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Erdhummelköniginnen beißen ins Moos

Dieses Thema enthält 19 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Stefan Stefan vor 1 Jahr, 6 Monate.

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 20)
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    Beiträge
  • #4580 Antwort

    Sonja
    Forenmitglied

    Habe da mal eine Frage:
    Mein Garten grenzt an einen Wald, dazwischen ein Graben, der an einer Seite stark mit Moos bewachsen ist.
    Dort beobachte ich nun schon häufiger Erdhummelköniginnen die dicht über dem Boden fliegen und dann im Moos landen und sich dort verkriechen – es scheint, als beißen sie sich dort unter die Moosschicht. Größere Mäuselöcher scheinen nicht interessant zu sein.

    Zuerst, habe ich natürlich gedacht sie sind auf Nestsuche – aber solche Hummelköniginnen waren nie an meinen Kästen interessiert. Nun beobachte ich nur noch was die dort treiben. Gestern habe ich sogar 2 Baumhummelköniginnen (zumindest glaube ich, dass es sich um Baumhummeln handelte) mit dem gleichen Verhalten gesehen…

    Gestern war es übrigens nicht sonderlich kalt – Schutz vor schlechtem Wetter möchte ich fast ausschließen.

    Sehr merkwürdig – hat irgendjemand auch schon mal solche Beobachtung gemacht? Und weiß irgendwer was die dort machen oder was das bedeuten könnte?

    #4582 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin

    Ich GLAUBE – bin mir nicht sicher – mal gelesen zu haben, dass dies ein typisches Verhalten von Nestabbrüchen ist. Die Königin ist jetzt sinnlos, sie verkriecht sich und stirbt.

    #4583 Antwort

    Sonja
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Ja, das hört sich plausibel an. Erdhummelköniginnen (ohne Nest) scheint es hier jetzt viele zu geben – die Suchzeit war nur extrem kurz.

    Schade, aber so ist es wohl…

    #4588 Antwort

    Hermann

    Ich denke eher, dass sie im Moos Wasser aufnehmen. Bienen bevorzugen eher säuerliches Wasser und das wird wohl bei Hummeln nicht anders sein. Meine Bienen lieben die Moos-Tankstelle über alles.

    #4589 Antwort

    Sonja
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo Hermann,
    Danke! Das, was Du beschreibst, wäre ja eine viel bessere Antwort :-) !

    Ich werde das mal weiterhin beobachten, mir scheinen auch die Hummeln noch sehr agil zu sein, wenn sie da im Moos rumstochern. Sterbende, hätte ich mir vielleicht auch etwas schwächlicher vorgestellt. Was mich nur wundert: Es scheinen nur Königinnen mit dem Verhalten zu sein.

    Also werde ich mal abwarten, wenn eine im Moos verschwindet, ob sie wieder rauskommt. Obwohl, wenn ich so drüber nachdenke, bei den Mengen an Königinnen, die ich da so sehe, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es immer wieder dieselben sind.

    #4592 Antwort

    Hermann
    Forenmitglied

    Hallo Sonja,
    so sieht die Wasseraufnahme bei den Bienen aus, aber sie verkriechen sich nicht, wie deine Hummeln. Bei mir gibt es verschiedene Wasserquellen, bevorzugt werden aber nur diejenigen, die Moos beinhalten. Das erledigen nur die Arbeiterinnen, die Königin verlässt auch den Stock nicht (ausser beim Schwärmen), hat auch keine Zeit dazu, sie legt bis zu 1200 Eier am Tag und lässt sich deshalb bedienen. Hummeln sehe ich dort aber erstaunlicherweise eher selten.

    Dateianhänge:
    #4595 Antwort

    Siegfried

    Guten Abend Hummelniks,
    das verhalten der Hummeln im Moos ist mir so nicht bekannt. Die Hummeln benötigen nicht so viel Wasser wie die hONIGBIENEN sie nehmen das Gutationswasser unter den Blättern auf.Auch ist im Nektar Feuchtigkeit.
    Ihr werdet keine Hummel an Teiche oder Pfützen sehen so wie die Bienen.Auch die Körperflüssigkeit ist vollkommen anders.
    Ich vermute einfach einen ähnlichen Drang wie Scheinschwangerschaft.
    Aber immer weiter beobachten. mit freundlichen Grüßen Siegfried

    #4596 Antwort

    Sonja
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo Siegfried,
    danke für Deine Antwort, wenn es wieder etwas wärmer wird und ich Zeit dazu habe (am Wochenende), werde ich nochmal zum Graben gehen und beobachten und, wenn es geht, fotografieren.

    #4602 Antwort
    petersberg
    petersberg
    Forenmitglied

    Guten Abend,
    ich musste heute die 2.Nestaufgabe erleben.
    Nachdem ich meine Ackerhummel schon 2Tage nicht gesehen habe und heute ausgesprochen gutes Wetter herschte,machte ich eine Nestkontrolle(natürlich erst nach 3h intensiver Beobachtung des Einflugloches).
    Keine Königin mehr im Kasten,was mache ich falsch?Es muß doch irgend einen Grund geben.
    Im Kasten war ein voller Nektartopf und eine Brutzelle.
    Habe erst mal alles so gelassen stimmt mich aber ein bissel traurig.
    Die Hummel ist von selbst in den Kasten gezogen.
    Gruß petersberg

    #4603 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin

    Das ist natürlich immer schade. Und dieses Jahr ist es besonders schwierig für die Hummeln. Vielleicht war es bei Dir einfach nur eine hungrige Meise?

    Bitte jetzt nicht überstürzt den Kasten wegräumen. Der steht die nächsten Wochen noch gut da. Erst dann kann man ganz sicher sein.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 7 Monate von Stefan Stefan.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 7 Monate von Stefan Stefan.
    #4611 Antwort

    Sonja
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Gestern war ich nochmal am Graben und es hat auch nicht lange gedauert da sah ich die erste Hummel. Zuerst wieder eine Baumhummel -die so groß war, dass ich vermute dass es sich um eine Königin handelte. Sie flog dicht übers Moos, setze sich und krabbelte hinein. Nach ca 1-2 Minuten kam sie wieder raus. Ich sah mir das Loch an, aus dem sie kam, es war hinter der Moosschicht ca 1cm tief. Ob es Zufall war, dass sie das gefunden hat oder sie es selbst gegraben hatte? Keine Ahnung.

    Kurz darauf sah ich noch eine Erdhummel die sehr intensiv die Grabenböschung abgesucht hat. Auch Sie landete öfter im Moos kroch kurz rein und flog weiter.

    Ich denke mir nun fast, dass es Königinnen sind die sehr ausgiebig nach fertigen Nestern suchen, um diese übernehmen zu können. Das sie dazu auf dem Moos landen und daran rumzerren und reinkriechen zeugt vielleicht einfach nur von einer großen verzweifelten Suche.

    Ich vermute auch, dass dort so einige Nester sein könnten. Ich werde weiter beobachten.

    #4730 Antwort
    gingillinos
    gingillinos
    Forenmitglied

    Das habe ich auch beobachtet..bin noch Neuling was Hummeln anbetrifft. Erst seit vorigen Jahr beschäftige ich mich intensiv damit. Deshalb habe ich mich hier angemeldet um etwas mehr zu erfahren…
    Der Link hier zeigt das gleiche bei mir

    Am Anfang habe ich versucht ihnen eine Hummelhöhle anzubieten..Da war aber nix. Kann es mir auch nicht erklären. :sarc:

    #4733 Antwort

    Bulli

    Es gibt die Nematode “Sphaerularia bombi”, die die Hummelköniginnen unfruchtbar macht.
    Sie können kein Nest gründen und suchen auch keines. Stattdessen suchen im Spätfrühling sie die Überwinterungsplätze auf.
    Typische Überwinterungsplätze sind Böschungen mit wenig bodennahem Bewuchs, aber Büschen und Bäumen darüber.
    Dort koten sie den Erreger aus, der im nächsten Winter die überwinternden Jungköniginen während der Diapause infiziert. Ich würde eher in diese Richtung denken.

    Von einer zusätzlichen Wasseraufnahme bei Hummeln habe ich noch nichts gehört. Es heißt, dass die Hummeln das Wasser aus dem Nektar nutzen.

    Viele Grüße

    Bulli

    #4734 Antwort

    Budmaster
    Forenmitglied

    Hallo Bulli.

    Wieder mal was gelernt. Von Sphaerularia bombi hatte ich noch nie gehört.
    Ich habe vor ein paar Tagen etliche große Hummeln gesehen die so taten als wollen sie sich in meinem Komposthaufen eingraben. Kann mir auch vorstellen das da welche überwintern.
    Würde bedeuten das da jetzt Sphaerularia bombi auf die Hummeln wartet :-(
    Mein Erdhummelnest ist nur 3m daneben.
    Ist der Erreger ein großes Thema oder eher zu vernachlässigen?

    #4735 Antwort

    Sonja
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @ gingillinos: Gutes Video! Leider ist meine Kamera nicht so gut im Nahbereich. Aber so in etwa ist das Verhalten, dass ich beobachte auch. Sehr agil wird gegraben gezupft und gebissen… dann wird weitergeflogen und an anderer Stelle weitergemacht.

    Und wenn es sich, wie Bulli befürchtet, um einen Parasiten handelt, frage ich mich, ob ich den nun im meinen (unbesetzten) Kästen, bzw. in den Innenkartons habe. Wie Du, habe ich ja auch versucht, solche Königinnen anzusiedeln.
    Da sollte ich die unbesetzten Innenkartons wohl auch lieber vernichten.

    @ Budmaster: Die Befürchtung war mir auch sofort in den Sinn gekommen, Die Hummelköniginnen, an meinem Waldrand sind da schon seit Wochen im Moos am stochern – wenn die da nun alles “verseucht” haben… :cry:

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Antwort auf: Erdhummelköniginnen beißen ins Moos
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