Ein schöner Gedanke @HP!
Was mich so fasziniert, sind die unterschiedlichen Strategien, mit denen Hummeln versuchen, ihre eigene Art zu erhalten.
Die einen haben es eilig, wie zum Beispiel die Gartenhummel. Sie setzt auf ein relativ kleines Volk. Das ist ein Risiko: Spielt das Wetter in dieser kurzen Zeit nicht mit, hat sie Pech gehabt. Passt das Wetter aber, kann sie voll durchstarten. Das Nest entwickelt sich rasant und Feinde und Parasiten haben kaum Zeit, diese Entwicklung zu stören.
Die Ackerhummel dagegen lässt sich Zeit. Sie setzt auf ein mittelgroßes Volk. Dadurch ist sie unabhängiger vom Wetter, kann Ausfälle/Rückschläge kompensieren, riskiert aber, dass Dürreperioden oder schwere Gewitter mit Überschwemmungen ihr Nest vernichten. Und weil ihr Volk so lange besteht, bietet sie über einen langen Zeitraum eine große Angriffsfläche für Feinde und Parasiten.
Andere Arten wiederum wählen den Mittelweg mit einem großen oder kleinen Volk.
Und das eigentlich Faszinierende daran: Alle diese Wege führen zum Ziel. Weil Natur und Insektenwelt miteinander im Bund stehen, perfekt aufeinander abgestimmt sind, sich gegenseitig brauchen und unterstützen.
Einfach unglaublich faszinierend.
Grüße Stefan