Hummelsaison 2012 wohl bald vorbei

Das war es dann wohl. Bis auf drei Baumhummelnester ist hier nicht mehr viel los in meinen Hummelpensionen. Und auch dort hat der rege Flugverkehr bereits deutlich abgenommen. Ich denke in spätestens drei bis fünf Wochen ist hier alles vorbei. Nestkontrollen kann ich derzeit keine machen denn es ist zu kalt und regnet immer wieder. :cry:

In meinem Garten blüht es reichlich, besonders Mädchenauge, Sonnenbraut, Agastache, und Lavendel wird gerne von allerlei Insekten – vor allem Hummeln – gerne Besucht. Meine Hummelhäuser sind nun fest ein gewachsen in ein Blütenmeer. :razz:

In den letzten Tagen sehe ich vermehrt Erdhummelköniginnen, die ganz weiß vor Blütenstaub in den Hibiskusblüten herumkraxeln. Sieht lustig aus und ist nett anzusehen.

Michel: Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen

Hallo zusammen,

die Hummelsaison ist hier im Erzgebirge, entgegen vieler Meldungen aus anderen Regionen des Landes, bisher sehr erfreulich. Von allen regulären Arten gibt es reichlich Vorkommen, es brummt und summt an diversen Nahrungspfanzen. Auch wenn ich bisher weniger Naturnester gefunden habe wie im letzten Jahr, so kann man von einer guten Hummelsaison 2012 sprechen.

Ähnlich ist auch der Entwicklungsverlauf meiner eigenen Völker. 4 Erdhummelnester haben sich recht unterschiedlich entwickelt. Ein früh drohnenbrütiges Nest der Dunklen Erdhummel hat immerhin reichlich Drohnen (>350) hervorgebracht und ein verhältnismäßig großes Nest produziert – mittlerweile ist das Nest allerdings abgestorben. Ein 2. Nest der Art ist mit 100 Arbeiterinnen auch nicht besonders stark geworden, hat aber immerhin 61 Jungköniginnen und >250 Drohnen produziert. Mittlerweile ist auch dieses Nest so gut wie abgestorben. Das 3. Nest der Dunklen Erdhummel (Schweglerkasten) hat sich wunderbar entwickelt. Zwar war es mit ca. 170 Arbeiterinnen und einer Gesamtvolkstärke von ca. 230 Tieren auch nicht riesig, aber es produziert seit Wochen Jungköniginnen in großer Zahl. Gerade bei hohen Tagestemperaturen sitzen zahllose Jungköniginnen in großen Gruppen auf dem Nest. Die Altkönigin ist weiterhin aktiv und legt noch Eier! Ich rechne hier mit >200 Jungköniginnen.

Ein 4. Nest der Kryptarum-Erdhummel hat ebenfalls recht erfolgreich abgeschlossen, nachdem hier doch recht früh auch Wachsmotten einige Probleme bereiteten. Genaue Bilanz dieses Volkes wird aber noch folgen, da immer noch einige Arbeiterinnen aktiv sind.

Zudem habe ich noch ein Steinhummelnest. Nachdem sich das Nest mit bis zu 190 Arbeiterinnen doch sehr gut entwickelte, scheint nun die Altkönigin der unerlässlichen Konkurrenz durch die Arbeiterinnen zu erliegen – sie sieht sehr mitgenommen aus. Dennoch gibt es auch hier mitterweile Brut neuer Jungköniginnen.

Auffallend ist dieses Jahr ein extremes Vorkommen von Wachsmotten. So viele wie dieses Jahr habe ich noch nie gehabt. Teils werden die Nester regelrecht von den Faltern umlagert, fast alle Nester sind mittlerweile mehr oder weniger befallen, wobei ich durch BT-Behandlung oft schlimmeres verhindern konnte. In den zurückliegenden Jahren hatte ich mal ein Nest hier und da, was später befallen wurde, aber dieses Jahr ist es schon erheblich…

Dennoch zeichnet sich eine sehr erfreuliche Bilanz auch bei den eigenen Völkern ab. Vor allem das eine Nest der Dunklen Erdhummel ist auch meiner Sicht ein Grund zur Freude – bei der Masse neuer Jungköniginnen…

Komplett bebilderter Bericht wie immer hier im Tagebuch: [http://www.insektenstaaten.de/Tagebuch20123.html TAGEBUCH 2012]

Viele Grüße
Michel

Themenübersicht öffnen: Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen

Bulli: Entwicklungen zur Wachsmottenklappe, Lochverengung, Plexiglasvorbau, Lüftungsrohr

Hallo Wilhelm,

Du berichtest von interessanten Entwicklungen. Vielen Dank.

Verkanten diese Wachsmottenklappen überhaupt noch?
Sieht so aus, als ob die Variante von Herrn Beil sehr präzise gefertigt werden müsste. Das schafft bestimmt nicht jeder Hummelfreund.

Die Lochverengung gleich mit anzubauen ist schon interessant.

Wie wird diese filigran wirkende Konstruktion denn überhaupt an den Kasten gebaut, damit sie nicht sofort wegfliegt?
Ich könnte mir vorstellen, dass da ein Magnet auf der Rückseite eingelassen ist, der die Hummelklapp mit Lochverengung an ihrer Position hält.

Bleibt nur noch den Vorraum und den Laufgang sauber zu halten, damit die Klappe nicht so stark verkleben kann. Ich glaube nämlich nicht an sooo schmutzige Hummeln.
Dazu ist die Plexiglasklappe eine interessante Variante.
Harry löst das Problem mit langen Laufgängen.
STB-Control bietet den Hummeln in ihren Kästen einen eigenen Kotraum, neben dem Nistraum. Dafür fehlt aber der Vorraum.

Gibt es Erfahrungen mit speziellen Koträumen in Hummelnistkästen?
Ich frage mal in einem eigenen Thread.

Ein Rohr auf dem Deckel der Hummelnistkästen ist ein interessanter Versuch von Herrn Josef Beil.
Ist da auch ein Mottenraupenwassergraben mit Spüli drin, wie bei Herrn Armin Krenz?

Das Prinzip finde ich auf jeden Fall interessant für den Sommer.
Wie ich das verstehe, wird mit dem Rohr ein hoher Hummelkasten simuliert, ohne massiv zu wirken. Der Druckunterschied müsste an den Lüftungsgittern dadurch größer werden, was einen höheren Luftstrom zur Folge haben dürfte. Aber auf die Lüftungslöcher im eigentlichen Kasten wird er nicht verzichten können.
Besonders in den windstillen Nächten nach den heißen Tagesstunden, wo sich dann kein Lüftchen rührt, wird das Lüftungsrohr sicherlich angenehme Luftbewegung in das Nest bringen.

An heißen Tagen, wenn Nesttemperatur und Außentemperatur annähernd gleich sind … kommt der Luftstrom allerdings zum erliegen. Dann kann man nur auf den Wind hoffen, der in das abgeknickte Ende des Rohres hinein bläst oder auf die Querlüftung in den Hummelkästen.

Viele Grüße
Bulli

Themenübersicht öffnen: Entwicklungen zur Wachsmottenklappe, Lochverengung, Plexiglasvorbau, Lüftungsrohr

Bulli: Insektenflugbericht

22.07.

Frauenmantel
Feldwespen sammeln Wasser von den Blättern des Frauenmantels.
Vor einigen Wochen taten das auch normale Wespen. Die sehe ich aber nicht mehr. Kann sein, dass sie sich an irgendeinem Gartenteich in der Nähe bedienen.
Zum ersten Mal spritze ich die Blätter künstlich.

Feldwespen
Das Feldwespennest in der Keramikstehle scheint nur wenig voran zu kommen. In zwanzig Minuten drei Ein- und zwei Ausflüge.
Allerdins muss sich irgendwo anders ein zweites größeres Feldwespennest befinden, weil aus der Richtung südwest mehr Feldwespen zum trinken an den Frauenmantel kommen, als es Flugverkehr aus der Keramikstehle gibt.

Eisenhut
Schwebfliegen gehen an den Eisenhut. Schwebfliegen sind hier überall.

Wilder Majoran
Eine oder zwei Hummeln sah ich dort. Aber auch Bienen sind zeitweise dran.

Prachtscharte
Sie wird manchmal von Schwebfliegen umlagert, Erdhummeln krallen sich hinein, aber auch Honigbienen wie auch Schmetterlinge graben sich in die Pflanze.

Vestalis Drohn und Erdhummel sind weiterhin häufiger an den Roten Sonnenhüten. Etwa 30 blühen gerade. Aber mehr als vier Hummeln auf einmal waren nie dran. Es ist auch weiterhin von irgendetwas abhängig, wann die Sonnenhüte angeflogen werden.

24.07.

Stockrosen
Die dunkelroten Stockrosen sind immer noch insektentechnisch ein Schuss in den Ofen.

Feldwespen
Heute landen die Feldwespen nicht nur auf dem Frauenmantel und an den steilen Wänden des Vogelbades. Heute landen die Feldwespen auch direkt auf der Wasseroberfläche des Vogelbades um Wasser zu tanken. Sie scheinen erst ein paar Mal zu testen ob die Wasseroberfläche trägt und dann legen sie sich quasi auf die Wasseroberfläche.

Honigbienen
Der Bienenstock in einigen Metern Entfernung wurde heute auf Zufütterung umgestellt. Einige Rahmen wurden entfernt und ein Futtereimer eingesetzt.

Es fliegen hier geflügelte Ameisen.
Da habe ich gleich mal geschaut, was die Marienkäfer an den verlausten Blumen machen.
Es sah so aus, als ob sie Angst vor den bewachenden Ameisen haben. Nie gingen sie zu den Flächen, in denen die Blattläuse Seite an Seite liegen.
Die Marienkäfer sitzen schon auf den Blumen, aber sie gehen nur in Richtung Läuse, aber ein paar Zentimeter davor drehten sie wieder um. Komisch.

25.07.

Am vierten Tag in Folge ist es heiß und die Hummeln ändern ihr Verhalten.

Lavendel
Der Lavendel ist jetzt schon komplett verblüht, somit suchen sie sich jetzt alle anderen Pflanzen.

Roter Sonnenhut
Einige Erdhummeln hängen wieder am Roten Sonnnenhut/Purpurnen Sonnenhut.

Was aber viel interessanter ist sind die vielen einzelnen Blüten, die jetzt zur Geltung kommen.

Weigelie
Die hiesige rosane Weigelie mit weißen Kontraststreifen schiebt wieder einige Blüten. Vielleicht so 10 bis 20 nutzbare. Ackerhummeln und Erdhummeln gehen an die Blüten dran.

Annemone
Rosane Herbstannemonen/japanische Annemonen werden von einer besonders großen Erdhummel (ich tippe auf Jungkönigin) mit dem Vibrationsverfahren vom Blütenstaub befreit. Dumm nur, die Blüten kommen erst noch und es ist noch nicht viel von dem Blütenstaub reif.
Blütenfarbe ist ein zartes Rosa. Es werden noch haufenweise Blüten kommen, obwohl nach dem strengen Winter einige Pflanzen vollkommen abgestorben aussahen. Mit ihren tiefen Wurzeln scheint die Sorte sehr robust. Allerdings sollte man sie mit einer Wurzelsperre in der Erde ausstatten.

Dahlien
Der Pollen in den Dahlien muss leider auch noch reifen.

Astilben
Die Astilbenart, die hier gerade anfängt zu blühen steht jetzt überraschenderweise auf dem Besuchsplan von Erdhummel und Honigbiene. Sie krabbeln über die Staubgefäße und wollen anscheinend nur die Pollen.
Während die hellere Art (blasses Rosa) keine Besuche zu verzeichnen hatte und jetzt so langsam verblüht ist, kommt die Variante mit einem kräftigen rosa in den Blütenständen und kräftigem lila bei den langen Staubgefäßen gut an.

Eisenhut
Auch hier konnte ich jetzt endlich eine Hummel – Erdhummel – erwischen.

Clematis
Nur noch eine blassrosane Clematisblüte scheint es zu geben. Aber auch die wird von den Erdhummeln von ihren Pollen befreit.

Stockrosen
Als ich heute Abend an einem Haus mit Stockrosen im Vorgarten vorbei fuhr, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Zwei Hummeln konnte ich schon im Vorbeifahren in den Blüten erkennen. Im Gegensatz zu den dunklen Stockrosen – rot – hier, waren dortige in einem rosa gehalten. Ich glaube immer mehr, dass es ein Mährchen ist, wenn davon gesprochen wird, dass Hummeln rote Blüten gleich gerne mögen wie blaue Blüten.
Rosa, helles rosa, ja.
Lila, helles violett, ja.
Rosa mit weißen Streifen, ja.
Aber bei rot, dunkelrot, blutrot, dunkellila … nee.
Nicht hier. Vielleicht wenn die Blumen näher am Nest sind.

Da die Erdhummeln gerade viel Pollen sammeln, anstatt Nektar … hoffe ich, dass jemand zufüttert.
Dennoch werde ich heute noch meinen Futterspender wieder an den Start bringen, nachdem ich ihn längere Zeit nicht aufgehängt hatte. Ich hoffe, dass die Honigbienen in ihrem Stock die Zufütterung annehmen und den Futterspender für die Hummeln in Ruhe lassen. :-)

26.07.
Der Futterspender wird ignoriert. Ich hoffe, er hält noch durch. Das heraus gedrückte Zuckerwasser suppt an der Seite heraus, anstatt in die Auffangröhre zu laufen. Wenn Hummeln trinken würden, käme es erst gar nicht zum Zuckerüberlauf.
Habe dann Blüten in einer neuen Farbe hergestellt und in die Nähe der etwa gleichfarbigen Fingerhüte gehängt.
Als Lockmittel träufelte ich ein paar Tropfen Zuckerwasser in die Blüten.

Frauenmantel
Heute bekommt der Frauenmantel häufiger eine Dusche. Teilweise werden die Pflanzen von drei Feldwespen auf einmal von den Wassertropfen befreit.

Roter Sonnenhut
Heute beobachtete ich eine ziemlich große Erdhummel, wie sie fast eine Stunde unter der Blüte von einem Roten Sonnenhut hing. Naja, sie hat manchmal ihre Position verändert. Vielleicht hat sie Schutz vor der Hitze gesucht? Wird wohl eine Jungkönigin gewesen sein.

Den ersten Erdhummel-Drohn habe ich immer mal wieder auf dem Roten Sonnenhut gesehen.
An der Herbstannemone war wieder die dicke Erdhummel und sammelte Pollen.

Zwei B. vestalis Drohne waren auch für “ein Stündchen” wieder da.

Prachtscharte
Komischerweise sind deutlich weniger Hummeln an der Prachtscharte. Honigbienen scheinen sich dort sehr wohl zu fühlen. Bei einem Blütenstengel ist der obere Bereich schon verblüht.

Männertreu
Eine kleine Steinhummel erwischte ich, als sie eine Hand voll Blüten vom Männertreu testete. Klein war sie wie eine Wiesenhummel. Entweder ist es keine Steinhummel oder dem Volk geht es schlecht.

Der Hauptflugbetrieb wird von Ackerhummeln durchgeführt.
Sie sind überall. Senffarbener Fingerhut, Fuchsie, Zaunwinde, Astilben, Kornblumen, Purpurner Fingerhut, Purpurglöckchen, Wilder Majoran.

Fingerhut
Der senffarbene bzw sandfarbene Fingerhut scheint “rostfarbener Fingerhut” zu heißen. Noch neun Blüten, dann ist er verblüht.
Für eine einzige Pflanze dieser Art im gesamten Gebiet hier, alle Achtung, sehr gut besucht von Ackerhummeln.

27.07.
Der Futterspender ist immer noch voll.
Die Tropfen, die in den Blüten platziert Hummeln anlocken sollten, sind wohl von Schwebfliegen aufgesaugt worden. Schwebfliegen sind einfach überall.
Beinahe wäre eine Honigbiene in eine Blütennachbildung hinein geflogen. Das wäre wenigstens ein Teilerfolg.
Die Hummeln pendeln nur vor den künstlichen Blüten und drehen dann ab.

Wieder sah ich die dicke Erdhummel (evtl. Jungkönigin) an der Herbstannemone vibrationssammeln. Anscheinend hat sie es auf die ganz frischen Blüten abgesehen. Die Knospe hat sich gerade ein bisschen geöffnet und schon ist die Hummel drin. Die weit geöffneten Blüten sind wohl nicht interessant.

Bisher habe ich keine B. vestalis Jungkönigin gesehen. Das werte ich mal als gute Nachricht.

Später kam das angekündigte Gewitter mit der Abkühlung. Von 33 Grad herunter auf 24.
Drei Honigbienen haben sich vor dem Regen auf Roten Sonnenhüte geflüchtet und sich einregnen lassen.
Sie hofften wohl auf Sonne nach dem Regen … aber es kam der Abend mit lang anhaltendem Regen und danach dicke Wolken sowie die Dämmerung. Morgen werden sie wohl auch noch da sein.
Ich wünsche ihnen das beste, aber habe nicht viel Hoffnung.
Das nimmt mich doch recht stark mit, aber da will ich wohl durch.

Soweit bisher

Bulli

Themenübersicht öffnen: Insektenflugbericht

: befürchte schlechtes Hummeljahr

>
>Hallo Fienchen,
>danke für die Antwort. Ich wohne in Franken, am Stadtrand und habe einen etwas ungepflegten Garten. Bei mir fliegt
>jetzt eine Ackerhummelkönigin (Megabombus pascuorum)(im Frühjahr sind es höchstens 2), ansonsten sind nur Arbeiterinnen unterwegs.
>Ihr wurdet im Norden vom Wetter aber auch schlecht behandelt! Kann man der Vielfalt mit entsprechenden
>Pflanzen nachhelfen? Sehr beliebt bei meinen Hummeln ist jetzt Oreganum. Und Lavendel zieht immer. Um Nistgelegenheiten hab ich mich noch nie gekümmert, aber vor Jahren hab ich bei einem Umzug einen Meisenkasten, in dem Hummeln waren, mitgenommen, nach Einbruch der Dunkelheit versteht sich, und das haben sie auch akzeptiert. Aber der Kasten wurde nie wieder angenommen.
>
>Viele Grüße Gerlind

Hallo Gerlind,

ja der Lavendel ist noch der Renner aber jetzt am Abblühen. Meine Reihe Sonnenblumen wird auch recht gut angenommen. Der Goldregen steht in den Startlöchern un die Fette Henne auch.
Im Frühjahr starte ich immer mit 3m² Facelia. Für mich eine Top-Trachtpflanze. Leider hat dieses Jahr das schlechte Wetter meine 2. und 3. Aussaat kaput gemacht.
Ich glaube die Größe an m² einer guten Trachtpflanzensorte ist noch besser als viele einzeln-stehende Pflanzen.

In diesem Jahr hats bei mir das 1. Mal mit ner Ansiedlung geklappt (Kasten steht das 2. Jahr). Nächstes Jahr soll ein weiterer Kasten hinzukommen.

Gruß Fienchen

Themenübersicht öffnen: befürchte schlechtes Hummeljahr

Gerlind Lampl: befürchte schlechtes Hummeljahr

>
>>>
>>>Gruß Fienchen
>>
>>Hallo Fienchen,
>>nein , so schlimm ist es wohl nicht. Bei mir fliegen Gartenhummel, Steinhummel, Grashummel und Ackerhummel auch noch auf die zweite Glyzinienblüte, wie jedes Jahr in geringeren Mengen. Die Tiere sind allerdings extrem fotografierunwillig, sodaß ich keine sehr genauen Angaben machen kann.
>>Ist es bei dir besser geworden?
>>
>>Viele Grüße Gerlind
>>
>Hallo Gerlind,
>
>wo kommtst Du denn her?
>Hier im Berliner Raum schauts jetzt etwas besser aus. Allerdings sind 95 Prozent der bei mir fliegenden Hummeln Erdhummeln. Es mangelt also insgesamt an der Vielfalt.
>Steinhummeln, noch in den letzten Jahren mit die häufigste Art, fehlt fast ganz.
>Auch mein Volk stirbt nun ab, war jedoch wenigstens erfolgreich.
>Auch Jungköniginnen/Drohnen sollten ja mittlerweile häufiger anzutreffen sein, leider bisher nicht allzu viel gesehen.
>Ich hoffe aber, dass das noch kommt, weil sich die Naturnester vielleicht langsamer entwickeln.
>
>Gruß Fienchen

Hallo Fienchen,
danke für die Antwort. Ich wohne in Franken, am Stadtrand und habe einen etwas ungepflegten Garten. Bei mir fliegt
jetzt eine Ackerhummelkönigin (Megabombus pascuorum)(im Frühjahr sind es höchstens 2), ansonsten sind nur Arbeiterinnen unterwegs.
Ihr wurdet im Norden vom Wetter aber auch schlecht behandelt! Kann man der Vielfalt mit entsprechenden
Pflanzen nachhelfen? Sehr beliebt bei meinen Hummeln ist jetzt Oreganum. Und Lavendel zieht immer. Um Nistgelegenheiten hab ich mich noch nie gekümmert, aber vor Jahren hab ich bei einem Umzug einen Meisenkasten, in dem Hummeln waren, mitgenommen, nach Einbruch der Dunkelheit versteht sich, und das haben sie auch akzeptiert. Aber der Kasten wurde nie wieder angenommen.

Viele Grüße Gerlind

Themenübersicht öffnen: befürchte schlechtes Hummeljahr

Wilhelm: Fernsehbericht zur Wachsmottenklappe

>Genau meine Meinung….dem ist nichts hinzuzufügen.
>
>Gruß Harry

Hallo zusammen

ich kenne H. Beil persönlich und bewundere seine Engagement schon einige Jahre, von ihm habe ich die Idee der Fluglochverengung die selbst E. Von Hagen noch heute benutzt und auch von ihm erhalten hatt. H.Beil;s Mottenklappe bestand aus einem Fliegengitter ca.20 mm breit und zu einem rechten Winkel hochgebogen mit einer Schenkellänge ca. 15 x 15 mm das er abends vor das Flugloch gestellt hat. Morgens haben die Hummeln dieses Teil einfach beiseite geschoben und konnten so wieder ein und aus fliegen. Armin Krenz meinte wohl mit “Urvater” wohl das Herr Beil als erster den Gedanken hatte das Flugloch Aktiv zu schützen. Herr Beil ist 80 Jahre alt und hat keinen Zugang zum Internet und hat von mir die Entwicklung der Mottenklappe weitergeleitet bekommen worauf er sich eine weitere Detail Variante gebaut hat die selbst die möglichkeit bietet eine Fluglochverengung anzuschließen die gegen ein Eindringen der Kuckuckshummeln eingesetzt wird. Hier noch ein paar Bilder:
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20120724-194903-881.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20120724-195635-335.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20120724-205510-314.jpg]

Herr Beil hat einige Vorbauten mit einer Plexiglasplatte ausgestattet mit dem Egebniss das die Hummelwächter sich in die Röhre zurückgezogen haben und auch kein Verkoten mehr im Vorbau stattfindet das habe ich selbst ausprobiert und bei den Steinhummeln (Schweinis) ist jetzt immer schön trocken. Auch macht er versuche mit einem Abluftkamin wie es Herr Krenz schon beschrieben hat. Ein 60er Kunststoff Abwasserrohr direkt aus dem Dach des Hummelnistksten mit einem 90° Bogen den er mit Fliegendraht abgesichert hat. Auf meinen Hinweis hin das die Wachsmotten die Eier am Fliegendraht ablegen würden hat er gemeint das er dieses mit der Lupe kontrolieren würde und diese dann entfernt.

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20120724-205511-609.jpg]

Grüße Wilhelm

Themenübersicht öffnen: Fernsehbericht zur Wachsmottenklappe

Bernde: Beobachtungen im Schatten einer Silberfichte

Jungköniginnen bei dunkler Erdhummel und Steinhummel,
ab heute Nachmittag fliegen in meinem Garten am Stadtrand zeitgleich die ersten Jungköniginnen aus. Es ist eine Freude diesem Treiben aus nächster Nähe zuzusehen. Die großen Steinhummelköniginnen haben noch Übungsrückstand an der Mottenklappe und lassen sich von den zahlreichen Arbeiterinnen gelegentlich helfen. Am Erdhummelkasten ist noch eine Zweiklappensperre montiert, die den Königinnen keinerlei Probleme bereiten. Erstaunlich, dass sie zur Ausgangsklappe ausfliegen und bei der Rückkehr gar nicht erst versuchen über diese Klappe zurück in den Kasten zu gelangen. Sie fliegen zielsicher zur Eingangsklappe nebenan. Ist hier vielleicht eine Duftspur hilfreich, oder wie ist dieses zu erklären? Auch habe ich den Eindruck, dass manche durch übermütige Flugmanöver ihr neues Leben als Prinzessinnen in vollen Zügen genießen. Von meinen insgesamt 6 Kästen hat nur diese eine zwei Klappen. Ich muss feststellen, dass hier durch diese Zweiwegklappen das Ein und Aus besser von statten geht.
Eine weitere Beobachtung konnte ich machen, als ich vor Tagen einen Kasten mit einem vermeintlich abgestorbenen Baumhummelvolk von zu Hause mit in den Garten zur späteren Reinigung nahm. Ebenfalls heute sah ich wie hintereinander zwei Arbeiterinnen aus den Kasten kamen und davonflogen. Und eine ganze Zeit später kam eine Jungkönigin und flog schnurstracks in den Kasten. Schon zu Hause musste ich feststellen, nach dem unzählige Geschlechtstiere aus diesem Kasten hervorgegangen waren, dass scheinbar im Endstadium des Volkes Wachsmotten die Überhand hatten. Dennoch sind noch einzelne Tiere aktiv.
Schönes Wetter und Hummelflug,
davon bekomme ich nicht genug.
Viele Grüße von Bernde

Themenübersicht öffnen: Beobachtungen im Schatten einer Silberfichte

LUC: Hummelkasten

Hallo zusammen,

Besten Dank für Eure aufschlussreichen Kommentare. Ein paar Spezialisten gibt es überall. Die Spritzgitter gibt es bei uns nicht überall, bin noch am Suchen.
Dass das Wachsmottenei eine gewisse Mindestwärme braucht, ist mir neu. Es beruhigt zumindest.
Dass mit dem Klebefallentrick praktizier ich ähnlich, verwende dafür den Leim für die Obstbäume.

mfg LUC

Themenübersicht öffnen: Hummelkasten