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Bulli: Insektenflugbericht 08.09. bis 19.09.2012 mit Blütenzustandsbericht

Insektenflugbericht 08.09. bis 19.09.2012 mit Blütenzustandsbericht

Hallo zusammen,

Wieder mal ein Update.
Klima wie in Dortmund.

Zusammenfassung von 08.09. bis 19.09.2012.

Füttern in Blüten
Es profitieren vor allem die Drohnen von Erdhummel und Ackerhummel. Zumindest von den Hummeln. Scharen von Honigbienen sind natürlich meist eher da.
Hummel-Arbeiterinnen scheinen sich hauptsächlich am Futterspender zu bedienen.
Ich spritze z. Zt. in Sonnenblumen, Roten Sonnenhut, Fingerhut, Fuchsie und manchmal Stockrose.
An der Fuchsie versorgen sich seit ein paar Tagen auch Wespen. Sie warten sogar, bis ich fertig bin mit einspritzen. Wie nett.
In den letzten Tagen habe ich mit verschiedenen Mischungen Zuckerwasser experimentiert. Dabei fiel auf, dass sich Hummeln häufiger in der Nähe der behandelten Blumen zur Nacht betteten oder um die nächsten Wolken zu überstehen in Kältestarre gingen, je mehr Zuckeranteil in der Mischung war.
Die Mischung 1:1:3,3 scheint die Hummeln nicht an den Standort zu binden, aber dennoch nehmen sie viel davon auf.

Futterspender version 6
Die Version 6 funktioniert seit mehreren Wochen fehlerfrei, bis auf den Augenblick wenn zu wenig Zuckerwasser im Spender ist und durch eines der Sauglöcher schlagartig viel Luft zieht.
Das lässt sich nur verhindern, wenn der Spender nur Abends hängt und nachts bevor er leer ist wieder herein kommt. Früher habe ich morgens aufgehängt, so dass irgendwann vormittags oder nachmittags durch den Fehler die Honigbienen Zuckerwasser ergattern konnten.
Nur noch wenige Honigbienen schlecken an den Löchern, die die Hummeln verlassen haben. Es scheint so, als ob der Rüssel der Hummeln eine Zuckerspur hinterlassen, die von den Honigbienen aufgeschleckt werden.
Auch im Futterspender hatte ich die letzten vier Tage den Zuckeranteil von 1:1:3,3 auf ca. 1:1:2 erhöht. Keine Änderung des Verhaltens von Hummeln und Honigbienen. Allerdings war es auch immer recht kühl mit Tageshöchsttemperaturen um die 20 Grad.
Der Spender ist zu unterschiedlichen Zeiten draußen. Heute war der Spender gar nicht draußen, weil er gestern morgen bis Abends hing.
Die Ackerhummeln des nördlichen und westlichen Nestes besuchen den Futterspender. Pro Tag an dem er hängt, verteile ich ca. 10 ml.
Die Zeiten, in denen vier oder fünf Hummeln gleichzeitig saugten, sind vorbei. Aber bei drei mal gucken ist immer einmal eine Hummel dran.
Was mich wundert ist die Position, an der die Hummeln “andocken”. Manche Tage wird Hauptsächlich von der Seite des Fuchsienbäumchens gesaugt, an anderen Tagen eher auf der vom Bäumchen abgewandten Seite.

Felder
Bei einem Ausflug auf die Felder sah ich eine Erdhummel, die sich für einen Scheinwerfer interessierte. Hatte mich gewundert, dass sie so weit weg von der Stadt war. Zumal die Feldränder auch hier schon abgemäht waren.
Aber Entwarnung. Ein Bauer hatte als Maßnahme gegen die Bodenerosion etwa 10 Meter breite Streifen neben den Abflussgräben nach der Ernte mit Wildblumen eingesät. Es wuchsen schon ein bisschen weißer, rosafarbener Klee und Löwenzahn. Die Baumschule (wirklich nur Bäume) in der Nähe hatte nicht zwischen allen Bäumen und Büschen die Wildblumen untergeheckselt und neben einem Oberflächenwasser-Abflussgraben hatte noch niemand die Wildblumen gemäht. War ja auch kein Weg daneben für den Mäh-LKW. Es blühten noch viele Wicken, die die abgestorbenen Pflanzen hoch rankten.

Erdhummeln
Anscheinend keine Arbeiterinnen mehr unterwegs.
Eine kräftig gefärbte Hummel in Größe eines Drohns gab es hier. Leider konnte ich nicht sehen ob es wirkliche in Drohn war. Vielleicht die letzte Arbeiterin, die ich sah.

Erdhummel-Drohn
Die Vierer-Gang ist inzwischen anscheinend eine Dreier-Gang. Sie treiben sich vor allem an Korbblütlern herum. Die Härchen sind sehr ausgeblichen.

Erdhummeljungkönigin
Krabbelte langsam über die Blüten einer Prächtigen Fetthenne. Sah irgendwie sehr langsam aus. Wollte sie ein wenig anfeuern, aber die Zuckerwassertropfen hat sie zwar intensiv befühlert, aber nicht angenommen. Vielleicht war die Mischung 1:1:3,3 nicht gut genug.

Ackerhummeln
Sehe nur noch die Hummeln vom westlich und vom nördlich gelegenen Nest. Die schönen Hummeln aus dem nordwestlichen Nest kommen nicht mehr. Auch nicht zum Futterspender. Vielleicht zu kaltes Flugwetter für lange Strecken?
Die Hummeln vom nördlichen Nest tragen noch Pollen ein.
Vielleicht liegt es an der Zuckermischung 1:1:3,3, aber einige Hummeln fliegen keine direkten Wege oder es gibt es noch zwei andere Nester in der Nähe. Ich finde es schön, dass einige Hummeln lieber auch andere Blüten anfliegen als nur den Futterspender anzusteuern.

Ackerhummel-Drohn
Die, die hier sind übernachten und suchen Schutz häufig in den Stockrosen. Aber auch manchmal in den Roten Sonnenhüten. Vorgestern legte sich einer in Seitenlage auf die Blätter. Er sah schon ziemlich ramponiert aus und es drohte Regen. Da habe ich ihm ein bisschen Zuckerwasser auf das angrenzende Blütenblatt getropft. So wie er da lag, hat er einfach nur seine Zunge ausgestreckt und geschlürft.

Ackerhummeljungkönigin
Auch so eine krabbelte vor einigen Tagen über eine Prächtige Fetthenne. Habe nicht versucht ihr Zuckerwasser anzubieten.

Vogelschwarm
Die hiesigen Körnerfresser schließen sich teilweise zu Schwärmen zusammen und machen so die Gegend unsicher. Besonders die vielen schon reifen Kerne der Sonnenblumen sind in diesem Bereich sehr begehrt.
Die Dreiergruppe Grünfinken scheint dabei die Basis zu sein. Denen schließen sich dann manchmal zwei Blaumeisen an. Aber auch eine bis zwei Kohlmeisen sind manchmal dabei. Die hiesigen Distelfinken sind häufiger abseits von der Gruppe. Mag sein, dass sie nur zur gleichen Zeit am gleichen Sonnenblumenstandort sind. Dabei kann es sein, dass fünf bis sechs von ihnen an nur einer verzweigten Sonnenblumenpflanze sitzen.
Den einen Rotschwanz sah ich in den letzten Tagen nicht mehr.

Sonnenblumen
Sind in diesem Bereich alle verblüht bis auf zwei kleine Blüten.
Aber angrenzend gibt es noch viele Sonnenblumen, die noch nicht verblüht sind. Ackerhummeln und Erdhummeldrohnen nutzen die Sonnenblumen.
An den verblühten Blüten sind verschiedenste Vögel dran. Von Grünfink, über Kohlmeisen, Blaumeisen bis hin zum Distelfink.

Fingerhut, Purpurner Fingerhut (lila mit wenig weißem Kontrast)
Nur noch eine Pflanze bietet Blüten. Etwa 6 Blüten an drei Trieben.

Dahlien, Ball-Dahlie (gelb)
Immer wieder sehe ich mal eine Honigbiene an den verblühten Exemplaren, wo sich die Staubgefäße schon geöffnet haben. Es sind noch recht viele Blüten zu sehen. Leider sind auch viele Läuse dran, wodurch die Blüten offensichtlich eher entfernt werden.

Weigelie (rosa)
Wenige Blüten, etwa 10 bis 15, sind offen.

Weigelie (rot)
Etwa 50 Blüten sind offen und nutzbar.

Zitronenmelisse (kleine weiße Blütchen)
Die wenigen Blütchen, die zur gleichen Zeit in Bodennähe blühen, ziehen bisher anscheinend nur wenige Insekten an. Ich sah bisher nur einmal eine Honigbiene an einem Blütchen daran.

Wilder Majoran (kleine Blütchen)
Die kleinen Blütchen ziehen bei warmem Wetter und viel Sonne immer wieder Ackerhummeln und Honigbienen an. Wie es aussieht, hat die Pflanze noch viele Knospen in petto.

Stockrose (dunkelrot)
Nur eine Pflanze mit zwei Haupttrieben. Die Stengel liegen auf einem Lebensbaum auf, so dass sie nicht umknicken.
Zur Zeit acht Blüten, aber es sind noch einige Knospen dran.
Jedoch wird sie in den letzten Tagen anscheinend nicht mehr von Ackerhummeldrohnen als Versteck für die Nacht oder als Schutz vor Regen genutzt.

Herbst-Anemone – Anemone japonica (rosa mit weißen Kontraststreifen)
Nach einem Regenschauer scheinen sie besonders guten Pollen zu haben. Oder vielleicht kann die Hummel den guten Pollen dann besser erkennen. Honigbienen holen sich in diesen Tagen ständig Pollen von den Blüten.

Purpurglöckchen (winzige Blütchen)
Es werden immer noch Blüten gebildet. Vor allem von den Pflanzen, die im Schatten oder Halbschatten stehen. Allerdings interessiert sich kein Insekt mehr so wirklich.
Zuletzt waren es nur noch Honigbienen. Vorher auch Wiesenhummel und Ackerhummel. Ob ich mit der Zufütterung durch Futterspender die Sammelleidenschaft schon verändert habe? Die Honigbienen werden meines Wissens schon zugefüttert.

Sommerheide, Besenheide, Heidekraut (rosa)
Bekommt immer mehr Knospen. Mal sehen, ob es für Honigbienen interessant wird.

Sommerheide, Besenheide, Heidekraut (orangerot)
Bekommt immer mehr Knospen. Mal sehen, ob es für Honigbienen interessant wird.

Sommerheide, Besenheide, Heidekraut (hellgrün bis gelblich)
Bekommt immer mehr Knospen. Mal sehen, ob es für Honigbienen interessant wird.

Strandflieder – Breitblättriger Strandflieder – Limonium Latifolium, Syn. Statice Latifolia (blau mit lila Einschlag, kleine Blütchen in verhältnismäßig weiten Abständen)
Er hat kaum noch Blütchen, sieht aber auch mit den vielen vergangenen Blüten noch dekorativ aus.
Es sind nur noch Honigbienen dran, wenn das Wetter sonnig und warm ist.
Im ganzen Jahr war es eher eine Pflanze für kletterfreudige Honigbienen, als für Ackerhummeln. Schwerere und größere Hummeln haben mit der Pflanze ihre Schwierigkeiten.
Man kann ihn über Winter trocknen und für Trockengestecke benutzen.

Prächtige Fetthenne (rot, verkümmerte Staubgefäße und Blütenblätter)
In den letzten Tagen wollen noch nicht mal mehr die Honigbienen da heran.
Die Blüten färben sich immer roter in Richtung bordeauxrot. Einige Blüten … wie nennt man sie … Blütenebenen oder so? … sind noch im Knospen-Stadium und müssten eigentlich von Honigbienen beflogen werden. Vielleicht ist es den Honigbienen zur Zeit einfach zu kalt.

Prächtige Fetthenne (rosa, Staubgefäße und Blütenblätter)
In den letzten Tagen wollen noch nicht mal mehr die Honigbienen da heran.
Die Blüten sind großteils verblüht.

Löwenmäulchen (dunkelrot, gelb gesprenkelt)
Habe dort noch keine Hummel gesehen. Auch gibt es keine verräterischen Kratzspuren an den Blütenblättern. Sie blühen schon seit Wochen.
Vielleicht sind es einfach zu wenige Blüten. Und dann stehen sie noch unter einer längst verblühten Azalee.

Löwenmäulchen (rosa, gelb)
Auch da bisher keine Hummel wahrgenommen. Es scheint nur eine Rispe in der Farbe zu sein mit etwa 3 bis 4 Blüten.
Vielleicht sind es einfach zu wenige Blüten. Und dann stehen sie noch unter einer längst verblühten Azalee.

Schlüsselblume (gelb)
Blühen jetzt nur noch vereinzelt, aber z. Zt. ist kein Insekt dran. Im Frühjahr war das anders.

Schlüsselblume (rot, in der Mitte gelb)
Blühen vereinzelt ca. 15 cm über dem Boden. Kein Insekt daran gesehen. Auch keine Kratzspruren an den Blättern.

Clematis (dunkelblau-violett)
Sie hat wieder volle Blüten. Anscheinend ist es die zweite Blüte, die da kommt. Allerdings sind es im Augenblick nur zwei Blüten.

Herbstastern (dunkeles lila, als Knospe ein wenig bläulicher)
Hier ein Rohrkrepierer. Ich hoffte, nachdem sich die Hummeln schon für die Knospen interessierten, dass sich die kleinen Brummer dann auf die offenen Blüten stürzen würden. Aber dem ist bisher nicht so. Bisher sind allerdings erst um die zwanzig Blüten offen.
Mag sein, dass ich durch den Futterspender etwas verzerre, aber die Honigbienen oder Wespen gehen auch nicht dran.
Die Sorte hier sieht so aus:
http://green-24.de/forum/files/thumbs/t_herbstastern_lila_40_cm_2_186.jpg

Rittersporn (lila, komische Innenblüte)
Dieser Pflanzenart innerhalb der Rittersporne wurde von keiner Hummel angeflogen. Mag sein, dass er für die Gartenhummeln zu spät kam, mag sein dass er nichts bringt. Mal sehen wie es im nächsten Jahr ist. Die letzte Blüte ist jedenfalls verblüht.

Fleißiges Lieschen – Impatiens Walleriana-Zuchtform (rosa)
Steht direkt unter dem Fuchsien-Bäumchen und bekommt immer mal wieder überschüssiges Zuckerwasser ab, das aus den geimpften Blüten der Fuchsie heruntertropft. Die Ackerhummeln haben inzwischen heraus, wo die Öffnung in die Blüten sein könnte. Aber sie bekommen da anscheinend nichts.

Männertreu (dunkelblau mit lila Einschlag)
Hat nur noch vereinzelte Blüten. Hatte einmal nur kurz eine Hummel daran gesehen.

Margerite (weiße Blätter, gelber Korb, 80 cm bis 100 cm hoch)
Die Pflanze ist am Ende ihrer Blühperiode.
Keine Hummeln, nur immer mal von Honigbienen besucht. Gute Pflanze in deren Blüte Honigbienen Regenschauer überstehen wollen

Geissblatt (orangegelb)
Hat trotz des Nektardiebstahls über den Blüteneinbruch durch die Erdhummeln einige Beeren hervor gebracht. Mal sehen, ob irgendein anderes Tierchen an diesen schönen opaken orangefarbenen Beeren gefallen findet.

Strauchveronika – Veronica Andersonii-Hybrid – Syn. Hebe Andersonii Hybrid
Die blauen Blütenrispen waren viel zu verborgen und zu kurz, um von Insekten wahrgenommen zu werden. Ich sah jedenfalls kein Insekt daran. Vielleicht wird es im nächsten Jahr besser.

unbekannter Korbblütler ähnlich den Margeriten, jedoch mit gelben Blättern)
Nur noch wenige schöne Blüten. Kein Besuch von Honigbienen mehr.

Frauenmantel (kleine gelbgrüne Blütchen)
Noch eine Pflanze blüht noch. Das ganze Jahr über war keine Hummel daran zu sehen.
Die Aufgabe der Pflanze ist anscheinend Wasser auf ihren Blättern zu speichern (Lotoseffekt) und es den Wespen und Feldwespen zur Verfügung zu stellen.

Vollkommen ignoriert von Hummeln:
Spornblume (dunkelrot) – immer ignoriert
Löwenmäulchen (siehe oben) – eventuell zu wenige Blüten
Phlox (weiß) – immer ignoriert
Phlox (rosa) – immer ignoriert
Margarite (weiß) – siehe oben
Fuchsschwanz – Amarant (Blutroter Fuchsschwanz – Amaranthus Cruentus)
Geranien (rosa) – immer ignoriert
Geranien (orangerot) – immer ignoriert
Hortensie, Tellerhortensie (rosa)
Hortensie, Ballenhortensie (lila)
Hortensie, Ballenhortensie (lila-grün)
Hortensie, Ballenhortensie (blass-grün)
Fleißiges Lieschen – Impatiens Walleriana-Zuchtform (rosa) – siehe oben
Herbstastern (dunkeles lila, als Knospe ein wenig bläulicher) – siehe oben
Männertreu (dunkelblau mit lila Einschlag) – siehe oben
Frauenmantel (kleine gelbgrüne Blütchen) – siehe oben

Viele Grüße

Bulli

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