Kategoriearchiv: Hummeln aus aller Welt
Bombus picipes
Bombus picipes kommen in Zentral- und Nordwestchina vor. Dort im Großraum Peking und in den Provinzen Hebei, Shanxi, Shaanxi, Gansu, Sichuan, Hubei, Anhui, Zhejiang, Fujian, Jiangxi, Hunan, Guizhou und Yunnan. In den Bergen in Höhen zwischen 900 und 3.300 m ist sie eine häufig vorkommende Art.
Es handelt sich um eine kleine Hummel mit braunen Flügeln und kurzer Zunge. Die zwischen 15 und 17 mm lange Königin hat überwiegend einen gelben Kopf und ein gelbes Fell mit durchwachsenen schwarzen Haaren auf dem Rücken zwischen den Flügeln.
Die kleinen Arbeiterinnen von Bombus picipes sind fast vollständig gelb mit nur Anzeichen von gemischtem dunklem Haar auf dem Kopf, dem Rücken und dem dritten hinteren Körpersegment. Die Arbeiterinnen erreichen eine Länge von 9 bis 12 mm. Drohnen, die zwischen 9 und 12 mm lang sind, haben einen überwiegend gelben Körper mit durchwachsenen schwarzen Haaren am Rücken.
Flugzeit ist von Anfang Mai bis Ende Oktober.
Quelle
- Bild: discoverlife.org
- Bild: discoverlife.org
- Bild: discoverlife.org
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Bombus affinis
Bombus affinis haben einen “rostigen Fleck”, der der Art ihren Namen gibt. Sie wird deshalb “Rusty Patch Bumblebee” genannt.
Bombus affinis ist eine große Hummel mit seht kurzer Zunge, die bis vor kurzem in Nordamerika und Kanada im gesamten Verbreitungsgebiet anzutreffen war. Königinnen haben eine Länge von etwa 20 bis 22 mm. Arbeiterinnen sind etwa 10 bis 16 mm lang.
Wie viele andere Hummeln nistet Bombus affinis in unterirdischen Hohlräumen, nur die Königinnen tauchen früher als viele andere nordamerikanische Hummelarten auf.
In den letzten Jahren sind 80% dieser Hummelart verschwunden. Ihr Gefährdungsstatus wird in Kanada seit 2014 und in den USA seit 2017 anerkannt. Bombus affinis ist die erste Hummel überhaupt, die in den USA als gefährdet anerkannt wurde. Die letzte gemeldete Sichtung der “Rusty Patch Bumblebee” in Kanada erfolgte im Jahr 2009.
Die Gründe für den Rückgang sind nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass als Hauptursache die Übertragung von Krankheitserregern aus importierten Zuchthummeln zur Bestäubung von Gewächshäusern resultiert. Darüber hinaus dürften die intensive Bebauung, die Intensivierung der Landwirtschaft, Pestizide und der Klimawandel zum Rückgang beigetragen haben.
Bombus affinis schützen
Derzeit wird erforscht, wie man diese seltene Hummelart schützen kann, indem man Gebiete untersucht in denen diese “rostige Hummel” heute noch zu finden ist. Um Einblicke zu gewinnen, wie die Art erhalten werden kann und warum sie anderswo so gut wie verschwunden ist. Darüber hinaus haben Wissenschaftler und Naturschutzorganisationen in großem Umfang in das Engagement der Öffentlichkeit investiert, um die Bürger zu ermutigen, Bestäubergärten anzubauen und zum “Bumblebee Watch-Programm” beizutragen.
Quelle
- bumblebeeconservation.org
- Bild: By USGS Bee Inventory and Monitoring Lab from Beltsville, Maryland, USA – Bombus affinis, F, side, sky meadows, virginia_2014-09-22-18.05.02 ZS PMax, Public Domain, Link
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Bombus bimaculatus
Die “Zweifleckige Hummel” (engl. Two-spotted bumble bee) Bombus bimaculatus ist in der östlichen Hälfte der Vereinigten Staaten und im angrenzenden südöstlichen Teil Kanadas zu finden. In der älteren Literatur wird diese Hummel häufig als “Bremus bimaculatus” bezeichnet, wobei Bremus ein Synonym für Bombus ist.
Bombus bimaculatus wurde erstmals 1863 von der amerikanischen Entomologin Ezra Townsend Cresson beschrieben.
Der Name der Hummel kommt von den zwei gelben Punkten auf seinem Unterleib. Im Gegensatz zu vielen anderen Hummelarten der Gattung Bombus ist diese nicht rückläufig, sondern stabil.
Bombus bimaculatus Merkmale
Arbeiterinnen sehen den Königinnen sehr ähnlich, wobei sich die beiden hauptsächlich durch ihre Größe unterscheiden. Manchmal können jedoch große Arbeiterinnen mit kleinen Königinnen verwechselt werden, besonders gegen Ende der Saison, wenn die Arbeiterinnen größer werden.
Bombus bimaculatus gehört dennoch zu den relativ kleinen Hummelarten: Eine Königin misst 17-22 mm, Arbeiterinnen 11-16 mm und Drohnen 13-14,5 mm. Diese Hummelart hat eine lange Zunge mit der sie Nektar aus langen Blütenröhren saugen kann.
Verbreitung und Lebensraum Bombus bimaculatus
Sie kommt hauptsächlich in östlich gemäßigten Waldregionen in den Vereinigten Staaten und im südöstlichen Teil Kanadas vor.
Sie lebt in unterirdischen Nestern, vorzugsweise in oder um Holzflächen und Gärten. “Two-spotted bumble bee” kann auch oberirdisch oder in Hohlräumen nisten. Sie bauen keine Nester und sind stattdessen darauf angewiesen, verlassene Nagerhöhlen, hohle Baumstämme, geeignete künstliche Strukturen oder Büschel zu finden.
Königinnen überwintern in losem Erdreich oder verrottenden Stämmen.
Es handelt sich um eine der frühesten Hummelarten, deren Königinnen in Florida bereits im Februar auftauchen. Die Hummelsaison dauert dann bis September.
Drohnen helfen bei der Brutpflege
Männliche Hummeln, also Drohnen, helfen in den ersten Tagen oder sogar Wochen ihres Lebens bei der Larvenpflege. Obwohl weibliche Arbeiterinnen hauptsächlich für die Brutpflege verantwortlich sind, können Männchen in den ersten 24 Stunden ihres Lebens nicht fliegen und können deshalb das Nest nicht verlassen. Das bebrüten von Larven ist eine potenzielle Gelegenheit für die männlichen Hummeln, ihre Flugmuskeln zu trainieren. Diese für Hummeln unübliche männliche Hilfe kann gegen Ende der Saison von größerer Bedeutung sein, wenn weniger Arbeiterinnen im Hummelnest zur Verfügung stehen.
Quelle
- bugguide.net
- Bild: discoverlife.org
- Bild: discoverlife.org
- Bild: discoverlife.org
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Bombus impatiens
Bombus impatiens, im Englischen Common Eastern Bumble Bee genannt, wurde 1863 vom amerikanischen Entomologen Ezra Cresson beschrieben und gehört zur Untergattung Pyrobombus. Woher der zweite Namensteil stammt, ist nicht ganz geklärt: Er könnte sich auf die Blütenpflanzengattung Impatiens beziehen, die zu den Nahrungsquellen der Art zählt, oder schlicht auf ihr Temperament, da die Tiere als vergleichsweise leicht reizbar und stechfreudig gelten.
Königinnen werden 21 bis 23 Millimeter lang, Arbeiterinnen deutlich kleiner, zwischen 9 und 14 Millimetern. Charakteristisch sind die kurzen, blassgelben Haare auf dem Rücken des Vorderkörpers, während Kopf, Hinterleib und Beine schwarz behaart sind, dazu ein schmales, dunkles Band zwischen den Flügelansätzen.
Verbreitung und Lebensraum
Ursprünglich stammt die Art aus dem östlichen Nordamerika, von Ontario und Québec über die gesamte Ostküste bis nach Florida, mit einer westlichen Grenze, die sich bis North Dakota, Kansas und Wyoming zieht. Sie gilt als besonders anpassungsfähig und besiedelt Städte, Vorstädte, Ackerland, Grasland, Wälder und sogar Sumpfgebiete gleichermaßen. Ihre Nester legt sie unterirdisch an.
Eine Kolonie schwankt zwischen 180 und 540 Tieren. Dazu kommen durchschnittlich 9 Jungköniginnen und 9 Männchen, wobei manche Völker auch deutlich mehr hervorbringen können.
Als Kuckuckshummel nutzt Bombus citrinus die Nester von Bombus impatiens, um dort die eigene Brut aufzuziehen.
Vom Wildtier zur meistgenutzten Nützlingsart Nordamerikas
Seit Anfang der 1990er Jahre wird Bombus impatiens gezielt vermehrt und an Gewächshäuser als Zuchthummeln verkauft, zunächst neben der westlichen Art Bombus occidentalis. Weil deren Zuchtbestände durch den Erreger Nosema bombi weitgehend zusammenbrachen, übernahm Bombus impatiens in ganz Nordamerika die Rolle der wichtigsten kommerziellen Bestäuberhummel, vor allem für Tomaten und Paprika. Die Nachfrage reichte bald über das natürliche Verbreitungsgebiet der Art hinaus: Kommerzielle Völker werden inzwischen auch in West-Kanada, Kalifornien und Mexiko eingesetzt, wo die Art ursprünglich nicht vorkam.
Genau darin steckt ein Problem: Immer wieder entkommen Arbeiterinnen und Männchen aus den Gewächshäusern, manchmal sogar außerhalb der normalen Flugzeit wildlebender Hummeln. Zuchtvölker tragen dabei oft Krankheitserreger in sich, etwa die Parasiten Crithidia bombi, Nosema bombi und Apicystis bombi sowie mehrere Viren. Eine Untersuchung in Mexiko fand solche Erreger in fast der Hälfte der geprüften Gewächshäuser. Modellrechnungen zufolge könnten sich dadurch bis zu 20 Prozent der Wildhummeln im Umkreis von zwei Kilometern anstecken, allein in den ersten drei Monaten nach einem Ausbruch.
Gefährdungsstatus
Auf der Roten Liste der IUCN gilt Bombus impatiens innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets als nicht gefährdet. Dieser Status sagt aber nichts darüber aus, wie sich ihr Einsatz außerhalb dieses Gebiets auf andere, dort heimische Hummelarten auswirkt. Genau solche Fälle sind es, vor denen die IUCN SSC Bumblebee Specialist Group in ihrer Stellungnahme zum kommerziellen Hummelhandel warnt: Sie empfiehlt, kommerzielle Arten nur innerhalb ihres eigenen natürlichen Verbreitungsgebiets einzusetzen und Völker konsequent auf Krankheitserreger zu prüfen.
Quellen
- iNaturalist / NPS National Capital Region: Common Eastern Bumblebee, inaturalist.org/guide_taxa/369935
- Animal Diversity Web: Bombus impatiens, animaldiversity.org/accounts/Bombus_impatiens
- Wikipedia: Bombus impatiens, en.wikipedia.org/wiki/Bombus_impatiens
- Montana Field Guide: Common Eastern Bumble Bee, fieldguide.mt.gov
- Palmier, K. M., Sheffield, C. S.: First records of the Common Eastern Bumble Bee from the Prairies Ecozone in Canada, Biodiversity Data Journal, 2019, pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6356050
- Otterstatter, M. C., Thomson, J. D.: Does Pathogen Spillover from Commercially Reared Bumble Bees Threaten Wild Pollinators?, PLOS ONE, 2008
- Studie zu Bombus impatiens als Reservoir neu auftretender Krankheiten in Mexiko, Biological Invasions, Springer, 2015
- Whittington, R., Winston, M. L.: Effectiveness of Bombus impatiens as pollinator of greenhouse sweet pepper, ScienceDirect, 2003
- Wikidata: Bombus impatiens, IUCN-Erhaltungszustand, wikidata.org/wiki/Q2367709
- Bild: discoverlife.org
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Bombus perplexus
Bombus perplexus ist eine Hummelart, die im englischsprachigem Raum “confusing bumblebee” (frei übersetzt: “verwirrende Hummel”) genannt wird. Ihr Bestand scheint stabil zu sein.
Sie ist in Nordamerika beheimatet, wo Bombus perplexus in ganz Kanada und im Osten der Vereinigten Staaten von April bis September vorkommt. Diese Art ist in den Meeresregionen von Kanada, der Taiga, der Tundra, den gemäßigten Wäldern und der kanadischen Prärie beheimatet. Sie kann in Feuchtgebieten, Waldgebieten und in Gärten der Stadt vorkommen.
Die Königinnen sind 17 mm bis 21 mm lang und am Bauch knapp einen Zentimeter breit und haben eine Vorliebe für die Blüten von Apfel und Blaubeere.
Die Arbeiterinnen sind 12 mm bis 14 mm lang und einen halben Zentimeter breit. Sie sind haariger als die Königin und haben mehr gelbe Haare. Der Bauch ist schwarz und gelb. Drohnen sind genauso groß wie Arbeiterinnen.
Zu den Nektarpflanzen zählen Disteln, Klee, Pflaumen, Kirschen, Stachelbeere, Johannisbeere, Rhododendron, Brombeere und Heidelbeere.
Bombus fernaldae ist die Kuckuckshummel dazu.
Quelle
- bugguide.net
- dnr.wi.gov
- wiatri.net
- Bild: discoverlife.org
- Bild: discoverlife.org
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Bombus citrinus
Bombus citrinus ist eine Hummelart, die wegen ihrer zitronengelben Farbe als Zitronen-Kuckucks-Hummel bekannt ist. Ihr Gebiet ist der Osten Nordamerikas, also östliche bis zentrale Teile Kanadas, nordöstliche US-Bundesstaaten sowie Teile der mittelwestlichen und südöstlichen Regionen der USA.
Es handelt sich um eine Kuckuckshummel die in die Kolonien anderer Hummeln eindringt, die einheimische Königin tötet und die Kontrolle über die Arbeiterinnenpopulation im Innern übernimmt. Wirtshummel für diese Art ist die gemeine östliche Hummel (Bombus impatiens) und die halbschwarze Hummel (Bombus vagans).
Wie alle Kuckuckshummeln ist Bombus citrinus dicht behaart und nicht für den Pollentransport geeignet. Die Flügel sind leicht undurchsichtig und reichen von rotbraun bis bräunlich schwarz.
Quelle
- Williams, P. H., et al. (2014). Bumble Bees of the Eastern United States.
- IDNR. Wild About Insects: Lemon Cuckoo Bumble Bee.
- Bild: discoverlife.org
- Bild: discoverlife.org
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Bombus sonorus
Die Sonora-Hummel, Bombus sonorus, ist eine große und farbenfrohe Hummel aus der Sonora-Wüste und einem Großteil der westlichen Vereinigten Staaten. Sie ist eine der häufigsten und am weitest verbreiteten Hummelarten Nordamerikas und Mittelamerikas.
Bombus sonorus ist eine Untergattung von Bombus Thoracobombus und wurde 1837 von Thomas Say benannt. Einige Wissenschaftler vermuten jedoch, dass es sich um eine Unterart von Bombus pennsylvanicus handelt.
Die Arbeiterinnen sind 14 bis 18 Millimeter lang und die Königinnen sind noch etwas größer.
Diese Hummel besucht eine sehr breite Palette von Blütenpflanzen, darunter Sonnenblumen, Disteln, Klee, Nachtschatten, Malven und viele andere. Ihr Lebensraum umfasst meist niedrige Höhen einschließlich Wüsten und kultivierte Täler. Ihre Nester befinden sich normalerweise unter der Erde, oft in verlassenen Gopherschildkröten-Höhlen.
Bombus sonorus ist äußerst kämpferisch wenn es um die Verteidigung ihres Nestes geht.
In Nordkalifornien ist der Bestand stark zurückgegangen und an Orten, an denen sie in den 90er Jahren noch häufig vorkam, nicht mehr nachgewiesen worden. Sie ist aber immer noch regelmäßig in den Wüsten von Sonora und Chihuahuan anzutreffen, die Anzahl variiert jedoch stark zwischen den Jahren, Dies ist zum Teil auf die Verfügbarkeit der bevorzugten Trachtpflanzen zurückzuführen, deren Blüte von unregelmäßigen Niederschlägen abhängt.
Texas Parks & Wildlife betrachtet Bombus sonorus als “Art mit dem größten Erhaltungsbedarf”.
Quelle
- bugguide.net
- fs.fed.us
- discoverlife.org
- Bild: discoverlife.org
- Bild: discoverlife.org
- Bild: discoverlife.org
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Bombus transversalis
Bombus transversalis ist eine Hummel, die speziell im Amazonasbecken heimisch ist. Sie zeichnet sich vor allem durch ihre oberirdischen Nester aus, die von den Arbeiterinnen auf dem Boden des Regenwaldes gebaut werden. Im Gegensatz zu ihren Verwandten ist Bombus transversalis in der Lage, in einem feuchten Klima zu gedeihen und aufgrund ihrer Nester ein breites Spektrum von Raubtieren abzuwehren.
Die meisten anderen “gewöhnlichen” Hummeln leben in gemäßigten Klimazonen und bauen ihre Nester unterirdisch in verlassenen Höhlen. Bombus transversalis hat sich an das tropische Klima angepasst und baut ihre Nester oberirdisch. Bombus transversalis, die einzige Hummelart, die aus Blättern und Zweigen eigene Nester baut.
Eine Hummel im Regenwald
Bombus transversalis kommt vor allem in den tropischen Tieflandregenwäldern des Amazonasbeckens vor. Die Hummelart ist in weiten Teilen Südamerikas zu finden, einschließlich in Teilen Perus, Ecuadors und Brasiliens. Die Hummeln sind an das Überleben in einem feuchten Klima mit starken Regenfällen das ganze Jahr über angepasst. Ihre Nester befinden sich in nicht überfluteten Bereichen, die in der Regel neben Wurzeln von Bäumen oder zwischen Sträuchern gebaut werden.
Das Hummelnest wird während der Regenzeit gegründet. In dieser Zeit entwickelt sich der Hummelstaat. In der Trockenzeit folgen Geschlechtstiere. Sobald die Regenzeit jedoch wieder einsetzt, endet das Leben der Kolonie und ein neues Nest wird gegründet, wenn die Königin einen geeigneten Ort findet.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, baut Bombus transversalis ein einzigartiges Nest, das den täglichen Überflutungen und einer jährlichen Niederschlagsmenge von bis zu 3000 mm standhält.
Um den Standort gegen Wassermassen abzudichten, schneiden Arbeiterinnen paarweise mit ihren Unterkiefern Blätter in handliche Stücke und weben sie zu einem Dach über den vorhandenen Stützen aus Wurzeln und Ästen zusammen. Das Ergebnis ist eine große Kuppel aus verwobenen Blättern, die sich perfekt getarnt zwischen Laubhaufen am Regenwaldboden befindet.
Das Dach verhindert, dass Wasser eindringen kann und bedeutet auch, dass potenzielle Räuber wie Ameisen durch die einzige Öffnung kommen müssen. Dort werden sie mit mehreren Wächterinnen konfrontiert.
Im Inneren des Nests befinden sich weitere Blattschichten zur Feuchtigkeitsregulierung. Ein konstantes Temperaturmanagement ist der Schlüssel dazu, und Arbeiterinnen werden zum luftfächeln abgestellt, um eine Überhitzung des Nestes zu verhindern.
Obwohl ihr Lebenszyklus saisonal ist und das Hummelvolk während der Trockenzeit abstirbt, sind ihre Nistplätze oft so gut gebaut, dass sie mehrere Jahre überstehen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass eine neue Königin ihren eigenen Hummelstaat in einem bereits bestehenden Nest gründet – was für die meisten anderen Hummeln ziemlich ungewöhnlich ist. Wahrscheinlich ist es das, was den Königinnen dieser speziellen Hummelart einen großen Vorteil im Amazonasgebiet verschafft.
Es ist bekannt, dass Bombus transversalis von Motten parasitiert wird, obwohl das Nest nur einen Eingang hat und meist gut bewacht ist. Irgendwie sind die Motten in der Lage, sich durch den Eingang zu schleichen.
Quellen
- Bumblebeeconservation.org
- Bild: Von M. C. Cavalcante, F. F. Oliveira, M. M. Maués, and B. M. Freitas – M. C. Cavalcante, F. F. Oliveira, M. M. Maués, and B. M. Freitas (2012) “Pollination Requirements and the Foraging Behavior of Potential Pollinators of Cultivated Brazil Nut (Bertholletia excelsa Bonpl.) Trees in Central Amazon Rainforest” Psyche vol. 2012 doi:10.1155/2012/978019 Figure 2, CC BY 3.0, Link
- Bild: John Ascher
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Bombus funebris
Bombus funebris (Frei übersetzt: Die “schwarze Hummel”) ist eine Hummelart, die 1854 von Smith beschrieben wurde. Diese Hummelart lebt nur in großen Höhen, die normalerweise zwischen 2.000 und 3.500 m über dem Meeresspiegel.
Ihr Vorkommen umfasst Bolivien (Departements Cochabamba und La Paz), Chile (Departements Coquimbo), Kolumbien (Departements Cundinamarca und Nariño), Ecuador (Provinzen Azuay, Guayas, Slough, Los Ríos, Pastaza, Pichincha und Tungurahua) und Peru (Provinz Lima einschließlich Ancash, Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Cuzco, Junín, Piura, Puno und Tacna).

Leider ist auch diese Hummelart von den Auswirkungen der importierten Zuchthummeln betroffen. Obwohl Zuchthummeln schlechtere Bestäuber als einheimische Arten sind, werden sie immer noch für den industriellen Gemüseanbau eingesetzt und importiert. Die Eroberung Chiles durch die Europäische Hummel Bombus terrestris in diesem Jahrzehnt konnte nicht gestoppt werden. Die Art, die vor 20 Jahren erstmals in das Land importiert wurde, hat den Lebensraum ihrer einheimischen Verwandten eingenommen.
Die europäische Erdhummel wurde importiert um die Bestäubung von Tomaten-, Heidelbeer-, Kiwi- und Pfefferkulturen zu optimieren, und es wurde sogar die Erlaubnis erteilt, diese vor Ort zu züchten. Nach Ansicht der Biologin Cecilia Smith an der Universität von Los Lagos richtet sie mehr Schäden an, als sie Vorteile bringt. Wenn der Bombus terrestris eine Blüte besucht, hinterlässt sie Parasiten und andere Krankheiten, denen einheimische Hummelarten nicht gewachsen sind.
Die importierten Zuchthummeln breiten sich rasant schnell aus, man schätzt etwa 200 km im Jahr. Und selbst wenn einheimische Arten resistente Gene entwickeln um ihr Aussterben zu verhindern, der Wettbewerb um Nektar bleibt.
Quelle
- americaninsects.net
- elmostrador.cl
- economiaynegocios.cl
- Bildquelle: repository.humboldt.org.co
- Bildquelle: discoverlife.org
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Bombus eximius
Bombus eximius ist eine Hummelart, die in den südlichen, östlichen und südöstlichen Teilen des asiatischen Kontinents zu finden ist.
Es handelt sich hierbei um eine ziemlich große Hummelart. Die Königinnen sind 28 bis 29 mm lang, während die Arbeiterinnen 14 bis 19 mm und die Drohnen 18 bis 19 mm groß sind. Die Haarfarbe des Brustkorbs ist schwarz und um die mittleren und hinteren Beine geht es in ein orange über. Diese helle Färbung wurde auch schon als “gelblich rot” beschrieben.
Diese Art kann leicht mit Bombus flavescens zu verwechseln.
Bombus eximius ist in unteren Höhenlagen zwischen 450 und 1200 m um das Sichuan-Becken relativ selten. Sie wurde aber schon in der Himalaya-Region, in Myanmar, Thailand, Vietnam, China (Yunnan, Xizang, Sichuan, Fujian, Jiangxi, Guangdong, Guangxi, Guizhou), Taiwan und in Japan gefunden.
Quelle
- Bild: USGS Bee Inventory and Monitoring Lab from Beltsville, Maryland, USA – bombus eximias, f, tawain, side_2014-08-10-09.55.23 ZS PMax, Public Domain, Link
- Williams, P. H. (1991): The bumble bees of the Kashmir Himalaya (Hymenoptera: Apidae, Bombini). In: Bulletin of the Natural History Museum (Entomology).










