Der Zitronenfalter

Der Zitronenfalter Der Zitronenfalter ist einer der bekanntesten Schmetterlinge Europas. Viele Menschen sehen ihn als ersten Schmetterling im Frühling, manchmal schon im Februar oder März, wenn die Sonne wieder stärker scheint. Sein Name kommt von der zitronengelben Farbe der Flügel der Männchen. Der Zitronenfalter gehört zur Familie der Weißlinge. Sein wissenschaftlicher Name ist Gonepteryx rhamni.

Merkmale:

  • Flügelspannweite: etwa 5–6 cm
  • Männchen: leuchtend gelb
  • Weibchen: hellgrün bis weißlich

Flügel haben eine blattähnliche Form, wodurch der Falter gut getarnt ist. Durch diese Form sieht er im Sitzen oft wie ein Blatt aus.

Lebensraum

Der Zitronenfalter lebt in vielen Teilen Europas und auch in Deutschland. Typische Lebensräume sind:

  • Gärten
  • Wiesen
  • Waldränder
  • Heckenlandschaften

Besonders wichtig sind Gebiete, in denen Kreuzdorn-Pflanzen wachsen, weil seine Raupen diese Pflanzen als Nahrung brauchen.

Warum sieht man ihn so früh im Jahr?

Der Zitronenfalter ist einer der ersten Schmetterlinge im Jahr, weil er den Winter als erwachsener Falter überlebt. Viele andere Schmetterlinge überwintern als:

  • Ei
  • Raupe
  • Puppe

Der Zitronenfalter dagegen versteckt sich im Winter:

  • unter Laub
  • in Sträuchern
  • im Efeu

Sein Körper produziert eine Art natürliches Frostschutzmittel, sodass er sogar Temperaturen unter dem Gefrierpunkt überstehen kann. Sobald es im Frühling wärmer wird, fliegt er wieder los.

Nahrung

Er ernährt sich hauptsächlich von Blütennektar. Im Frühling besucht er besonders gerne:

  • Krokusse
  • Primeln
  • Löwenzahn
  • Weidenkätzchen

Mit seinem langen Rüssel saugt er den Nektar aus den Blüten. Dabei hilft er auch bei der Bestäubung von Pflanzen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Nach dem Winter suchen die Männchen nach Weibchen. Der Lebenszyklus eines Schmetterlings besteht aus vier Stadien:

  • Ei
  • Raupe
  • Puppe
  • Schmetterling

Die Weibchen legen ihre Eier meist auf Faulbaum oder Kreuzdorn. Die Raupen sind grün und gut getarnt. Nach einigen Wochen verpuppen sie sich. Im Sommer schlüpfen neue Zitronenfalter. Diese fliegen bis in den Herbst und überwintern dann er.

Besonderheit: Sehr lange Lebensdauer

Der Zitronenfalter gehört zu den Schmetterlingen mit der längsten Lebensdauer in Europa. Er kann etwa 10 bis 12 Monate alt werden.
Viele andere Schmetterlinge leben nur ein paar Wochen.

Bedeutung für die Natur

Der Zitronenfalter ist wichtig für das Ökosystem:

  • Bestäubung von Pflanzen
  • Nahrung für Vögel und andere Tiere
  • Zeichen für den Beginn des Frühlings

Sind die ersten Zitronenfalter zu sehen, wissen viele Menschen: Der Winter ist bald vorbei.

Quellen

Bild: Arieswings, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Zitronenfalter

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Stefan

Über Stefan

Töging am Inn (Südostbayern), 398m
  • Dieses Thema hat 2 Antworten sowie 3 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 1 Tag, 14 Stunden von janfo aktualisiert.
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  • Autor
    Beiträge
  • #93319
    Christian
    Forenmitglied
      • A-4800, 4851
      • 420, 510 m

      Für mich gehört ein Faulbaum in jeden Naturgarten, er blüht (unscheinbar) und lange, ist auch eine gut Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln. Die Beeren werden gern von Vögeln gefressen. Werde heuer genau darauf achten, ob sich auf meinem Faulbaum Eier/Raupen vom Zitronenfalter befinden – sind allerdings gut getarnt und schwer zu sehen. Faulbäume sind übrigens auch anderweitig sehr interessant (“Pulverholz”).

      #93341
      janfo
      Moderator
        • DE 34233
        • 246 m

        Da kann ich Christian nur zustimmen. Ich hab auch seit 3 Jahren einen Faulbaum im Garten, hoffentlich wird er noch schön groß. Ein sehr wertvolles Gehölz nicht nur für den Zitronenfalter.
        Braucht eher feuchtere Standorte.

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