Biene des Jahres 2026: Die Blaue Holzbiene
Die Blaue Holzbiene kann zwischen zwei und drei Zentimeter groß werden und gehört damit zu den größten Wildbienen Europas. Durch ihren schwarz glänzenden Körper und die schimmernd blau-violetten Flügel fällt sie sofort auf. Viele Menschen halten sie wegen ihres lauten Brummens zunächst für eine Hummel oder sogar für ein gefährliches Insekt, doch die blaue Holzbiene ist äußerst friedlich.
Die zunehmende Erwärmung des Klimas hat dazu geführt, dass sich die Blaue Holzbiene in den letzten Jahren immer weiter nach Norden ausbreitet. Auch in Deutschland ist sie inzwischen häufiger zu beobachten. Dadurch wird sie zu einem interessanten Beispiel dafür, wie Tiere auf Umweltveränderungen reagieren.
Ihren Namen verdankt sie ihrer besonderen Lebensweise: Sie baut ihre Nester in Holz. Mit kräftigen Mundwerkzeugen nagt sie Gänge in morsches oder abgestorbenes Holz und legt dort ihre Eier ab. In diesen Gängen entstehen mehrere kleine Kammern hintereinander. Jede Kammer wird mit einer Mischung aus Pollen und Nektar gefüllt. Danach legt die Biene ein Ei hinein und verschließt die Kammer sorgfältig.
Die Blaue Holzbiene liebt sonnige und warme Orte. Besonders wohl fühlt sie sich in naturnahen Gärten, Weinbergen, Streuobstwiesen und an Waldrändern. Wichtig ist dabei, dass genügend Blütenpflanzen und geeignetes Holz zum Nestbau vorhanden sind.
Blaue Holzbiene Trachtpflanzen
Besonders gerne besucht sie große und tief geformte Blüten. Zu ihren Lieblingspflanzen gehören Lavendel, Salbei, Glyzinien und verschiedene Lippenblütler. Mit ihrem langen Saugrüssel erreicht sie auch Nektar, der tief in der Blüte verborgen liegt. Beim Sammeln bleibt viel Pollen an ihrem Körper haften. Dieser wird von Blüte zu Blüte transportiert und sorgt dafür, dass Pflanzen bestäubt werden können.
Dadurch leistet die Blaue Holzbiene einen wichtigen Beitrag für die Natur und die Landwirtschaft. Wenn die Blaue Holzbiene in einem Gebiet vorkommt, ist das häufig ein Zeichen dafür, dass dort noch naturnahe und ökologische Lebensräume vorhanden sind.
Gefährdung und Schutz der blauen Holzbiene
Auch wenn sich die Blaue Holzbiene derzeit ausbreitet, braucht sie weiterhin geeignete Lebensräume. Probleme entstehen vor allem durch den Verlust von Blühpflanzen, den Einsatz von Pestiziden und das Entfernen von Totholz.
Menschen können der Holzbiene jedoch helfen. Wer einen naturnahen Garten anlegt, viele Trachtpflanzen anbietet und abgestorbenes Holz liegen lässt, schafft gute Lebensbedingungen für Wildbienen. Besonders wichtig ist es außerdem, auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten, da diese den Insekten schaden können.



