Bulli: Die Rache der Schöpfung – Untergang der Bienen
Vor zwei Monaten oder so gab es einen Bericht im Fernsehen, der einen Zusammenhang zwischen der immer stärker wachsenden Kleinimkerei und dem Rückgang der Wildbienen in ihren städtischen Rückzugsgebieten herstellte.
Als normaler Mensch merkt man ja nichts davon wieviel Brut eine Wildbiene ohne die Kleinimkerei normalerweise legen würde und ob die Tierchen zu früh verhungern oder nicht.
Im Konkurrenzkampf der durch Menschen unterstützten lukrative Honigbienen (Umsatz bis 100 Euro pro Volk) gegen die ungeschützte Wildbienenpopulation weiß ich schon jetzt, wer den Kürzeren ziehen wird.
Selbst wenn 100 % der Gartenbesitzer in einer Stadt viel Geld investieren, um vollkommen auf insektenfreundliche Blumen und Trachtlücken schließende Pflanzen umzustellen, gäbe es immer noch die Kleinimker, die durch den guten Honigertrag beflügelt ihren Bestand an Völkern einfach erweitern.
Die ursprünglich nur drei Völker auf der Pariser Oper sind ja auch rasant mit weiteren Völkern aufgestockt worden.
Die einen geben Geld aus, um Wildbienen und Co über das Pflanzenangebot zu unterstützen und die anderen schöpfen mit Honigbienen diesen Mehrgewinn für die Natur einfach ab.
Was mich inzwischen stört, ist die Werbung für die Kleinimkerei.
Imkerei ist ökonomisch selbsttragend. Die braucht darum keine Werbung.
Beworben werden sollte die monetäre Reserven verbrauchende Unterstützung von Hummeln, Wildbienen und Schlupfwespen.
Wer sich für diese Tierchen im Internet interessiert, bekommt am Rande sowieso die Hinweise auf die lukrativere Kleinimkerei nebenher mit.
Den kleinen Beutenkäfer sehe ich als Intermezzo.
Bei so viel Umsatz pro Honigbienenvolk ist die teure Forschung zur Bekämpfung des Kleinen Beutenkäfers sicherlich innerhalb von ein paar Jahren finanziert, wenn der Käfer denn überhaupt nach Europa kommt.
Und dann hätten Hummeln und Co wieder das Nachsehen.
Viele Grüße
Bulli
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