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Martin: Inzucht gefährdet seltene Hummelarten

>Gibt es denn überhaupt klar entwickelte Programme um Hummeln zu schützen?

Es gibt das [http://www.bluehende-landschaft.de/ Netzwerk Blühende Landschaft]. Um die größtmöglichste Förderung zu kassieren, muss man sich allerdings für 5 Jahre verpflichten. Die Bauern mit denen ich gesprochen habe, schrecken solche und andere Auflagen leider ab. Theoretisch kann in der Landwirtschaft nämlich viel getan werden. Es liegen so viele kleinere Flächen brach, weil es sich nicht lohnt etwas dort anzubauen. Auf dem meist noch überdüngten Boden wächst dann nur fettes Gras und keine Blumen, da müsste man also gezielt etwas ansäen. Praktisch ist so etwas natürlich Luxus. Für solche Maßnahmen fehlt dann die Zeit oder das Geld. Ich habe das Glück in der Verwandschaft Landwirte zu haben und hoffe in den nächsten Jahren hier den ein oder anderen Hektar Rotklee, Luzerne o.ä. für die Hummeln zur Verfügung stellen zu können. Aber da brauchts noch etwas Überzeugungsarbeit und Geld..

Bei Blühstreifen frag ich mich immer, ob die nicht doch zu sehr mit dem Gift “versorgt” werden, das auf dem Acker zum Einsatz kommt.

Ich sehe auch großes Potential in den sogenannten Ausgleichsflächen. Ich kenne nur die Situation in Bayern, weiß also nicht wie es in anderen Bundesländern aussieht. Für jede Fläche die bebaut wird, muss seit einigen Jahren der Natur etwas “zurückgegeben” werden. Durchschnittlich sind das so um die 25% der bebauten Fläche, also für 10.000 m² werden etwa 2500 m² Ausgleichsfläche fällig. Auf diese werden dann z.B. Streuobstwiesen oder Feuchtbiotope angelegt. Gerade um Industriegebiete finden sich oft solche Ausgleichsflächen, bevorzugt Feuchtbiotope. Leider wird dabei wenig spezifisch für die Hummeln getan. Man müsste dafür sorgen, dass dort mehr Pflanzen für Hummeln gepflanzt werden. Oder generell im Rahmen der Ausgleichsflächen mehr Magerwiesen angelegt werden.

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