die letzten 2 Völker

Hummel-Forum Hummelsaison die letzten 2 Völker

Dieses Thema enthält 28 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Christine Christine vor 2 Monate, 3 Wochen.

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  • #5572 Antwort

    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Nee, ich habe in diesem Jahr die Tipps eines österr. Hummi-Profi´s beherzigt und Bt im Mörser zerrieben und mit einer vorgegebenen winzigen Menge Streu und Kapok bestäubt. Klar, hier streiten sich die Gemüter.

    Ich für mich selbst habe folgendes entschieden:
    Ich möchte den Hummi´s dauerhaft Nistgelegenheiten anbieten. Wenn ich im Vorfels Bt einsetze, schleppen sie dies an die Blüten – aber ich muss nicht ständig die Nester beim kontrollieren aufscheuchen. Wenn ich regelmäßig nachsehe, bin ich immerzu am Stören. Und wenn dann ein Befall zu verzeichnen wäre ( und das wäre wohl immer der Fall), müsste ich alles kpl. auseinander nehmen, neu herrichten und das Volk muss wieder arbeiten. Viel mehr Arbeiterinnen wären dann m.E. mit Nestbau beschäftigt als mit Nahrung sammeln. Das Bt wäre sowieso auf den Blüten.
    Wie gesagt: das ist meine persönliche Meinung.

    Ich hatte dieses Jahr alle Völker ohne Wachsmotten. Muss aber auch sagen, dass anscheinend die Wächterinnen auch ihren Job gemacht haben. Die waren ganz schön fix bei der Verteidigung ihrer Brut. Habe ja schon berichtet.

    Für nächstes Jahr probiere ich eine Mini-Plus unterirdisch aus. Ich schwöre auf dieses Material.
    Foto folgt in den nächsten Tagen. Material ist absolut wasserdicht, ober- und auch unterirdisch.
    Einlaufröhre ist aus Teichschlauch, verkleidet mit Heizungsisolierung. Den Einlauf an sich habe ich mittels Siebdruckplatten, einem einfachen Trichter (abgesägt und aufgerauht) hergestellt. (Doof kann man ja sein, Hauptsache man kann sich helfen – so ist ein Sprichwort hier regional). Ich habe schon immer mit den Kindern viel gebastelt und daher kann ich über einen schier unerschöpflichen Ideen- und Materialvorrat verfügen. Zusätzlich wohnen wir sehr ländlich – also hilft jeder jedem. Super Geschichte!!!!!!!!!!!
    Das ist keine Angeberei, wenn ich berichte.
    Und hier noch ein Geheim-Tipp (und das im www.) für diejenigen, die Kästen von Hr. Abraham haben: Im Handel gibt es Hugo- ein weinhaltiges Getränk. Die Kartons an der Naht öffnen, die Länge ringsherum anpassen und in den Styropor-Kasten einfügen. Kann man fast 1:1 anwenden. Man braucht nur gute Kontakte zum Supermarkt bzw. „trinkfeste“ Bekannte. Bei uns hier regional lässt nur NORMA die Kartons gheil.
    Einfach probieren!
    Genug für heute und LG

    #5573 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin

    Hallo Doris!

    Na da bin ich gespannt auf Deine „Mini-Plus unterirdisch“. Vielleicht schaffe ich es ja auch nächstes Jahr mal etwas unterirdisches zur Verfügung zu stellen. Vornehmen tu ich mir das schon Jahre….


    398 ü. n. N.

    #5578 Antwort

    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo nochmal, vielleicht kann mir doch noch jemand eine Antwort auf meine Frage geben, ob die Styropor-Kästen (z.B. wie die Abraham-Kästen) ins Erdreich sollten wg. Umkipp-Gefahr oder wg. klimatischer Auswirkungen auf das Nestklima. Plane derzeit ja den Umbau des Hummelstandes und versuche, im Vorfeld den optimalen Platzbedarf zu ermitteln, schon wegen der Mini-Plus. Nächste Woche geht´s dann los.
    LG von Doris

    #5579 Antwort
    Bodensee Mauersegler
    Bodensee Mauersegler
    Forenmitglied

    Hallo Doris.
    Die Styropor Kästen sollen etwas ins Erdreich vergraben werden, damit die Einlaufröhre in Bodennähe liegt und somit von suchenden Erdhummelköniginnen leichter gefunden werden kann.
    Ich habe gerade dieses Foto im Garten am unterirdischen Kasten machen können….
    Immerhin am 3. Oktober 2017 :angel:

    Dateianhänge:
    #5581 Antwort

    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hey, super!!!!!!!!!!!!!!!!
    Schön anzusehen. Und eine hübsche Dicke!
    Sieht aus, als ob sie sich nochmal schnell unter den Blättern verstecken will. Wenn dann im kommenden Jahr wieder die neue Generation am Start ist, hat sich alles gelohnt. Jeder noch so kleine Erfolg zählt.
    >LG

    #5588 Antwort

    Budmaster
    Forenmitglied

    Hallo.
    Ich komme gerade aus Zeeland in den Niederlanden zurück, wo ich mich knapp 2 Wochen aufhielt. Nachdem ich bei mir schon lange keine Erdhummeln mehr sah, wunderte es mich das ich da noch etliche sehr große sah. Scheinen alles Jungköniginnen zu sein da nach einem Platz für den Winter suchen. Auf einem Feld stand noch eine unmenge lilablühender „Bienenweide“ als Gründünger, das wird später einfach umgepflügt. Dort sah ich aber nur Bienen. Die Hummeln suchten nur nach Unterschlupf.

    Wieso fliegen da noch Hummeln wo hier schon lange keine mehr fliegen? Die Temperaturen sind etwa so wie hier auch.

    #5589 Antwort
    Luc
    Luc

    Hallo Doris,

    bei den Bodennestern gehts sowohl um die konstantere Teperatur u. um die leichtere Besiedlung.
    Heuer 19 teilversenkte Hummelkästen angeboten, u. 13 oberirdisch.
    Von den versenkten wurden immerhin 10 besiedelt, 8 bei den oberirdischen. Bei letzteren waren auch 4 Beuten in 1,5m u. 1,3m Höhe, die von Erd- u. Ackerhummel angenommen wurden.
    Bis zum nächstem Frühjahr heissts nun wieder viele Trachtpflanzen aussäen :-)

    VG Luc

    #5591 Antwort

    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Danke für die Info. Luc, meinst Du bei teilversenkt die Abraham-Kästen, mit versenkt die unterirdischen (Schwegler)?
    Ich bin auch schon wieder bei der Kästen-Herstellung für´s nächste Jahr.
    Gestern war der Dachdecker da und hat meinen Hummelstand umgebaut. Da habe ich endlich genug Platz. Und dabei habe ich die wichtigen Tipps aus dem Forum umgesetzt, Kästen in erdnähe aufzustellen, so dass die erste Etage auch bezogen werden kann.
    Also dann- auf geht´s in die nächste Saison. Und viel Spass beim Aussäen.

    VG Doris

    #5593 Antwort

    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Und das am 16.Oktober!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Eine Dicke nimmt über 2 Stunden ein intensives Sonnenbad auf der Blüte und die zweite Turnt dicht darüber auf den Eisenkraut-Blüten. Irgendwie haben sie wohl den Anschluss verpasst.
    Mache mir deswegen richtig Sorgen. Auch sind noch einige kleine Erdhummeln im Garten unterwegs. Reichliches Nahrungsangebot ist glücklicherweise vorhanden. Mut zur Unordnung im Garten-die Stängel bleiben bis zum Frühjahr stehen und Wiese wird erst Ende Oktober gemäht.

    Dateianhänge:
    #5597 Antwort
    Christine
    Christine
    Forenmitglied

    Eine Erdhummel hatte ich heute auch noch im Garten auf einer Malvenblüte. Jedoch scheint es eine alte Königin zu sein, die nun am Absterben ist…. hat eine kahle Stelle und hat sich kaum noch bewegt.

    Bei mir steht nur noch ein Kasten im Garten, meine Ackerhummeln. Gestern hab ich mich getraut und den Deckel geöffnet. Er ging überraschenderweise ganz leicht auf. Keine Wachsmotte, für mich wie ein Wunder. Eine ganz kleine Hummel war noch am Leben. Ich warte noch mit dem Ausräumen, bis sich wirklich nichts mehr bewegt.

    Ich brauche für die nächste Saison vernünftige Klappen. Mehr Kästen werde ich nicht aufstellen. 9 sind reichlich für meinen kleinen Garten, ich hab außerdem nicht so viele Schattenplätze und Nachbarn, die sich wieder aufregen werden…. wenns „noch mehr“ wird.

    #5604 Antwort

    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo Christine, schön dass Du noch online bist. Hast ja auch viele Angebote für die Hummeln im Garten gehabt. Hast Du nicht auch eine Hummelkugel im Einsatz gehabt? Wenn ja, kannst Du mal berichten? Und woher willst Du die Klappen nehmen? Hast Du einen Tipp?

    Ich hatte Kästen mit Vorbau und Kästen mit der normalen Klappe. Hat Beides gut funktioniert, obwohl die Hummi-Schweini´s einige der Vorbauten als Klo missbrauchten.
    Gegen Wachsmotten hatte ich im Vorfeld bereits Kapok mit wenig Bt bepudert. Auch die Rechnung ist aufgegangen. Das werde ich wohl im kommenden Jahr beibehalten.

    Zur Unterstützung der Rückkehrerinnen in der kommemden Saison werde ich in meinen Kästen in Nestnähe jeweils eine Halterung zur Aufnahme von etwas Futterteig anbauen. Zuckerlösung im Legostein kippt um, da die Hummeln oftmals das Unterste nach oben räumen. Die Labordurangläser, in Nestnähe gelegt, durchnässen die Streu und die Menge ist einfach zu groß. Ständiges Öffnen der Kästen will ich vermeiden. Und Futterteig habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal angeboten. Ich war erstaunt, dass die Hummeln mit dieser festen Nahrung gut zurecht gekommen sind.
    LG

    #5617 Antwort
    Christine
    Christine
    Forenmitglied

    Hallo Doris,
    ich lese fast täglich mit.
    Zwischendurch kam ich mir aber sehr „laienhaft“ vor, da hier echte Profis schreiben. Da werden Dinge diskutiert, die ich teilweise nicht mehr nachvollziehen kann und möchte. Das übersteigt bei Weitem meine Vorstellung von Hummelschutz. Ich möchte meinen Hummeln einfach ein Haus anbieten, in dem sie sich ungestört vermehren können. Ich schaue nicht ständig rein, lasse sie ganz in Ruhe.

    Bei mir sind in den Kästen auch Innenkartons, allerdings lasse ich oben offen.

    Das einzige Problem, das ich habe, ist, wo bekomme ich vernünftige Klappen her. Sie sollten eine vernünftige Schräge haben, damit die Klappen gut schließen. Ich selbst bin zwar handwerklich geschickt, habe aber keine Möglichkeit, etwas zuzusägen. Da werde ich mich über den Winter umschauen. Auch bräuchte ich noch einen kleinen Unterstand, eine Art Regal, wo ich noch meine restlichen 3 Kästen geschützt unterbringen kann. Evtl. fällt mir auch hier über den Winter was ein. :zwinker: :zwinker:

    Meine Hummelkugel habe ich einfach aufgestellt, mehr nicht. Habe alles in Ruhe gelassen, zwischendurch nur einmal reingeschaut, da mein Hummelpapst sehen wollte, wie die Kugel innen aussieht. Der Wiesenhummel hat das Haus scheinbar gefallen. Ich bin mir sicher, dass im nächsten Jahr wieder eine einziehen wird. :angel:

    Viele Grüße
    Christine

    Dateianhänge:
    #5619 Antwort

    Doris
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo Christine, auch ich hatte das „Laie-sein“ Problem. Ich bin auch immer noch Laie, nur ist mir das jetzt egal. Ich erlese mir viel im Internet, und wenn ich dazu Fragen habe geht´s immer frei von der Leber weg. Profi Tipps gibt es viele. Ich für mich suche mir einen Weg, der für meine Zwecke ideal scheint. Die Praxis bringt´s dann sowieso – und dann meist anders. Informativ ist auch insektenstaaten.de
    Auch ich vertrete die Meinung, den Hummeln ein gutes Zuhause anzubieten, in dem sie ihr Volk gründen und recht viele Jungköniginnen hervorbringen.
    Hatte ja schon berichtet, dass ich Kapok mit Bt bestäubt habe. Da war ich mir ziemlich sicher, kaum ein Wachsmottengespinst in den Nestern vorzufinden. Lediglich mein Blumentopf Marke Eigenbau hatte Motten, allerdings recht spät und da haben sie keinen Schaden mehr angerichtet.

    Du hast auch alles Holzkästen? Ein Foto wäre schön. Sind nicht leicht sauberzumachen. Ich habe in den Holzkästen ganz unten Büro-Ablagekästen drin. Da drauf liegen dann die zwei Styrodurstreifen, auf denen der Nistkarton steht. Im letzten Jahr hatte ich zuerst auch mit oben offenen Kartons geliebäugelt, habe dann aber den Rat bekommen, dass so der Karton zu instabil werden würde. Wie machst Du das?

    Ein Tipp zum Thema Unterstand. Wenn Du in Richtung Regale denkst, kann ich Dir eine Kiefer-Vollholzvariante (Holz-Regal mit 4 Böden, Belastbarkeit 100 kg, 800x1000x300 mm) von HORNBACH empfehlen. 24,95 EUR/Stck. Noch einen wetterfesten Anstrich drauf und gut!
    Oder jetzt im Herbst bieten Baumarkt und Co. gerne mal Geräteschränke zum halben Preis an. Aus so einem Teil für 39 EUR habe ich mein Insektenhaus gebaut.

    Nun zum Thema Hummelklappe. Was hast Du derzeit benutzt? Kannst Du mal ein Foto senden? Und was würdest ausgeben für eine gute Klappe?
    Das mit der Hummelkugel ist ja toll. Da hat sich die Investition gelohnt.
    Ich selber habe dieses Jahr erstmals Hummelhäuser aus EPS im Einsatz. Nichts war abgefressen von den Brummern (bei den Abraham-Kästen sind leider im zweiten Jahr die Unterteile ziemlich ramponiert).
    Im nächsten Jahr gibt´s die unterirdische Variante im Test.
    Habe ja eine komplette Hobbywerkstatt eingerichtet und auch viel Zeit für mein Hobby.
    Grüße von Doris

    #5623 Antwort
    Christine
    Christine
    Forenmitglied

    Doris, ich hab unter „Hummelhäuser“, „Hallo aus Franken“, weitergeschrieben.

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Antwort auf: die letzten 2 Völker
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