Britischer Abgeordneter sichtet nach zehn Jahren die seltene Feldhummel

Der Cambridge-Abgeordnete Daniel Zeichner engagiert sich seit mehr als zehn Jahren als parlamentarischer Pate für die Feldhummel (Bombus ruderatus). Anfang August 2026 sah er die seltene Art bei einem Besuch der Hope Farm im englischen Knapwell erstmals in freier Wildbahn. Organisiert hatte den Termin der Bumblebee Conservation Trust im Rahmen seines wiederbelebten Species-Champion-Programms, das Abgeordnete mit bedrohten heimischen Arten verbindet.

Ein Programm für gefährdete Arten

Im Rahmen des Species-Champion-Programms übernehmen britische Parlamentsmitglieder die Patenschaft für eine bedrohte Art. Ziel ist es, politische Entscheidungsträger enger mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu verbinden und für den Zustand der Natur zu sensibilisieren. Zeichner hatte sich die Feldhummel bereits vor über zehn Jahren als Patenart ausgesucht, ohne sie je zu Gesicht bekommen zu haben. Unter Naturschützern war die erfolglose Suche längst zu einem stehenden Scherz geworden.

info hummelDie Feldhummel ist die größte Hummelart Großbritanniens. Eine Eigenheit ist unter den dortigen Hummelarten einzigartig: Im Anflug auf eine Blüte streckt sie ihren langen Rüssel bereits vorab aus, statt ihn erst beim Landen einzusetzen.

Lebensraum auf der Hope Farm

Die Hope Farm bei Knapwell wird vom britischen Vogelschutzverband RSPB als landwirtschaftlicher Betrieb mit naturverträglicher Bewirtschaftung geführt. Blütenreiche Säume, Nistmöglichkeiten und ein zusammenhängendes Netz an Lebensräumen haben den Betrieb zu einem wichtigen Rückzugsort für die Feldhummel gemacht. Insgesamt sind auf der Fläche sieben Hummelarten nachgewiesen, darunter die landesweit seltene Feldhummel, die in Großbritannien als Art von besonderer Bedeutung im nationalen Biodiversitätsplan geführt wird.

Eine Art im Rückgang

Die Feldhummel war einst in weiten Teilen Englands und Wales verbreitet, ist inzwischen aber stark zurückgegangen und gilt in Großbritannien als landesweit selten. Verbliebene Vorkommen konzentrieren sich auf Kalkmagerrasen, Küstengrünland und blütenreiches Ackerland im Süden des Landes. Die Art ähnelt der nah verwandten Gartenhummel (Bombus hortorum) so stark, dass beide über Jahrzehnte hinweg in Kartierungen verwechselt wurden; eine sichere Unterscheidung gelingt oft erst durch genaue Vermessung von Kopf und Rüssellänge. Neben der gelb-schwarzen Zeichnung mit weißer Hinterleibsspitze kommt bei der Feldhummel auch eine vollständig schwarze Farbvariante vor.

Reaktionen zum Fund

Zeichner beschrieb den Moment als Erleichterung nach jahrelangem Warten und nutzte den Anlass, um auf die Bedeutung von Bestäubern für Landwirtschaft und Ökosysteme hinzuweisen, die weiterhin unter Lebensraumverlust und Umweltveränderungen litten. In seiner Zeit als Regierungsmitglied im Umweltressort hatte er zuvor an der Entscheidung mitgewirkt, den Notfalleinsatz bienenschädlicher Neonicotinoid-Pestizide in England zu beenden. Bei dem Besuch traf er außerdem Andrew Impey, den neuen Geschäftsführer des Bumblebee Conservation Trust. Dieser betonte, Species Champions bauten eine wichtige Brücke zwischen politischen Entscheidungsträgern und der Natur, für die sie Verantwortung trügen, und der Nachweis der Feldhummel auf der Hope Farm zeige, dass gezielte Pflegemaßnahmen auch bei seltenen Arten Wirkung zeigten.

Quellen

  • Bumblebee Conservation Trust: MP’s decade-long search for rare Ruderal bumblebee finally ends, 5. August 2026, www.bumblebeeconservation.org/news/mps-decade-long-search-for-rare-ruderal-bumblebee-finally-ends/
  • Cambridge Independent: Daniel Zeichner MP finally meets the rare Ruderal bumblee he’s been championing for 10 years, August 2026, www.cambridgeindependent.co.uk/news/daniel-zeichner-mp-finally-meets-the-rare-ruderal-bumblee-he-9476717/
  • RSPB: Hope Farm, Artenmonitoring und Lebensraummanagement, www.rspb.org.uk/helping-nature/what-we-do/influence-government-and-business/farming/hope-farm
  • Bumblebee Conservation Trust: Artensteckbrief Ruderal bumblebee, Species Guide, www.bumblebeeconservation.org/learn-about-bumblebees/species-guide/ruderal-bumblebee/
  • HoneyBee & Co.: Large Garden Bumblebee (Bombus Ruderatus): Britain’s Largest And Rarest, honeybeeandco.uk/large-garden-bumblebee/

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Wie Hummeln elektrische Felder spüren und lesen

Farbe, Form und Duft locken Bestäuber zu einer Blüte, das ist seit Langem bekannt. Ein Forscherteam um den Biologen Daniel Robert von der University of Bristol beschrieb 2013 im Fachmagazin Science einen weiteren Kanal: elektrische Felder. Erdhummeln (Bombus terrestris) nehmen diese Felder wahr und richten ihr Verhalten danach aus.

Negative Blüte, positive Hummel

Blütenpflanzen stehen über die Wurzel in Kontakt mit dem Erdboden und tragen dadurch eine schwache negative Ladung. Fliegende Hummeln laden sich unterdessen durch Reibung mit Luftpartikeln positiv auf, ein Effekt, den man von der Triboelektrizität kennt: Ähnlich lädt sich ein Wollpullover im Wäschetrockner auf. Zwischen den entgegengesetzt geladenen Körpern entsteht ein elektrisches Feld, das schon vor der Landung aus einigen Zentimetern Entfernung messbar ist.

Landet die Hummel auf der Blüte, findet ein kleiner Ladungsausgleich statt. Das Feld der Pflanze bricht dadurch für eine Weile zusammen und baut sich erst über die Erdverbindung allmählich wieder auf.

Der Nachweis im Experiment

Um zu klären, ob Hummeln diesen Unterschied überhaupt registrieren, stellte das Team künstliche Blüten auf. Eine Gruppe stand unter leichter elektrischer Spannung und bot Zuckerwasser, eine zweite Gruppe war spannungsfrei und enthielt bitteres Chininwasser. Nach wenigen Anflügen steuerten die Hummeln überwiegend die geladenen, zuckerhaltigen Blüten an.

Schalteten die Forscher die Spannung ab, verschwand dieser Unterschied. Die Tiere flogen süße und bittere Blüten dann nur noch zufällig verteilt an. Ohne das elektrische Signal blieb ihnen offenbar nur die Erinnerung an Form und Farbe, die für eine zuverlässige Unterscheidung allein nicht ausreichte.

info hummelElektrorezeption war vor der Bristol-Studie nur aus dem Wasser bekannt, etwa bei Haien und Rochen, die die elektrische Leitfähigkeit von Salzwasser nutzen. Bei Hummeln wiesen Forscher diese Fähigkeit erstmals auch in einem nicht leitenden Medium wie Luft nach.

Das Feld als Anzeige für den Nektarstatus

Der Ladungsausgleich beim Landen verändert nicht nur die Gesamtladung der Blüte, sondern auch die räumliche Verteilung des Feldes über ihrer Oberfläche. Da sich die Pflanze erst über einige Minuten wieder aufladen kann, bleibt diese Veränderung eine Zeit lang bestehen. Eine nachfolgende Hummel kann das veränderte Feld bereits im Anflug registrieren, bevor sie Zeit und Energie in eine Landung investiert, die bei einer bereits geleerten Blüte verschwendet wäre.

Härchen als Sinnesorgan, nicht die Fühler

Wie Hummeln das elektrische Feld überhaupt registrieren, blieb nach der ersten Studie zunächst offen. Gregory Sutton und Kollegen aus Bristol untersuchten die Frage 2016 in einer Arbeit für die Fachzeitschrift PNAS genauer. Mit einem berührungslosen Laserverfahren maßen sie, wie sich Fühler und Körperhärchen von Hummeln in einem schwachen elektrischen Feld bewegen.

Beide Strukturen reagierten auf das Feld, die feinen Härchen jedoch deutlich stärker und schneller als die Fühler. Elektrophysiologische Messungen zeigten außerdem: Nur die Härchen lösten dabei Nervensignale aus, die Fühler blieben stumm. Schon Spannungen ab etwa 25 Millivolt reichten aus, um die Härchen in Bewegung zu versetzen, ein Wert im Bereich der Feldstärken, die tatsächlich um eine Blüte herum auftreten.

Bedeutung für die Insektenforschung

Die Ergebnisse legen nahe, dass Elektrorezeption über die feine Körperbehaarung kein Einzelfall bei Bombus terrestris ist, sondern bei weiteren Insektenarten mit ähnlichem Haarkleid vorkommen könnte. Die Autoren verweisen unter anderem auf mögliche elektrostatische Effekte beim Schwänzeltanz der Honigbiene, deren Rolle bislang kaum untersucht ist. Damit rückt neben Sehsinn und Geruchssinn ein dritter, für Menschen unzugänglicher Wahrnehmungskanal in den Fokus der Bestäuberforschung.

Quellen

  • Clarke, D., Whitney, H., Sutton, G., Robert, D. (2013): Detection and learning of floral electric fields by bumblebees. In: Science, Vol. 340, Issue 6128, S. 66–69.
  • Sutton, G. P., Clarke, D., Morley, E. L., Robert, D. (2016): Mechanosensory hairs in bumblebees (Bombus terrestris) detect weak electric fields. In: PNAS, Vol. 113, No. 26, S. 7261–7265.
  • University of Bristol (2013): Bumblebees can detect electric fields of flowers. Pressemitteilung der University of Bristol. (Abrufbar unter bristol.ac.uk/news).
  • Spektrum der Wissenschaft (2020): Wie Hummeln elektrische Felder von Blüten spüren. (Abrufbar unter spektrum.de).
  • scinexx.de (2018): Tanzende Haare als Elektrosensoren – Forscher enträtseln den Elektrosinn der Hummeln. (Abrufbar unter scinexx.de).

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Gezielte Anwendung von Insektengiften in der Medizin

Bienengift besteht aus mehr als 50 verschiedenen Substanzen: Peptiden, Enzymen und kleinen Botenstoffen, die im Zusammenspiel Fressfeinde abwehren oder Angreifer bekämpfen sollen. Andere Insekten wie Wespen, Hornissen oder bestimmte Käfer produzieren ähnlich komplexe Giftgemische. Für die Pharmakologie sind solche Mischungen deshalb interessant, weil einzelne Bestandteile sehr gezielt in Zellmembranen, Entzündungsprozesse oder Nervenbahnen eingreifen. Genau diese Eigenschaften, die am eigenen Körper schmerzhaft oder gefährlich sein können, lassen sich unter kontrollierten Bedingungen therapeutisch nutzen.

Die medizinische Nutzung von Insektengiften ist dabei kein einheitliches Feld. Sie reicht von seit Jahrzehnten zugelassenen Therapien über aktuelle Forschung bis zu alternativmedizinischen Verfahren mit unterschiedlich guter Beleglage.

Hyposensibilisierung: die am besten belegte Anwendung

Am gründlichsten erprobt ist die medizinische Nutzung von Insektengift ausgerechnet bei jenen Menschen, die besonders empfindlich darauf reagieren. Bei einer spezifischen Immuntherapie gegen Insektengiftallergie, umgangssprachlich Hyposensibilisierung genannt, erhalten Patienten mit einer Bienen- oder Wespengiftallergie über mehrere Jahre steigende Dosen genau jenes Giftes injiziert, auf das ihr Immunsystem überschießend reagiert. Ziel ist eine Toleranz, die im Ernstfall vor einer erneuten anaphylaktischen Reaktion schützt.

In Deutschland reagieren bis zu 3,5 Prozent der Bevölkerung auf einen Insektenstich mit einem anaphylaktischen Schock. Die Standarderhaltungsdosis der Therapie liegt bei 100 Mikrogramm Gift, bei Risikopatienten mitunter bei 200 Mikrogramm. Die Aufdosierung beginnt mit sehr kleinen Mengen und wird meist stationär innerhalb von drei bis fünf Tagen gesteigert, da während dieser Phase jederzeit eine allergische Reaktion auftreten kann. Bei 80 bis 90 Prozent der Patienten schützt die abgeschlossene Therapie zuverlässig vor schweren Folgereaktionen auf künftige Stiche.

Cantharidin: ein Käferwirkstoff gegen Warzen

Nicht jedes medizinisch genutzte Insektengift stammt von Bienen oder Wespen. Cantharidin wird von Ölkäfern wie der Spanischen Fliege als Abwehrsekret produziert und dient dort dem Schutz vor Fressfeinden. Beim Menschen löst es auf der Haut heftige Blasenbildung aus, die narbenlos abheilt. Genau diese Eigenschaft nutzt die Dermatologie seit dem Altertum, überliefert bereits bei Hippokrates.

info hummelCantharidin soll schon den Truppen Napoleons beim Ägyptenfeldzug zum Verhängnis geworden sein. Sie fingen und verspeisten Frösche aus den Sümpfen des Nildeltas, die sich von Cantharidin produzierenden Käfern ernährt und den Giftstoff eingelagert hatten, ohne selbst Schaden zu nehmen.

Heute wird Cantharidin vor allem gegen Dellwarzen, medizinisch Mollusca contagiosa, und gegen gewöhnliche Warzen eingesetzt. Eine Lösung wird auf die Haut aufgetragen und nach einigen Stunden wieder abgewaschen. Die entstehende kleine Blase löst eine Immunreaktion aus, die zur Abheilung der virusbedingten Hautveränderung führt. In den USA ist ein entsprechendes Präparat zugelassen, in Europa fehlt bislang eine reguläre Zulassung, weshalb der Wirkstoff hier vor allem in individueller Rezeptur genutzt wird. Wegen der Instabilität des Extrakts und des hohen Preises bleibt die Anwendung aufwendig.

Melittin in der Krebsforschung

Bienengift enthält mit Melittin ein Peptid aus 26 Aminosäuren, das sich in Zellmembranen einlagert und dort Poren bildet. Diese Eigenschaft untersucht ein Forschungsteam des Harry Perkins Institute of Medical Research seit 2020 an Zellkulturen von Brustkrebs. In den Experimenten mit Gift von 312 Honigbienen und Hummeln zerstörte das bienenspezifische Melittin innerhalb von 60 Minuten bis zu 100 Prozent der untersuchten Brustkrebszellen, während gesundes Gewebe weitgehend unversehrt blieb. Hummelgift, das kein Melittin enthält, zeigte kaum Wirkung. Wurde Melittin gezielt mit einem Antikörper blockiert, verschwand der Effekt vollständig, was den Wirkstoff als entscheidende Komponente bestätigte.

Eine 2026 veröffentlichte Folgestudie im Fachjournal Nature Precision Oncology testete Melittin in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Docetaxel an Mäusen. Die Kombination reduzierte das Tumorwachstum wirksamer als jede Substanz allein, und künstlich hergestelltes Melittin erzielte vergleichbare Ergebnisse wie natürliches Gift. Zwischen solchen Laborergebnissen und einer zugelassenen Therapie liegt allerdings noch ein weiter Weg. Ein Wirkstoff muss im Körper in ausreichender Menge zum Tumor gelangen, dort wirken und gleichzeitig gesundes Gewebe schonen. Viele Substanzen, die in Zellkulturen überzeugen, scheitern später an Sicherheit oder Dosierung im menschlichen Organismus.

Wespengiftpeptide gegen resistente Bakterien

Auch Wespengift liefert Kandidaten für neue Medikamente. Aus dem Gift der sozialen Wespe Polybia paulista isolierten Forscher das Peptid Polybia-MP1, auch Mastoparan genannt, bestehend aus nur 14 Aminosäuren. Es wirkt gegen ein breites Spektrum grampositiver und gramnegativer Bakterien, darunter auch antibiotikaresistente Stämme, zusätzlich gegen Pilze und in Zellkulturen gegen bestimmte Krebszellen. Anders als viele vergleichbare Peptide schädigt es menschliche rote Blutkörperchen dabei kaum, weil es besonders stark an Membranbestandteile bindet, die auf Bakterien und Tumorzellen häufiger vorkommen als auf gesunden menschlichen Zellen.

Ein Hindernis für den klinischen Einsatz ist die geringe Stabilität solcher Peptide im Körper, wo körpereigene Enzyme sie rasch abbauen. Chemisch modifizierte Varianten des Peptids zeigten im Labor eine deutlich höhere Beständigkeit gegen diesen Abbau, ohne die antibakterielle Wirkung zu verlieren. Angesichts zunehmender Antibiotikaresistenzen gilt diese Forschungsrichtung als vielversprechend, auch wenn bislang klinische Studien am Menschen fehlen.

Bienengiftakupunktur: alte Praxis, begrenzte Evidenz

In der koreanischen und chinesischen Medizin wird verdünntes oder unverdünntes Bienengift gezielt auf Akupunkturpunkte appliziert, eine Praxis, die als Bienengiftakupunktur oder Api-Akupunktur bekannt ist. Sie verbindet den mechanischen Reiz der Akupunktur mit der pharmakologischen Wirkung des Giftes und wird unter anderem bei chronischen Gelenkerkrankungen, Schmerzen nach einem Schlaganfall und Psoriasis eingesetzt. Die zugrundeliegende Theorie der Meridiane, in denen die Lebensenergie Qi fließen soll, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Die verfügbaren Studien sind meist klein und methodisch eingeschränkt. Eine Untersuchung zu Gelenkentzündungen der Schulter kombinierte stark verdünntes Bienengift mit Physiotherapie und verglich das Ergebnis über ein Jahr mit reiner Physiotherapie. Die Kombination schnitt bei den Schmerzskalen signifikant besser ab, allerdings ließ sich die Behandlung nicht verblinden, sodass Patienten wussten, welche Therapie sie erhielten. Eine Pilotstudie mit lediglich acht Patienten nach einem Schlaganfall zeigte ebenfalls einen Vorteil gegenüber Kochsalzinjektionen, der Wirkmechanismus blieb aber unbekannt. Akupunktur selbst gilt bei chronischen Schmerzen als spezifisch wirksam, jedoch nicht als Wundermittel. Ob das zusätzliche Bienengift einen eigenständigen Nutzen über die Akupunktur hinaus liefert, lässt sich aus der bisherigen Datenlage nicht sicher beantworten. Moderne Praktiker setzen inzwischen häufig standardisierte Injektionslösungen statt lebender Bienen ein, der Kern der Methode bleibt jedoch unverändert.

Sicherheit: die Grenze zwischen Reiz und Risiko

Bei allen genannten Anwendungen steht die Sicherheit an erster Stelle. Insektengifte sind im Erwachsenenalter der häufigste, im Kindesalter der zweithäufigste Auslöser anaphylaktischer Reaktionen. Erfahrene Anwender testen deshalb vor jeder umfangreicheren Behandlung mit einer minimalen Dosis, ob eine Unverträglichkeit besteht, und steigern die Dosis erst nach einem beschwerdefreien Verlauf schrittweise. Eine unkontrollierte Anwendung ohne fachkundige Aufsicht und ohne Notfallausrüstung kann lebensgefährlich sein.

Quellen

  • DocCheck Flexikon: Bienengift, Wespengift und Cantharidin
  • Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie, S2k-Leitlinie, AWMF-Register Nr. 061-020
  • Altmeyers Enzyklopädie Fachbereich Dermatologie: Cantharidin
  • Gelbe Liste: Dellwarzen bei Kleinkindern, Cantharidin-Lösung als schmerzfreie Alternative
  • rosenfluh.ch, Dermatologie und ästhetische Medizin: Mollusca contagiosa, mit „Spanischer Fliege” gegen Dellwarzen
  • Wikipedia: Cantharidin
  • Harry Perkins Institute of Medical Research, Studie zu Melittin und Brustkrebs, zusammengefasst unter anderem bei aponet.de und ad-hoc-news.de, Fachjournal Nature Precision Oncology
  • LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik, Goethe-Universität Frankfurt: Pharmaforschung, mildes Bienengift zeigt größeres Anwendungspotenzial, Fachjournal Toxins
  • biosyn.com und MedChemExpress: Polybia-MP1, antimikrobielles Peptid aus Wespengift
  • Heilpraxisnet: Hochwirksames natürliches Antibiotikum in Wespengift entdeckt
  • Thieme E-Journals, Aktuelle Dermatologie: Übersicht zu Studien zur Bienengiftakupunktur
  • Deutsches Ärzteblatt: Akupunktur, „spezifisch” wirksam, aber kein Wundermittel

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Dokuserie: Die geheimnisvolle Welt der Bienen

Die geheimnisvolle Welt der BienenSeit dem 1. April 2026 läuft bei Disney+ die zweiteilige Dokuserie “Die geheimnisvolle Welt der Bienen”, im Original “Secrets of the Bees”. Wer auf einen deutschen Kinostart gewartet hat, kann also direkt einschalten, eine Wartezeit gibt es nicht mehr. Regie führte Nadège Laici. Moderiert und erzählt wird die Serie vom britischen Tierfilmer und National-Geographic-Explorer Bertie Gregory. Als wissenschaftlicher Berater tritt der Insektenforscher Dr. Samuel Ramsey auf, ebenfalls National-Geographic-Explorer.

Ausführender Produzent ist James Cameron, bekannt als Regisseur von “Titanic” und “Avatar”. Cameron hat bereits mehrere Folgen der “Geheimnisvolle Welt”-Reihe produziert, darunter die Ausgaben über Wale, Elefanten und Oktopusse. Bei den Bienen kommt ein persönlicher Bezug hinzu: Auf seiner Farm betreibt er selbst rund 300 Bienenstöcke.

Drei Jahre Beobachtung: Inhalt der ersten Folge

Für die Serie filmte das Team drei Jahre lang denselben Honigbienenstock mit eigens entwickelter Kameratechnik. Die erste Folge begleitet ein Bienenvolk durch die Monate vor dem Winter. Gezeigt werden der Wabenbau, die Arbeitsteilung im Stock und die Verständigung der Tiere untereinander.

Neben dem klassischen Honigbienenstock zeigt die Folge auch Bienenarten, die deutlich anders leben: eine Art, die freistehende, aus Pflanzenmaterial gebaute Nester errichtet, sowie eine Bienenart aus dem Amazonasgebiet, die sich nicht von Nektar, sondern von totem Tiergewebe ernährt.

info hummelFür die Serie hielt das Team auch Aufnahmen von Hummeln fest, die Kugeln hin und her rollen. Dieses Verhalten wird von Forschern als eine Form von Spiel bei Hummeln eingeordnet, ein Effekt, der bereits vor der Dokuserie wissenschaftlich beschrieben wurde. Ein weiterer Fund aus der Recherche zur Serie: Eine sich entwickelnde Bienenlarve wird von Ammenbienen etwa 10.000 Mal gefüttert, im Schnitt alle 40 Sekunden.

Bedrohungen und Lösungsansätze: Inhalt der zweiten Folge

Die zweite Folge widmet sich den Gefahren, denen Bienenvölker ausgesetzt sind. Im Mittelpunkt steht die Varroamilbe, ein Parasit, der Honigbienenvölker weltweit schwächt und mitverantwortlich für hohe Völkerverluste ist. Gregory und Ramsey ordnen ein, welche Ansätze zur Eindämmung bereits erprobt werden und wie sich die Bestäubungsleistung der Bienen langfristig absichern lässt.

Verfügbarkeit in Deutschland

Die Serie läuft in Deutschland regulär über ein Disney+-Abonnement, ebenso über Magenta TV+ als Zweitanbieter. Beide Folgen stehen bereits vollständig zum Abruf bereit, ein wöchentlicher Ausstrahlungsrhythmus wie bei manchen anderen Serien entfällt also.

Warum die Serie auch über Honigbienen hinaus interessant ist

Wer sich vor allem für Hummeln und andere Wildbienen interessiert, findet in der Serie auch Zahlen, die über den gezeigten Honigbienenstock hinausgehen. Weltweit sind mehr als 20.000 Bienenarten bekannt, sie leben auf allen Kontinenten außer der Antarktis. Der Honigbienenstock, um den sich die Serie dreht, ist dabei eher die Ausnahme als die Regel: Rund drei Viertel aller Wildbienenarten nisten unterirdisch im Boden, und etwa 90 Prozent der Bienenarten leben einzelgängerisch statt in einem Staat. Auch bei der Fortpflanzung unterscheidet sich die Honigbiene von vielen anderen Arten kaum: Nach der Paarung sterben die männlichen Bienen, da dabei innere Organe reißen.

Quellen

  • National Geographic / Disney Press UK: “National Geographic Releases Un-bee-lieveable Trailer for Secrets of the Bees” (3. März 2026), press.disney.co.uk/news/national-geographic-releases-un-bee-lieveable-trailer-for-secrets-of-the-bees-led-by-award-winning-national-geographic-explorer-bertie-gregory
  • Disney+ Explore: “Secrets of the Bees: Now Streaming, Trailer & Where To Watch”, disneyplus.com/explore/articles/secrets-of-the-bees-national-geographic
  • Disney Wiki (Fandom): “Secrets of the Bees”, disney.fandom.com/wiki/Secrets_of_the_Bees
  • Schweizer Bauer: “«Die geheimnisvolle Welt der Bienen»” (9. April 2026), schweizerbauer.ch/artikel/land-leute/leben-geniessen/die-geheimnisvolle-welt-der-bienen
  • Prisma: “Die geheimnisvolle Welt der Bienen (2026): Wer streamt es? Anbieter & Infos”, prisma.de/streaming/Die-geheimnisvolle-Welt-der-Bienen-sq0k7rY40
  • KinoCheck: “Die geheimnisvolle Welt der Bienen Serien-Information und Trailer”, kinocheck.de/serie/a7a/die-geheimnisvolle-welt-der-bienen-2026
  • JustWatch: “Die geheimnisvolle Welt der Bienen (2026)”, justwatch.com/de/Serie/secrets-of-the-bees
  • WDW News Today: “Watch Bees Play in ‘Secrets of the Bees,’ Now Streaming on Disney+” (6. April 2026), wdwnt.com/2026/04/watch-bees-play-in-secrets-of-the-bees-now-streaming-on-disney

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Steinhummeln als Wirte für das gefährliches Bienenvirus ABPV

Viren, die Honigbienen gefährden können, werden häufig im Zusammenhang mit Bienenkrankheiten betrachtet. Eine neue Studie zeigt nun, dass auch Wildbienen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung bestimmter Viren spielen können. Forscher der Martin Luther Universität Halle Wittenberg und der Universität Göttingen haben nachgewiesen, dass Steinhummeln (Bombus lapidarius) in der Natur als Wirt für das Akute Bienenlähmungsvirus (ABPV) dienen können.

Die Erkenntnis verändert den bisherigen Blick auf die Ausbreitung von Bienenviren. Lange Zeit wurde angenommen, dass vor allem Honigbienen als Wirte dieser Krankheitserreger eine zentrale Rolle spielen und Wildbienen hauptsächlich als mögliche Empfänger von Infektionen betrachtet werden. Die aktuelle Untersuchung zeigt jedoch, dass auch Hummeln selbst an der Verbreitung beteiligt sein können.

Die Steinhummel als bisher unterschätzter Virusträger

dwvFür die Studie untersuchten die Forscher verschiedene Bienenarten in natürlichen Lebensräumen. Dabei betrachteten sie nicht nur, ob ein Virus in einem Tier nachweisbar ist, sondern auch, welche Art tatsächlich zur Weiterverbreitung beitragen kann.

Besonders auffällig war die Rolle der Steinhummel. Während Honigbienen bei einigen anderen Viren wie dem Flügeldeformationsvirus (DWV) und dem Black Queen Cell Virus (BQCV) wichtige Träger bleiben, zeigte sich beim Akuten Bienenlähmungsvirus ein anderes Bild. Die Steinhummel erwies sich an den untersuchten Standorten als besonders bedeutender Wirt.

info hummelDie Forscher konnten erstmals unter natürlichen Bedingungen zeigen, dass eine Wildbienenart eine zentrale Rolle bei der Verbreitung eines für Honigbienen gefährlichen Virus übernehmen kann. Damit erweitert die Studie das Verständnis darüber, wie Krankheitserreger zwischen verschiedenen Bienenarten wechseln.

Unterschiedliche Auswirkungen auf Hummeln und Honigbienen

Das Akute Bienenlähmungsvirus kann bei Honigbienen schwere Erkrankungen auslösen. Infizierte Tiere können ihre Flugfähigkeit verlieren, zittern und innerhalb kurzer Zeit sterben. In einem Honigbienenvolk kann eine solche Infektion zu erheblichen Verlusten führen.

Bei Steinhummeln scheint das Virus dagegen deutlich weniger schädlich zu wirken. Die Tiere können den Erreger offenbar tragen, ohne vergleichbare Krankheitserscheinungen zu zeigen. Dadurch können Hummeln als Reservoir dienen und das Virus über längere Zeit in der Umwelt erhalten.

Ein solcher Unterschied zwischen verschiedenen Arten ist bei Krankheitserregern nicht ungewöhnlich. Ein Wirt kann selbst kaum beeinträchtigt sein und trotzdem eine wichtige Rolle bei der Weitergabe eines Erregers spielen.

Blüten als Treffpunkt verschiedener Bienenarten

Die Übertragung zwischen verschiedenen Bienenarten erfolgt vor allem dort, wo viele Insekten zusammenkommen: an Blüten. Honigbienen, Hummeln und andere Wildbienen nutzen häufig dieselben Pflanzen. Dabei können Viren über Pflanzenmaterial, Pollen oder Nektarreste weitergegeben werden.

Blüten sind deshalb nicht nur wichtige Nahrungsquellen, sondern auch Orte intensiver Kontakte zwischen unterschiedlichen Insektenarten. Je mehr verschiedene Bienenarten dieselben Pflanzen besuchen, desto größer sind die Möglichkeiten für den Austausch von Krankheitserregern.

Warum diese Erkenntnisse für den Schutz von Bienen wichtig sind

Die Ergebnisse bedeuten nicht, dass Hummeln eine Bedrohung für Honigbienen darstellen. Wildbienen und Honigbienen stehen nicht in einem einfachen Gegenspieler Verhältnis. Beide Gruppen sind Teil eines komplexen ökologischen Systems, in dem viele Arten miteinander verbunden sind.

Die Studie zeigt vielmehr, dass die Verbreitung von Krankheiten in der Natur nur verstanden werden kann, wenn alle beteiligten Arten betrachtet werden. Maßnahmen zum Schutz von Bienen sollten deshalb nicht nur einzelne Arten berücksichtigen, sondern die gesamte Gemeinschaft der Bestäuber.

Die Forscher weisen darauf hin, dass ausreichend Lebensraum und ein vielfältiges Nahrungsangebot helfen können, das Infektionsrisiko zu verringern. Artenreiche Blühflächen schaffen größere Abstände zwischen einzelnen Tieren und können dadurch die Häufigkeit direkter Kontakte mit infektiösem Material reduzieren.

Neue Perspektive auf Krankheiten in Insektengemeinschaften

Die Untersuchung liefert wichtige Erkenntnisse über die Ausbreitung von Viren in natürlichen Gemeinschaften. Krankheitserreger bewegen sich nicht nur innerhalb einer einzigen Art, sondern können zwischen verschiedenen Arten wechseln.

Für den Naturschutz und die Bienenforschung bedeutet dies, dass Krankheitserreger künftig stärker im Zusammenhang mit gesamten Lebensgemeinschaften betrachtet werden müssen. Nur wenn die Beziehungen zwischen verschiedenen Arten verstanden werden, können geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt werden.

Quellen

  • Informationsdienst Wissenschaft. Studie: Hummeln sind Wirte für gefährliches Bienenvirus. https://idw-online.de/de/news868056
  • Pluta, Patrycja et al. Multiple Key Hosts and Network Structure Shape Viral Prevalence Across Multispecies Communities of Bees. Ecology Letters. DOI: 10.1111/ele.70327
  • Universität Göttingen. Presseinformation: Steinhummeln sind Wirte für gefährliches Bienen Virus. https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=8112
  • Manley, Rob et al. Emerging viral threats to honey bees and other pollinators. Current Opinion in Insect Science.
  • Genersch, Elke. Honey bee pathology: current threats and challenges. Apidologie.
  • Goulson, Dave. Bumblebees. Behaviour, Ecology, and Conservation. Oxford University Press.
  • Westrich, Paul. Die Wildbienen Deutschlands. Eugen Ulmer Verlag.

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Wie Wachsmotten Hummelnester aufspüren

Die Hummelnestmotte (Aphomia sociella) findet ihre Wirte nicht mit den Augen. Die Weibchen fliegen in der Dämmerung und suchen gezielt nach dem typischen Duft eines Hummelvolkes. Optische Merkmale des Nestes spielen für den ersten Anflug keine Rolle. Ein Nest, das für das menschliche Auge unauffällig oder gut versteckt wirkt, ist für die Motte also nicht automatisch schwerer zu finden, solange der Duft nach außen dringt.

Auch die Larven verlassen sich nach dem Schlüpfen auf den Geruchssinn. Findet das Weibchen keinen direkten Zugang zum Nest, legt es die Eier in der Nähe ab. Die jungen Raupen suchen sich den Weg zum Nest dann selbst, ebenfalls geruchsgeleitet.

Aphomia sociellaTrotzdem gibt es einen Zusammenhang zwischen Verstecktheit und Befallsrisiko, nur wirkt er indirekt. Bei einem natürlichen Nest kann der Eingang zwischen Grashalmen, feinen Wurzeln, Moospolstern oder Steinchen gut verborgen liegen. Das erschwert auch einer duftorientierten Motte den letzten Schritt, denn der Gang von der Öffnung bis zur eigentlichen Nestkammer, etwa einem ehemaligen Mäusegang, kann lang, verwinkelt und verzweigt sein. Der Duft führt die Motte grob in die richtige Richtung, das konkrete Eindringen bleibt aber schwierig und zeitaufwendig.

Hummelkästen: kurzer Weg, starker Duft

Bei künstlichen Hummelkästen fällt dieser natürliche Umweg weitgehend weg. Der Eingang ist meist leicht auffindbar, und der Weg vom Flugloch bis zum Nest ist kurz. Stehen mehrere Kästen dicht beieinander, verstärkt sich der Effekt zusätzlich, weil die einzelnen Duftquellen sich zu einem besonders starken Signal summieren. Wachsmotten haben es dadurch in Kästen tendenziell leichter als in gut kaschierten Naturnestern.

info hummelIst der Befall erfolgreich, geht es schnell: Bei günstiger Temperatur und Luftfeuchtigkeit schlüpfen die Larven innerhalb von drei bis fünf Tagen. Sind es genügend Raupen, können sie ein Hummelnest binnen einer Woche vollständig zerstören, da sie durchgehend fressen.

Geruch von Bienenständen

Aphomia sociellaForscher aus Lettland haben untersucht, ob Hummelvölker in der Nähe von Bienenständen häufiger von Wachsmotten befallen werden. Dafür stellten sie 25 Hummelvölker in unterschiedlichem Abstand, von direkt daneben bis 600 Meter entfernt, zu sechs Bienenständen auf und prüften über den Sommer regelmäßig Befall, Nachwuchs und Immunsystem der Tiere. Ergebnis: Je näher ein Volk am Bienenstand stand, desto öfter war es befallen, desto weniger Nachwuchs hatte es und desto schwächer war die Immunabwehr. Bei 600 Metern war das Risiko fast verschwunden.

Der Grund liegt in zwei Effekten. Zum einen können Wachsmotten auch geschwächte Honigbienenvölker besiedeln, an Bienenständen gibt es also grundsätzlich mehr Motten in der Umgebung. Zum anderen konkurrieren Hummeln und Honigbienen um dieselben Blüten. Nahe am Bienenstand bekommen Hummeln weniger Nahrung, das schwächt ihr Immunsystem, und ein geschwächtes Volk wehrt sich schlechter gegen eindringende Raupen. Beides zusammen erklärt, warum der Befall mit sinkender Entfernung deutlich zunimmt.

Quellen

  • wildbienen.de: Hummelschutz, Wachsmotten, Biologie, wildbienen.de/hus-wmo0.htm
  • wildbienen.de: Wildbienen-Parasiten: Wachsmotten (Galleriinae), wildbienen.de/wbi-p711.htm
  • Krams, R., Grigorjeva, T., Willow, J., Popovs, S., Munkevics, M., Trakimas, G., Contreras-Garduño, J., De Souza, A. R., Adams, C. B., Rantala, M. J., Garajeva, S. J., Sledevskis, E., Krama, T. und Krams, I. A. (2025): Infestation levels of Aphomia sociella in bumblebees increase with proximity to apiaries and result in lower reproductive output and weaker immune response. Frontiers in Bee Science, 3, doi.org/10.3389/frbee.2025.1550560
  • inaturalist.org
  • inaturalist.org

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Die Virusvariante DWV B bei Hummeln: aktueller Forschungsstand

Das Flügeldeformationsvirus, kurz DWV, gehört zu den bekanntesten Viruserkrankungen bei Honigbienen. In den vergangenen Jahren wurde vor allem die Variante DWV-B genauer untersucht, weil sie sich weltweit stark verbreitet hat. Ihre Auswirkungen auf Honigbienen sind inzwischen gut erforscht, über die Folgen für Hummeln weiß man dagegen deutlich weniger. Untersuchungen zeigen aber, dass sich auch Hummeln mit DWV-B infizieren können. Das Virus könnte damit eine zusätzliche Belastung für wild lebende Bestäuber wie Hummeln und andere Insekten darstellen.

dwvBei Hummeln wurde DWV bereits vor mehreren Jahren nachgewiesen. Am häufigsten untersucht wurde dabei die Erdhummel (Bombus terrestris), weit verbreitet und in der Forschung eine gängige Modellart. Die Studien zeigen, dass Hummeln Viren von Honigbienen aufnehmen können, wenn beide Gruppen dieselben Blüten besuchen. Auf diesem Weg können Krankheitserreger zwischen bewirtschafteten Honigbienenvölkern und wild lebenden Bestäubern wandern.

info hummelDWV-B gehört heute zu den weltweit am weitesten verbreiteten Virusvarianten bei Honigbienen. Bei Hummeln bleibt die Virusmenge trotz nachweisbarer Infektion oft gering, offenbar weil bestimmte körperliche Barrieren eine starke Vermehrung verhindern.

Übertragung zwischen Honigbienen und Hummeln

Wie Viren zwischen verschiedenen Bestäuberarten übertragen werden, ist ein zentrales Forschungsthema. Honigbienen und Hummeln nutzen oft dieselben Blütenpflanzen, und dabei können Viruspartikel über Speichel, Körperkontakt oder verunreinigte Blütenoberflächen weitergegeben werden.

Forscher fanden Hinweise darauf, dass hohe Virusbelastungen in Honigbienenvölkern mit einem häufigeren Nachweis von DWV bei Wildbienen zusammenhängen können. In Landschaften mit vielen bewirtschafteten Bienenvölkern rückt deshalb die Frage in den Vordergrund, welche Folgen das für Wildbestäuber hat.

Der Nachweis eines Virus bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein Tier erkrankt oder geschädigt ist. Bei Hummeln wurden zwar DWV-Infektionen festgestellt, schwere Krankheitsverläufe wie bei stark belasteten Honigbienenvölkern sind bei ihnen bislang aber deutlich seltener dokumentiert.

Warum Hummeln offenbar widerstandsfähiger sind

Eine Untersuchung mit Erdhummeln aus dem Jahr 2024 zeigte, dass DWV-B zwar in den Körper der Tiere gelangen kann, sich dort aber nur begrenzt ausbreitet. Die Forscher vermuten dahinter bestimmte natürliche Barrieren im Körper der Hummeln. Vor allem der Verdauungstrakt scheint das Virus zurückzuhalten, wenn es über Nahrung oder Blütennektar aufgenommen wird, sodass es sich nicht stark im Körper verteilt.

Diese Ergebnisse bedeuten jedoch nicht, dass DWV-B für Hummeln völlig unproblematisch ist. Wie stark sich eine Infektion auswirkt, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa der Virusmenge, dem Gesundheitszustand der Tiere und zusätzlichen Belastungen durch Nahrungsmangel, Pestizide oder andere Krankheitserreger.

Flügelverformungen und DWV bei Hummeln

Das Flügeldeformationsvirus verdankt seinen Namen dem Umstand, dass infizierte Honigbienen häufig mit verkürzten oder verformten Flügeln aus dem Puppenstadium schlüpfen. Auch bei Hummeln wurden Tiere mit ähnlichen Veränderungen gefunden. Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen sichtbaren Flügelschäden und DWV-B lässt sich jedoch schwerer nachweisen, weil dafür auch andere Ursachen infrage kommen.

Eine frühe Untersuchung aus dem Jahr 2006 wies DWV bei Erdhummeln und Ackerhummeln (Bombus pascuorum) mit Flügelveränderungen nach. Seitdem kamen weitere Virusnachweise hinzu, doch es fehlen noch umfangreiche Untersuchungen, die zeigen, wie häufig DWV-B tatsächlich zu Schäden in natürlichen Hummelpopulationen führt.

Aktuelle Bewertung der Bedeutung für Hummeln

Nach dem derzeitigen Forschungsstand gilt DWV-B nicht als Hauptursache für den Rückgang von Hummelarten. Die bisher bekannten Daten sprechen eher dafür, dass die Virusvariante ein zusätzlicher Stressfaktor sein kann, der zusammen mit anderen Belastungen die Widerstandskraft von Hummeln schwächt.

Wichtig bleiben deshalb weitere Untersuchungen an Wildhummeln in unterschiedlichen Landschaften. Laborstudien zeigen, wie sich ein Virus im Körper entwickelt, Felduntersuchungen geben dagegen Aufschluss darüber, welche Bedeutung eine Infektion tatsächlich für ganze Populationen hat.

Die Forschung zu DWV-B bei Hummeln steht noch am Anfang. Der Austausch von Krankheitserregern zwischen Honigbienen und Wildbienen wird inzwischen aber in mehreren Forschungsgruppen systematisch untersucht, unter anderem um herauszufinden, wie stark einzelne Viren den Bestand von Wildbestäubern belasten.

Quellen

  • Streicher, Tabea; Brinker, Pina; Tragust, Simon; Paxton, Robert J. (2024): Host Barriers Limit Viral Spread in a Spillover Host: A Study of Deformed Wing Virus in the Bumblebee Bombus terrestris. Viruses 16(4), 607. https://doi.org/10.3390/v16040607
  • Fürst, Matthias A.; McMahon, Dino P.; Osborne, Juliet L.; Paxton, Robert J.; Brown, Mark J. F. (2014): Disease associations between honeybees and bumblebees as a threat to wild pollinators. Nature 506, 364 bis 366. https://doi.org/10.1038/nature12977
  • McMahon, Dino P.; Fürst, Matthias A.; Caspar, Jesicca; Theodorou, Panagiotis; Brown, Mark J. F.; Paxton, Robert J. (2015): A sting in the spit: widespread cross-infection of multiple RNA viruses across wild and managed bees. Journal of Animal Ecology 84, 615 bis 624. https://doi.org/10.1111/1365-2656.12345
  • Genersch, Elke; Yue, Constanze; Fries, Ingemar; de Miranda, Joachim R. (2006): Detection of Deformed wing virus, a honey bee viral pathogen, in bumble bees Bombus terrestris and Bombus pascuorum with wing deformities. Journal of Invertebrate Pathology 91, 61 bis 63. https://doi.org/10.1016/j.jip.2005.10.002
  • Tehel, Anja; Brown, Mark J. F.; Paxton, Robert J. (2016): Impact of managed honey bee viruses on wild bees. Current Opinion in Virology 19, 16 bis 22. https://doi.org/10.1016/j.coviro.2016.06.006
  • Wilfert, Lena; Long, Gavin; Leggett, Helen C.; Schmid-Hempel, Paul; Butlin, Roger; Martin, Stephen J. M.; Boots, Mike (2016): Deformed wing virus is a recent global epidemic in honeybees driven by Varroa mites. Science 351, 594 bis 597. https://doi.org/10.1126/science.aac9976
  • Manley, Robyn; Boots, Mike; Wilfert, Lena (2015): Emerging viral disease risk to pollinating insects: ecological, evolutionary and anthropogenic factors. Journal of Applied Ecology 52, 331 bis 340. https://doi.org/10.1111/1365-2664.12385

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Die Glockenblumen-Schmalbiene: Wildbiene des Jahres 2026

Die Glockenblumen-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum) wirkt auf den ersten Blick wie viele andere kleine, dunkle Wildbienen. Das Kuratorium Wildbiene des Jahres hat sie trotzdem für das Jahr 2026 ausgewählt. Das Gremium, das vom Arbeitskreis Wildbienen-Kataster getragen wird, möchte damit ein Schlaglicht auf die gefährdete Lebenssituation dieser spezialisierten Hautflügler werfen.

Glockenblume SchmalbieneOptisch präsentiert sich das Insekt eher unauffällig. Der Körper ist tiefschwarz gefärbt und zeigt als charakteristisches Merkmal feine, weiße Haarflecken. Doch die wahre Besonderheit liegt in der Lebensweise der Weibchen. Sie leben oligolektisch. Das bedeutet, dass sie beim Sammeln von Pollen für die Brut extrem wählerisch sind. Die Aufzucht der Larven gelingt ihnen nur mit der Nahrung von Glockenblumengewächsen. Pflanzen wie die Knäuelglockenblume, die Rapunzelglockenblume oder die Rundblättrige Glockenblume sind für das Fortbestehen der Art unverzichtbar.

Lebensräume und Bedrohung der Spezialistin

Die enge Bindung an bestimmte Pflanzenarten macht die Biene verwundbar. Sie benötigt strukturreiche Landschaften, in denen die passenden Blütenpflanzen reichlich vorkommen. Typische Habitate sind sonnige Waldränder, Bahndämme und extensiv genutzte Mähwiesen. Neben der richtigen Flora ist das Vorhandensein von Nistplätzen entscheidend. Die Weibchen graben ihre Nester in die Erde und sind dafür auf offene, sandige Bodenstellen angewiesen.

info hummelBeim Pollentransport zählt die Glockenblumen-Schmalbiene zu den sogenannten Beinsammlerinnen: Die Weibchen tragen den Pollen sichtbar in Haarbürsten an den Hinterbeinen zum Nest. Die Männchen dagegen sind im Feld kaum von anderen Schmalbienen zu unterscheiden, vor allem nicht von der sehr ähnlichen Art Lasioglossum sexnotatum.

Schutzmaßnahmen für die Zukunft

Der Verlust von naturnahen Lebensräumen setzt der Art stark zu. Sterile Schottergärten, intensiv bewirtschaftete Agrarflächen und der übermäßige Einsatz von Pestiziden entziehen den Tieren die Lebensgrundlage. Seit 2011 gilt die Glockenblumen-Schmalbiene bundesweit als gefährdet, nur in Baden-Württemberg ist der Bestand derzeit stabil. Der Schutz dieser Wildbienenart erfordert daher ein Umdenken in der Landschaftspflege. Das Stehenlassen von Wildkräutern an Wegrändern und das bewusste Anpflanzen von heimischen Glockenblumen in Gärten sind erste wichtige Schritte. Nur durch den Erhalt offener Bodenstrukturen und eines kontinuierlichen Blütenangebots kann diese spezialisierte Schmalbiene auch in Zukunft überleben.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Arbeitskreis Wildbienen-Kataster: Wildbiene des Jahres 2026: Die Glockenblumen-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum). Online verfügbar unter: https://www.wildbienen-kataster.de/wildbiene-des-jahres/
  • Amiet, F., Herrmann, M., Müller, A. & Neumeyer, R. (2001): Apidae 3: Halictus, Lasioglossum. Fauna Helvetica 6. Centre suisse de cartographie de la faune, Neuchâtel.
  • Müller, A. (1996): Host-Plant Specialization in Western Palearctic Anthidine Bees (Hymenoptera: Apoidea: Megachilidae). Ecological Monographs 66(2), 235–257. Online verfügbar unter: https://doi.org/10.2307/2963476
  • inaturalist.org
  • inaturalist.org

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Hummelnester gesucht!

In wenigen Schweizer Feuchtgebieten nistet noch die vom Aussterben bedrohte Mooshummel Bombus muscorum. Damit sie erfolgreich geschützt werden kann, müssen ihre Niststandorte besser bekannt sein.

Hummel ArtenspürhundDazu wurde in Zusammenarbeit mit Artenspürhunde Schweiz ein Projekt zum Aufspüren von Hummelnestern mittels spezifisch ausgebildeter Spürhunde gestartet. Die Hunde sollen generalisiert ausgebildet werden, also Nester aller Hummelarten anzeigen. Die Nester werden dabei nicht beschädigt, denn sie werden passiv angezeigt.

Für die Ausbildung der Hunde werden nun Hummelnester gesucht.

info hummelArtenspürhunde Schweiz ist spezialisiert auf die Durchführung von wissenschaftlichen Pilotstudien zum Einsatz von Spürhunden für Naturschutz- und Forschungsprojekte. Mehr dazu unter: http://www.artenspuerhunde.ch

Gesucht wird Zugang zu einem Hummelnest, die Hummelart spielt dabei keine Rolle, das für ein Training zur Verfügung gestellt werden könnte. Interessant sind sowohl geborgene Nester als auch aktive oder inaktive Nester. Auch Nester aus Zuchten oder Fragmente, zum Beispiel beschädigte Nester, werden gesucht.

Für geborgene Nester bzw. Nistmaterial, das verschickt werden kann, spielt der Standort keine Rolle. Bei Neststandorten von unberührten Nestern sollte der Standort im Schweizer Mittelland / in der Nordostschweiz liegen, damit er fürs Training erreichbar ist.

Meldungen bitte an: Hummelnest Suche

Der Aufruf darf gerne im Hinterkopf behalten werden, denn voraussichtlich werden auch im Winter 2026/2027 noch Nester benötigt.

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Nahrungssuche der Hummel und Glyphosat

Der weltweite Rückgang von Bestäubern steht auch im Fokus der Umweltforschung. Eine wissenschaftliche Untersuchung aus dem Jahr 2025 ging der Frage nach wie sich glyphosatbasierte Herbizide auf das Verhalten von Insekten auswirken. Die Forscher untersuchten ob Tiere kontaminierte Pflanzen meiden und welche gesundheitlichen Folgen die unbeabsichtigte Aufnahme der chemischen Substanzen nach sich zieht.

Untersuchungsaufbau und fehlende Barrieren beim Blütenbesuch

GlyphosatDie Versuche wurden sowohl in offenen Freilandparzellen als auch in geschlossenen Flugkäfigen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Versuchstiere frisch behandelte Pflanzen genauso häufig besuchten wie völlig unbehandelte Kontrollpflanzen. Die optischen Signale und die von den Blüten verströmten Duftstoffe veränderten sich durch das Herbizid nur so geringfügig, dass die Insekten keinen Unterschied wahrnehmen konnten. Die behandelten Pflanzen sahen mehrere Tage lang gesund aus und wirkten weiterhin attraktiv auf die Nahrungssucher.

info hummelBereits ein einziger Schluck von einem kontaminierten Nektar reichte in den Versuchen aus, um die Motivation der Tiere zur weiteren Nahrungssuche massiv zu senken. Die Aktivität ging bei den betroffenen Individuen um fast die Hälfte zurück, wodurch wesentlich weniger Nahrung in die Nester zurückgebracht wurde.

Auswirkungen auf das Sammelverhalten

Die orale Aufnahme des Unkrautvernichtungsmittels führte zu deutlichen Verhaltensänderungen bei den Hummeln. Ein hoher Anteil der Tiere stellte die Flugaktivität zeitweise komplett ein und verblieb inaktiv. So ein Verhalten schädigt ein Hummelvolk nachhaltig.

Hintergrund

Glyphosat gehört weltweit zu den am häufigsten eingesetzten Wirkstoffen in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Die enorme Popularität dieses Unkrautvernichtungsmittels lässt sich auf mehrere zentrale Eigenschaften zurückführen, die es aus Sicht der Anwendenden besonders effizient und wirtschaftlich machen.

Ein Hauptgrund ist die universelle Wirkung des Stoffes. Als sogenanntes Breitbandherbizid wirkt Glyphosat nicht selektiv, sondern vernichtet praktisch jede grüne Pflanze, mit der es in Kontakt kommt. Der Wirkstoff blockiert ein spezifisches Enzym, das für die Synthese lebenswichtiger Aminosäuren in Pflanzen verantwortlich ist. Da dieses Enzym in fast allen Pflanzenarten vorkommt, lassen sich mit einem einzigen Mittel verschiedenste Unkräuter gleichzeitig bekämpfen.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die systemische Wirkungsweise. Das Mittel wird über die grünen Blätter der Pflanze aufgenommen und anschließend über die Saftströme bis in die feinsten Wurzelspitzen transportiert. Dies führt dazu, dass auch hartnäckige, tief wurzelnde Unkräuter vollständig absterben und nicht nach kurzer Zeit wieder austreiben. Zudem ist die Anwendung im Vergleich zu mechanischen Methoden wie dem Pflügen oder Jäten extrem zeitsparend und kostengünstig.

Schließlich schätzen landwirtschaftliche Betriebe die Flexibilität des Wirkstoffes. Glyphosat wird über den Boden kaum von den Wurzeln aufgenommen und dort relativ schnell biologisch abgebaut. Dadurch ist es möglich, bereits kurz nach der Behandlung eine neue Nutzpflanze auf dem Feld auszusäen, ohne dass diese durch Rückstände im Boden geschädigt wird.

Quellenverzeichnis

  • ScienceDirect: Wissenschaftlicher Artikel über glyphosatbasierte Herbizide und das Sammelverhalten von Bestäubern – https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0013935125022704
  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Wirkungsweise von Herbiziden in der Praxis – https://www.ble.de
  • Nabu Deutschland: Hintergrundinformationen zum Einsatz von Totalherbiziden – https://www.nabu.de

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