Rolf: Wachsmottenfalle

Zuerst die gute Nachricht: Meine Steinhummel, Ackerhummel und die 2 Erdhummeln haben die Saison erfolgreich beendet und es gab bei allen Königinnen.

Als ich die Kästen säubern wollte, musste ich feststellen, dass trotz Mottenklappe in einem Hummelkasten zahlreiche Maden der Wachsmotte waren; ein gefundenes Fressen für die Ameisenlöwen in meinem Garten.

Nun weiß ich ja, dass die Wachsmotten auch ein Teil der Natur sind, aber ich bin so egoistisch, dass ich sie in meinen Hummelkästen nicht haben will.

Ist denn hier unter den Hummelfreunden ein „Daniel Düsentrieb“, der vielleicht eine Wachsmottenfalle erfinden könnte, damit man die Wachsmotten vorher abfangen kann, bevor sie in den Hummelkasten eindringen?

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Bulli: Etymologie: Wer weiss was?

Hallo Veitl,
heute morgen hatte ich nicht genug Zeit.
Es gibt einen Schimmelpilz, der in anaerob (ohne Sauerstoffzufuhr) zersetzenden Pflanzenmaterialien entsteht, manchmal Kompostpilz oder Rottepilz genannt. Man findet ihn in Komposthaufen, aber auch in Böden, in die im Jahr vorher zu viele Pflanzenmaterialien untergegraben wurden. Er könnte somit auch in Mooren auftreten.
Interessant an diesem Pilz ist, dass er im Aussehen dem meist spärlich weiß behaarten Po einer Baumhummel ähnelt. Bei Erdhummeln finde ich den weißen Popo jedenfalls leuchtender.
[http://forum.garten-pur.de/attachments/kompost1.jpg Link zum Bild1] [http://forum.garten-pur.de/attachments/kompost3.jpg Bild 2]
Damit könnten alle drei Farben der Baumhummel den möglichen Farben im Moor zugeordnet werden.

Wie auch immer. Viellicht waren die Hummeln in Schweden wirklich eher im Bereich der Moore, bzw Uferzonen zu finden. Dort gibt es ja wirklich viele Seen, die irgendwo in Wäldern versteckt liegen. Vielleicht sind viele Lichtungen im Wald eigentlich morastige Stellen.

Viele Grüße
Bulli

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Veitl: Etymologie: Wer weiss was?

Vielen Dank für die Ausführungen.
Nachdem der Artname “hypnorum” bei anderen Tieren + Pflanzen auch in der deutschen oder englischen Benennung eindeutig auf Moos hinweist, neige ich dazu zu glauben, dass auch die Baumhummel vielleicht irgendwann mal (zu Linnés Zeiten) Mooshummel geheissen haben könnte.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Moos-Schnellr%C3%A4uber Tachyporus hypnorum – Moos-Schnellräuber]
[http://de.wikipedia.org/wiki/Aplexa_hypnorum Aplexa hypnorum – Moosblasenschnecke]
[http://www.mykopedia.org/pilzdatenbank/art/moos_haeubling_galerina_hypnorum Galerina hypnorum – Mooshäubling]

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Bulli: Etymologie: Wer weiss was?

Hallo Veitl,

leider kann ich nur grundsätzliches und drei Vermutungen zum besten geben.

Zuallererst muss man konsternieren, was Biologen selber ärgert: Die Artnamen sind sehr willkürlich.

Der Name hing/hängt von der Pantasie, dem Selbstverständnis und der Ideologie der/des Erstbestimmers/-in ab.

Pflanzen, die im Artnamen ‘vulgare’ haben, sind meist die vorherrschende Pflanzenart in Mitteleuropa. Für seltenere Arten oder Arten in anderen Gebieten wird dann ein anderer Artname gefunden.
Forscher haben diverse Motivationen die Artnamen zu wählen. Einige benennen nach offensichtlichen Merkmalen bzw Vorkommen. Andere um Personen zu ehren wie bekannte Wissenschaftler, bekannte Biologen, Doktorvater, die Ehefrau, die Tochter usw.
Dabei versuchen Biologen einen Artnamen zu finden, der innerhalb der Familie auch ohne Gattungsnamen die Pflanze oder das Tier unmissverständlich benennt, so dass man den Gattungsnamen eigentlich weglassen kann oder auf einen Buchstaben verkürzen kann, so lange jeder weiß um welche Familie es sich handelt.
Dazu werden durchaus bekannte Namen mit einer neuen Endung versehen. Man kannte das Verfahren aus den Klöstern bzw Orden. Dort wurden eindeutige Vor-Namen vergeben, die auch ohne Nachnamen eine Person im Orden eindeutig bezeichneten. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt, z. B. Josefa, Josefina, Josefania usw.

Bombus hypnorum (Linnaeus, 1758)

Der Name Linnaeus gibt an, dass er laut heutzutage angewandter Taxonomie der Erstbenenner der Art ist. Die Jahreszahl gibt an in welchem Jahr bzw in welchem Standardisierungswerk die Art beschrieben wurde.
Keine Ahnung, was sich Linnaeus ([http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Linn%C3%A9 Carl von Linne]) sich bei der Erstellung des Namens für seine [http://de.wikipedia.org/wiki/Systema_Naturae Systema Naturae (zehnte Auflage 1758 – über Tiere)] konkret gedacht hat.

Vielleicht hatte er beide Farbvarianten der Baumhummel vor sich und vielleicht erinnerten ihn die variablen Brauntöne mit dem schwarz zusammen an ein Moor. Einige andere Tiere haben im Artnamen auch das “hypnorum”. Nach kurzer Recherche scheinen die meisten irgendwie mit Moor und Feuchte in Verbindung zu stehen.
Vielleicht wollte Linnaeus aber auch nur ausdücken, dass entsprechend “hyper = über” diese Hummelart die Nester an höheren Stellen baut, als alle anderen Hummelarten in Mitteleuropa nisten.
Eine dritte Möglichkeit wäre, dass der Name auf einem inzwischen vergessenen Vorgängernamen in einem vergessenen Ordnungssystem basiert.

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Astra: Rasen neu anlegen und Hummeln nicht stören

Hallo Bulli,

>kein Hummelnest im Garten kann auch eine schöne Nachricht sein.

Ja, ich habe gehofft, dass wir im Garten einen Hummelnest haben. Es wäre toll! Gleichzeitig bin ich aber froh, dass wir ihn doch nicht haben, weil wir den neuen Rasen jetzt anlegen können.

>Eine Umsiedelung eines bestehenden Nests wäre für die Hummeln kein Zuckerschlecken. Es lässt sich ja nicht einfach mit der Erde drumherum ausgraben.

Umsiedlung vom Hummelnest (falls hätten wir ihn gehabt) würde gar nicht in Frage kommen. Lieber würde ich mit neuem Rasen bis Oktober warten. :))

>Die Kleinen, die in den Blüten übernachten, sind größtenteils Drohnen.

Danke, Bulli!
Heute habe ich bemerkt, dass manche Hummeln so träge sind. Sie krabbeln nur noch während die Andere fliegen. Zwei Hummeln saßen sogar auf den Terransenplatten und wollten/konnten nicht wegfliegen.

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Karin: Hummelsterben auf roter Echinacea

>Hallo Karin!
>
>Gehen wir mal vom Guten aus:
>
>Drohnen schlafen gerne in Blüten, meinst Du das könnte es auch sein?
>
>Ansonsten werden Hummelarbeiterinnen ja nur ein paar Wochen alt, da sieht man schon mal eine ausgediente herumliegen…
>
>Grüße KiGaZw
>
>Mein [http://www.datenerror.de Hummeltagebuch]

Hallo KiGaZw,
als ich die “schlafenden” angestubst habe, werden sie dann nicht wach u. fliegen weg? Manche haben sich noch bewegt. Aber blieben (wie gelähmt?)sitzen. Einige waren leblos auf der Blüte u. andere Hummeln wiederum definitiv kaputt auf der Erde.
Bei den anderen Blumen war alles ok.
Ich dachte schon, dass die Echinacea an sich ein Gift gebildet hat.

Ich kann mir vorstellen, dass es, wie Chris schon sagt, am Futtermangel des Sonnenhuts oder an der natürlichen Auslese liegt.

Danke sagt Karin

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Christian: Hummelsterben auf roter Echinacea

Hi Karin,
meine auch dass es normal ist. Zur Zeit sterben die Völker ab und lösen sich auf. Arbeiterinnen vagabundieren nur noch herum. Die sind evtl. an der Nahrungsquelle bis zum Tod.
Bei Linden kommt es ja zum Tod weil kein Honig mehr da ist. Evtl. könnte es sein, dass der Sonnenhut keinen Nektar liefert, weils so trocken ist? Hab festgestellt, dass die stets übervollen Honigtöpfe meiner Hummeln plötzlich leer sind. Obwohl Natterkopf/Distel und Co regen Besuch haben. Schließe das auf die Hitze zurück. Aber das nur vielleicht.
Hats bei Dir ausreichend geregnet? Gießt Du die Blume?

Gruß
Christian

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Christian: Erdhummel in altem Baumhummelnest?

Bei meinen Baumhummeln sah ich, wie eine Ackerhummel und eine Erdhummel gleichzeitig erfolglos über den Deckel eindringen wollten. Drei Wochen zuvor hat das ne Erdhummel geschafft, aber nicht überlebt.
Das gemeinsame miteinander ist allerdings seltsam. Vielleicht ist der Zusammenhalt nicht mehr soooo groß weil die Baumhummelkönigin tot ist und die Geschlechtstiere längst geschlüpft sind? Aber da kann ich auch nur spekulieren.

Christian

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