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Hummelhaus aus Gasbeton?

Dieses Thema enthält 6 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Luc Luc vor 1 Jahr, 5 Monate.

Ansicht von 7 Beiträgen - 1 bis 7 (von insgesamt 7)
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    Beiträge
  • #4964 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    Was spricht eigentlich gegen ein Hummelhaus aus Gasbeton? In den letzten Tagen gab es ja bei mir Probleme mit der hohen Luftfeuchtigkeit und damit die Gefahr von Schimmelbildung und ein schnelles aufheizen, selbst bei kurzer direkter Sonnenbestrahlung. Wenn ich einen großen Garten hätte, wie einige hier im Forum, würde ich mir mal ein Hummelhaus aus 50 mm Gasbeton bauen. Gasbeton läßt sich ja fast genau so leicht bearbeiten wie Holz und ist kaum schwerer wie Holz. Unbehandelter Gasbeton nimmt doch viel besser Feuchtigkeit auf wie Holz und hat eine hervoragende Isolation. Innen noch ein leichter Karton (Wellpappe) für die Reinlichkeit und fertig ist der das Hummelhaus. Der Rest ist wie bei einem Holzhaus, selbst einen Vorbau kann man ankleben. Wer es nicht so schnöde weiß möchte, der kann es bestimmt noch mit atmungsaktiver Farbe bemalen? Leider habe ich nicht den Platz und die Möglichkeit zum experementieren.

    #4969 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin

    Ja, das sind gute Überlegungen! Auch aus Holzbeton (ähnlich der Schwelger-Kästen) funktioniert ja.

    Man kann auch Betonringe eingraben oder Kühltaschen versenken. Eingegrabene Nester nutzen die Wärme im Boden im Frühjahr, und die Kühle im Sommer aus. Habe ich schon lange vor, aber ich komme irgend wie nicht dazu.

    #4989 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Der Vorteil von Gasbeton ist, dass er leichter, poröser und damit atmungsaktiver ist. Die Isolation müsste auch besser sein, da ja viele Lufteinschlüsse vorhanden sind. Die Verarbeitung ist kinderleicht, es reicht ein Fuchsschwanz und ein Schraubendreher für das Einflugloch. Alles wird mit Spezialkleber verbunden und abgedichtet. Die restlichen Arbeiten sind wie bei einem Holzkasten, Teichschlauch, Innenkarton und Lüftungslöcher.
    Holzbeton ist eben Beton, nur statt Sand und Zement wird zur Gewichtseinsparung Sägespäne genommen. Beton ist nicht sehr atmungsaktiv!

    #5018 Antwort

    Bulli

    Hallo Detter,

    wenn es um Isolation geht, gibt es “Liquid Pore” und Patent-Umgehungsprodukt “Multipor”.
    Dann braucht es aber auch ein temperaturausgleichendes schweres Element im Nistkasten.
    Ich dachte vor einigen Jahren daran zwei niedrig gebrannte (saugfähige) Backsteine unter den Deckel zu befestigen. Eine innenliegende Deckelbeschwerung, die man sonst auf den Deckel legt.
    Wenn die Steine austauschbar sind, kann man die Steine auswechseln, wenn sie zu nass sind. ;-)

    Gasbetonoberflächen sind wegen der großen Poren nicht direkt streichbar.
    Ohne Anstrich nimmt der Werkstoff jedes Tröpfchen Wasser auf, das von außen kommt. Also entweder wasserdicht verkleiden, wobei eine Hinterlüftung zwischen Verkleidung und Gasbeton sicherzustellen ist, oder verputzen mit Kalkputz. Ich müsste nachsehen, aber Kalkputz ist glaube ich am wasserdurchlässigsten. Darauf dann eine diffusionsoffene Farbe, die Wasser abperlen lässt.

    Ytong Gasbetonsteine (nicht Multipor) gibt es in 599 x 365 x 249 mm Größe. Theoretisch kann man die mit einer kleinen Flex und kleiner geschlitzter Diamantscheibe aushöhlen, siehe Naumburger Hummelwerkstatt.

    Viele Grüße, Bulli

    #5021 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Mensch Bulli, Du weißt ja wirklich fast alles. :zwinker: Es ist sehr interessant Deine Ausführungen zu lesen. Ich würde wahrscheinlich den Gasbeton überhaupt nicht verkleiden, da ja die meisten hier im Forum wetterfeste Unterstände haben? Auf meinen Balkon kommt auch kaum Regen, es sei denn ein Sturm peitscht den Regen quer. Ist dann auch nicht schlimm.
    Mit den Backsteinen versteh ich nicht wirklich. :-( Ich dachte, der Gasbeton nimmt die Feuchtigkeit auf? Du meinst der Ziegel wirkt zum kondensieren? Ich hätte große Lust so ein Hummelhaus zu bauen und bei jemandem im Garten aufzustellen. Vielleicht findet sich ja ein experementierfreudiger im Forum, wenn alle Kameras und Sensoren montiert sind? :zwinker: :sat: :emb:

    #5024 Antwort

    Bulli

    Die Backsteine unter dem Deckel waren zur Stabilisierung des Klimas gedacht, weil die mineralischen Dämmplatten nicht viel Masse haben. Deshalb die Backsteine als temperaturstabilisierende Masse im Inneren des Nistkastens. Die Klimastabilisierng führt als Nebeneffekt dazu, dass die Oberfläche mehr Feuchtigkeit aufnimmt. Bei einem normalem Ytong-Stein ist das nicht nötig, denke ich.
    Mehr steckt nicht dahinter.

    Auf dem Balkon mag man ohne wetterfeste Außenhaut auskommen, aber irgendwo im Garten nicht. Der Regen kommt von oben und spritzt von unten. Nach einem Jahr wäre dann Moos dran.

    Viele Grüße
    Bulli

    #5067 Antwort
    Luc
    Luc

    Gute Idee, das mit dem Ytong.
    Könnte ich mal ausprobieren, einen solchen Kasten sowohl im Boden als auch darüber auszutesten.
    Experimentier ohnehin andauernd mit verschiedenen Beutetypen.
    Würde aber trotzdem einen diffusen Innenkasten reinstellen. Das ganze wird dann aber etwas vulominös.
    Wenn trockene Erde aussen rum ist, wärs sicher ein recht ausgeglichenes Klima.
    Hmm, da muss ich was machen … :happy:

    Luc

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Antwort auf: Hummelhaus aus Gasbeton?
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