Der Wandaufbau ist wahrscheinlich: Klinkermauer – Dämmaterial – eigentliche Hausmauer.
Das funktioniert, weil die Nester in dieser Dämmung räumlich voneinander getrennt sind. Der Eingang zum eigentlichen Hummelnest ist also innerhalb der Mauer. Die Schlitze haben mit dem Hummelnest nichts zu tun, die Hummeln müssen da einfach nur durch auf dem Weg zu den Blüten.
Vergleich: Du wohnst am Bahngleis und musst durch eine Unterführung, wenn Du einkaufen gehen willst. Der Tunnel der Unterführung hat nichts mit Deiner Haustüre am Wohnhaus zu tun. Er ist lediglich eine Engstelle auf dem Weg zu Deinem Ziel. Diese Engstelle sind die Schlitze in Deiner Hauswand.
Genau so könnte es (sehr wahrscheinlich) hier sein. Da mehrere Unterführungen (Schlitze) vorhanden sind, nimmt man als Hummelarbeiterin die nächstgelegene. Es wäre sogar möglich dass mehrere Hummelnester die selbe “Unterführung” nutzen, wenn hierzu Vetbindungsstrassen (=Mäusetunnel im Dämmaterial) existieren.
Das macht dann genau so wenig Probleme wie mehrere Hummelarten auf einer Blüte, denn das Hummelnest selbst ist ja weit weg.
Auch eine Koexistenz mit Wespen oder Hornissen wäre so möglich.
Vermutlich gibt es sogar weiterhin zusätzlich Mäusenester in dieser Wand.
Grüße Stefan