Weniger Aktivität im Hummelhaus
- Dieses Thema hat 6 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 2 Wochen, 4 Tagen von
Christian aktualisiert.
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AutorBeiträge
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4. Juli 2026 um 11:54 Uhr #95579
ZoppoForenmitgliedHallo!
Habe dieses Jahr meinen ersten Hummelkasten.Eingezogen ist in der ersten Aprilwoche vermutlich eine helle Erdhummel.
In den letzten Junitagen, vor der Hitzewelle, konnte ich Jungköniginen und/oder evtl. auch Drohnen beobachten. Ein Zeitraum, der mir als sehr kurz für eine Hummelsaison vorkommt.
Jetzt, nach der Hitzewelle, ist sehr viel weniger Aktivität am Haus zu sehen und ich bin mir nicht sicher ob es daran liegt, dass der Staat sein Daseinsziel erreicht hat oder ob die Hitzewelle, trotz Verwendung von Kühlakkus, Schaden verursacht hat?
LG
Zoppo
4. Juli 2026 um 12:21 Uhr #95582
StefanAdmin- DE 84513
- 398 m
Hallo @Zoppo!
Sicher, dass es keine Gartenhummeln waren? Die sind um einiges schneller und kleiner in ihrer Entwicklung als Erdhummeln und sehen schon sehr ähnlich aus.
Für alle Hummelarten gilt: Wenn es bereits Geschlechtstiere gab, dann ist das Hummelvolk am Ende angelangt.
Bei dem einen Hummelvolk zieht sich das dann in die Länge und es wohnen dort noch wenige Arbeiterinnen die mehr oder weniger auf ihr Ende warten. Das andere Hummelnest endet von heute auf Morgen. Alles ist möglich und üblich.
Ob das Nest eher viele oder eher wenige Geschlechtstiere hervorbringt, hängt nicht nur vom Wetter ab. Es kann sein (und ist sehr wahrscheinlich), dass in mehreren Hummelhäusern die nebeneinander stehen und identische Bedingungen vorfinden und die identische Hummelart beherbergen, völlig unterschiedliche Nestverläufe stattfinden.
Das fängt mit der Nestgründung an, zieht sich über geglückte und gescheiterte Übernahmeversuche von anderen Königinnen über Kuckuckshummeln und Nestparasiten bis zum Wetter.
Du kannst ein gutes Hummelhaus haben, für Trachtpflanzen sorgen, einen guten Standort wählen, die Temperatur regeln, versuchen Feinde und Konkurrenten zu vermeiden. Ob das Hummelnest dann zum Schluss ein riesen Nest war oder langsam vor sich her kümmerte, das hat man als Mensch nicht komplett in der Hand.
Grüße Stefan
4. Juli 2026 um 13:41 Uhr #95584
ZoppoForenmitgliedBeitragserstellerHallo Stefan,
vielen Danke für die ausführliche Antwort!
Natürlich könnten es auch Gartenhummeln sein. Mein Bestimmung beruht auf einem amateurhaften Versuch, denn in der Tat, sehen sich die schwarz-gelben Arten in unseren Breiten sehr ähnlich, so dass ich sie sicher nur von Acker- und Steinhummeln unterscheiden könnte.
Nach Deinen Ausführungen verbuche ich die Hummelsaison 2026 für mich dann mal unter “Mission completed” und “erfolgreicher Beitrag zum Artenschutz”. Damit kann ich motiviert, und dann mit einem Hummelkasten mehr, See in die nächste Saison gehen.
Viele Grüße
Zoppo
4. Juli 2026 um 16:28 Uhr #95586
StefanAdmin- DE 84513
- 398 m
Ich seh schon, Du hattest viel Freude beim beobachten. Vielleicht kannst Du noch eine “Deiner” Hummeln für ein Foto überreden. Dann wäre das schnell geklärt.
Grüße Stefan
5. Juli 2026 um 22:51 Uhr #95654
ZoppoForenmitgliedBeitragsersteller6. Juli 2026 um 08:02 Uhr #95658
Karsten GrotstückForenmitglied- DE 34123
- 189
Dunkle Erdhummel
6. Juli 2026 um 08:57 Uhr #95659
ChristianForenmitglied- A-4800, 4851
- 420, 510 m
@Zoppo – Gratulation zum “erfolgreichen Beitrag zum Artenschutz” und alles Gute für das nächste Jahr mit der Chance auf Mehr mit einem weiteren Hummelkasten!
@Stefan – in Deiner kurzen Zusammenfassung über das Hummeljahr steht alles toll erklärt drinnen, was wichtig ist.
Weil der Titel dieses Threads auch für viele Hummelvölker in meinen Gärten gut passt, hier ein kleines Update: Die 6 Wiesenhummelvölker sind durch, viele Jungköniginnen haben die Nistkästen verlassen – bei 5 gibt es noch Flugbetrieb. Die Ackerhummeln – die Königin war die erste, die hier einen der 19 NK bezogen hat – befinden sich noch in der Aufwärtsentwicklung. Leider sind auch heuer wieder wieder einige Königinnen verschwunden, so ist halt die Natur. Im 2. Garten sind mehrere Gartenhummeln nach Entwicklung von Jungköniginnen “durch”, auch die Baumhummeln. Es war ein starkes Volk, aber unerklärlicherweise ohne bzw. kaum Jungköniginnen – an den Waben erkennt man keine größeren Zellen. Der Nistkasten wurde aber arttypisch von vielen Drohnen umschwirrt. War übrigens auch im Vorjahr so bei einem Nest, es hatte immerhin viele Drohnen hervorgebracht.Allgemein sehe ich nun hier endlich wieder viele Wald-, Stein- und Veränderliche Hummeln in einer nahe Blumenwiese, die hoffentlich noch nicht so bald gemäht wird. Die alten Bienenbäume beginnen gerade zu blühen, was etwa einen Monat viel Nektar für Bienen und Hummeln verspricht. An einem regnerischen Tag wie gestern, brummte es auf den Blüten ordentlich.
Auch das kontrolliert “wuchernde” Drüs. Springkraut wird bald für viel Hummelbesuch (auch von seltenen Arten wie z.B. Waldhummeln) sorgen, was – meiner Meinung nach – auch immer ein Garant ist für viele Jungköniginnen im nächsten Jahr.Beste Grüße aus Oö.! Christian
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