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Michel: Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen

Hallo,

habe Kästen mit Klappe und welche ohne. Duftbarrieren habe ich früher getestet, Lavendel und Heilplfanzenöl, aber das hat die Wachmotte auch nicht gehindert, ins Nest einzudringen.

Wachsmotten waren aber bisher in all den Jahren nie ein Problem, da sie, wenn überhaupt, erst am Ende der Nestentwicklung eingedrungen sind. Meist haben die Wächterinnen die Sache ganz gut im Griff gehabt, allerdings sah man auch nur ab und an mal einen Falter an den Kästen sitzen.

Anders in diesem Jahr, bereits Anfang Juni wurden einige stärkere Nester regelrecht belagert – teils 10 und mehr Falter gleichzeitig am Kasten! Sowas habe ich vorher noch nicht beobachten können. Trotz Wächterinnen oder Klappen kam es letztlich zum Befall, der teils recht erheblich war. Durch frühzeitiges Behandeln befallener Nester (Behandlung erfolgte nur, insofern sie nicht ohnehin bereits im Absterben inbegriffen waren) konnten aber alle Kolonien ohne größere Schäden bisher gerettet werden und sich erfolgreich weiterentwickeln. Behandlung erfolgte durch BT und Entfernung befallener Wabenareale. Aber auch die Befallsdichte ist dieses Jahr enorm, in einem Kasten (Nest war bereits fast abgestorben) habe ich 9 Falter entdeckt! Im Nest ein Gewusel von Wachsmottenlarven. Aber da dort eh keine Brut mehr vorhanden war, ist die Schadwirkung nicht nennenswert gewesen.

Ich war bisher auch der Meinung, dass die Falter nur in direkter Nestnähe Eier plazieren. Aber nach dieser Saison sehe ich das etwas anders. Ich würde meinen, dass die Weibchen auch im Bereich des Vorbaus Eier ablegen. Auch wenn die Eier sich durch die kälteren Temperaturen außerhalb vom Nest langsamer entwickeln, irgendwann schlüpfen sie, und sei es bei heißen Temperaturen einzelner Warmphasen. Die Larven ernähren sich dann vom Kot und Resten im Vorbau, der ja bei Erdhummeln oder Steinhummeln oft sehr verschmutzt ist, bis sie dann auch über Vorbau und Laufröhre in den Brutraum vordringen. Bei einem Nest war beispielsweise Vorbau, Laufröhre und der Bereich des Nestes, welcher nahe an der Laufröhre anliegt, befallen – ein Indiz für meine obigen Überlegungen. In dem Falle schützt dann auch die Mottenklappe nicht mehr…

Naja, durch häufige Nestkontrollen konnten aber, wie gesagt, aller Nester gut gegen die Motte verteidigt werden. Ich kann nur regelmäßige Nestkontrollen jedem empfehlen – denn wenn man nur oberflächlich schaut ohne Nestöffnung, bemerkt man ev. Befall erst zu spät…

Vg,
Michel

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