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Claus Christian: Alternative Nahrung für Hummeln
Hallo! Ich habe einen Bericht gesehen in dem gezeigt wurde das dieses Jahr viele Hummeln verhungern, ich wollte daher wissen ob es die Möglichkeit gibt den Hummeln alternativ etwas zu fressen anzubieten?
Mit freundlichen Grüßen Claus
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Helena: allgemeines Insektensterben
>Hallo, ich mache mir ziemliche Sorgen. Seit ca. vier Jahren werden bei uns die Insekten weniger. Dieses Jahr ganz deutlich.
>Am Auto keine toten Insekten auch nicht an den Straßenlaternen. Keine Spinnennetze in den Ecken.
>Abends auf der Teerasse wenn das Licht an ist – nichts – auch nicht an Kerzen.
>Wenn die Zimmertür nachts offen steht und Licht an ist wurde mann vor Jahren noch von Insekten überrannt.
>Heute Fehlanzeige – toll – mir wird da leicht fröstelich. Wovon leben die Vögel, Fledermäuse, und Reptilien usw.
>Ist unser Ökosysthem so nebenbei Zusammengebrochen? Haben wir es doch schon geschafft?
Also so krass ist es hier nicht (mitten in der Stadt Zürich).
– Hatte an unserem Fenchel etliche Schwalbenschwanzraupen, momentan wieder 5 Stück im Raupenkasten (bereits 2. Generation)
– ein grosses Heupferd hing in unserem Schlafzimmer am Vorhang (was für ein Schreck am frühen Morgen)
– Stechmücken würden mich auffressen, hätten wir kein Moskitonetz über dem Bett
– habe schon Tigermücken totgeschlagen (die so schöne Sachen wie Denguefieber u.a. übertragen können)
– an den unscheinbaren Blüten des Wilden Weins summt es wie am Bienenstock – alles voller Honigbienen, sicher über hundert Bienen, wenn nicht mehr aufs Mal
– normaler Andrang an Wildbienen und -wespen an der Schwegler-Nisthilfe
– sah zum ersten Mal in meinem Leben Wollbienen
– überall laufe ich in Netze von jungen Kreuzspinnen. Auch sonst normales Aufkommen anderer Spinnenarten (z.B. die, welche so “Hängematten”-Netze in die Sträucher hängen)
Nur, und das ist deutlich – deutlich weniger Hummeln dieses Jahr!!!
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ztwolf: allgemeines Insektensterben
Hallo, ich mache mir ziemliche Sorgen. Seit ca. vier Jahren werden bei uns die Insekten weniger. Dieses Jahr ganz deutlich.
Am Auto keine toten Insekten auch nicht an den Straßenlaternen. Keine Spinnennetze in den Ecken.
Abends auf der Teerasse wenn das Licht an ist – nichts – auch nicht an Kerzen.
Wenn die Zimmertür nachts offen steht und Licht an ist wurde mann vor Jahren noch von Insekten überrannt.
Heute Fehlanzeige – toll – mir wird da leicht fröstelich. Wovon leben die Vögel, Fledermäuse, und Reptilien usw.
Ist unser Ökosysthem so nebenbei Zusammengebrochen? Haben wir es doch schon geschafft?
Und tschüss.
>>Hummeln, schlechtes Jahr auch hier im Oberberg. Kreis, habe jetzt ein Baumhummelvolk, aus welchem erste Arbeiterinnen fliegen. Ob das noch was wird?
>>
>>Wespen, sind hier im Mai/Juni viele Nestgründungen kaputtgegangen oder nicht zustande gekommen.
>>Hatte hier eine Umsiedlung der sächs. Wespe.
>>
>>Solitärbienen/wespenjahr läuft allerdings gut.
>>
>>Hornissen, etwas besser als im letzten Jahr, bisher eine Umsiedlung.
>>
>>Honigbienen, ich habe alle meine Völker durchbekommen und konnte sogar welche abgeben.
>>
>>fg Angelika
>
>Bei uns in Regensburg ist alles tot keine Bienen keine Hummeln und keine Wespen. Auch das übrige Getier ist so gut wie ausgestorben (Falter, Schmetterlinge und Heuschrecken) alles in allem sind nurnoch ein paar Fliegen übrig und selbst die sind schon selten. In meinem Garten herrscht gespenstische Leere langsam mach ich mir so meine gedanken
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Juergen: Ansiedlung Wiesenhummel im August !
Hallo Bago,
ja, ich hoffe auch dass es die Königin schafft; zumal es erschwerte Bedingungen gibt zurzeit in meinen Garten, da junge Amseln rumhüpfen und Ausschau halten nach allem möglichen was fressbar ist. Ich kann nur hoffen, dass nicht die Königin daran glauben muss!
Es grüsst Jürgen aus Dresden
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20100803-140802-697.jpg]
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Bago: Bilanz 2010 Raum München
Naja,
deine Bilanz ist ja auch nicht gerade gut, mein Baumhummelvolk ist jetzt auch von Wachsmotten befallen,
allerdings sind die Jungköniginnen schon seit mehreren Wochen abgeflogen.
Bei sind ja auch ne Menge Königinnen ausgefallen , mir sind 5 Steinhummeln, 2 Wiesenhummeln, 2 Gartenhummeln und eine Erdhummel ausgefallen, wirklich schrecklich dieses Jahr.
Gruß Bago
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Andreas: Bilanz 2010 Raum München
Hallo Bago,
hier eine kurze Schilderung der Situation im Raum München.
dunkle Erdhummel:
Volk1: ca. 100 – 150 Jungköniginnen
Volk2: ebenso
Volk3: etwa 70 Jungköniginnen
Die 3 Völker sind an verschiedenen Standorten.
Bei 2 Steinhummelvölkern sind jetzt rege Flugaktivitäten zu beobachten, aber noch keine Jungköniginnen. Die sollten jetzt dann aber kommen.
Ausgerechnet in ein Waldhummelvolk sind mir Wachsmotten reingekommen. Da habe ich die Klappe zu spät zugemacht. Es ist ein Volk noch mit Königin und ca. 30 Arbeiterinnen. Ich habs mit BT behandelt und füttere Zuckerlösung zu, in der Hoffnung, dass die es bis Ende September vielleicht doch noch schaffen, ein paar Königinnen hervorzubringen.
Bei der Ackerhummel nehmen die Flugaktivitäten zu. Das Volk wächst. Selbstbesiedelung in der 2-ten Maihälfte, also sehr spät.
4 Königinnen der Baumhummel (Selbstbesiedelungen) sind mir leider im Frühjahr bei schlechtem Wetter ums Leben gekommen.
Für die nächste Saison viel Erfolg!!
Andreas
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Michel: interessant…
Interessant, hätte bei den von dir angegebenen Volkstärken wesentlich mehr Jungköniginnen erwartet.
Hier mal paar Zählungen aus den vergangenen Jahren von meinen Kolonien:
2005: Steinhummel, etwa 150 Arbeiterinnen (max. Volkstärke), 178 Königinnen hervorgegangen
2008: Dunkle Erdhummel, 120 Arbeiterinnen, brachten 165 Jungköniginnen hervor
2009: Nest 1, Dunkle Erdhummel, ca. 170 Arbeiterinnen, 100 Jungköniginnen
2009: Nest 2, Dunkle Erdhummel, ca. 180 Arbeiterinnen, 200 Jungköniginnen
2009: Wiesenhummel, ca. 60 Arbeiterinnen, 185 ! Jungköniginnen, ungewöhnlich für Wiesenhummel
2010: Kryptarum-Erdhummel, etwa 110 Arbeiterinnen, bisher 60-70 Jungköniginnen, kommen aber noch paar nach, Königin weiter vital und aktiv
Also das Verhältnis von maximaler Volkstärke zu hervorgebrachte Jungköniginnen ist in meinen Beispielen ziemlich niedrig, trotz weniger Arbeiterinnen wurden oft viele Jungköniginnen aufgezogen. Gerade bei den Wiesenhummeln 2009 wurden 3 mal mehr Jungköniginnen aufgezogen als Arbeiterinnen maximal im Nest lebten. Oft ist aber gegen Ende der Entwicklung auch Nahrungseintrag durch die Jungköniginnen zu beobachten, weshalb auch trotz zurückgehender Anzahl an Arbeiterinnen weiterhin viel Brut zur Entwicklung kommt. Auffallend auch, dass bei den obigen Beispielen nicht selten die Altkönigin sehr lange überlebte, eben auch den Competition Point. Manchmal war sie eine der letzten Überlebenden im Nest nach Saisonende. Vielleicht ist das der Unterschied, je stärker ein Volk, umso mehr Konkurrenz hat die Königin. Vielleicht sind daher die größten Kolonien nicht unbedingt die erfolgreichsten bzw. erfolgreicher, was die Anzahl an Jungköniginnen angeht…
Vg,
Michel
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Bago: Ansiedlung Wiesenhummel im August !
Hallo Juergen,
mir ist es nur von Gartenhummeln bekannt, dass dies eine 2. Generation im Jahr hervor bringen,
von Wiesenhummeln ist das absolut neu.Hoffe für dich , dass es deine Wiesenhummel schafft.
Wäre auch interessant zu wissen , ob sie gar noch einmal Jungköniginnen hervorbringt.
Beobachte mal weiter.
Gruß Bago aus Dortmund
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Juergen: Ansiedlung Wiesenhummel im August !
Hallo Hummelfreunde,
habe vor zwei Wochen meine Hummelpension in den ich Wiesenhummeln hatte weggeräumt, gesäubert und eingelagert.
Heute beim Mittagessen auf meiner Terrasse, sah ich eine Wiesenhummelkönigin, die an der Stelle suchte, wo zuvor die Hummelpension stand; ich hatte aber umgeräumt und an der Stelle einen eckigen Blumentopf aufgestellt. Die Königin untersuchte den Blumentopf und umflog ihn mehrmals. Dann setzte sie sich auf ein Kiwiblatt und ruhte sich aus. Dies konnte nur eine Rückkehrerin sein.
Ich schnell wieder die Hummelpension vom Boden geholt, Späne in den Innenkasten getan, Kapok (Polstermaterial) darauf und den Nistkasten wieder an gleicher Stelle aufgestellt.
Mich wieder auf die Terrasse gesetzt mit Blick auf die Königin; dies putzte sich und nach 15 Minuten flog sie weck. Doch plötzlich kam sie zurück und flog direkt die Hummelpension an; landete auf dem Anflugbrett; probierte die Hummelklappe zu öffnen; dies gelang ihr auch und nach wenigen Sekunden war sie im Hummelpensionsvorbau verschwunden. Nach ungefähr 30 Minuten kam sie heraus, flog weck und ich glaube es war nicht einmal eine Minute war sie schon wieder da; Klappe auf und rein nach drei Minuten kam sie schon wieder heraus umflog den Nistkasten; landete und dann wieder zur Klappe rein. Dies wiederholte sich mehrmals ich glaube sie war sehr glücklich ihren Geburtsnistkasten wiedergefunden zu haben; zumal er ja für sie erst verschwunden war und wie durch „Zauberei“ wieder da!
Wer von euch Hummelfreunden hat ähnliches schon mal erlebt?
Es grüsst Euch
Jürgen
[http://www.hummelfreund.com/]
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Bago: Bilanz 2010
Die Hummelsaison neigt sich bei mir dem Ende entgegen.
Hier die Bilanz:
Von den 4 übrig gebliebenen Königinnen von 14 Ansiedlungen haben es 2 geschafft Jungköniginnen hervor zubringen:
Erdhummel-1-: 150 Jungköniginnen ; maximale Volksstärke 420 Tiere; Volk in der Absterbephase
Erdhummel-2-: Aufzucht von etwa 15 Kuckuckshummeldrohnen der vestalis, keine vestalis J-k.; Volk abgestorben
Baumhummel : Aufzucht von etwa 100 Jungköniginnen ; maximale Volksstärke 300 Tiere; Volk in Absterbephase
Ackerhummel: Volk wird keine Geschlechttiere hervorbringen können , ständiges Sterben von Larven; nur noch die Königin und 1 Arbeiterin vorhanden.
Damit endet so langsam die sehr schlechte Hummelsaison, in der Natur sieht man nur noch Steinhummeln,Erdhummeln und Ackerhummeln, insgesamt viele Drohnen der ersten beiden Arten.
Gruß Bago
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