später Abschied nehmen müsst. Ich kann und möchte da nicht zu viel Hoffnung machen, die Natur wird es schon richten. Viele hier im Forum und auch ich haben schon Hummelköniginnen z.B. mit dem Flügeldeformationsvirus entdeckt, die mit verkrüppelten Flügel nicht lange überlebensfähig sind, aber trotzdem noch versorgt. Habe einmal eine solche Königin in einen Lavendelstrauch gesetzt und noch einige Tage auf den Blüten beobachten können. Dave Goulson, ein britischer Hummelforscher, hat auch schon Königinnen in Kühlschränken überwintert, aber davon würde ich Dir abraten. Wünsche Euch noch viel Freude und interessante Beobachtungen “Eurer” Hummel, beste Grüße aus Oö.! Christian

Martha
@Fritz P Eindeutig Wachsmotten-Alarm und wahrscheinlich zu spät.
Was kann man im Vorfeld dagegen tun, sollte immer die erste Frage sein, denn wenn die Motte mal den Eingang zum Nest gefunden hat und ins Nest gelangt ist, wird es sehr problematisch.
Also darf ich fragen, ob du eine Klappe am Haus hast und schliesst diese immer exakt?
Sind weder Ritzen noch Spalten am Kasten vorhanden, ist alles 100% dicht?
Sind die Lüftungslöcher noch zusätzlich mit Fliegengaze abgedeckt?
Um die Motte einige Zeit fernzuhalten, hat sich Lavendelduft sehr bewährt. Den Duft des ätherischen Öls mag sie gar nicht. Man kann überall ein paar Tropfen hingeben, besonders um den Eingangsbereich. Auch den Eingang sauber halten hat sich bewährt, das hat @HP schon mehrmals hier erwähnt.
Man kann schon einiges dazu beitragen, dass Geschlechtstiere herangezogen werden können, bevor die Motte & Co. ihren Job erledigen.

Harald
@Christian. Ja. Hallo. Letztes Jahr hatten wir am Lavendel sehr wenig Erdhummeln, wenn ich mich richtig erinnere. Dieses Jahr haben wir am Lavendel zeitweise einen ganzen Schwarm voll Erdhummeln, vielleicht zeitweise um die 20 oder mehr.
Auch sind daran gelegentlich etwas Acker- und Steinhummeln zu beobachten und auch die eine oder andere spezielle, die ich noch nicht kenne.
Da wir auch über Naturwiesen im Quartier verfügen, stellt es für diese Insekten sozusagen das Paradies dar, bis zum Zeitpunkt, wo die Bauern wieder die Wiesen mähen. Auch positiv, die Bauern wenden praktisch keine Gülle an. Unser Bauer, der unsere Wiese bewirtschaftet bringt im Frühjahr etwas wenig trockenen Kuhmist aus und verteilt ihn – das ist alles. Also, viel wilde Blumen und Blüten.
Grüsse Harald CH

Harald
Guten Abend zusammen
Was ist mit Hummeln, welche abends auf dem Lavendel “parkiert” haben und sich still verhalten?
Grüsse Harald CH

Stefan
Hallo Silvia!
Du kannst nicht viel tun. Setze sie in die Natur auf eine Blüte, z. B. Lavendel.
Entweder sie schafft es, oder sie dient wenigstens einem Vogel als leichte Beute.
Aber schön dass Du es versucht hast. Manchmal klappt es, manchmal leider nicht.
Grüsse Stefan