Hummelhaus Kamera

Die Hummelsaison 2020 hat nun endlich begonnen. Und auch dieses Jahr bin ich sehr stolz wieder Aufnahmen aus dem Hummelhaus hier auf Pollenhoeschen.de anbieten zu können.

Die Hummelhaus Nistkasten Kamera von Steffen ist ja schon seit 01.03.2020 online und hier zu sehen. Bei Steffen ist, ganz traditionell, eine Baumhummelkönigin eingezogen die schon sehr geschickt mit der Hummelklappe umgehen kann. Das Baumhummelvolk vom letzten Jahr bei Steffen fand ich schon sehr beeindruckend. Ich drücke die Daumen!

Hummelhaus Königin

Meine Nistkasten Kamera musste leider in die Werkstatt zur Überarbeitung. Seit letztem Herbst schiebe ich das schon. Letzte Saison gab es, nun nach drei Jahren ohne Probleme, erste Unzuverlässigkeiten an der Infrarot-Beleuchtung. Kein Beinbruch, Ersatz kostet nur wenige Cent. Nur machen sollte man es und zwar bevor das Ding auf einem Hummelvolk sitzt. ;)

Als vor ein paar Tagen die ersten Hummeln in die Hummelhäuser eingezogen sind wusste ich: Ab in die Werkstatt, jetzt aber ran. Ich habe die beiden IR-Lampen getauscht und ein wenig mit der Software gespielt. Updates gemacht, aufgeräumt und dann ist es passiert: Die SD-Karte vom Raspberry-Minicomputer, der Basis für die Nistkasten-Kamera, hat den Geist aufgegeben. Eigentlich kein Problem denn ich habe Sicherheitskopien.

Doch irgend wie war es Zeit etwas zu ändern. Also eine neue Kamera gesucht. Diese schaltet nun vom Nachtmodus mit IR-Licht täglich für kurze Zeit zu Tageslicht selbstständig auf Farbaufnahmen um. Deshalb folgte ein kompletter Gehäuseumbau auf diffuse Tageslichtbeleuchtung. Die zweite Innenkamera konnte dadurch komplett entfernt werden.

Auch die Software habe ich allgemein erheblich vereinfacht. Alle Bilder und Videos die gespeichert werden sind wieder ausschließlich über Bewegungserkennung erstellt, bei Bedarf kann auf Intervall umgestellt werden. Öfter mal was neues. :)

Neu ist auch die Art der Auflistung “Aufnahmen Bewegungserkennung” mit Fotos und Videos. Mein neuer Lieblings-Bereich. Viel Spaß beim beobachten! Hier nach wenigen Stunden Inbetriebnahme das erste Video:

Wir tun was für Bienen 2020

wir-tun-was-fuer-bienenBereits im fünften Jahr findet der beliebte Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen“ statt. Die Initiative „Deutschland summt!” lädt wieder ein, kleine und große Flächen bienenfreundlich und naturnah zu gestalten. Seit dem 1. April ist die Registrierung zum Wettbewerb freigeschaltet. Jetzt heißt es: An die Schaufeln, fertig, los … und in der aktuellen Lage positive Wirkungen entfalten!

Die Gartensaison ist da und mit ihr viele Möglichkeiten, (Wild-)bienen & Co. zu unterstützen. Zum Beispiel kann jede und jeder triste Flächen in ein Blütenmeer verwandeln. Neuen  Lebensraum und Nahrungsangebote für die Bestäuberinsekten zu schaffen ist immens wichtig. Dr. Corinna Hölzer, Gründerin von Deutschland summt! und Initiatorin des Pflanzwettbewerbs ruft daher alle auf: „Macht trotz Corona-Krise mit! Ich freue mich über jeden noch so kleinen Beitrag und kann schon jetzt versichern: Beim Gärtnernentstehen große Glücksgefühle. Ich möchte alle motivieren, uns zu unterstützen!“

Teilnahmebedingungen gelockert

Distel-MauerbieneBienen- und Naturfreunde finden unter www.wir-tun-was-fuer-bienen.de Details zum Wettbewerb. Wer teilnehmen möchte, reicht vom 1. April bis zum 31. Juli 2020 Fotos und Berichte zu seiner Aktion ein. Die Stiftung für Mensch und Umwelt, Trägerin des Wettbewerbs, hat nun die Teilnahmebedingungen gelockert: Gartenfreunde nehmen nun in allen acht Kategorien als Einzelperson (anstatt als Gruppe) teil. Davon ausgenommen sind Personen aus dem gleichen Haushalt; sie dürfen als Gruppe gemeinsam pflanzen. Es winken Geldpreise im Wert von bis zu 400 Euro.

Mitmachen, so gut es in diesen Zeiten geht!

Katrin Heinzel, Kleingärtnerin aus Berlin, geht als leuchtendes Vorbild voraus. Sie gewann vor zwei Jahren einen ersten Preis und sagt: „Die Freude bei der Arbeit am gemeinsamen Pflanzprojekt und an den entstandenen Flächen hat uns auch als Gemeinschaft gestärkt und viele andere gemeinsame Projekt-Ideen nach sich gezogen. Wir begehen seit Gewinn des Wettbewerbs auch jedes Jahr zusammen unser „Bienenfest“, bei dem wir die neuen Projekte des Jahres vorstellen und gemeinsam feiern.“ Als Meistermalerin bei der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) hat sie gerade sogar maßgeblich bei einer brandneuen Sonderedition von Coffee-to-go-Tassen mit Wildbienen-Motiven mitgewirkt. „Aus dem Verkaufserlös jedes KPM To-go Bechers der Edition Wildbienen kommen 20 € dem 1Artenschutz zugute.“, wie KMP auf seiner Webseite schreibt. Heinzels Kreativität kennt keine Grenzen.

Jetzt vermehrt digitale Medien nutzen

Gemeine-PelzbieneDie 7-köpfige Jury bewertet Neupflanzungen und Umgestaltungen, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf die Verwendung heimischer Pflanzenarten legt. Weitere Punkte vergibt sie für das Anlegen von Strukturen, wie Trockenmauern. Auch die „Strahlkraft“ der Projekte beurteilt sie. Natürlich laufen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dieses Mal unter anderen (Corona)Vorzeichen. Mit Kreativität können die digitalen Medien aber helfen, Menschen zusammenzubringen, obwohl sie nacheinander, und nicht gemeinsam wie bei den vorherigen Wettbewerben, neue Naturräume auf ausgewählten Flächen schaffen!

Über die Initiative:

Unter dem Dach von Deutschland summt!, eine Initiative der Stiftung für Mensch und Umwelt, sind inzwischen 32 Städte und Landkreise vernetzt. Sie schafft seit dem Jahr 2010 viel Aufmerksamkeit für Bienen und Stadtnatur. Am Beispiel der Wild- und Honigbienen ist es möglich, den Menschen den Rückgang der biologischen Vielfalt vor Augen zu führen. Die Initiative möchte Menschen inspirieren, mobilisieren und anregen, selbst aktiv zu werden. Es ist dringend notwendig, heimische Bienenarten wie Hosenbiene und Seidenbiene zu schützen. Von den ursprünglich 585 Wildbienenarten sind bereits 39 ausgestorben. Der Pflanzwettbewerb 2019 in Zahlen: Mehr als 250 Gruppen, insgesamt 3.300 Aktive, 18 Gewinner in sieben Kategorien und eine bepflanzte Fläche von 50 Hektar (fast 70 Fußballfelder). Mehr über die Initiative unter: www.deutschland-summt.de

Über die Stiftung für Mensch und Umwelt:

SandbieneDie Stiftung für Mensch und Umwelt ist eine gemeinnützige, private Stiftung mit Sitz in Berlin. Sie ist eine unselbstständige Körperschaft, aber operativ tätig. Rechtlich befindet sie sich in „Treuhänderschaft“ des Umweltforums für Aktion und Zusammenarbeit e.V. (Berlin). Die Stiftung wurde im Jahr 2010 von Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer gegründet und ist operativ tätig, realisiert also eigene Projekte. Zweck der Stiftung ist der Schutz der Umwelt
und Natur, besonders seiner natürlichen Ökosysteme mit ihrer biologischen Vielfalt und ihren natürlichen Ressourcen als Grundlage allen Lebens. Bekannt ist sie vor allem durch Deutschland summt!. Mehr über die Stiftung unter: www.stiftung-mensch-umwelt.de

stiftung für mensch und umwelt

Quellen

Pressemitteilung “Bundesweiter Pflanzwettbewerb bringt Positives zur Corona-Krise
Sandbiene © Hans-Jürgen Sessner
Gemeine Pelzbiene © Hans-Jürgen Sessner
Distel-Mauerbiene © Hans-Jürgen Sessner

Hummelhaus überwachen

Die Hummelsaison hat endlich begonnen. Die ersten Hummelköniginnen sind bereits in ihrem typischen Suchflug unterwegs auf der Suche nach einem Nistplatz. Hat man ein Hummelhaus aufgestellt kommt automatisch bald die Frage ob denn schon eine Hummelkönigin eingezogen ist oder noch nicht. Hummelköniginnen lassen sich oft die ersten Tage ziemlich wenig blicken, zu sehr sind sie mit dem Beginn des Nestbaus beschäftigt. Und wer nicht die Zeit oder die Muse hat den halben Tag vor dem Hummelhaus auszuharren und auf die Königin zu warten, der denkt sich Tricks aus.

Die Mehlprobe

Hier wird etwas Mehl glatt vor den Eingang des Hummelhauses gestrichen. Fußspuren geben Auskunft über die Mieterin.

Der Zahnstochertest

Beim Zahnstochertest wird vereinfacht gesagt ein Zahnstocher vor den Eingang gestellt. Eine Königin die in das Hummelhaus hinein oder heraus will räumt diesen weg.

Ein altes Smartphone

Hier im Hummelforum hatte mich Michael Wyraz vor kurzem auf eine APP hingewiesen von der ich gerade ziemlich begeistert bin.

Ich habe gestern Abend mal die “IP Webcam” von Pavel Khlebovich mit einem ausgedienten Handy ausprobiert, das funktioniert wirklich sehr gut. Auch die Bewegungserkennung klappt nach erstem Begutachten schon ohne weitere Einstellungen sehr zufriedenstellend. Deshalb habe ich den heutige Feiertag und das schöne Wetter ausgenutzt und mich mal etwas mehr mit dieser praktischen Spielerei beschäftigt. Und wer mich kennt der weis wie sehr ich solche Spielereien mag. So viel musste ich mich gar nicht beschäftigen, denn eigentlich ist alles bereits eingestellt. Nur die Bewegungserkennung muss man extra aktivieren.

Danke für den Tip! Gibt es ganz normal kostenlos im Play Store für Android-Handys. Keine Ahnung ob es so etwas auch für das Apfel-Kästchen gibt.

Was macht das Ding? Du stellst das Handy mit der eingeschalteten App vor das Hummelhaus und filmst den Eingang. Bewegt sich etwas, wird das wahlweise als Foto oder Videoaufzeichnung gespeichert. Und nur das. Du kannst Dir also am Abend in Ruhe ansehen ob sich etwas am Eingang vom Hummelhaus getan hat und musst nicht andauernd vor dem Hummelhaus warten oder Stunden lange Filme sichten.

Mit einem zweiten Handy oder Tablet bzw. PC kannst Du Dir zusätzlich das Ganze sogar als Livestream ansehen. Voraussetzung ist natürlich WLAN im Bereich der beiden Geräte.

Tolle Sache, völlig kostenlos. Aber ein bisschen Technikbegeisterung sollte man dazu schon haben. Man könnte über die Portfreigabe des Routers sogar ins Internet streamen, alles kein Problem. Die Werbung ist unaufdringlich und eine Vollversion ohne Werbung kostet nicht viel.
Hier mal meine ersten Versuche, teilweise ist die Beschriftung auf dem Kopf. Egal, zur Kontrolle ob ein Hummelhaus belegt ist reicht es allemal!

 

Bombus melanopygus

Hummeln aus aller Welt

Bombus melanopygus wird Schwarzschwanzhummel (the black-tailed bumble bee) oder Orangenhummel (orange-rumped bumblebee) genannt. Diese Hummelart ist im Westen Nordamerikas beheimatet, von British Columbia über Kalifornien bis nach Idaho.

Diese Hummelart kommt mit den unterschiedlichsten Lebensraumbedingungen zurecht. Man findet sie sowohl in landwirtschaftlich geprägten Gebieten als auch in der Stadt. Sie ist eine der wenigen Hummeln, die noch regelmäßig in San Francisco zu finden sind.

Bombus melanopygus nistet sowohl oberirdisch als auch unterirdisch und ist vermehrt an Heidekrautgewächsen, Wildflieder, Wildbuchweizen, Lupinen, Rhododendren, Weiden und Klee zu finden.

Bombus melanopygus  Bombus melanopygus  black-tailed bumble bee

Das zweite und dritte Abdomen-Segment ist in nördlichen Populationen rot und in südlichen Populationen schwarz; Individuen mit schwarzen Segmenten waren früher als Bombus edwardsii bekannt, eine separate Art. Genetische Analysen stützen die Schlussfolgerung, dass beide Formen dieselbe Art sind, mit Bombus edwardsii als Synonym.

Diese Art ist ein Wirt der sogenannten Zombiefliege (Apocephalus borealis). Apocephalus borealis ist eine Art der nordamerikanischen Parasitoid-Phoridenfliege, die Hummeln, Honigbienen und Papierwespen befällt.

Links

Fotos auf nathistoc.bio.uci.edu

Quelle

discoverlife.org
discoverlife.org
discoverlife.org
newscientist.com

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Hummelfreunde und Tüfteleien aus Tschechien

Ich habe im Netz eigentlich nach ganz etwas anderem gesucht und bin dann ganz zufällig in einem tschechischen Hummelforum hängen geblieben. Auch in der Tschechei macht man sich viele Gedanken wie man nicht nur bessere Lebensbedingungen für Hummeln und andere Wildbienen schaffen kann, sondern tüftelt auch eifrig an Optimierungen und Variationen von Hummelhäusern herum.

In dem Hummelforum kann sich jeder registrieren, dazu muss die Frage “Welcher Fluss fließt durch Prag?” beantwortet werden. Die Antwort ist übrigens “Vltava”, der tschechische Name für “Moldau”.

Bevor ich zum tschechischen Hummelforum komme möchte ich Euch aber auch noch die Seite

cmelaciplus.cz (Google-Übersetzung auf Deutsch)

ans Herz legen. Dort versucht man alles über Hummeln in Tschechien zusammen zu tragen. Es gibt sogar ganze Internet-Shops mit Hummel-Zubehör, z. B. Heizungen, Hummelklappen oder ganze Hummelhäuser, so ausführlich habe ich das hierzulande noch nicht gesehen:

chov-cmelaku.cz (Google Übersetzung auf Deutsch)

Der Grund, warum ich das alles hier so ausführlich schreibe ist, weil ich Tüftler so faszinierend finde. Und Tüftler findet man in diesem tschechischen Hummelforum mehr als genügend. Hier ein paar Tüfteleien, alle von einem einzigen tschechischen Hummelfreund als Beispiel:

Hummelklappe aus Gaze

P1010008Hat den Vorteil, dass man sich nicht um die Belüftung bei geschlossener Klappe sorgen muss. Tolle Idee!

Man sieht auf dem Foto auch gut, dass auch in Tschechien das hier so beliebte Elektro-Lehrrohr als Laufgang verwendet wird.

Elektrische Hühner-Hummelklappe

IMG-20190127-193609Jeder Hobby-Hühnerhalter hat so etwas: Der Eingang vom Hühnerhaus öffnet sich automatisch bei Sonnenaufgang und schließt sich wieder wenn die Sonne untergegangen ist, damit die Hühner vor Füchsen und Mardern geschützt sind.

Das selbe hat hier jemand für Hummeln zum Schutz vor Wachsmotten gebaut die ja auch so gut wie immer in der Nacht in ein Hummelhaus eindringen. Sehr eindrucksvoll mit einfachsten Mitteln, mich faszinieren solche Spielereien.

IMG-20190302-140443   IMG-20190127-193419

Auch sieht man sich hier eine Art Insektenfalle. In das Glasröhrchen am Eingang werden Parasiten wie Fliegen und ähnliches gelockt, sie bleiben darin kleben. So ganz verstehe ich dieses Patent noch nicht, aber es scheint zu funktionieren.

Unterirdische Hummelhäuser mit Belüftungskamin

P1010010Eine unterirdische Reihenhaussiedlung für Hummeln mit Belüftungskamin. Alles selbst gebaut von der Dränage über die Gehäuse bis zur Hummelklappe.

Das Ganze wird zum Schluss mit Erde bedeckt, bepflanzt und nur noch die Eingänge und Kamine bleiben sichtbar. Eine schöne Umsetzung unterirdischer Hummel-Nistgelegenheiten.

P1010028   P1010021
P1010001   P1010040


cmelaci-forum.cz

Das Tschechische Hummelforum findet man hier:
cmelaci-forum.cz (Google-Übersetzung auf Deutsch)

Ein schöner Blick über den Tellerrand wie ich finde. Viel Spaß beim stöbern!

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Das Hummeljahr – kurz erklärt

Hummeln gehören zu den wichtigsten Bestäubern. Einige Pflanzen, wie z.B. Tomaten, werden fast ausschließlich von Hummeln bestäubt. Obst und Gemüse profitieren von der speziellen Vibrationsbestäubung der Hummeln, dadurch erhalten wir besonders viele und große Früchte. Hummeln fliegen schon ab 2 °C, während andere Insekten noch in Winterstarre sind. Der Arbeitstag der Hummeln dauert bis zu 18 Stunden, in dieser Zeit fliegt jede Arbeiterin ca. 1000 Blüten an.

Das Hummeljahr

Ausführlich erklärt: Das Hummeljahr

Winterschlaf

Wenn es im Frühjahr wärmer wird, erwacht die im Vorjahr begattete Königin aus dem Winterschlaf. Jetzt braucht sie viel Nektar und Pollen, um sich zu stärken. Das Hummeljahr beginnt.

Nestgründung

Hat sie ein Nest gefunden, baut sie die erste Brutwabe mit ca. 8 Eiern und einen Topf für den Honig. Sie fliegt immer wieder kurz aus, um Vorräte zu sammeln, verbringt aber die meiste Zeit mit Brüten und Eierlegen.

Erste Arbeiterinnen

Die ersten Arbeiterinnen schlüpfen und übernehmen das Nektar- und Pollensammeln. Die Königin bleibt ab jetzt für den Rest ihres Lebens im Nest.

Das Hummelvolk wächst, Königinnen schlüpfen

Der Hummelstaat wächst, die Arbeiterinnen fliegen aus oder kümmern sich um die Brutwaben. Die Königin legt immer mehr Eier in immer kürzeren Abständen. Höhepunkt im Hummeljahr: Es schlüpfen neue Königinnen und auch Männchen.

Das Hummelvolk stirbt ab

Die alte Königin und die Arbeiterinnen sterben ab.

Paarungszeit im Hummeljahr

Die neuen Königinnen und Drohnen fliegen zum Hochzeitsflug.

Die neue Königin gräbt sich ein

Nach der Paarung sterben die Männchen, die neuen Königinnen begeben sich in den Winterschlaf.

Quellen

Vielen Dank an Sarah Adelmann, NABU-Südbaden
Graphiken: Frederike Nielsen

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Fazit Steinhummelnest 2019

krokusBald geht die Hummelsaison 2020 los, endlich liegt der (sehr milde) Winter in den letzten Zügen. Die ersten Krokusse sind schon aufgegangen, Schneeglöckchen blühen um die Wette und am Haselnussstrauch interessieren sich die ersten Wildbienen bereits für Blütenstaub. Ich finde ja immer dass man den Frühling auch riechen kann.

Und da im Hummelforum hier schon die ersten Hummelköniginnen gesichtet wurden, war es heute auch für mich an der Zeit sich um die Hummel-Nistkästen zu kümmern.

Im vergangenen Hummeljahr hatte ich mehrere Steinhummelnester, faul wie ich bin habe ich erst jetzt zur Hummelsaison 2020 die letzten Hummelhäuser der vergangenen Saison ausgeräumt und dabei ein wirklich schönes Steinhummelnest vorgefunden. Dieses will ich Euch nicht vorenthalten. Ziemlich unscheinbar im Nistmaterial eingegraben befindet sich die Nestkugel der Steinhummeln. Die Nestkugel (schwerergewichtiger als man vermutet) kann sehr leicht aus dem überschüssigen Nistmaterial herausgehoben werden. Am Rand liegt noch die tote Altkönigin, auf dem ersten Foto oben links.

hummelhaus  nistkasten steinhummel  humnmelhaus steinhummelnest

Steinhummel-typisch ist das Nest mit einem Wachsdeckel bedeckt der ganz einfach zu entfernen ist und das eigentliche Hummelnest frei legt. Jetzt sieht man die verschiedenen Stockwerke, völlig Chaotisch gebaut, mit Waben und Nektartöpfchen.

wachsdecke steinhummel  nest der steinhummel  steinhummelnest

Das Nest hatte ca. 15 cm Durchmesser und sorgte für so einige Jungköniginnen und Drohnen. Jetzt musste es Platz machen für ein neues Hummenest.

Wespennest im Hummelhaus

baumhummelnestIch habe heute die letzten Hummelhäuser vom vergangenen Jahr ausgeräumt. Eines davon war mit Baumhummeln belegt und zusätzlich hatte dort eine Wespe ihr Zuhause gefunden. Ein Wespennest im Hummelhaus also. Beide benutzten gemeinsam den Eingang zum Nistkasten, auch die Wespen kamen mit der Hummelklappe gut klar.

Das ging eine Zeit lang ganz gut. Ehrlich gesagt dachte ich dass hier die Baumhummeln dominieren würden, die relativ kleine Wespe hätte keine Chance. Doch es kam genau anders. Die Wespe setzte sich durch, das Baumhummelvolk ging ein und am Ende des Sommers blieb nur noch ein leeres, kunstvolles Wespennest über.

wespen hummelhaus wespennest im hummelhaus  wespennest

Ob sich die Baumhummeln ohne Wespen besser entwickelt hätten kann ich nicht sagen. Ein Wespennest im Hummelhaus ist übrigens gar nicht so selten. Sogar für Hornissen sind die Hohlräume eines Hummel-Nistkastens interessant:

Leider wurde damals nichts aus dem Hornissennest. Hornissen sind – eben so wie Wespen – dafür bekannt auch mal einfach den Nistplatz aufzugeben.

Wildbiene des Jahres 2020

Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat für 2020 eine Biene gewählt, die sich durch eine für Mitteleuropa einzigartige Lebensweise auszeichnet. Während Wildbienen für ihre Larven üblicherweise einen Futterproviant aus Pollen und Nektar in ihr Nest eintragen, sammelt die Auen-Schenkelbiene (Macropis europaea) Pflanzenöle und vermengt sie mit Pollen zu einem „Ölkuchen“. Der Energiegehalt von Öl ist größer als beim zuckerhaltigen Nektar. Als ölspendende Pflanzen dienen den Schenkelbienen hierzulande Gilbweiderich-Arten (Lysimachia), die häufig an Bachufern und Grabenrändern vorkommen (Gewöhnlicher Gilbweiderich, Pfennigkraut). Der Punkt-Gilbweiderich ist in Gärten als Zierpflanze verbreitet. Auf der Suche nach dem Pflanzenöl kommt die Auen-Schenkelbiene somit auch in unsere Gärten. Ein noch häufigerer Gast ist hier die sehr ähnliche Schwesterart, die Wald-Schenkelbiene (Macropis fulvipes). Die Bienen brauchen allerdings als schnell verfügbaren „Treibstoff“ stets auch Nektar, den sie sich in unterschiedlichen Blüten holen – zumeist in der Nähe der Ölpflanzen. Die Schenkelbienen brauchen also ein vielfältiges Blütenangebot.In den Tropen kommen Öl sammelnde Wildbienen im Gegensatz zu unseren Breiten in mehreren Arten vor.

Um die Wildbiene des Jahres 2020 zu beobachten, lohnt es sich, ab Ende Juni an Beständen des Gilbweiderichs nach den Tieren Ausschau zu halten. Vor allem die Männchen mit auffällig gelben Gesichtern fliegen hektisch um die Blütenstände, um Weibchen zu begatten. Diese tragen an ihren Hinterbeinen eine krümelige Masse aus Pollen und Öl, die sie als Larvenvorrat in ihr Nest transportieren. Oft legen die Weibchen ihre Erdnester in der Nähe der Nahrungspflanzen an, die auf feuchten Böden wachsen. Dabei nutzen sie das Pflanzenöl zusätzlich zur Imprägnierung der Nestwände und schützen die Brut dadurch gegen Feuchtigkeit und die Gefahr der Schimmelbildung.

In den Nestern unserer beiden Macropis-Arten legt regelmäßig eine attraktiv gefärbte Wildbiene ihre Eier ab, die selbst keine Larvenvorräte sammelt, sondern sich quasi den „Bienenfleiß“ der Schenkelbienen zunutze macht. Diese Schmuckbiene (Epeoloides coecutiens) zeigt somit die Lebensweise eines Kuckucks, sie ist ein Brutschmarotzer. Immerhin leben rund ein Viertel unserer Wildbienenarten als Kuckucksbienen, oftmals mit sehr enger Bindung an bestimmte Wirtsbienen. Die Schmuckbiene schmarotzt ausschließlich bei der Auen- und der Wald-Schenkelbiene.

Beide Schenkelbienen-Arten sind trotz ihrer großen Abhängigkeit von den Ölpflanzen derzeit bei uns nicht gefährdet. Wir können sie durch das Angebot von Gilbweiderich in unseren Gärten unterstützen. Wichtig ist di e behutsame Pflege von Gräben und Bachufern, das heißt ein Mähen der Ufervegetation im Sommer ver-bietet sich, um nicht die Nahrungsgrundlage der Schenkelbienen sowie vieler anderer Blütenbesucher zu zerstören.

Hintergrund

Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ wählt seit 2013 jährlich eine besonders interessante Wildbienenart aus, um an ihrem Beispiel die spannende Welt dieser Tiere bekannter zu machen. Zugleich soll die Wildbiene des Jahres dazu ermuntern, „in die Natur“ zu gehen und das Tier in seinem Lebensraum aufzusuchen. Damit wirkt die Initiative auch im Sinne einer Wissenschaft für alle (citizen science) und bringt mehr Klarheit über das aktuelle Vorkommen der Wildbiene des Jahres.

Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ ist beim Arbeitskreis Wildbienen-Kataster angesiedelt, einer Sektion des Entomologischen Vereins Stuttgart 1869 e.V

Wildbiene des Jahres

Die Flyer zu den Wildbienen der Jahre 2013 bis 2020 können unter der Homepage des Wildbienen-Katasters heruntergeladen werden.

Quelle der Pressemitteilung/Bildquelle

wildbienen-kataster.de

Bombus fervidus

Hummeln aus aller Welt

Bombus fervidusDer dänische Zoologe Johan Christian Fabricius identifizierte 1798 erstmals Bombus fervidus, auch bekannt als die “gelbe Hummel” oder “goldene nördliche Hummel”.

Sie hat einen gelben Bauch und Thorax. Die Königinnen werden 19-21 mm groß, Drohnen 11-20 mm und Arbeiterinnen ca. 10 mm.

Bombus fervidus ist eine in Nordamerika beheimatete Hummelart. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst den nordamerikanischen Kontinent, mit Ausnahme eines Großteils der südlichen Vereinigten Staaten, Alaska und nördlichen Teilen Kanadas.

Man findet sie in Städten und auf Ackerland. Verwechslungsgefahr besteht in Farbe und Reichweite mit der amerikanischen Hummel (Bombus pensylvanicus). Wie die meisten Hummeln ist der Bestand dieser Hummelart rückläufig und braucht Schutz. In den meisten Teilen Nordamerikas wurden Rückgänge beobachtet; die offensichtlichste Bedrohung ist der Verlust ihrer bevorzugten Grünland- und Hochgraslebensräume durch die landwirtschaftliche Intensivierung. Bombus fervidus ist ein wichtiger Bestäuber, daher ist der jüngste Bevölkerungsrückgang ein besonderes Problem.

Nistverhalten Bombus fervidus

Bombus fervidusDie Art bevorzugt gemäßigte Savannen, Grünland, Hochgras und Weideland. Ihre Nester sind gut versteckt, oft in verlassenen, wilden Bienenstöcken. Bombus fervidus nistet in der Regel in grasbewachsenen offenen Flächen am Rande von Wäldern und/oder Straßenrändern. Diese Hummelnester können über- als auch unterirdisch sein, letzteres ist häufiger. Auffällig ist, dass sich die Hummelnester in der Regel nur 50 Meter von einer Nahrungsquelle entfernt befinden, die ausreicht um den gesamten Hummelstaat zu ernähren.

Bombus fervidus suchen in der Regel am Nachmittag nach Nahrung, was oft der heißeste Teil des Tages ist. Eine Sammlerin kann bis zu vierundvierzig Blüten pro Minute besuchen, wobei jeder Besuch 0,05 mg Zucker bringt, wenn es optimal läuft. Das bedeutet Bombus fervidus kann etwa 2,2 mg Zucker pro Minute extrahieren. Diese Hummelart gilt deshalb als besonders fleißig. Oft leider zu fleißig, denn sie arbeiten manchmal so schnell und so lange, dass sie dafür bekannt sind an Erschöpfung zu sterben.

Nestverteidigung Bombus fervidus

Bombus fervidusBombus fervidus hat komplexe Verhaltensmerkmale, die eine koordinierte Nestverteidigung zur Abwehr von Räubern beinhaltet.

Diese besondere Hummelart setzt verschiedene Mittel ein, um sich vor Nesträubern zu schützen. Wenn ein Feind in das Nest eindringt, dann bedecken die Hummelarbeiterinnen den Eindringling mit Honig. Bombus fervidus sind auch dafür bekannt, einen Eindringling oder Angreifer zu entwaffnen. Die Arbeiterinnen variieren die Angriffsmethode mit der Art des Insekteneindringlings. Es ist auch bekannt, dass Bobmus fervidus einen Eindringling oder Angreifer ankotet. Ist ein Eindringling vergleichsweise schwach, wird er sofort ergriffen und zu Tode gestochen.

Bekannte Feinde

  • Chinesische mantis Tenodera aridifolia
  • Goldenrod-Spinne Misumena vatia
  • Grüner Darner Anax junius
  • Geringste Spitzmaus Cryptotis parva
  • Gestreifter Skunk Mephitis mephitis
  • Großer Kammfänger Myiarchus crinitus
  • Amerikanischer Stierfrosch Lithobates catesbeianus
  • Östlicher Maulwurf Scalopus aquaticus
  • Südleopardfrosch Lithobates sphenocephalus
  • Bombus ashtoni

Parasiten

Ein sehr erfolgreicher Parasit aller Bombus-Arten ist Bombus ashtoni, eine Kuckuckshummel. Sie lebt im Nest und isst die Eier ihres Wirts. Folglich kümmern sich die Wirtsarbeiterinnen um die Brut des Parasiten anstelle ihrer eigenen.

Quelle

Wikipedia
Bild: discoverlife.org
Bild: discoverlife.org
Bild: discoverlife.org

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