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Sandarium

  • Dieses Thema hat 9 Antworten und 5 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 2 Wochen, 2 Tage von UeliUeli.
Ansicht von 10 Beiträgen - 1 bis 10 (von insgesamt 10)
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    Beiträge
  • #46610 Antworten
    janfo
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Hallo liebe Naturfreunde,

    Ich habe dieses Jahr ein ,,Sandarium” angelegt und wollte meinen Ansatz hier mit euch teilen.

    Ein Sandarium erfüllt viele Zwecke, so können viele verschiedene Wildbienenarten dort ihre Nistgänge graben, außerdem erfreuen sich Vögel an einem Sandbad und Eidechsen finden einen Eiablageplatz um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen.

    Ich bin selber kein Experte, mein Sandarium hat nicht viel offene Fläche, aber ich denke dass es für meine Zwecke vollkommen ausreichend ist.

    Ich habe bei einem örtlichen Baubetrieb Kies und Sand geholt. Es eignet sich vor allem ungewaschener Sand, da die Sandkörner gut aneinanderhaften und somit die Nistgänge der Wildbienen Stabilität bekommen. Man benötigt eine ganze Menge, ich habe ca. 100 Liter Sand + 100 Liter Kies verwendet. Kommt natürlich ganz auf die Fläche an. Mein Boden ist recht lehmig, daher habe ich diesen Lehmboden noch zum Mischen verwendet.

    Wie ich vorgegangen bin:

    Zuerst habe ich die Grasnarbe abgetragen und dann eine ca. 30cm Tiefe Grube ausgehoben. Ungefähr 1/3 des Aushubs habe ich zwischengelagert um ihn später mit dem Sand und Kies zu vermischen. Nun habe ich die Grube noch aufgelockert und habe begonnen Kies, Sand und Lehmaushub hineinzufüllen und immer wieder zu mischen. Das Sandarium hat eine leichte Erhöhung über dem umgebenden Grund. So wird sichergestellt dass es nie zu Staunässe kommen kann und es allgemein ein trockenes Biotop ist.

    Ich wollte gerne eine Bepflanzung haben, somit habe ich dort 10x Natternkopf und 3x Wollziest sowie 3x Sandglöckchen und noch 2x Gelbe Schafgarbe eingepflanzt. Außerdem einige Steine, da viele Wildbienen gerne an Steinen ihren Nistgang graben und diese auch für ein wärmeres mikroklima sorgen.

    Ich habe die Bilder angehängt, damit jeder sich einen Eindruck verschaffen kann. Es sind auch schon ein paar Nistgänge zu erkennen (siehe Foto)

    Eventuell werde ich auch noch Totholz integrieren. Ich werde auch ein Updatefoto machen, sobald die Natternköpfe und der Wollziest blühen

    Dies ist nur meine Herangehensweise, der Kreativität sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt man muss sich nur an ein paar Grundregeln halten.

    Attachments:
    #46618 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @janfo   Ich habe auch so einen Platz geschaffen, nun droht er zu überwachsen. Nun habe ich gelesen, dass ein Sandarien von Bewuchs frei gehalten werden müsse. :biene:

    Attachments:
    #46620 Antworten
    janfo
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Ja genau, es muss von Bewuchs frei gehalten werden. So wie ich es habe sind schon relativ viele Pflanzen angepflanzt, für Wildbienen sind aber noch mehr als genug offene Stellen. Diese Stellen sollten jetzt aber freigehalten werden.

    #46631 Antworten
    Martin
    Forenmitglied

    Super Sache! Das einzige Problem könnten Katzen sein. :mrgreen:

    Ich finde den Ansatz eines Briten sehr spannend, mit vertikalen Sandnisthilfen zu arbeiten. Scheint wohl zu funktionieren, auch wenn ich’s mir zuerst auch nicht vorstellen konnte.

    #46634 Antworten
    janfo
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Das sieht auch sehr gut aus! Gute Inspiration, Danke!

    Habe auch schon vertikale Sandarien gesehen.

    An sich nisten viele Wildbienen ja gern an solchen Abbruchkanten, insofern denke ich werden viele von vertikalen Flächen angelockt.

    Bei mir im Garten konnte ich das leider nicht so umsetzen, daher habe ich die Variante gewählt eher ein Sandbeet zu machen was auch bepflanzt ist, also ein zwischending.

     

    #46652 Antworten
    PetraS
    Forenmitglied

    Hallo janfo,
    tolle Idee, dein Sandbeet. Wird aber der Wollziest die Fläche nicht zuwuchern? Bleibt dann noch genügend freie Fläche für die Wildbienen?
    Hallo Martin,
    auch, wenn ich mehr auf “natürliche” Gärten stehe. Das ist wirklich eine sehr pfiffige Idee. Vor allem Nummer Zwei finde ich interessant. Hab mir das mal angeschaut. Werde aber nicht ganz schlau. Wurden mehrere von diesen Besteckbehältern übereinander gestellt? Und wie dann befestigt?…

    #46658 Antworten
    janfo
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo Petra,

    Ja, habe auch gehört dass der Wollziest wuchern soll. Hatte ihn bisher noch nicht im Garten, aber wenn es zu viel wird kann ich ja einhalt gebieten. Wobei mir bisher noch nie eine Pflanze zu sehr gewuchert hat. Ich denke auch wegen dem Natternkopf der ja nach der Blüte abstirbt wird es immer lückig bleiben. Und ich werde auch immer mal wieder Hand anlegen. Bin gespannt wie es sich entwickelt.

    #51296 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied

    @janfo:

    Tolle Sandstruktur, die du geschaffen hast, mehr als die Hälfte der Wildbienen sind ja Bodenbewohner. Und offenbar wird sie von den Sandbewohnern geschätzt.

    Ich habe vor vier Jahren auch eine solche Struktur angelegt in Form eines Rings, der zur Hälfte mit Sand und zur anderen Hälfte mit Kies gefüllt und bepflanzt ist. Nun hat sich nach vier Sommern noch kein richtiger Erfolg eingestellt. Ich sehe viele Wildbienen an den Pflanzen (Natternkopf, Färberkamille, Hornklee, Malven). Brutzellen werden höchst selten gegraben, ab und zu holen Besucher ihr Baumaterial.

    Mein Verdacht ist, dass die Anlage zu feucht steht, dass das Wasser zuwenig gut abläuft. Ich hätte beim Bau wohl mehr auf die Drainage achten sollen, z.B. 50cm Kies unten rein legen. Vielleicht ist auch der Sand ungeeignet, so genau weiss ich’s nicht.

    Nun, bevor ich alles aushebe und neu aufbaue, ergänze ich mit weiteren Pflanzen das Nahrungsangebot für die Bienen.

    Attachments:
    #51299 Antworten
    janfo
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Der Sand muss einen hohen Lehmanteil aufweisen, also am besten mit Lehm mischen und ungewaschen/grobkörnig sein. Ich denke auch am ehesten wird es die Struktur des Sandes sein, der nicht zusagt. Man kann auch ein paar Holzsstücke und vielleicht ein paar mehr Steine hineinlegen. Die Bienen graben gerne neben solchen Strukturen. Steine und Holz auf der Oberfläche helfen auch bei Regengüssen, dass der Sand nicht weggeschwemmt wird bzw. etwas trockener bleibt.

    Mein Sandarium ist sicher auch nicht perfekt, ich habe auch schon überlegt ein weiteres anzulegen, was ähnlich wie bei dir in die Höhe geht. So spart man sich das Loch, was doch sehr viel Arbeit ist. Es kann aber auch sein, dass Bienen eher Bodennah suchen und somit kaum diese “Hoch-Sandarien” besiedeln.

    Ich werde jedenfalls nächstes Jahr wieder aufmerksam beobachten was in meinem Sandarium passiert.

    #51305 Antworten
    Ueli
    Forenmitglied

    @janfo

    Danke für deinen konstruktiven Beitrag. Ich habe dieses Jahr einen Teil des Sands ausgetauscht aus einer anderen Grube in der Region, einen Unterschied in der Besiedlung konnte ich aber nicht feststellen. Ich denke, dass der ursprüngliche und der neue Sand nicht so schlecht sind.

    Auf der Webseite wildbee.ch wird ein “Handtest” beschrieben, nach dem die Tauglichkeit des Sands geprüft werden kann. Meine Proben erfüllen eigentlich die Kriterien.

    Wie du erwähnst, werde ich die Oberfläche noch besser dekorieren und auch das Gejät nicht mehr so rigiros entfernen. Mal schauen, obs doch noch was wird.

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