Berliner Balkon-Hummeln Haus 2

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Dieses Thema enthält 47 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Detter Detter vor 2 Monate, 2 Wochen.

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  • #5123 Antwort

    Budmaster
    Teilnehmer

    Hallo.
    Sieht schon lustig aus wie die sich auf dem Rücken liegend da durch zwängen.
    Ich habe zwar dieses Jahr zum ersten mal Hummeln, sitze aber täglich stunden vor dem Kasten. Da sieht man schon einiges. Ich glaube das die Hummeln sich alle ein gewisses Verhalten angewöhnen. Bei meinen Hummeln, die unter einer großen Weide stehen, bemerke ich das sich alle ein Abflugverhalten angewöhnen. Es gibt welche die beim ersten Ausflug nach oben durch den Baum fliegen und sich das dann so einprägen. Das ist umständlich, denn sie könnten auch so aufs offene Feld fliegen.
    Sie fliegen aber immer wieder durchs dichte Geäst weg und schlagen erst über dem Baum die richtung ein in der sie fliegen wollen.

    Grüße aus Ostfriesland

    #5133 Antwort
    Detter
    Detter
    Teilnehmer

    Den „Reinigungsdeckel“ vom Vorbau wollte ich eigentlich nicht öffnen, da sonst eine Irretation entstehen könnte für die Hummeln, wo soll ich denn nun Ein- oder Rausfliegen? Wenn mal eine Hummel, beim Reinigen, durch die Reinigungsklappe entwichen ist, wollte sie auch da weder rein. Wenn ich normal arbeiten geh, früh aus dem Haus und Abends, vor dem dunkel werden, heimkomme. lass ich den Deckel von Haus 2 offen. Er hat ja noch den Pappdeckel zur Sicherheit. Wenn ich aber erst spät Abens nach Hause komme, muss ich den Kasten geschlossen halten, wegen den Wachsmotten. Bis jetzt ist bei „Bertha“ noch keine Wachsmotte gesichtet worden. :emb: Vor einer Woche hatte ich ja etwas trockenen BT eingestreut (Foto 1) und gestern den Wachs-Dom geöffnet und BT in Wasser aufgelöst eingespritzt. Vorbeugend! Heute war schon wieder das Nest geschlossen (Foto 2). Man sieht jetzt auch die vielen Jung-Königinnen oben auf dem Nest sitzen. Auf dem Foto noch wenige. An anderen Tagen habe ich so um die 30 Jung-Königinnen gezählt.
    Im anderen Kasten (Haus 3) ehemals „Frida“ sind es weniger, vielleicht maximal 20 Jung-Königinnen?

    Dateianhänge:
    #5193 Antwort
    Detter
    Detter
    Teilnehmer

    Im Hummelhaus 2 ist etwas mehr los, wie im Hummelhaus 3. Hier sieht man(heute am Sonntag) noch ab und zu eine dicke Jungkönigin an- oder abfliegen. Ob der heftige Starkregen (bis zu 150 Liter/ Quadratmeter) viele Hummeln getötet hat? :conf: :cry: Komischerweise sind auch bei dem starken Regen einige Hummeln abgeflogen. :hair: :-( Ansonsten sieht hier im Nest alles viel sauberer aus. Das Nest ist nahezu geschlossen und die Schafwolle ist gut angenommen worden. Manchmal liegt eine Larve oder tote Fliege im Vorbau. Einige Arbeiterinnen schaffen es auch die toten Larven durch die Hummelklappe zu transportieren und stürzen dann auf den Balkonboden ab. Da wird denn die Larve noch tüchtig „bearbeitet“.

    #5196 Antwort

    Stefan
    Keymaster

    Hallihallo!

    Wenn Du nichts von der Schafwolle geschrieben hättest, hätte ich Kapok vermutet laut den Fotos.

    Wieder etwas gelernt: Schafwolle eignet sich anscheinend sehr gut als Nistmaterial. Habe ich noch nie ausprobiert. Danke dafür!


    .
    Standort: 398 m

    #5199 Antwort
    Detter
    Detter
    Teilnehmer

    @stefan: Es ist einiges verarbeitet worden, unten Sägespäne und etwas Moos, ein kleiner Rest Polsterwolle (ohne Kunstfasern) Kapok und ein Rest Schafwolle. Die Polsterwolle und die Schafwolle war in der Lieferung von Hummelkasten 1, von „Traumkatzenhaus“ dabei. Der Geruch der Schafwolle soll die Hummeln etwas anlocken? Ist jetzt aber alle und auf Schafe treff ich in Berlin kaum, nur auf eine Menge Hornochsen. :dontknow: :devil: :zwinker:

    #5247 Antwort

    Stefan
    Keymaster

    :zwinker: Schön gesagt! :happy:

    Das bestätigt wieder, dass es nicht sooooo wichtig ist was genau als Nistmaterial angeboten wird. Ich mache das auch so. Möglichst natürlich und was ich so vor dem Fenster finde: Moos, zerriebene trockene Blätter, trockene Grasbüschel und natürlich Kapok – – viele Wege führen da zum Ziel.


    .
    Standort: 398 m

    #5298 Antwort
    Detter
    Detter
    Teilnehmer

    Der Flugbetrieb geht langsam zu Ende (siehe Bemerkung zu Kasten 3), aber noch deutlich mehr Hummeln unterwegs wie im Kasten 3. Auch ist er relativ trocken und ohne Wachsmotten. :emb: Aber stinken tun die Kästen fürchterlich. Mehr kann ich meine Nachbarn nicht zumuten. :dunno:

    #5359 Antwort
    Detter
    Detter
    Teilnehmer

    Ein Wunder ist geschehen. :angel: Es ist, nach dem fürchterlichen Stark-Regen, wieder reger Flugbetrieb, bei „Bertha“. Bei Sonnenschein kommen oder gehen alle 10 Minuten eine Arbeiterin, mit Pollen oder eine dicke Jung-Königin kommt von ihrem Ausflug zurück. Bei einer Kontrolle auf Wachsmotten war keine Larve zu sehen, dafür protestierten die restlichen Hummeln noch ziemlich laut. Auch ist kein Schimmel zu sehen. Das ist ein großes Volk, mit schätzungsweise mindestens 30 bis 50 Jung-Königinnen? :happy: Das macht nach Adam Riese 3-5 neue Hummelvölker?

    #5364 Antwort

    Stefan
    Keymaster

    Ja, so unterschiedlich sind die Entwicklungen. Gratulation zu dem großartigen Hummelvolk auf Deinem Balkon!


    .
    Standort: 398 m

    #5380 Antwort
    Detter
    Detter
    Teilnehmer

    Immer noch kommt oder geht eine Hummel alle 10 – 15 Minuten. Der Stand entspricht dem der 2.Generatin vom Mai. Auch sind noch viele Jung-Königinnen dabei. Einfach erstaunlich. Leider sind nun auch die Wachsmotten bei „Bertha“ eingezogen. :conf: :yell: Ich habe noch einmal etwas BT gesprüht, da sehr viele kleine Wachsmotten zu sehen waren. Oder waren es Fliegenlarven? Egal, so haben die restlichen Hummel noch etwas länger eine schöne Unterkunft und ich was zum Zuschauen. :-)

    #5425 Antwort
    Detter
    Detter
    Teilnehmer

    Es fliegen fast nur noch Jung-Königinnen ein und aus. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden kommen sie laut angebrummt. Ich habe aber das Gefühl, dass es immer weniger werden? So langsam haben die jungen Königinnen bald alle ihr Winterquartier gefunden? Wenn ich den Deckel anhebe kommt aber noch Protest aus dem Inneren des Nestes. Wenn ich zur Kontrolle das Gemisch aus Karpok und Schafwolle beiseite schiebe dauert es nicht lange und „der Schaden“ ist wieder repariert.
    Einige dicke Wachsmotten-Larven spinnen sich am Pappdeckel ein. Dort kann ich sie mit einer Pinzette schön einsammeln. Ein Leckerbissen für die jungen Meisen. :sat:

    #5441 Antwort
    Detter
    Detter
    Teilnehmer

    Heute Vormittag habe ich eine Jung-Königin mit einigen Milben auf dem Rücken gesehen. :conf: Andere Jung-Königinnen kamen ohne Milben zurück ins Hummelhaus.
    Was sind das für Milben und wo kommen die her? Sind das die gleichen Milben wie bei den Honigbienen (Varroamilbe) und was kann man dagegen tun?

    #5443 Antwort

    Stefan
    Keymaster

    Milben können nützlich sein oder auch schädlich. Bulli kennt sich da sehr gut aus. Vielleicht kannst Du die Dame fotografieren?

    Grüße Stefan


    .
    Standort: 398 m

    #5444 Antwort

    Stefan
    Keymaster

    Milben können nützlich sein oder auch schädlich. Bulli kennt sich da sehr gut aus. Vielleicht kannst Du die Dame fotografieren?

    Grüße Stefan


    .
    Standort: 398 m

    #5449 Antwort

    Bulli

    Hallo, die Sache mit den Milben ist eigentlich einfach. Die Königinnen haben im Herbst weniger Milben auf dem Buckel als im Frühjahr. Das könnte darauf hinweisen, dass Milben im Winterversteck Nahrung finden. Milben fressen bestimmte Pilze und Fadenwürmer. Pilze und Nematoden/Fadenwürmer können in der Diapause die Hummel befallen. Von daher erscheint das logisch.

    Es gibt z. B. die Nematode Sphaerularia bombi und eine Plastiktüten durchdringende andere Art (weiß gerade nicht den Namen, ein Problem in der Laborzucht), welche die Hummeln gerne in der Diapause befallen.

    Auf der anderen Seite sind sehr viele Milben auf einer Hummel im Frühjahr ein Anzeichen dafür, dass die Hummel überfrachtet ist und vermutlich die Nestgründung nicht hin kriegt. Da kann man ein wenig Reduzieren, indem man die Hummel in Wasser tunkt und einen Großteil der Milben mit einem Pinsel wegwischt.

    Es gibt drei Milben die in größerer Zahl auf Hummelköniginnen angefunden werden können, Parasitus fucorum, Scutacarus acarorum und Kuzinea laevis. Die größere der Milben, die Raubmilbe Parasitus fucorum, frisst auch die Eier von anderen Milben und Fadenwürmer. Ist sie nicht vorhanden, können sich kleinere Milbenarten im Hummelnest enorm vermehren.

    Die Milben im Hummelnest sind zwar je nach Art auch in den Nektar- und Pollentöpfen zu finden, es gibt aber wohl keine, die die Brut befällt wie es die Varroa-Milbe bei den Honigbienen macht. An adulten Hummeln saugen nur die Tracheenmilben Locustacarus buchneri und Acarapis woodi. Wie gesagt, sind sie in den Tracheen zu finden und darum nicht sichtbar.

    Allgemein werden die Milben als Überträger von DWV angenommen. Sie lassen sich gerne von Arbeiterinnen zu Blüten bringen, um dann auf anderen Arbeiterinnen in andere Nester gebracht zu werden. Aber, weil sich Honigbienen und Hummeln wie auch Hummeln untereinander an Blüten häufig anstuppsen, ist das nicht der einzige mögliche Übertragungsweg.
    Es wurde schon von vielen Milben in einem Puppenkokon berichtet, allerdings besteht das Baumaterial für Kokons bei vielen Hummeln aus Nektar und Pollen, was Parasitus fucorum auch gern frisst. Ob ihre Anwesenheit, der Sauerstoffverbrauch oder ihr Kot die Verpuppung behindert, oder die Puppe aus einem anderen Grund abstarb, ist nicht bekannt.

    Die drei häufig vorkommenden Milbenarten, die man auf Hummeln leicht sieht, sind entweder nur Mitbewohner (an Pilzen saugende Arten) oder Kommensale (fressen auch am von Hummeln herangeschafftem Futter). Aber was frisst so eine Milbe schon … . Anscheinend ist nur ihr Kot bei zu hoher Population ein Hygieneproblem. Im Frühjahr kann eine Überpopulation mit ihrem Gewicht die Königin überlasten.
    Schlimmer sind vermutlich die Milben, die in den Tracheen saugen und die Tierchen, die durch die Mundwerkzeuge in die Hummel eindringen können.

    So richtig viel weiß man noch nicht über die Milben. So lange aber alles Tutti aussieht, wird in der Hinsicht kaum jemand weiter forschen. Die Forschung zur Varoa begann ja auch erst, als klar war, dass europäische Honigbienen überwiegend ein Problem mit der Identifizierung der Varoa als Feind haben.

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