Die Wiesenhummel ist am Ziel

Keine Lebenszeichen mehr in Hummelburg 9. Inzwischen haben es sich im verlassenen Nest ein paar Wachsmotten gemütlich gemacht. Wie jedes Jahr räume ich nicht sofort weg (oftmals findet man dann doch noch einzelne Arbeiterinnen beim durchwühlen des Nestes). BT hatte ich ja schon angerichtet für die Baumhummeln, da gab es jetzt auch hier ein paar Spritzer ins verlassene Nest.

Video: Wiesenhummel-Nest hat den Höhepunkt erreicht

9-wiesenhummelDie Wiesehummel in Hummelburg 9 hat den Höhepunkt erreicht. Viele Königinnen, einige davon schon abgeflogen, hat das Nest hervorgebracht.

Im Nest sind einige Fliegen zu sehen, sonst scheint alles OK zu sein. An der dunklen Farbe erkennt man nicht mehr benötigte Zellen, die hellen werden noch bearbeitet.

Video: Ein vitales Wiesenhummel-Nest

Die Wiesenhummeln in Hummelburg 9 entwickeln sich prächtig. Den ganzen Tag sehe ich Königinnen ein- und ausfliegen. Da war ich mal neugierig:

Ich habe nur einen kleinen Teil der schützenden Decke freigelegt. Oben sieht man die Kotecke. Brut ist auch noch da, alles prima.

Ein stattliches Wiesenhummelvolk

hummelburg-9Große Freude habe ich an den Wiesenhummeln in Hummelburg 9. Vom ersten Tag an hatte die Königin ihre Arbeit perfekt bewerkstelligt.

Hier sind den ganzen Tag Drohnen und Jungköniginnen in meinem Garten zu sehen. Ich hoffe die alte Königin ist noch da und das ganze hält noch eine Weile an.

Regen, Kälte, Trachtmangel

Der Frühling macht Pause. Seit Wochen 8 Grad am Tag, 4 Grad in der Nacht. Dauerregen. Die wenigen Pflanzen die blühen hat der Regen niedergedrückt.

Die Hummeln gehen damit unterschiedlich um.

Während die Königinnen in Haus 1, 2 und 4 wahrscheinlich komplett aufgegeben haben, geht es den anderen Völkern unterschiedlich gut.

Die Gartenhummel in Hummelburg 3 hat wenig Flugverkehr.

Die Steinhummel in Hummelburg 5 nimmt Zuckerwasser nur spärlich an. Das Volk ist deutlich geschrumpft.

Die Gartenhummel in Hummelburg 6 ist anscheinend normal entwickelt.

Die Steinhummel in Hummelburg 7 hat wahrscheinlich nur noch eine Arbeiterin. Ich füttere jetzt direkt im Kasten, das wird angenommen. Außerhalb des Nestes zufüttern geht nicht, da räubern Baumhummeln alles ab was nach Legostein aussieht. Das Hummelhaus hat keinen Vorbau.

Die Baumhummel in Hummelburg 8 ist wahnsinnig toll entwickelt. Sie nehmen die Zuckerlösung hervorragend an, der Legostein im Vorbau reicht nur etwa 10 Minuten aus. Deshalb füttere ich auch außerhalb.

Die Wiesenhummel in Hummelburg 9 hat seit 3 Tagen Drohnen, heute sah ich die erste Jungkönigin.

Die Steinhummel in Hummelburg 10 lässt sich nicht füttern. Egal, der geht es auch so gut.

Die späte Selbstansiedlung Gartenhummel in Hummelburg 11 habe ich nun seit 2 Tagen nicht mehr gesehen. Mich würde es nicht wundern, wenn die bei diesen Wetterbedingungen ausgefallen wäre.

Die Steinhummel in Hummelburg 12 hat seit gestern eine Arbeiterin nach 29 Tagen Brutzeit.

Alles in allem könnte es besser laufen. Der Wetterbericht sagt nun ab morgen sommerliche Temperaturen. Es wird sich zeigen wie die Hummeln mit 20 Grad Temperaturunterschied umgehen werden.

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Wenig los bei den Wiesenhummeln

Wie bei Wiesenhummeln üblich (sie bilden ja nur sehr kleine Völkchen) ist nicht viel zu sehen bei Hummelburg 9.

Mit etwas Geduld aber sieht man die winzigen Arbeiterinnen immer wieder mal ein- und ausfliegen. Den Umgang mit der geschlossenen Hummelklappe beherrschen sie inzwischen perfekt. Alles in Ordnung.

Video: Eine Wiesenhummelarbeiterin lernt mit der Hummelklappe umzugehen

Wiesenhummel-Arbeiterinnen der ersten Generation kehren mit Pollen in das Hummelhaus zurück. Zum Schutz vor Wachsmotten ist wie bei all meinen Hummelhäusern auch hier eine Klappe am Eingang angebracht.

Hummeln lernen sehr schnell mit der Klappe umzugehen. Auch in der Natur könnte z. B. ein Blatt den Eingang verdecken. Ihr Instinkt lässt die Hummeln mit Leichtigkeit die Klappen überwinden. Nach ein paar Tagen wird die Klappe völlig ohne Zeitverzögerung überwunden.

Erste Arbeiterinnen bei der Wiesenhummel

5 Grad Kälte, Nieselregen. Erste Arbeiterinnen der Wiesenhummel in Hummelburg 9 fliegen schwer beladen mit Pollen ins Hummelhaus.

Die Wiesenhummel-Königin hatte sich am 28.03.2014 selbst angesiedelt. Sie ist also definitiv keine Rückkehrerin, denn ich hatte letztes Jahr keine Wiesenhummeln in meinen Hummelhäusern.

Somit hat sie 22 Tage gebraucht von der Ansiedlung bis zur ersten einsatzbereiten Hummelarbeiterin.