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Hummeln versus Honigbienen

Dieses Thema enthält 32 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Christian Christian vor 2 Wochen, 5 Tagen.

Ansicht von 15 Beiträgen - 16 bis 30 (von insgesamt 33)
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  • #27215 Antwort
    Christian
    Christian
    Forenmitglied

    Bezeichne mich auch als “Wildbienen-Liebhaber”, auch wenn ich seit seit 37 Jahren einige Bienenvölker halte. :-( Denke nicht, dass dadurch die Hummeln und Wildbienen in meiner Umgebung reduziert wurden, im Gegenteil. Die Probleme der Wildbienen liegen vielmehr am Klimawandel, dem Landschaftsfraß unserer Zivilisation, dem Autoverkehr u.v.m. Ich denke, nicht mal v. Hagen hat in seinen Büchern vom Rückgang der Hummeln durch die Nahrungskonkurenz der Honigbücher geschrieben, bzw. muss ich mal nachlesen.

    #27216 Antwort
    Marylou
    Marylou
    Forenmitglied

    Christian, die heutigen großen Honigbienen-Zuchtvölker als Nahrungskonkurrenten der Wildbienen wird immer ein Thema bleiben, bei dem man sich die Köpfe heiß reden kann. Nicht überall gibt es solche Natur und eine so ausgeglichene und harmonische Umgebung wie bei dir.

    Die Probleme der Wildbienen, und nicht nur deren Probleme, sind von den Menschen verursacht, die keine Grenzen und keinen Respekt vor nichts mehr kennen (und in erster Linie auch nicht wollen). Die Industrialisierung und die nimmersatte Einstellung bei allen Belangen sind der Natur absolut nicht förderlich. Das würde jetzt aber zu sehr ins Politische abdriften …

    Eberhard von Hagen´s Buch ist von 1986, als es noch immens Insekten auf Windschutzscheiben und Motorradhelmen gab. Die letzte, überarbeitete Ausgabe stammt von 2014. Ich kann nicht sagen, ob hierin das Thema Honigbienen vs. Hummeln aufgegriffen wird.

    Hier in der Gegend gibt es leider viele, die meinen, man müsse sich doch jetzt mal als Hobbyimker versuchen, weil ja das Bienensterben so aktuell ist.

    Was würde eigentlich passieren, wenn Honigbienen plötzlich kaum noch Honig produzieren würden? Wieviele Honigbienen-Völker (außer denen der Wander-Imker) würden übrigbleiben, wenn sie nur noch zur Bestäubung vom Menschen “genutzt” werden könnten?

    Was wäre passiert, wenn der nimmersatte Mensch damals nicht unsere einheimische Honigbiene bewusst ausgerottet hätte, weil deren kleine Völker nicht genügend Honig (für den Menschen) produzierten und man Angst hatte, sie würden sich mit den importierten großen Honigbienen-Zuchtvölkern paaren? Aber die “hätte” und “wenn” etc. kennen wir ja alle.

    Tatsache ist, wenn hier im Garten ein Honigbienen-Überfall stattfindet, werden die Hummeln an den Blüten regelrecht verdrängt und fliegen schließlich weg.

    Stell dir vor, du hast zum Grillfest bei dir im Garten 10 Freunde eingeladen. Diese Freunde fühlen sich bei dir immer pudelwohl. Dein Essen ist lecker und reichlich. Also sitzt ihr gemütlich am Tisch zusammen, plaudert angeregt, dein köstliches Essen wird gelobt … Plötzlich stürmen von draußen 300 Leute in deinen Garten: “Wir haben gehört, hier gibt´s was Leckeres!” und stürzen sich auf das Essen … So ungefähr müssen sich die Hummeln fühlen …

    Jetzt sag´ bloß nicht, dass du nicht grillst :zwinker:

    #27217 Antwort
    Christian
    Christian
    Forenmitglied

    Marylou, das Thema ist ein sehr emotionales. In manchem gebe ich Dir recht – vor allem, wie schändlich die Menschen mit der Natur umgehen – vielleicht sind wir auch (partei-)politisch gar nicht so verschieden. Wie ich hier im Forum in einem wissenschaftlichen Bericht gelesen habe, ist das Insektensterben wohl ein größeres Problem als der Klimawandel – gegen beides geht die Politik viel zu lax vor, in Österreich geschieht noch weniger dagegen als in Deutschland. Ich kann nicht für alle Imker sprechen, doch für die vielen, die ich kenne bin ich überzeugt, dass die Bienenhaltung aus Idealismus geschieht, nicht für Profit. Gott sei Dank gibt es bei uns keine Verhältnisse wie z.B. in Amerika, den Film “More than honey” kennst Du vielleicht. Mandelbäume so weit das Auge reicht, aber auch bei uns Rapsfelder bei uns im industriellen Anbau, das kann kein Wunschtraum eines naturverbundenen konventionellen Imkers sein. Wenn ich aber bedenke, dass in meiner Hütte bis zu 300.000 Bienen leben (von 6 Völkern, 4 existieren noch), dürfte es gar keine Wildbienen mehr geben in meiner Umgebung. Dem ist aber nicht so. Die wahren Probleme für die Wild- und Honigbienen habe ich gestern schon aufgezählt, dazu kommen noch die Pestizide und ausgeräumten Gärten mit robotergemähten Rasen, umgeben von Mauern und/oder Koniferenhecken. Für uns alle ist es daher wichtig, Vorbilder zu sein beim Insektenschutz und Bewusstsein zu bilden. Ich habe Glück, mich da in mehrfacher Weise engagieren zu können und auch einen großen Freundeskreis zu haben – daher schon mehr als 70 “angesteckte” Hummelfreunde mit Hummelhotel(s). Bin dienstlich z.B. auch zuständig in einer Veterinärbehörde u.a. für die Anmeldung von Imkern ihrer Bienenvölker und verweise bei so manchem Telefonat auf die Möglichkeit, auch Hummeln und andere Wildbienen im Garten ansiedeln zu können. Im Büro steht auch ein Hummelkasten zur Ansicht. Hier gibt/gab es schon viele positive Reaktionen.

    Zum Schluss – ja, auch ich grille hin und wieder. Natürlich würde es mich überfordern, wenn – wie schon des öfteren – statt 50 geladener Freunde vielleicht 300 kämen (kündige solche Feiern nicht über die sozialen Medien an :-)), aber ich bin auch sozial sehr engagiert und teile gerne mit Menschen, denen es nicht so gut geht. Das ist auch ein Grund, mich für viele Tiere – nicht nur Hummeln – einzusetzen, die eher unscheinbar für Menschen sind.

    Möglicherweise stehe ich hier im Forum alleine da mit meinen Ansichten, daher werde ich mich zumindest bei diesem Thema “ausklinken”. Grüße    Christian

    #27225 Antwort
    Marylou
    Marylou
    Forenmitglied

    Die Menschheit hat viel zu sehr in die Natur eingegriffen. Schadenbegrenzung ist mehr als nötig und jeder ist hierbei gefordert. Ich denke, dass alle hier im Forum den Hummelschutz als solchen nicht nur ausschließlich sehen, sondern immer als einen Teil des Ganzen betrachten. Es hat auch niemand etwas gegen Honigbienen oder Imker, aber die Ausgewogenheit der unterschiedlichen Bestäuber sollte gewahrt werden. Die Links hatte ich gestern noch vergessen:

    http://www.naturspaziergang.de/Wissenswertes/Nahrungskonkurrenz.htm

    http://www.wildbienen.de/hub-honi.htm

    #27226 Antwort

    Wilhelm

    Hallo

    da habt ihr aber ein delikates Thema das manche Freundschaft auseinander bringen kann (Forum) Ich beschäftige mich auch schon eine Weile damit und es dürfte immer regional und jahreszeitlich zu betrachten sein. Im Frühjahr ist die Natur so ergiebig, da gibt es kaum Nahrungskonkurrenz. Aber wehe die Wiesen sind das erste mal abgemäht, dann wird es bei uns schon recht eng. Bei uns sind im Umkreis von drei Kilometern schätze ich mindesten 100 Wirtschaftsvölker – was das bedeutet das kann sich jeder selber ausmalen. Meine Hummelvölker hatten vor über 20 Jahre noch die doppelte Größe, und auch die Anzahl der Königinnen die im Frühjahr auf der Suche waren ist gegen heute recht mager. Dafür sind aber die Honigbienen alleine nicht schuld. Flächenverbrauch, Schottergärten,  Maisanbau, Grassilage, Rasenmäher und noch viele andere Faktoren. Ich habe ein Buch vorliegen das auch dieses Thema behandelt: Wildbienenschutz- von der Wissenschaft zur Praxis von Antonia Zurbuchen/Andreas Müller ; ist lesenswert! Ich habe Dr. Paul Westrich direkt auf dieses Thema angesprochen aber keine konkrete Antwort bekommen : “Man müßte die Reproduktion der einzelnen Wildbienen-Arten prüfen” war die Antwort

    Bei einer Aktionsveranstaltung zu “Meine Stadt summt” kamen sehr viele Leute darunter mindestens 25 Imker  von denen ist kein Einziger mehr bei den aktuellen Sitzungen. Warum??                                                                       Sehr delikates Thema  – und ich kann auch verstehen wenn sich Christian da herausnimmt owohl ich seine Beiträge sehr schätze. Da ist er ganz das Gegenteil von mir, ich bin sehr schreibfaul und dies dürfte einer der längsten Forumsbeiträge von mir sein. Aber mitlesen tu ich fast alle Beiträge hier im Forum und ab und an melde ich mich auch zwischendurch. Ein erfolgreiches Hummeljahr wünsche ich euch allen für 2019

    Gruß Wilhelm

     

     

     

    #27228 Antwort
    Marylou
    Marylou
    Forenmitglied

    Hallo Wilhelm, allgemein sollten Freundschaften aber ohne weiteres auch andere Betrachtungsweisen gelten lassen und überstehen. Dass du sagst “… es dürfte immer regional und jahreszeitlich zu betrachten sein” ist vollkommen richtig. Wie Christian schreibt, ist bei ihm alles im ausgewogenen Verhältnis, deswegen treten dort auch keine Probleme auf. Leider herrschen diese Verhältnisse nicht überall, dann bräuchten wir uns über solche Themen wie hier auch nicht zu unterhalten.

    Natürlich sind die weiteren, von dir angesprochenen Faktoren der hauptsächliche Grund für den Nahrungsmangel, gerade in der kritischen Zeit, in der leider auch hier von der Gemeinde wiederholt alles fleißig abrasiert wird, was irgendwie nach Stängel aussieht, egal, ob mit oder ohne Blüten. Die hiesigen Landwirte pflügen ihren Boden so um, dass noch nicht einmal 10 cm (Zentimeter!) bis zum asphaltierten Feldweg übrig bleiben. Gülle – je mehr, desto besser, von den Spritzmitteln ganz zu schweigen. Monokulturen ineinandergehend auf den Feldern ringsherum, soweit das Auge reicht. Blühstreifen? Fehlanzeige! Ein Nachbar mäht seinen Rasen in der Saison dreimal (!) pro Woche. Da bedarf es generell noch ganz enorm viel öffentlicher Aufklärung, und vor allem Bereitschaft, darauf einzugehen!

    Ich spreche den Hobby-Imkern auch nicht ab, dass sie es gut meinen. Bei Gesprächen merkt man, dass sie wegen des Bienensterbens helfen wollen, aber dass sie gar nicht wissen, dass es nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen gibt und dazu auch die Hummeln gehören. Bei dem Wort “Hummeln” werden sie dann hellhörig und dann kann man zumindest einiges anbringen zu Wildbienen allgemein und Interesse wecken.

    Eine Hobby-Imkerin erzählte mir ganz stolz, dass sie außerdem ein Wildbienen-Hotel hat, wo man die Wildbienen-Brut in Glasröhrchen beobachten kann. Du kannst mir glauben, dass ich sie regelrecht angefleht habe, dieses wegen Kondenswasserbildung und Verpilzungsgefahr nicht mehr zu benutzen und sich kundig zu machen hierüber. Ich hoffe, sie hat es getan.

    Ein zusätzlicher Teil der Problematik – egal, ob wohlmeinender Schutz oder falsch verstandene Hilfe – besteht auch darin, dass kaum jemand Lust dazu hat und sich die Zeit nimmt, sich so umfassend wie möglich zu informieren, was dank Tante Google mehr als einfach wäre, wenn man denn nur will und echtes Interesse hat. Deinen heutigen Schreibfleiß weiß ich sehr zu schätzen!:angel:

    Das Buch bestelle ich mir auch, danke für den Tipp!

    Gruß, Marylou

    #27230 Antwort

    Doris Gründer

    Oder hier gibt´s hilfreiche Informationen:

    Netzwerk Blühende Landschaft (www.bluehende-landschaft.de)

    Unter “Handlungsempfehlungen: So bringen Sie die Landschaft zum Blühen!” finden sich Listen mit Pflanzen für Garten und Balkon mit Hinweisen, welche Insekten die jeweilige Pflanze bevorzugen. Diese Info´s habe ich für meine Garten-Umgestaltung bzw. für Neupflanzungen genutzt.

    LG von Doris

    #27231 Antwort
    Franzy
    Franzy
    Forenmitglied

    Danke Doris

    LG von Franzy

    #27233 Antwort
    Marylou
    Marylou
    Forenmitglied

    Doris, lieben Dank! Die Liste dort ist sehr hilfreich und liefert eine gute Übersicht.

    Über zwei Staudenarten ich gestolpert, weil dort keine Hummeln mit aufgeführt sind:  Der Ehrenpreis (Veronice spicata + Veronica longifolia) wird hier im Garten von verschiedenen Hummelarten regelrecht umlagert und mehr als fleißig besucht. Dies trifft genauso auf den Storchschnabel zu.

    Gruß, Marylou

    #27234 Antwort

    Doris Gründer

    @marylou, mit großem Interesse lese ich Deine Beiträge im Forum. Du berichtest immer ausführlich zu den jeweiligen Einträgen, so dass ich nun auch ausführlich antworten möchte.
    Sicherlich erhebt diese Auflistung bei Blühender Landschaften keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

    Ich habe mir vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg den Bienenweidekatalog schicken lassen. Dieser ergänzt die Ausführungen des Netzwerkes sinnvoll.

    Zusätzlich habe ich mich, bevor ich ein Rasenstück in unserem Garten urbar gemacht und als Nutzgarten bodenmäßig aufgewertet habe,  auf der WebSite des Pflanzenversandes Gaissmayer belesen. Wenn man in deren Shop bestimmte Pflanzen eingibt, die man bereits hat oder um die man den Garten erweitern möchte, dann kann man sehr viel über die jeweiligen Standortbedingungen, Pflanzabstände usw. der Pflanzen erfahren. Als besonders hilfreich war für mich, dass ich Ausführungen über mögliche Pflanzpartner lesen konnte.

    Mein ehemaliger, sehr kleiner Blumengarten war sortiert nach rot/weißen, blauen und gelben Pflanzen – strukturiert wie bei der Armee. Nach der Urbarmachung des weiteren Gartenstücks habe ich über den Winter einen Pflanzplan erstellt; immer unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus den erwähnten Unterlagen.

    Zugegebenermaßen habe ich nun die Zeit dafür, da ich nicht mehr berufstätig bin.

    Und genau aus diesem Grunde habe ich auch letztes Jahr versucht eine Pflanzenbörse zu initiieren, was mir leider nicht gelang. Ich bin in meinem “jugendlichen” Leichtsinn davon ausgegangen, nicht nur Pflanzen/Stauden zu kaufen, sondern unter den jeweiligen Hummel-/Gartenfreunden etwas Hilfreiches auf die Beine zu stellen. Leider vergeblich. Vielleicht ist´s am Porto gescheitert? Nun ja: sei´s drum.

    Aber nicht nur der Blumengarten ist dran. Wir haben noch ein großes Rasenstück zu bewirtschaften. Eine Hälfte trägt Veithöchsheimer Bienenweide, die andere Hälfte hat Weiden. Leider gibt es auf diesem Stück keinerlei Baumbestand. Drumherum habe ich hummelfreundliche Sträucher gepflanzt.

    Abschließend möchte ich bemerken, dass ich meinen Garten laufend nach aufmerksamen Beobachtungen in der jeweiligen Saison anpasse (Standort, Neupflanzungen uns.). Daher kann ich Deine Beobachtungen bzgl. Storchschnabel und Ehrenpreis auch bestätigen.
    Entschuldigung für die Länge des Beitrags; bin schlechthin der Erklär-Bär.

    LG von Doris

    #27358 Antwort
    Marylou
    Marylou
    Forenmitglied

    Hallo Doris, Erfahrungen teilen ist immer gut; es hilft weiter, man kann lernen, für sich korrigieren und hinzugewinnen.
    Bei der ersten Umgestaltung des Gartens vor vielen Jahren habe ich wohl ziemlich unbewußt viele bienenfreundliche Pflanzen gesetzt, worüber ich heute froh bin. Diese Bepflanzung hatte ich letztes Jahr noch weiter ergänzt und Erfahrungen damit auch berichtet. Sogar der langjährige Gewürzstrauch, der ausnahmsweise ausschließlich von Käfern bestäubt wird, hat seine Hummelfreundlichkeit als Schattenspender gezeigt.

    Mir ist aufgefallen, dass besonders im süd- und ostdeutschen Raum viel intensiver und auch sehr viel mehr Öffentlichkeitsarbeit und -aufklärung für die Erhaltung der Arten- und Pflanzenvielfalt betrieben wird.
    Hier in NRW trifft dieses Engagement leider nicht so ausgeprägt zu. Zumindest werden inzwischen in den meisten hiesigen Gärtnereien und Gartencentern die bienenfreundlichen Pflanzen extra ausgewiesen. Und wie du schon sagtest, auch bei den Onlinehändlern findet man Angaben zur Bienenfreundlichkeit.
    Es geht in die richtige Richtung, zumindest in dieser Hinsicht, aber leider viel zu langsam!
    Gruß, Marylou

    #27423 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    Ich kann leider nur neidisch mitlesen, mit meinem Balkon. In unserer recht grünen Wohnanlage macht es leider keinen Sinn irgendwas auszusäen oder zu pflanzen, der Gartendienst macht alle Arbeit zu nichte. Die kommen mit ihrer Motorsense und mähen alles was nicht nach Blume aussieht um. Ich bin ja auch nicht immer zu Hause wenn sie kommen. Ich bin schon froh wenn sie die Krokusse stehen lassen. :conf:   :cry:  Aber ich werde mal mit der benachbarten Kleingarten-Kolonie, bei der nächsten Sitzung, sprechen. Viele Gärten sind überhaupt nicht insektenfreundlich. Die meisten pflanzen aus Unkenntnis Forsythien oder gefüllte Blumen. Es sieht eben schön aus.

    #27794 Antwort

    Frank

    Ich wohne leider auch in einem solchen Stadtteil. Immer wenn gerade das schöne Wiesenschaumkraut blüht und ein paar farbige Tupfer auf das Einheitsgrün zaubert, kommt die Dienstleistungsfirma mit den Rasenmähern und beginnt mit dem ersten Schnitt des Jahres. Es ist jedes mal zum heulen… :cry:

    Man kann aber in einer solchen Wohngegend anderen Insekten helfen, wenn man nur einen Balkon zur Verfügung hat. Ein Balkonkasten mit Verbenen hilft den Taubenschwänzchen bei der Futtersuche und ein Balkonkasten mit Möhren oder Dill ist mit etwas Glück, ein idealer Eiablageplatz für den Schwalbenschwanz. Natürlich darf man erst ernten, wenn die Schwalbenschwänze geschlüpft sind… :emb:

    #27916 Antwort

    Martha
    Forenmitglied

    …..Man kann auch Akelei in hohe Töpfe pflanzen (machen Pfeilwurzeln) und einfachen Portulak (braucht viel Sonne). Beide gut für Hummeln.

    Martha

    #27955 Antwort
    Christian
    Christian
    Forenmitglied

    … möchte mich auch wieder mal zu Wort melden, nachdem die Diskussion im Gegensatz zum Titel einen anderen Verlauf genommen hat. Zum Thema Verbesserung des Nahrungsangebotes für Hummeln, überlege ich seit Jahren, zumindest in einen Teil unserer Fensterblumenkisten Trachtpflanzen  zu setzen. Die Geranien oder wie die roten Dauerblüher heißen, bringen überhaupt nichts für Insekten.

    @detter – immer wenn ich von Deinem Balkon lese, fällt mir eine lustige Anektote ein. Mein Schlafzimmer am Hauptwohnsitz hat eine Balkon. Nutze dieses Zimmer nur ganz selten zum Übernachten. Als ich das Bett vor einigen Jahren wieder einmal inspizierte, hatte eine Baumhummelkönigin unter der Decke ein Nest angelegt. Spontan übersiedelte ich die beiden Junghummeln in einen Hummelkasten, fing auch die Königin ein und stellte diesen in den Garten. Aber kurz nach Tagesanbruch kam die Baumhummelkönigin wieder über den Balkon ins Zimmer und wollte unter die Decke. Musste sie ein zweites Mal übersiedelt, ein Löffel Honig “überzeugte” sie zu bleiben – es entwickelte sich ein großes Volk mit vielen Königinnen. :-) Nur einmal gab´s ein Horrorerlebenis, als eine Ringelnatter das HH verließ. Grüße! Christian

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Antwort auf: Hummeln versus Honigbienen
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