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wen haben wir denn hier?

Ansicht von 9 Beiträgen - 16 bis 24 (von insgesamt 24)
  • Autor
    Beiträge
  • #59908 Antworten
    Christian
    Forenmitglied
    Buchtip:

    @ Bulli – sehr interessant Deine Ausführungen über Kuckuckshummeln, wieder einiges gelernt. :bravo: Die 30 km für eine Übersiedlung einer solchen Königin erscheinen mir schon ziemlich weit. Bei mir fliegen derzeit viele Norw. Kuck.-Hummeln – kein Wunder bei 25 Nistkästen in 2 Gärten, die meisten besiedelt. Gestern habe ich wieder eine Kuck.-Hummel von einem Wohnsitz zum anderen mitgenommen und auf halber Strecke in einem guten, ruhigen, Gebiet neben einem Auwald freigelassen – ca. 8 km von meinen Gärten entfernt. Muss ein wenig aufpassen, denn meine Hummelfreunde sind weit verbreitet, und ich möchte das “Problem” nicht verlagern.

    Eigentlich habe ich schon ein schlechtes Gewissen: Einerseits achte ich auf Selbstansiedlungen, andererseits greife ich hier massiv in die natürlichen Abläufe ein. Aber es gibt halt bei uns massiv viele Norw. Kuck.-Hummeln.

    Den Tipp mit den verengten Einfluglöchern halte ich für sehr gut – muss mal überlegen, jedenfalls fliegen bei mir noch aus den Nistkästen die Königinnen, ausgenommen bei einem Baumhummelvolk mit Arbeiterinnen. Und noch gibt es Selbstbesiedlungen, so wie z.B. gestern eine Königin einer Ackerhummel. Beste Grüße aus dem verregneten Oö.! Christian

     

    #59919 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Erdhummeln räumen Kapok raus – vollgestopfte Einlaufröhren……

    Hat nicht die Natur schon vorgesorgt? Die Hummeln wissen, warum sie das tun und mir ist es nun auch klar nach diesen Ausführungen von Bulli.
    Gegen Wachsmotten z.B. verstopfe ich abends den Eingang auch, und zusammen mit Lavendelduft habe ich eine gute Abwehr. Die Hummeln im Nest hatten damit nie ein Problem, die quetschen sich problemlos durch das elastische Material. Das wird jeden Abend erneuert, die Motten könnten ja Eier gelegt haben.
    Bei drei Kästen ohne Klappen ist das gut machbar. :hummel:

    #59962 Antworten
    bumblebee-me
    Forenmitglied

    @Martha, hatte im vergangenen Jahr ein Baumhummelvolk das sich sehr gut entwickelte.
    Am 28.04.20 flogen die ersten Arbeiterinnen. 16 Tage später verstopften sie die Einlaufröhre,
    es flogen sehr viele Arbeiterinnen bereits. 21 Tage später war soviel Kapock rausgeräumt, dass ich
    etwas wegnahm um die Klappe schließen zu können. 07.06.20 bemerkte ich einen rassanten Rück-
    gang der Arb., am 08.06.20 flog die erste Norw. Kuckuckshummel aus. Bis zum 28.06.20 flogen insge-
    samt 10 Bombus norvegicus Königinnen und 2 Drohnen aus. So etwas hatte ich bis dahin in all den
    Jahren noch nicht erlebt. Hatte eigentlich noch nie Kuckuckshummeln in meinen Kästen.
    Also auch das Verstopfen und die Klappe hielt den Kuckuck nicht ab. So ist die Natur.
    Heuer wurde besagter Kasten wieder von einer Baumhummel belegt, mal sehen was das wird.
    Ein schönes Wochenende

     

    #59963 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    @Christian,

    warum die 30 km?

    Für Umsiedlungen usw. gelten “wenige Kilometer” als ausreichend.

    In Großbritannien gab es mal eine Studie, in der die Rückkehrfähigkeit von Hummel(-Arbeiterinnen?) getestet wurden. Sie kamen aus Entfernungen von 56 oder über 80 km zurück, wenn ich mich richtig erinnere.

    Bei solchen Daten ärgere ich mich immer wieder, dass ich sie nicht zusammengefasst habe.

    Die Kuckuckshummeln besuchen manchmal die gefundenen Nester als “Besucherinnen” um herauszufinden wann der beste Zeitpunkt zur Okkupation gekommen ist. Es müssen genügend Arbeiterinnen da sein, aber anscheinend auch nicht allzu viele.

    VG Bulli

    #59970 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @bumblebee-me    Danke für den aufschlussreichen und sehr interessanten Bericht. Er zeigt wieder einmal mehr, dass sich die Gesetze der Natur nicht so leicht aufhalten lassen, und wir die Forderungen der Natur nicht so einfach umgehen und auf die Dauer auch nicht überlisten können.
    So bleibt die einzige Möglichkeit, die Einlaufröhre so zu verengen, dass die Kuckuckshummel draussen bleiben muss oder sie einfangen und weg bringen, vorausgesetzt, man will das.
    Andererseits muss man sich fragen, ob sie langfristig wirklich eine Gefahr für die Völker sind oder genau so schutzbedürftig wie die Wirtshummeln. Sie kommen ja nur da vor.
    Nein, von Liebe kann keine Rede sein – oder doch – ja, aber nicht bei mir! :P

    #60029 Antworten
    Bulli
    Forenmitglied

    Wenn ich mich richtig entsinne, war in GB mal eine Kuckuckshummelart ausgestorben. In der Diskussion war, dass diese Hummelart vom “Kontinentaleuropa” importiert werden sollte.

    Ich weiß gerade nicht, ob die Art wieder angesiedelt wurde. Ach, das Gehirn.

    Bei der 1989 ausgestorbenen <i>Bombus subterraneus</i> wurde die Wiederansiedlung anscheinend erfolgreich durchgeführt.

    VG Bulli

     

    #60112 Antworten
    Budmaster
    Forenmitglied

    Hallo

    Ich habe am nächsten Tag die Kuckuckshummel aus dem Kasten fliegen sehen. Sie war also drin und ich weiß jetzt nicht was passiert ist. Hat sie meine Königin erledigt???

    Da ich nicht weiß was jetzt im Kasten los ist und ich auch nicht unbedingt nach der Erdhummelkönigin suchen will und weil ich hier sehr viel mehr Erdhummeln als Kuckuckshummeln habe, ( es ist die erste die ich hier jemals bewusst sah) lasse ich jetzt alles wie es ist und warte ab was passiert. Den Tipp mit dem verengen des Einflugloches merke ich mir aber.Danke.

    Grüße aus dem kalten und verregnetem Ostfriesland

    #60117 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Budmaster   Ich denke nicht, dass die Kuckuckshummel die Königin so schnell erledigt. Zuerst werden einige Arbeiterinnen das Leben lassen müssen.
    Aber jetzt, wo sie draussen ist, könntest Du den Eingang verengen?

    #60120 Antworten
    osmia
    Forenmitglied

    Flogen denn schon Arbeiterinnen? Ich denke die hat jetzt den Nestgeruch angeommen und so kann sie ohne kämpfen das Nest “über nehmen”. Bei mir ist letztes Jahr eine Kuckuckshummel ein und ausgeflogen, als nur die Königin da war. Teilweise sind sie sich auch begegnet … . Dort gab es keine toten Arbeiterinnen.

    In einem anderen Kasten flogen schon Arbeiterinnen. Dort hat sich die Kuckuckshummel den Weg zum Nest freigekämpft. Die Königin lebte noch als ich die KKH ausquartiert habe.

    Eingänge verengen funktioniert super. Das hatte ich letztes Jahr auch gemacht. Da Bombus vestalis durch 10mm Löcher krabbeln konnte hatte ich mich für 8mm entschieden.

     

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