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Klaus Kauffmann: Hummel-Impressionen

Ich möchte allen begeisterten Hummelfreunden von meinem letzten Hummelerlebnis erzählen.

Ihr werdet es kaum glauben, wenn ich behaupte, dass ich auf einem engen Gebiet gleichzeitig Veränderliche Hummel, Waldhummel, Sandhummel, Feldhummel und Mooshummel beobachten konnte.

Dabei fiel mir auf, dass vergleichbar winzig kleine Flächen, von extrem hohem Wert für die Hummeln sein können. Wer die Möglichkeiten hat, sollte an seinen Wiesenrändern Wilden Oregano pflanzen.
Die Stelle, die ich beobachtete, war mit Brunelle, wildem Thymian und Oregano vergesellschaftet dazu natürlich Scabiosen und Flockenblumen.Ich konnte viele Augenfalter, Bläulinge und auch Schachbrettfalter beobachten und fühlte mich wie im Paradies. Die Stelle entstand durch das Anlegen einer Kuhle an einem Südhang, wodurch der Landwirt nicht mähen konnte. Sobald ich mich der Gemähten Wiesenfläche zuwandte, war fast nur noch grüne Wüste zu sehen.

Die wichtigste Frage, die ich habe ist, wie kann ich allein optisch eine leuchtend hellbraune Ackerhummel von einer Mooshummel unterscheiden? Die beobachtete Hummel hatte ein auffallend leuchtend braunes Haarkleid ohne schwarze Haare oder auch grau-weiße Haare und gleichmäßiger Farbabstufungen der einzelnen Tergite. Ich denke also, dass ich eine Veränderliche Hummel vom rotbraunen Typ ausschließen kann. Ich hatte die Hummel so denke ich an Luzerne beobachtet. Allerding ist dort kein Sumpfgebiet, was gegen eine Mooshummel sprechen würde, aber durchaus der Übergang von einer feuchten Talaue zu warmen Trockenrasen.

Ich konnte auf meinem Spaziergang mehrere Hummeln als Sandhummel identifizieren, weil sie keine rotbraunen Haare auf dem Hinterleib trugen. Je länger ich dort blieb, desto eher spürte ich, dass ich an diesem Tag ganz besondere Entdeckungen gemacht habe und machen konnte. Ganz auffallend ist bei der Sandhummel ihr hoher Summton. Unauffällig ist sie insgesamt wegen Ihrer kleinen Größe und der grauen Behaarung.

Für mich eigentlich der Höhepunkt war meine Begegnung mit der Feldhummel. Ich denke jedenfalls, dass es eine gewesen sein könnte.
Ich konnte sie an Hauhechel beobachten. Sie hatte auffallend lange hoch anliegende Fühler. Ihr Haarkleid glich von weitem dem einer Erdhummel, doch zeigte die gelbe Binde ein helles Ockergelb, kein leuchtendes oder normales Gelb in tief schwarzen Kleid sondern eher ein dunkles schwarz mit leichtem grau oder braun-Schimmer, aber komplett einheitlicher schwarzen Färbung. Außerdem paßte die Körperform und Frequenz nicht zu einer Gartenhummel. Die Hummel hatte eine mittelgroße Größe, war eher dicht behaart und gedrungen und hatte einen mittelhohen Summton.

Jetzt noch eine Frage an die Hummelexperten. Welche Beobachtung, vorausgesetzt, meine Annahmen sind wirklich richtig, ist als die wertvollste einzuschätzen?

Dieses Erlebnis hat mich darin bestätigt, solche Verhältnisse in meinem eigenen Garten zu schaffen. Wenn ihr Euch das auch einmal wünscht, oder wenn ihr mir schreiben wollt, freue ich mich sehr.

Viele Grüße
Klaus Kauffmann

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