
Martha
@Frantisek Meine im Frühfrühling aktiv eingesetzte Hummel (Methode Jürgen Börner, also ohne Kescher), hat sich mit angebotenem Zuckerwasser ohne Probleme durch den kalten Frühling gebracht. Videos, wo Hummeln über den Schnee fliegen und die ersten Krokusse besuchen sind keine Seltenheit. Ist doch alles kein Problem. Sie sind naturgemäss so ausgerüstet.
Kescherfang, einsperren und “Helikopterpapa”spielen ist dann aber das Gegenteil von “naturgemäss”. :god:

Stefan
@Marylou: Frantisek schreibt hier gerne als Gast: Frantisek

Marylou
@František Deine Beiträge aus letztem Jahr sind irgendwie verschwunden …
Fütterst Du Zuckerwasser zu? Das ist bei den jetzigen Temperaturen und vor allem bei Schneefall sehr empfehlenswert. Hier hat die Königin wegen Schnee und niedrigen Temperaturen auch keine Lust zum Rausfliegen, aber das Zuckerwasser aus dem Legostein im Vorbau wird eifrig getrunken.
Auch wenn die Außentemperaturen sehr kalt sind und die Königin deswegen nicht ausfliegt, verbraucht sie viel Energie, um sich selbst und ihre eventuell angefangene Brut zu wärmen. Diesen Energiebedarf holt sie sich entweder aus ihren angelegten Nektartöpfchen oder aus dem Zuckerwasser im Legostein. Hat sie dann genug Energievorrat im Körper, fliegt sie bestimmt das eine oder andere Mal auch bei sehr schlechten Wetterverhältnissen aus – immer vorausgesetzt, dass sie bei der Rückkehr ganz sicher das Zuckerwasser vorfindet.
Selbst wenn die Königin jetzt wegen des Schnees keinen Pollen sammeln kann, kann die Brut, sofern ich mich richtig an einen gelesenen Fachartikel erinnere, bis zu 10 Tage lang hungern, ohne dass sie Schaden nimmt.

Hans-Peter Hess
hallo Frantisek,
bei uns war heute morgen auch alles weiß, Rasen, Beete, Büsche. Ich habe mir allergrößte Sorgen um die 2 Erdhummelköniginnen gemacht, die am 30.3. ihre Häuser bezogen haben und sehr fleißig waren. Als ich gestern bei stärkstem Schnee-, Graupelschauer vor dem einen Hummelhaus stand, brummte es hinter mir und Polly drängelte mich zur Seite und flog ins Haus als hätten wir 15 Grad und Sonnenschein. Auch Elli ist ständig unterwegs ohne Schaden zu nehmen.
Wir sollten der Natur nicht ins Handwerk pfuschen und die Hummelköniginnen einsperren. Sie können natürlich keine Erfahrung mit solchem Wetter haben. Sie werden sich instinktiv richtig verhalten. Deine “verlorene” Königin hätte auch bei gutem Wetter Schaden nehmen können und nicht heimkehren. Vielleicht hat sich deine Königin nur verkrochen und kommt bald wieder zum Vorschein – ich wünsche es dir.
Anmerkung: In diesem Forum geht es um den Austausch von Erfahrungen und nicht um Anredeformalitäten.
Viel Erfolg mit deinen Hummeln
HP
Ich hatte schon eine Nachricht geschrieben – ist wohl verloren gegangen.

Patrik
Hallo Frantisek, wenn du so darauf bestehst….
1. gibt es schon ein Thema, d.h. Hummelsaison 2021 – könntest es etwas mehr personalisieren
2. hat Stefan soweit ich das beurteilen kann ziemlich viel Ahnung und Erfahrung, kannst also ruhig drauf bauen
3. gibt es noch genügend andere Hummeln ohne Kästen, die auch mit dem Schnee klar kommen müssen
Gruß, Patrik

Frantisek
Lieber Stefan,
ich heiße Frantisek (nicht „und Guten Abend“),
wie Du meinem Beitrag entnehmen konntest, habe ich die Eine von beiden verbliebenen Hummeln hinausgelassen, und zwar nicht um Beerensträucher zu besuchen, sondern damit sie sich vom Unwetter, das draußen herrscht, überzeugt. Sie hat sich im Handumdrehen ins Kästchen zurückgezogen. Um dies zu erfahren, stand ich in der Kälte ohne Mütze und ohne Wärmejacke am Kästchen. Es war mir wichtig zu wissen, wie sich die Arme verhalten wird. Dies dürfte sich jedes Mal beim nächsten Herauslassen wiederholen, oder die Gefahr mitbringen, dass sich die arme Hummel überschätzt, denn alle Beerensträucher sind verschneit und es liegen 10 cm Schnee im Land. So hat sich auch schon die von mir erwähnte vermisste Erdhummel überschätzt: in Anbetracht der Pflichten zu ihrer Brut hat sie sich nicht etwa bis zur Wetterbesserung ins Loch zurückgezogen, sondern sie hat sich einfach komplett verausgabt. Sie kommt nicht wieder. So habe ich das etliche Male erfahren und so sehe ich das auch heute.
Bist Du, Stefan, wirklich sicher, dass ich die Hummeln in ihrer Unerfahrenheit und Unwissenheit in dieser nicht alltäglichen Situation einfach ihrem Schicksal überlassen soll, weil es E. v. H. vermutlich so tun würde? Sollte ich die Hummel ihrer mangelnden Erfahrung und dem Unwetter ausliefern? Nun, mit allem Respekt zu E. v. H, ich muss gestehen, dass ich in seinen Empfehlungen nirgends etwas zu einer derartigen Situation gelesen hätte. Selbst, wenn ich da etwas Überzeugendes übersehen sollte, wünsche ich mir auch heutige Meinungen und Erfahrungen, für die ich mich bedanke.
Frantisek

Anonym
Liebe Hummelfreunde,
seit Ende März hatte ich 3 eingenistete Dunkle Erdhummeln, dann kam die Bescherung: am 05.04. kamen über Nacht 5 cm Schnee, heute sind es inzwischen 10 cm. Nur 2 bleiben in meiner Obhut (eine von den erwähnten 3 Erdhummeln schaffte es nicht, dem Wetterumschwung zu trotzten und blieb weg). Ich weiß mir keinen Rat, in dieser Situation habe ich keine Erfahrungen, geschweige Ratschläge.
Eine von den beiden Hummeln strebt regelmäßig nach dem Freien. Als ich sie ins Freie ließ, musterte sie die Umweltbedingungen, enthob, um die unmittelbare Umgebung ihrer Niststätte zu überprüfen, und landete anschließend auf dem Flugbrett, um im Flugloch zu verschwinden. Doch daheimgebracht strebt sie weiterhin nach der Freiheit. Auch die Andere möchte gerne zum Sammeln herausfliegen, doch sie sucht mehr an versperrten Lüftungslöchern, daher ist sie nicht so auffällig wie die Erste.
Daher meine Bitte um Meinungen und Ratschläge:
Kann man meine Vorgehensweise in Einklang mit dem Naturschutzgesetz bringen?
Wie lange kann ich noch die beiden Hummeln daheim versperrt halten, ohne dass die Brut Schaden davonträgt?
Kann ich auf eine kommende erfolgreiche Aufzucht hoffen?
Ich freue mich auf eure Meinungen und Ratschläge und verspreche, über die beiden Erdhummeln weiterhin zu berichten.
Mit freundlichen Grüßen
Frantisek

Doris
Das darfst Du gern, František. Doch nun genug der Ehre – sonst wird es mir peinlich. Freue mich selber riesig.
Danke an Euch für Eure lieben Worte.

Anonym
Liebe Doris,
Ich denke, wir sind alle Freunde, doch Dich zur Freundin zu haben bedeutet mir außerordentlich viel!
Du hast herbeigeführt, was für Hummelfreunde derart großartig ist, dass mir die Worte fehlen! Wir haben Dir Alle die Daumen gedrückt, auch wenn wir es Dir nicht zum Ausdruck gebracht haben, wir alle waren überzeugt, dass Du unseren Wunsch am besten vertreten und durchsetzen würdest.
Herr Eberhard von Hagen war für mich vor 30 Jahren der einzige „Strohhalm“, an dem ich mich festhalten konnte, als ich mich den Hummeln verschrieben habe. Was uns Herr Eberhard von Hagen hinterlassen hat, ist unverzeihlich:
Unverzeihlich so GUT, dass an seinen Urteilen zu Europas Hummelarten keine europäische Publikation einen Vorbeiweg finden.
Doris, ich bin Dir für dein Engagement unaussprechlich dankbar und würde mich freuen, wenn ich Dich auch weiterhin für meine Freundin halten dürfte.
František

Stefan
Hallo zusammen!
Ja, Kohlmeisen sind fleißig und sehr schlau! Auch ich versuche sie in der Brutzeit mit Mehlwürmern abzulenken.
@frantisek-kuklik: Tolle Aufnahmen!

Martha
@Frantisek Kohlmeisen sind dafür bekannt, liebenswürdige Diebinnen an Hummelkästen zu sein. Besonders im Frühjahr, wenn sie Junge zu versorgen haben, können sie schon Schaden anrichten. Auch Königinnen sind durch sie gefährdet. Wenn die Kästen besetzt sind, lege ich ein Gitter über den Kasten. Die Hummeln kommen damit gut zu Recht und die Meisen haben das Nachsehen. Zusätzlich versuche ich, sie mit Futter, besonders mit Mehlwürmern, von den Kästen wegzulocken. Mehlwürmer deshalb, weil die jungen Vögel lebend Futter brauchen. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Foto/Video:


Anonym
Liebe Hummelfreunde,
den Erfahrungsaustausch zum Vogelfüttern im Garten finde ich sehr anregend und interessant. Insbesondere die Meinung, übers ganze Jahr zu füttern bejahe ich entschieden. Nichtsdestotrotz musste ich wiederholt die Erfahrung machen, dass Meisen, die ich per Fütterung in unseren Garten locke (sie besiedeln auch alljährlich die aufgestellten Kästchen), ein Interesse an meinen Hummeln zeigen. Der Schaden hält sich bei mir in Grenzen und ich schließe mich der Meinung an, dass es übertrieben wäre, Meisen aus unseren Gärten zu vertreiben, doch es wäre interessant zu erfahren, ob jemand schon mal die Erfahrung gemacht hat, dass eine Hummelnestausbeutung durch Meisen das Nest gefährdet oder sogar vernichtet hat. Bislang haben sich bei mir nur die Kohlmeisen dreist verhalten. Über ein übergreifend negatives feedback würde ich mich im Interesse meiner Meisen und Hummeln sehr freuen.
Herzlichen Dank und Gruß von František.
P.S.: Meine Erfahrung: https://youtu.be/bEAYMgypgMk

Anonym
Hallo Doris,
ich bin erst seit einem Monat Mitglied in diesem Forum, daher habe ich mich nicht an Eurer Diskussion und Bemühung beteiligt, nichtsdestotrotz würde ich gerne erfahren, ob die Sache mit dem Verdienstorden ein erfreuliches Ende gefunden hat. Diesen Sommer habe ich mit Ambros telefoniert und er hat mit zu verstehen gegeben, dass E. v. Hagen zwar nicht gut daran ist, doch lebt. Also könnte er doch noch noch seinen Orden bekommen.
Gibt es etwas Neues, möglichst Erfreuliches zu berichten?
Danke und Gruß
František

Marylou
@František Sehr gute Idee mit den Videos zwecks Verkürzung der Wartezeit, obwohl meine Ackerhummeln momentan noch eifrig fliegen! Aber in der nachfolgenden hummellosen Zeit kommen dann schon Entzugserscheinungen auf, das ist bei Hummelfreunden eben normal … Danke für die interessanten Videos – immer wieder gerne gesehen!

Marylou
@František Dein Tipp mit dem Strohhalm ist Gold wert, herzlichen Dank dafür! Leider bin ich nicht selbst auf eine solche Idee gekommen. Hätte ich das schon im Sommer gewusst, hätte ich vielleicht meine drei Ackerhummel-Naturnester mit viel Flugverkehr, gebaut unter einem Holzstapel, mit Bt. vor den Wachsmottenlarven retten können. Aber fürs nächste Jahr weiß ich Bescheid. Wachsmotten sind für mich ein absolut rotes Tuch!