Mein Hummel Tagebuch

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Bombus campestrisSchön, dass Du da bist. Es freut mich, dass Du Dich auch für Hummeln begeisterst, denn immer mehr Menschen interessieren sich für diese pelzigen Brummer.

Viel Freude beim lesen, Kommentare und auch Anfängerfragen sind jederzeit willkommen und ausdrücklich erwünscht. :kaffee:

Hummel-Forum

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Wie überwinternde Hummelköniginnen trotz Überschwemmungen überleben

Hummelköniginnen verbringen mehrere Monate im Jahr in einer Winterruhe, der sogenannten Diapause, unter der Erde. Dort sind sie zwar geschützt, können aber durch Regen oder Schneeschmelze überschwemmt werden. Trotzdem überleben sie – sogar unter Wasser.

In einer kanadischen Studie wurde an der Osthummel (Bombus impatiens) herausgefunden, wie dies möglich ist: Hummelköniginnen können unter Wasser weiter atmen. In Experimenten wurden die Tiere künstlich in die Diapause versetzt und anschließend für mehrere Stunden bis zu acht Tage unter Wasser gehalten.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Hummeln auch unter Wasser weiterhin Kohlendioxid produzieren, also atmen. Allerdings ist ihre Atmung stark reduziert. Deshalb nutzen sie zusätzlich ein Notfallsystem zur Energiegewinnung ohne Sauerstoff. Dabei entsteht Laktat im Körper.

Sobald die Hummeln wieder an der Luft sind, steigt ihre Atmung stark an, und sie bauen das Laktat wieder ab.

Diese Fähigkeit hilft Hummelköniginnen, extreme Bedingungen zu überstehen und auch in überschwemmungsgefährdeten Lebensräumen zu überleben.

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Der Marienkäfer – ein früher Helfer im Frühling

MarienkäferDer Marienkäfer gehört zu den bekanntesten Insekten in Europa. Viele Menschen erkennen ihn sofort an seinem roten Körper mit schwarzen Punkten. Nach dem Winter wird der Marienkäfer oft schon im frühen Frühling aktiv, wenn die Temperaturen steigen. Marienkäfer gehören zur Familie Coccinellidae. In Europa gibt es über 100 verschiedene Arten. Eine der bekanntesten ist der Siebenpunkt-Marienkäfer.

Merkmale

  • Größe: etwa 5–8 mm
  • Farbe: meist rot mit schwarzen Punkten
  • typische Art: 7 schwarze Punkte
  • runder, gewölbter Körper
  • kurze Beine und Fühler

Die Punkte dienen nicht zum Zählen des Alters, wie viele glauben.

Lebensraum

Marienkäfer leben in vielen verschiedenen Lebensräumen:

  • Gärten
  • Wiesen
  • Felder
  • Wälder
  • Parks

Sie halten sich oft dort auf, wo viele Blattläuse vorkommen, denn das ist ihre wichtigste Nahrung.

Warum sieht man sie im Frühling?

Marienkäfer überwintern als erwachsene Käfer. Im Winter verstecken sie sich zum Beispiel:

  • unter Laub
  • unter Baumrinde
  • in Felsspalten
  • manchmal auch in Häusern

Oft überwintern sie in großen Gruppen, um sich gegenseitig zu schützen. Wenn es im Frühling wieder wärmer wird, kommen sie aus ihren Verstecken und beginnen sofort mit der Nahrungssuche.

Nahrung

Marienkäfer sind sehr nützliche Tiere, weil sie viele “Schädlinge” fressen. Ihre Lieblingsnahrung sind:

  • Blattläuse
  • kleine Insekten
  • manchmal Milben

Ein einzelner Marienkäfer kann bis zu 50 Blattläuse pro Tag fressen. Auch die Larven der Marienkäfer fressen sehr viele Blattläuse. Deshalb gelten Marienkäfer als wichtige Helfer in der Landwirtschaft und im Garten.

Fortpflanzung und Entwicklung

Der Lebenszyklus eines Marienkäfers besteht aus vier Stadien:

  • Ei
  • Larve
  • Puppe
  • Käfer

Die Weibchen legen ihre gelben Eier meist auf Blätter mit vielen Blattläusen. Nach wenigen Tagen schlüpfen Larven. Die Larven sehen ganz anders aus als erwachsene Marienkäfer – eher wie kleine schwarze „Mini-Alligatoren“. Nach einigen Wochen verpuppen sie sich. Daraus schlüpft schließlich der fertige Marienkäfer.

Besonderheiten

Marienkäfer haben mehrere besondere Eigenschaften:

  • Wenn sie sich bedroht fühlen, können sie eine gelbliche Flüssigkeit aus ihren Gelenken abgeben. Diese schmeckt für Feinde bitter.
  • Ihre rote Farbe warnt viele Tiere: „Ich schmecke nicht gut!“

Viele Menschen sehen den Marienkäfer als Glücksbringer.

Bedeutung für die Natur

Marienkäfer sind sehr wichtig für das Ökosystem:

  • sie verringern Schädlinge wie Blattläuse
  • sie helfen Pflanzen gesund zu bleiben
  • sie sind Nahrung für andere Tiere

Darum gelten sie als sehr nützliche Insekten.

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Der Zitronenfalter

Der Zitronenfalter Der Zitronenfalter ist einer der bekanntesten Schmetterlinge Europas. Viele Menschen sehen ihn als ersten Schmetterling im Frühling, manchmal schon im Februar oder März, wenn die Sonne wieder stärker scheint. Sein Name kommt von der zitronengelben Farbe der Flügel der Männchen. Der Zitronenfalter gehört zur Familie der Weißlinge. Sein wissenschaftlicher Name ist Gonepteryx rhamni.

Merkmale:

  • Flügelspannweite: etwa 5–6 cm
  • Männchen: leuchtend gelb
  • Weibchen: hellgrün bis weißlich

Flügel haben eine blattähnliche Form, wodurch der Falter gut getarnt ist. Durch diese Form sieht er im Sitzen oft wie ein Blatt aus.

Lebensraum

Der Zitronenfalter lebt in vielen Teilen Europas und auch in Deutschland. Typische Lebensräume sind:

  • Gärten
  • Wiesen
  • Waldränder
  • Heckenlandschaften

Besonders wichtig sind Gebiete, in denen Kreuzdorn-Pflanzen wachsen, weil seine Raupen diese Pflanzen als Nahrung brauchen.

Warum sieht man ihn so früh im Jahr?

Der Zitronenfalter ist einer der ersten Schmetterlinge im Jahr, weil er den Winter als erwachsener Falter überlebt. Viele andere Schmetterlinge überwintern als:

  • Ei
  • Raupe
  • Puppe

Der Zitronenfalter dagegen versteckt sich im Winter:

  • unter Laub
  • in Sträuchern
  • im Efeu

Sein Körper produziert eine Art natürliches Frostschutzmittel, sodass er sogar Temperaturen unter dem Gefrierpunkt überstehen kann. Sobald es im Frühling wärmer wird, fliegt er wieder los.

Nahrung

Er ernährt sich hauptsächlich von Blütennektar. Im Frühling besucht er besonders gerne:

  • Krokusse
  • Primeln
  • Löwenzahn
  • Weidenkätzchen

Mit seinem langen Rüssel saugt er den Nektar aus den Blüten. Dabei hilft er auch bei der Bestäubung von Pflanzen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach dem Winter suchen die Männchen nach Weibchen. Der Lebenszyklus eines Schmetterlings besteht aus vier Stadien:

  • Ei
  • Raupe
  • Puppe
  • Schmetterling

Die Weibchen legen ihre Eier meist auf Faulbaum oder Kreuzdorn. Die Raupen sind grün und gut getarnt. Nach einigen Wochen verpuppen sie sich. Im Sommer schlüpfen neue Zitronenfalter. Diese fliegen bis in den Herbst und überwintern dann er.

Besonderheit: Sehr lange Lebensdauer

Der Zitronenfalter gehört zu den Schmetterlingen mit der längsten Lebensdauer in Europa. Er kann etwa 10 bis 12 Monate alt werden.
Viele andere Schmetterlinge leben nur ein paar Wochen.

Bedeutung für die Natur

Der Zitronenfalter ist wichtig für das Ökosystem:

  • Bestäubung von Pflanzen
  • Nahrung für Vögel und andere Tiere
  • Zeichen für den Beginn des Frühlings

Sind die ersten Zitronenfalter zu sehen, wissen viele Menschen: Der Winter ist bald vorbei.

Quellen

Bild: Arieswings, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Zitronenfalter

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Heimische Sandbienen

Im Frühling tauchen die ersten Insekten oft schon sehr früh auf – manchmal sogar im Februar oder März, wenn die Temperaturen über etwa 10 °C steigen. Viele von ihnen haben den Winter als erwachsene Tiere, Larven oder Puppen überstanden und werden bei Wärme wieder aktiv.

Allein in Deutschland leben über 560 Wildbienenarten, und eine der größten Gruppen darunter sind die Sandbienen. Sie sind für unsere Natur sehr wichtig, weil sie viele Pflanzen bestäuben.

Was sind Sandbienen?

SandbieneSandbienen gehören zur Gattung Andrena. In Deutschland gibt es davon über 100 verschiedene Arten. Sie gehören zu den Wildbienen, also Bienen, die keinen Honig produzieren und nicht in großen Staaten leben.

Die meisten Sandbienen leben allein, deshalb nennt man sie auch solitäre Bienen. Jede weibliche Sandbiene baut ihr eigenes Nest und kümmert sich selbst um ihren Nachwuchs.

Aussehen

Sandbienen sehen auf den ersten Blick ähnlich aus wie Honigbienen, sind aber überwiegend etwas kleiner. Je nach Art sind sie etwa 5 bis 15 Millimeter groß. Typische Merkmale sind:

  • ein dicht behaarter Körper
  • oft helle Haarbinden am Hinterleib
  • Weibchen haben Pollenbürsten an den Hinterbeinen, an denen sie Pollen transportieren

Durch ihre Haare können sie besonders gut Pollen sammeln.

Lebensraum

Sandbienen leben, wie der Name schon sagt, im Boden. Sie bevorzugen:

  • sandige oder lockere Erde
  • sonnige Stellen
  • offene Flächen wie Wiesen, Gärten, Parks oder Wegränder

Das Weibchen gräbt mit seinen Mundwerkzeugen und Beinen einen kleinen Gang in den Boden, der bis zu 60 Zentimeter tief sein kann. In diesem Gang legt sie mehrere Brutzellen an.

Fortpflanzung und Lebensweise

Im Frühjahr schlüpfen die erwachsenen Sandbienen aus ihren Nestern. Die Männchen erscheinen größtenteils zuerst und warten auf die Weibchen. Nach der Paarung beginnt das Weibchen mit dem Nestbau. In jede Brutzelle legt sie:

  • ein Ei
  • eine Mischung aus Pollen und Nektar als Nahrung

Danach verschließt sie die Zelle. Die Larve schlüpft aus dem Ei, frisst den Vorrat und entwickelt sich weiter. Die junge Biene bleibt meist bis zum nächsten Frühjahr im Boden, bevor sie schlüpft.

Nahrung

Sandbienen ernähren sich hauptsächlich von Nektar und Pollen. Viele Arten fliegen besonders früh im Jahr und besuchen deshalb Frühblüher, zum Beispiel:

  • Weiden
  • Obstbäume
  • Löwenzahn
  • Krokusse

Einige Sandbienenarten sind spezialisiert. Das bedeutet, sie sammeln Pollen nur von bestimmten Pflanzenarten.

Bedeutung für die Natur

Sandbienen sind sehr wichtige Bestäuber. Wenn sie Blüten besuchen, bleibt Pollen an ihren Haaren hängen und wird zur nächsten Pflanze transportiert. Dadurch helfen sie bei der Bestäubung von Wildpflanzen und Nutzpflanzen, zum Beispiel:

  • Obstbäume
  • Beerensträucher
  • viele Wiesenpflanzen

Ohne Bestäuber wie Sandbienen würden viele Pflanzen weniger Früchte bilden.

Gefahren für Sandbienen

Viele Sandbienenarten sind heute gefährdet. Das liegt vor allem an:

  • Versiegelten Flächen wie Straßen oder Parkplätzen
  • intensiver Landwirtschaft
  • Pestiziden
  • zu wenig Blühpflanzen

Auch sehr gepflegte Gärten mit Rasen und wenigen Blumen bieten ihnen kaum Nahrung.

Wie kann man Sandbienen helfen?

Jeder kann etwas tun, um Sandbienen zu unterstützen. Zum Beispiel:

  • Blühpflanzen im Garten oder auf dem Balkon pflanzen
  • Frühblüher wachsen lassen
  • kleine offene Bodenstellen im Garten lassen
  • keine Pestizide verwenden

Sandbienen sind übrigens sehr friedlich und stechen fast nie.

Fazit

Sandbienen sind eine wichtige Gruppe der Wildbienen. Sie leben vorwiegend allein, sammeln Pollen und Nektar und bestäuben viele Pflanzen. Obwohl sie für unsere Natur sehr wichtig sind, sind viele Arten bedroht. Deshalb ist es wichtig, ihre Lebensräume zu schützen.

Frühblühende Pflanzen – wichtige Nahrung für Insekten

Nach dem Winter finden Bienen, Hummeln und andere Insekten oft nur sehr wenig Nahrung. Deshalb sind frühblühende Pflanzen und Sträucher besonders wichtig, weil sie schon sehr früh im Jahr Pollen und Nektar liefern.

Zu den früh blühenden Sträuchern gehört zum Beispiel die Hasel. Sie blüht bereits von Januar bis März und produziert sehr viel Pollen, den frühe Wildbienen für ihre Nahrung und für ihren Nachwuchs brauchen. Auch die Mahonie blüht schon im späten Winter oder frühen Frühling. Ihre gelben Blüten enthalten viel Nektar und Pollen und werden von vielen Insekten besucht.

Ein weiterer wichtiger Strauch ist die Kornelkirsche, die schon ab Februar mit vielen gelben Blüten blüht und dadurch viele Insekten anlockt. Besonders bedeutend für Bienen ist auch die Salweide. Sie gehört zu den wichtigsten Nahrungsquellen im Frühling, weil ihre Blüten sehr viel Pollen und Nektar enthalten.

Weitere früh blühende Sträucher sind zum Beispiel die Schlehe, die im Frühling viele weiße Blüten bildet, die Schneeforsythie, der stark duftende Seidelbast, der Winterjasmin und der Winterschneeball, der teilweise schon im Winter blüht.

Neben Sträuchern gibt es auch viele Frühblüher unter den Blumen. Ein bekanntes Beispiel ist das Schneeglöckchen, das von Februar bis März blüht. Seine Samen werden von Ameisen verbreitet. Auch der Elfen-Krokus blüht sehr früh und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten.

Zu den ersten Blüten des Jahres gehört außerdem der Winterling, der oft schon im Januar aus dem Boden kommt. Später folgen Pflanzen wie die Traubenhyazinthe, der Finger-Lerchensporn und das gelbe Windröschen, die vielen Insekten Nahrung bieten.

Weitere bekannte Frühblüher sind zum Beispiel Buschwindröschen, Huflattich, Leberblümchen, Märzenbecher, Narzissen, Schlüsselblumen und der Blaustern.

10 früh blühende Sträucher für hungrige Hummeln

Frühblühende Sträucher sind für Bienen besonders wichtig, weil sie nach dem Winter eine der ersten Nahrungsquellen darstellen.

  • Hasel (Corylus avellana)
    Blüht von Januar bis März und liefert viel Pollen für frühe Wildbienen.
  • Mahonie (Mahonia aquifolium)
    Blüht von Februar/März bis Mai und bietet viel Nektar und Pollen.
  • Kornelkirsche (Cornus mas)
    Blüht ab Februar und ist durch ihre vielen gelben Blüten eine wichtige Nektarquelle für Insekten.
  • Salweide (Salix caprea)
    Von März bis Mai eine der wichtigsten Pflanzen für Bienen, da sie sehr viel Pollen und Nektar hat.
  • Schlehe (Prunus spinosa)
    Blüht im März und April mit vielen weißen Blüten und liefert besonders viel Pollen.
  • Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum)
    Blüht früh im Jahr und bietet vor allem viel Nektar.
  • Schneeheide (Erica carnea)
    Blüht von Januar/Februar bis März und liefert viel Nektar und Pollen.
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
    Blüht von Februar bis April, ist eine wichtige Nahrungsquelle, aber sehr giftig.
  • Winterjasmin (Jasminum nudiflorum)
    Blüht teilweise schon ab Dezember und liefert früh Nektar und Pollen.
  • Winterschneeball (Viburnum bodnantense)
    Blüht im Winter und spendet vor allem Nektar für frühe Insekten.

 

Warum man trotz erster Frühlingstage mit der Gartenarbeit jetzt noch warten sollte

Viele Insekten nutzen zur Überwinterung hohle oder markhaltige Pflanzenstängel, zum Beispiel von Brombeeren, Holunder oder Königskerzen. Das weiche Pflanzenmark bietet ihnen Wärme, während der harte Teil der Pflanze sie vor Feinden schützt. Auch Larven, Puppen und Königinnen können dort überwintern. Deshalb sollten Gartenbesitzer trockene Pflanzenstängel im Winter nicht sofort abschneiden.

Weitere Winterquartiere sind Laubhaufen, offene Bodenstellen oder Gänge im Boden. Dort verstecken sich zum Beispiel Hummeln und Wildbienen. Auch unter altem Gras können sich Insekten eingegraben haben.

Weitere Winterquartiere sind z. B. Baumrinden, Mauerspalten oder Holz.

Aus diesem Grund sollte man den Garten nach dem Winter nicht sofort aufräumen, den Boden bedecken oder stark umgraben. Wenn man wartet, bis es wärmer wird, haben die Insekten Zeit, ihre Winterruhe zu beenden.

Deshalb gilt: Erst, wenn auch in der Nacht die Temperaturen wieder zweistellig sind, hatten alle Insekten genug Zeit ihr Winterquartier zu verlassen.

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Hummeln entscheiden flexibel bei der Futtersuche

Im Alltag müssen auch Tiere ständig Entscheidungen treffen – zum Beispiel, wenn sie nach Nahrung suchen. Dabei verlassen sie sich oft nicht nur auf ein einzelnes Signal, sondern auf mehrere Hinweise gleichzeitig. Diese unterschiedlichen Informationen ergänzen sich und helfen den Tieren, bessere und genauere Entscheidungen zu treffen.

Genau dieses Verhalten untersuchten Forscher der Universität Konstanz und der Universität Würzburg in einer Studie mit Hummeln der Art Bombus terrestris (Erdhummel). Die Insekten wurden in eine Futtersuchaufgabe geschickt, bei der sie verschiedene visuelle Merkmale wahrnehmen konnten, ähnlich wie bei echten Blüten in der Natur. Den Hummeln wurden Kombinationen aus Farben und Formen oder Mustern präsentiert. Einige Farben waren dabei leicht voneinander zu unterscheiden, andere deutlich schwieriger.

Es zeigte sich ein interessantes Muster: Wenn die Farben sehr gut unterscheidbar waren, konzentrierten sich die Hummeln ausschließlich auf diese Farbinformation. Formen oder Muster spielten für ihre Entscheidung keine Rolle und wurden auch nicht zusätzlich erlernt. Anders sah es aus, wenn die Farben schwer zu unterscheiden waren. In diesem Fall nutzten die Hummeln mehrere Hinweise gleichzeitig und lernten sowohl die Farbe als auch Form oder Muster der Blüten.

Die Ergebnisse zeigen, dass Hummeln ihre Lernstrategie flexibel anpassen können. Je nachdem, wie leicht ein Hinweis zu erkennen ist, entscheiden sie, ob es sich lohnt, zusätzliche Informationen zu lernen. Auf diese Weise können sie die Zeit, die sie ins Lernen investieren, und die Genauigkeit ihrer Entscheidungen in Einklang bringen. Unterschiede im Lernverlauf deuten außerdem darauf hin, dass ein sogenannter „Blocking“-Mechanismus dabei eine Rolle spielen könnte und den Wechsel zwischen diesen Strategien ermöglicht.

Link zur Studie: Bees flexibly adjust decision strategies to information content in a foraging task
Mehr zum Thema: Hummeln sind effiziente Entscheider

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Der Feldrittersporn ist die Blume des Jahres 2026

Der Feldrittersporn ist eine Ackerwildpflanze. Diese Pflanzen entwickelten sich über Jahrhunderte zusammen mit dem Ackerbau und prägten lange Zeit unsere Kulturlandschaft. Durch moderne Agrarpraktiken wie intensive Düngung, Herbizideinsatz, hohe Saatdichte und häufiges Pflügen verschwinden sie leider zunehmend.

FeldritterspornFrüher erblühten seine blau-violetten Blüten mit dem typischen Sporn oft zwischen Getreidehalmen und boten Wildbienen und Schmetterlingen von Mai bis September Nahrung. Aber heutzutage ist dieser Anblick selten geworden. Die Loki Schmidt Stiftung wählt den Feldrittersporn (Consolida regalis) zur 47. „Blume des Jahres“ und macht damit auf den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt in Agrarlandschaften aufmerksam.

Der Feldrittersporn bietet Hummeln und anderen langrüsseligen Wildbienen eine essenzielle Nahrungsquelle, da sie auf derartige Pflanzen angewiesen sind.

Quellen

Loki-Schmidt-Stiftung
Bild: Hectonichus, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons


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Neues Hummelhaus von Nisthilfe.com

Seit knapp 5 Jahren ist die Bauanleitung zum Hummelhaus nach Pollenhöschen.de online. Die Bauanleitung ist eine konsequente Weiterentwicklung der beliebten Hummelhäuser vom leider viel zu früh verstorbenen Jürgen Börner mit der bewährten Wachsmottenklappe.

HummelhausEinige kommerzielle Anbieter haben sich an der Bauanleitung bereits offensichtlich bedient (und das ist auch vollkommen in Ordnung so), doch endlich kommt auf Nisthilfe.com ein Anbieter auf den Markt, der ganz offiziell nach den Anleitungen von Pollenhöschen.de sein Hummelhaus fertigt. Es wurden kleinere, aber gut durchdachte, Optimierungen vorgenommen. Das Hummelhaus ist sehr hochwertig verarbeitet und die Materialien sind erstklassig für ein Hummelhaus geeignet. Eine klare Kaufempfehlung!

info hummelhaus bauanleitungPollenhöschen.de hat keine geschäftlichen oder sonstige Beziehungen zu Nisthilfe.com.

Übrigens: Wer sich für das “Original”-Hummelhaus von Jürgen Börner interessiert, der findet diese Dokumente bei den Bauanleitungen.

Auch die heutige Wachsmottenklappe ist das Ergebnis von vielen Versuchen und Tüfteleien. Die Geschichte der Wachsmottenklappe erklärt, wieso die heutige Hummelklappe so aussieht, wie sie heute aussieht.

Königinnenkämpfe

Die Okkupatin neben der getöteten Nestmutter.

Königinnen-Kriege! Gelten Hummeln allgemein als friedlich, ahnen viele nicht, welche Dramen und Krimis sich zuweilen in den dämmrigen Grenzen eines Nests abspielen. Gestern beobachtete ich eine Königin der Dunklen Erdhummel, die sich intensiv für einen meiner Hummelkästen interessierte, in dem bereits eine andere Königin derselben Art mit ihren Arbeiterinnen wohnte. Nach kurzem Suchen drang sie in den Kasten ein, um kurz darauf wieder abzufliegen. Vermutlich wurde sie von den Arbeiterinnen bemerkt und angegriffen.

Doch sie kam am Abend erneut, drang wieder in den Kasten ein, um schließlich die Nestmutter zu überfallen und zu töten. Die Arbeiterinnen werden in Zukunft für sie arbeiten und Pollen und Nektar heranschaffen. Sie wird mit den Arbeiterinnen der ursprünglichen Nestmutter ihr eigenes Volk gründen.

Warum das Ganze? Für eine Königin geht es darum, ihre eigenen Gene weiterzugeben. Ein eigenes Nest zu gründen, birgt ein gewisses Risiko: wochenlanges Ein- und Ausfliegen, bis die ersten Arbeiterinnen schlüpfen usw. Das Risiko, ein vorhandenes Nest zu übernehmen, ist hier mitunter nicht so hoch. Zwar gibt es auch hier das Risiko für die Okkupatin, von der Nestmutter erstochen zu werden. Doch gerade für Königinnen, die später aus der Diapause (“Winterstarre”) erwachen und nicht mehr so viel Zeit für eine Nestgründung haben, erscheint die Option zuweilen besser, als ein neues Nest zu gründen. Außerdem scheinen Okkupatinnen öfter als Sieger hervorzugehen, da sie den Überraschungsangriff auf die Nestmutter nutzen.

Wir dürfen nicht den Fehler machen, unsere Moralvorstellungen auf Wildbienen und die Insektenwelt zu übertragen. Es erscheint grausam, gehört aber zum ewigen Kreislauf seit Millionen von Jahren. Meine Fotos zeigen die “neue” Erdhummelkönigin zusammen mit den von ihr okkupierten Arbeiterinnen.

Das kleine Nestchen der Erdhummel. Auf den Brutwaben ist die neue Königin zu sehen.