Bulli: Interessante Studie zu Hummelnestern

Hallo Martin,

ohne Verein oder eine Wikipedia-ähnliche Community wird das Ziel wohl nicht erreichbar sein.
Beim aktuellen Projekt “Mückenatlas” mit vielen Freiwilligen hat der Bund 2,2 Millionen Euro zugeschossen. Ich war vollkommen platt. Für ein Projekt nur mit Freiwilligen.
Interessant wäre zu wissen wieviel die britische Studie die Steuerzahler bzw Spender gekostet hat.

Vielleicht liest man sich.

Bulli

>Von mir zum Abschluss ein Hinweis auf eine interessante aktuelle Studie, die sich mit dem Erfolg von über 900 wilden Hummelnestern beschäftigt. Organisiert vom britischen Bumblebee Conservation Trust, ausgewertet unter der Leitung von Dave Goulson. Enthält einige spannende Zahlen. Ist aber grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen: Die Nester wurden von den Bürgerwissenschaftlern größtenteils (>95%) erst gefunden, als bereits Arbeiterinnen flogen. Die hohe Erfolgsrate erklärt sich also auch dadurch und bezieht sich somit auf Völker, die bereits Arbeiterinnen hatten.
>
>Causes of colony mortality in bumblebees
>http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/acv.12363/full
>
>Es ist gut lesbar, aber wenn ihr überhaupt kein englisch könnt, hier ein paar Daten:
>
>* 75% der gefundenen Nester haben Königinnen produziert, die Baumhummel war dabei am erfolgreichsten (96%!).
>* 133 Nester konnten nach dem Ende der Saison untersucht werden, davon (größtenteils Baumhummeln) waren 55% mit Wachsmotten befallen.
>* Nester mit Wachsmottenbefall haben meist trotzdem Königinnen hervorgebracht, zum Zeitpunkt des Befalls aber keine Angabe.
>* Gut 5% der Nester wurden von einem Tier ausgegraben, vermutlich Dachs.
>* Knapp 3% wurde von Menschenhand zerstört.
>* Kein Hinweis auf mehr als eine Generation.
>* Die Baumhummel produziert im Durchschnitt am frühesten Königinnen, wenige Tage vor der Wiesenhummel. Die Ackerhummel braucht am längsten.
>
>Ähnliche Daten hätte man ohne weiteres auch im deutschsprachigen Raum sammeln und veröffentlichen können. Ich habe vor Jahren sogar versucht so etwas anzuleiern, aber eine erfolgreiche Umsetzung war mir nicht vergönnt. Die Schließung der Foren ist sinnbildlich für das nie ernsthaft genutzte und jetzt größtenteils verlorene Potential und Wissen der deutschen Hummelfreunde im Internet.
>
>Auf Wiedersehen?
>
>Martin

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