Christian: Ende vom Volk

Hi,
hatte heuer zum ersten Mal (weil ich statt einem Kasten vier aufgestellt habe) die Wiesenhummel. Nun hab ich bei euch gelesen, dass diese Art so Ende Mai auch am Ende ihrer Entwicklung ist. Dachte immer, dann stirbt auch das Volk ab. Aufgrund der Witterung hatte mein Volk so ab Mitte Juli keine Larven und Puppen mehr. Aber es fliegen immer noch Arbeiterinnen ein und aus. Schätze die Zahl auf ca. sechs. Also ich will die wabe nicht zerpflücken, aber wenn ich die Wabe abdecke sehe ich drei Arbeiterinnen und höre noch heftigeres Brummen aus der Tiefe der Wabe.

Ähnlich bei der Erdhummel, nur wollen da zusätzlich auch einige Jungköniginnen einfach nicht ausfliegen. Im letzten Jahr war da Mitte August nichts mehr los. In diesem Jahr ist noch kein Ende in Sicht.

Nun könnte man sagen: Späterer Start und späteres Ende.
Doch hat mein Erdhummelvolk im Mai den Stand vom Volk im Vorjahr eingeholt, trotz des späteren Starts. Und es hat sich noch besser entwickelt.

Mich würde interessieren: Leben bei euch die Völker heuer auch länger? Oder beschreibt ihr das Ende eines Volkes, wenns keine Brut mehr gibt?

Gruß
Christian

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Bago: Bombus ruderarius: Rote Liste der Bundesländer

Ich habe hier mal die Rote Liste von ruderarius der einzelnen Bundesländer:

Deutschland allgemein: gefährdet
Baden-Würtemberg: gefährdet
Bayern: gefährdet
Berlin: gefährdet
Brandenburg: häufig
Hessen: stark gefährdet
Mecklenburg-V.: extrem selten
Niedersachsen: stark gefährdet
NRW: vom Aussteben bedroht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Rheinlandp: gefährdet
Saarland: ?
Sachsen: extrem selten
Sachsen-Anhalt: Vorwahnliste
Schleswig-Holstein: stark gefährdet
Thüringen: gefährdet

(Quelle: [http://www.wildbienen-kataster.de] dort könnt ihr herausfinden, welche Arten es bei euch gibt.
Wirklich schrecklich diese Liste.Am schlimmsten sehen die Daten gesehen bei jeder Art in NRW aus, entweder stark gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht.

Gruß Bago

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Andre: Problem mit Milben

Hallo zusammen,

ich glaube es gab zu diesem Thema schon einen Beitrag, aber ich finde ihn leider nicht mehr. Hat jemand einen Tipp wie man die Milbenpopulation im Hummelkasten etwas eindämmen kann? Ich weiß das Milben zur Natur gehören, aber ich möchte nicht dass die Jungköniginnen mit zu vielen Milben in den Winterschlaf gehen.

Danke für Eure Antworten.

Gruß,
André

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Bago: Bombus humilis und sylvarum (Ansiedlungsverhalten)-Deckkasten

Den Deckkasten finde ich auch wichtig ich verwende auch welche, denn meine Gründe dazu sind:

-es wird weniger Energie zum brüten verbraucht
-Ansiedlung klappt oft einfacher
-Königin kommt schneller wieder aus dem Kasten

Meine Innenkästen sind von 10×10-20x20cm

Nachteil:

Für den absoluten Anfänger ist es schwierig den richtigen Zeitpunkt zufinden.
Und man muss besonders darauf aufpassen , dass man das Nest nicht mit hochreißt.
Auch sollte der Deckkarton vor dem Schlupf der 3. Generation entfernt werden.
Was übrigens bei Erd- und Baumhummeln zum späteren Zeitpunkt nur mit Stechschutz funktioniert, leider hat nicht jeder im Anfangsjahr einen Stechschutz.

So meine Erfahrung zu Deckkästen (4Jahre).

Übrigens deine Bilder und über das Ansiedlungen von den 2 Arten ist sehr interessant.

Gruß Bago

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Wilhelm: Bombus humilis und sylvarum (Ansiedlungsverhalten)

Hallo Bago
Das Ansiedeln von humils finde ich etwas einfacher als das von sylvarum. Bei humilis kommen regelmaßig eine bis zwei Königinnen von alleine zurück und besiedeln die Kästen vom Vorjahr. Andere Königinnen nehmen nach dem Einsetzen den Kasten auch an, wobei ich aber vermute dass dies Königinnen vom Vorjahr sind. Naturnester sind meist in verlassenen Mäusebauten oder in Gras -Mooshaufen zu finden. Nur sehr vereinzelt auch mal oberirdisch, wobei da die Verluste durch Ausmähen nicht erfasst werden können.

Bei sylvarum ist bei mir bis jetzt nur einmal ein Kasten von selbst besiedelt worden, und das Einsetzen gestaltet sich auch oft etwas schwierig: Nach dem Einsetzen kommt die Königin heraus verweilt kurz auf dem Anflugbrettchen, putzt sich und startet dann den Orientierungsflug. Ca. eine Stunde später kommt sie zurück und sucht und sucht gibt dann aber auch schnell auf und fliegt dann ab. Wenn ich sie dann aber noch einmal fangen und einsetzen kann dann schaut sie sich den Eingang genauer an und findet ihn meist nach der zweiten Rückkehr recht schnell von alleine. Bei der Innenausstattung des Nistkastens möchte ich dringend empfehlen einen kleinen Innenkarton (Deckkarton) zu benutzen. Ca.10 mal 10cm reichen für die Gründung bei beiden Arten. Das Polstermaterial besteht aus Moos und mit einer Teppichschere kurz geschnittene Polsterwolle. Für die nächste Saison werde ich die von Jürgen Börner empfohlene Kapokwolle versuchsweise einsetzen, da ich schon einige Probleme mit der langfasrigen Polsterwolle hatte. Aber das Kurzschneiden hat sich auch schon bewährt.

Ich habe deine Probleme mit den Hummeln in diesem Jahr gut verfolgen können dank deiner Tagebuch ähnlichen Eintragungen in allen Foren. Mein Tipp für das Zufüttern von Pollen: Da habe ich schon gehört, dass der Pollen aus der Drogerie nicht die Qualität besitzt wie der frische Pollen. Im Sommer kann man aber bei dem einen oder anderen Imker frischen Pollen beziehen und den zum Zufüttern nehmen. Ich selber biete aber nur Zuckerwasser zusätzlich an, und dann nur in Kälteperioden oder großer Hitze und Trachtlücken.

Ich wünsche dir für 2011 ein besseres Jahr mit den Hummeln!

Grüße aus BaWü
Wilhelm

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