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Kurioses aus 2020

  • Dieses Thema hat 21 Antworten und 7 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Woche, 4 Tage von MarylouMarylou.
Ansicht von 7 Beiträgen - 16 bis 22 (von insgesamt 22)
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    Beiträge
  • #50695 Antworten
    Martha
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Hallo Frantisek    ….bekomme ich auch mal eine volle Kanne des Pulvers in den Mund ab….dies obwohl der Hersteller von “Raupenfrei” den Anwendern Handschuhe und Atemschutz empfiehlt! Darum denke ich, dass Bt so unbedenklich nicht ist. Vieles wird als harmlos, unbedenklich u.s.w. angepriesen, bis sich dann in Langzeitstudien herausstellt, dass dem nicht so ist.

    Ich erinnere an CHLOROTHALONIL. Seit Jahren wurde es von den Behörden als absolut unbedenklich eingestuft, bis sich dann herausstellte, dass es möglicherweise doch krebserzeugend ist.

    Nun zu den Hummeln. Ich hege keine Zweifel, dass Bt nicht wirksam ist und auch nicht, dass es den Hummeln trotz den Bt-Anwendungen gut geht. Spätfolgen sind aber nicht auszuschliessen und sind aktuell nicht sichtbar. Aber die Möglichkeit von negativen Wechselwirkungen zwischen toxischen Stoffen und Lebewesen besteht, denn Bt ist bekanntlich ein mikrobielles Insektizid. Es können Molekulare und zelluläre Nebenwirkungen bei den Nachkommen auftreten. Auch neurodegenerative Veränderungen sind möglich. Bt ist und bleibt nicht per se unbedenklich, deshalb ist es mit Recht in der Kritik.
    Die Zulassungsverfahren sind zu wenig transparent gegenüber der Öffentlichkeit.
    Es ist generell zu empfehlen, Alternativen gegen die Motte anzuwenden, die gibt es, vielleicht mit etwas mehr Aufwand, dafür aber absolut nicht schädlich. :winken::hummel:

    #50698 Antworten
    Nicola
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @František: das ist interessant, wenn man bedenkt, dass es Einige gibt, die das Mittel spritzen und wenig Erfolg damit hatten! Bei Marylou war es ein langer Kampf mit mehrmaligen Spritzungen bis die Raupen endlich besiegt waren. Und dass bei Dir noch ohne Klappe! Gut, das mit dem Mittel im Mund ist natürlich mutig ;-) vielleicht besorgst Du Dir mal eine Bratensaft-/Marinier-Spritze und legst sie zu Deinem Mittel :hummel:
    Im Mittel sind 54% von Bacillus thuringiensis, die ich persönlich auch nicht bedenklich finde, aber was ist mit den restlichen 46%? :o
    Es heißt ja auch, dass das Mittel nur 10 Tage wirksam ist, wenn es feucht wurde. Machst Du das dann nur 1x prophylaktisch? Ich überlege auch im nächsten Jahr das Streu damit zu mischen…

    Das Video mit den tatkräftigen Erdhummeln hätte ich auch gerne selber gemacht, nur leider wurde mir es von einer Freundin geschickt. Ich hätte sicherlich da länger gefilmt ;-)

    Es ist ja so, dass die Motten von dem Geruch angelockt werden. Im ersten Jahr hat man ja mit einem neuen Haus noch Glück, aber im zweiten Jahr schlagen sie meist zu!
    Ich kenne seit Jahren die Vorteile von Myrtenöl. Es wird durch seine geruchsneutralisierenden Eigenschaften geliebt. Ich kann das nur bestätigen, selbst Markierungen von Katzen verschwinden und das soll etwas heißen. Man verwendet es auch nur ganz schwach verdünnt mit Wassers, das reicht.
    Jetzt frage ich mich, bringt es etwas, das Haus vor der Neubenutzung mit einer Flüssigkeit aus Wasser und ein paar Tropfen Myrtenöl zu behandeln um die Altgerüche zu beseitigen?

    Hat das schon mal Jemand getestet? Schaden kann es sicher doch nichts?

     

    Viele Grüße

    Nicola

     

     

     

     

    #50699 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Nicola   Es ist sehr erfreulich, dass Du nach alternativen Möglichkeiten suchst, um die Motte ohne Bt zu bekämpfen. Myrtenöl ist tatsächlich ein guter Geruchsstopper. Im Aussenbezirk sicher erfolgreich gegen den Hummelgeruch. Aber keinesfalls im Nest selber.
    Das hat aber einen Hacken. Suchende Hummelköniginnen im Frühjahr brauchen einen Geruch der sie animiert, eine Nistgelegenheit überhaupt näher zu untersuchen. Das wäre dann den Mäuse- oder den Geruch von alten Hummelnestern. Das würde bedeuten, dass Du den Duft des Öls erst nach einer Besiedlung des Kastens ausbringen solltest und erst, wenn Arbeiterinnen vorhanden sind. Dieser Geruch würde sich dann sicher verwirrend auf die suchende Motte auswirken.

    Hier im Forum hat sich jemand die Mühe gemacht, den Eingang des Hummelkastens jeden Abend zu schliessen und morgens wieder zu öffnen. Das ist auch eine sehr gute Alternative. Zu welchen Zeiten er/sie das jeweils gemacht hat, weiss ich nicht mehr. Vielleicht kann da @Stefan hilfreich sein?

    Noch etwas zum Bacterium thuringiensis. Gerade das “Raupenfrei Xentari” mit sup. Aizawai ist unter Beschuss.
    Wenn Du es doch anwenden willst, achte darauf. :winken::hummel:

     

    #50718 Antworten
    Doris
    Forenmitglied

    Konservierungsmittel in Brot und vielen anderen Lebensmitteln, Säuerungsmittel und noch vieles mehr sind in unseren Lebensmitteln enthalten. Schweine- oder Rindfleisch mit Antibiotika, Geflügelfleisch mit Antibiotika und was weiß ich noch alles ist in unseren Lebensmitteln enthalten. Leider kann sich nicht jeder Produkte vom Öko- Bauern leisten.

    Die Chemie ist leider Alltag in unserem Leben geworden. Und die Folgen sind nicht absehbar. Ich bewundere Greta und Aktivitäten von Freyday´s for future. Das sind nur – leider- einige Aktivitäten, um weiterhin dafür zu sorgen, dass unser Planet lebenswert bleibt. Öko vor Kommerz- das wär´s. Aber ich befürchte, das wird ein Vermächtnis auch für die folgenden Generationen bleiben. Und wir Insektenfreunde tun ein Übriges für diese Generation.

    Trotz allem bin ich eine Befürworterin von Bt. Ich habe für mich persönlich entschieden, dieses zur Vorbeugung gegen Wachsmotten bei den Hummeln einzusetzen. Ich stäube es über´s Kapok und kümmere mich im Laufe der Saison selten um die Nester. Auch dieses Jahr wieder kein Befall.  Aber al gusto, das muss jeder für sich selber entscheiden. Trotzdem bleibt Chemie Chemie. Und davon sind wir alle betroffen.

     

     

     

    #50760 Antworten
    Nicola
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hallo Hummelfreunde, :winken:

    @Doris: da sprichst Du mir aus der Seele. Ich mache so viel für den Planeten wie ich kann, ich gehe bei FfF mit, vermeide Plastik, bin Förderer von Peta und proveg, bin Vegan und dünge nur mit veganen Biodünger, etc.

    Aber… da werde ich wohl jetzt von Einigen hier gesteinigt, aber bitte klärt mich dann auf: Ich bin davon ausgegangen, dass:

    • BT nur Bakterien sind, die sowieso in der Natur vorkommen?
    • Diese Bakterien sterben nach etwas 10 Tagen sowieso ab?
    • Die Gefahr, dass das Pulver aus dem Nest getragen wird, dann nass wird und in den 10 Tagen eine Raupe erwischt ist relativ gering?

    Es ist doch kein Glyphosat oder so!? Was für immer unseren Böden bleibt. Oder verstehe ich da irgendwas nicht? Was wir täglich in unser Grundwasser kippen ist da erschreckender und darüber macht sich kaum Jemand Gedanken und ist total normal. :o

    Ich weiß, dass man nie auslernen kann und fast täglich erfahre ich neue grausame Sachen, die mich wieder dazu bewegen, etwas in meinem Leben zu ändern. Aber da fehlen mir dann doch einige Informationen, wenn ich hier so einige Beiträge über BT lese… Aber, wie schon geschrieben, bitte klärt mich auf. :god:

    Viele Grüße

    Nicola

     

    #50775 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    Hallo Nicola!

    Deinen Einsatz für unseren Planeten ist sehr erfreulich, und über das Produkt Bt hast Du Dich auch genügend informiert.

    Deshalb kann Dir die Entscheidung, ob Du es einsetzen willst oder nicht, niemand abnehmen. Es ist da ein grosses Stück Eigenverantwortung gefragt. :winken:

    #50809 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    @František   Dein Tipp mit dem Strohhalm ist Gold wert, herzlichen Dank dafür! Leider bin ich nicht selbst auf eine solche Idee gekommen. Hätte ich das schon im Sommer gewusst, hätte ich vielleicht meine drei Ackerhummel-Naturnester mit viel Flugverkehr, gebaut unter einem Holzstapel, mit Bt. vor den Wachsmottenlarven retten können. Aber fürs nächste Jahr weiß ich Bescheid. Wachsmotten sind für mich ein absolut rotes Tuch!

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Antwort auf: Kurioses aus 2020
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