Archiv der Kategorie: Meine Hummeln 2013
Steinhummel in Hummelhaus 2
Das Steinhummelnest in Hummelhaus 2 ist auch gewachsen. Beim öffnen des Innenkartons flogen mir sogleich viele sehr aufgeregte Steinhummeln entgegen, die von dieser Nestkontrolle sichtlich überhaupt nicht begeistert waren.
Da alles in Ordnung zu sein scheint, wollte ich nicht länger stören.
Gartenhummel in Hummelhaus 4
Hummelhaus 4 ist das Hummelhaus das am schlechtesten einsehbar ist. Innenliegend in einer Gartenhütte ist der Eingang komplett von einem großen Haselnussstrauch verdeckt. Ich sehe deshalb keinen Flugverkehr.
Als ich das Haus öffnete war es still. Und ich dachte erst das Haus sei verlassen? Nach vorsichtigem anheben des Kapok kam aber dann doch ein stattliches Gartenhummelnest zum Vorschein. Das Nest ist tief eingegraben im Nistmaterial, die Hummeln fliegen nicht auf, sondern verstecken sich noch weiter im Untergrund. Alles in Ordnung!
Steinhummel in Hummelhaus 5
Viel Betrieb an der Hummelklappe war ja schon immer bei diesem Steinhummelvolk.
Öffnet man das Hummelhaus sieht man, dass die Steinhummeln in Hummelhaus 5 ihr Nest nun mit einem Wachsdeckel verschlossen haben.
Äußerlich ist kein Schlupfloch zu sehen, trotzdem sind etwa 30 Arbeiterinnen außerhalb des Kartons zu finden. Irgend wo unter diesem Wachsdeckel muss der Innenkarton des Hummelhauses von der Kotecke durchgeweicht sein. Weil ich nicht sehe, wo die Hummeln aus dem Karton kommen und deshalb nicht einschätzen kann ob da etwas “zusammenfallen” kann und dann der Eingang ins Nest dadurch versperrt wird, habe ich oben ein großzügiges Dreieck aus dem Innenkarton geschnitten. So können die Hummeln auf jeden Fall wieder ins eigentliche Nest zurück. Auch hier scheint alles in Ordnung.
Baumhummel in Hummelhaus 7
Immer wieder fasziniert bin ich von dem Baumhummelvolk in Hummelhaus 7.
Die Hitzewelle hat das Volk gut überstanden und jetzt, bei eher kühlen Temperaturen, finden wir ein vollkommen friedliches Baumhummelvolk vor. Zwar sitzt noch eine Wächterin kopfüber hinter der Hummelklappe, die ist aber friedlich. Anscheinend kommen die Hummeln mit den nun etwas zu kühlen Temperaturen viel besser zurecht als mit 35 Grad und mehr.
Draußen vor dem Nest kreisen seit Tagen Drohnen um die Häuser und innen haben die Hummeln im Laufe der Wochen fast das komplette Einstreu und Kapok aus dem Nest geschafft. Den Einlaufschlauch haben die Hummeln so verengt, dass nur noch “Einbahnstraßenverkehr” möglich ist. Ich denke den Höhepunkt hatte das Volk bereits, an der Hummelklappe ist aber immer noch sehr viel Betrieb. Ständig kommen Arbeiterinnen mit Pollen und Nektar.
Bis auf ein paar tote Fliegen außerhalb des Kartons scheint auch hier alles in Ordnung zu sein.
Erdhummel in Hummelhaus 10
Sehr viel Freude bereitet mit das Erdhummelvolk in Hummelhaus 10. Das Volk scheint sich dem Höhepunkt zu nähern. Ständiger Flugverkehr an der Hummelklappe ist zu beobachten. Auffallend sind die Größenunterschiede der Arbeiterinnen. Von ganz klein bis riesig ist alles dabei. Das Hummelnest ist sehr sauber und überhaupt kein Vergleich zu den Stein- oder Baumhummeln. Beim öffnen des Deckels kommt einem hier kein lautes Brummen entgegen, der Betrieb geht einfach weiter. Keine Spur von Wachsmotten, Fliegen oder anderen Eindringlingen. Das freut mich.
Steinhummel in Hummelhaus 11
Das Steinhummelvolk in Hummelhaus 11 entwickelt sich gut und es ist sehr friedlich.
An der Hummelklappe ist immer schon eher weniger Betrieb im Vergleich zum Nachbarvolk in Hummelhaus 5. Um so erstaunlicher ist, dass die Nestgröße trotzdem so gut wie aufgeholt hat. Das Nest war mit Kapok zugedeckt, kein Wachsdeckel. Ich denke das kommt noch, vor ca. zwei Wochen hatte das andere Steinhummelvolk auch noch keinen Deckel über dem Nest. Hier scheint alles in Ordnung zu sein, keine Spur von Fliegen, Wachsmotten oder ähnlichem Getier. Schön.
Aggressive Baumhummeln, Teil 2
Angelehnt an meinen Beitrag vom letzten Jahr über scheinbar aggressive Baumhummeln hier heute mein zweiter Bericht dazu.
Vorab: Alle Hummeln sind friedliche Genossen, eigentlich Genossinnen.
Eine kleine Ausnahme machen die Baumhummeln die, wenn das Volk stark genug ist, gerne auch mal ihr Nest verteidigen. So etwas kann man auch bei starken Steinhummelnestern oder Erdhummeln beobachten, jedoch trifft das Wort “aggressiv” wenn überhaupt am ehesten auf die Baumhummeln zu.
Hatten wir noch vor einer Woche einstellige Temperaturen, Dauerregen und Hochwasser, herrscht hier seit zwei Tagen ein wahnsinnige schwüle Hitze. 34 Grad gestern, fast 40 Grad heute und Morgen soll es ähnlich sein. Das große Baumhummelvolk ist sichtlich gestresst.
Wir haben es hier in Hummelhaus 7 mit einem großen Volk zu tun. Die Anzahl der Jungköniginnen schätze ich vorsichtig auf bisher über 50 und täglich werden es mehr (neue Königinnen erkennt man am ausgiebigen Orientierungsflug). In den vergangenen Tagen wurden am Nesteingang drei Wächterinnen abgestellt um das Nest zu schützen. Seit ein paar Tagen sind auch Drohnen unterwegs die, typisch für die Baumhummeln, eifrig um das Nest schwirren und auf eine Königin warten um diese dann zu “überfallen”.
Als ich heute Abend endlich Zeit hatte nach den Hummeln zu sehen fand ich diese auf dem Bild zu sehende Situation vor. Die Hummeln haben es geschafft die Klappe vollständig zu öffnen. Ständig sind 5-20 Hummeln als Ventilator eingeteilt, auch Jungköniginnen machen mit. Nochmal der Vollständigkeit halber: Die Hummelhäuser stehen alle ganztägig im Vollschatten!
Ich bin also sofort in die Werkstatt und habe einen Aufsatz aus OSB-Platten gebaut mit großen Lüftungslöchern, die mit feinmaschigem Gitter versehen zur Wachsmottenabwehr dienen sollen. Nicht unbedingt schön, aber sicher dicht. In den vergangenen Jahren war so etwas noch nie notwendig.
Jetzt am Abend ging die Temperatur auf 30 Grad zurück (ca. 21:00 Uhr) und ich hoffe, dass auch dieser “Klimaaufsatz” dazu beigetragen hat, dass sich die Lage beruhigt hat. Ich muss jetzt nur noch warten bis keine Hummeln mehr ausfliegen, dann kann ich die Klappe putzen und anschließend wieder verschließen.
Die paar Drohnen, die seit 2 Tagen auf dem Anflugbrett übernachten stören mich dabei sicher nicht.
Was ich heute auch zum ersten mal erlebt habe sind Wächterinnen, die sozusagen “Patrouille” fliegen. Alles im Umkreis von 5 Metern wird “angestubst”, nicht gestochen. Unregelmäßig sind hier besonders große Arbeiterinnen eingeteilt. Aber man wird direkt angeflogen und ich kann mir gut vorstellen, dass bei hektischen Abwehrbewegungen wohl auch gestochen werden würde. Da ich das aber nicht mache (wie letztes Jahr war ich auch heute wieder nur mit einer Badehose bekleidet) hat mich keine der Damen gestochen. Und ja ich gebe zu dass die beeindruckend großen Wächterinnen bei mir einen respektvollen Eindruck hinterlassen haben.
Ich bleibe trotzdem dabei: Bei richtigem Verhalten ist auch bei Baumhummeln kein Stechschutz notwendig. Was ich mir aber gut vorstellen kann ist, dass ein wildes Baumhumelnest in der Nähe von z. B. menschlichen Eingangstüren zu Problemen führen kann. Ein kleiner Trost: In absehbarer Zeit (ich schätze zwei Wochen) ist der “Spuk” vorbei.
Erste Drohnen
Meine Baumhummel in Hummelhaus 7 hat Drohnen. Schwirren den halben Tag ums Hummelhaus.
Bei allen anderen Häusern ist die Welt in Ordnung und es gibt nichts Neues zu berichten. Man sieht nicht viel von außen, ich warte auf das Wochenende um die Häuser zu öffnen. 20 Grad sagt der Wetterbericht. Derzeit mache ich das nicht, wir haben über 30 Grad, das ist Stress genug für die Hummeldamen.
Erste Drohnen bei den Baumhummeln
- 24.05.13 – Ich habe ein kleines Video gemacht, es ist HIER zu finden. Man sieht darauf sehr gut, dass nach nun genau 5 Wochen trotz Nieselregen und Kälte einiges los ist.
- 07.06.13 – Erste Königinnen! Drei Wächterinnen am Eingang bewachen das Nest.
- 15.06.13 – Erste Drohnen!
Nestkontrolle Steinhummel
Bei diesem Hummelhaus kann ich nicht zur Nistkugel sehen. Denn die Steinhummel hat ihr Nest tief eingegraben. Auf dem Weg nach unten hat sie wie in einem Hochhaus mehrere Etagen Honigtöpfe gebaut. Wollte ich ins Nest sehen, müsste ich das Honigtopfgebilde zerstören. Das will ich natürlich nicht. Außerdem scheinen diese Steinhummeln nicht ganz so freundlich zu sein wie ihre Kolleginnen aus z. B. Hummelhaus 5, obwohl deren Volk gefühlt zehn mal so groß ist.
