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Hummel-Forum Plauderecke Presseschau

Dieses Thema enthält 16 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Doris vor 2 Wochen, 5 Tagen.

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  • #5935 Antwort
    Luc
    Luc

    > 1. Wie willst du sicher sein, dass du die Hummeln wirklich bei ihrem ersten Besuch beobachtet hast?
    (Lückenlose Kameraüberwachung würde hier weiterhelfen.)

    Dass ist eine gewisse Restunsicherheit.
    Hat man aber halbwegs regelmässig Zeit, eine verdichtete Hummelbeuten-Aufstellung im Auge zu behalten, kann man schon mal etwaige Irrtümer ausschliessen.
    Die Klappe wird bei mir bei den Jungköniginnen-Jungfernflügen schon offengehalten, ergo kennen Rückkehrerinnen die geschlossene Klappe nicht. Und sie suchen im Frühjahr nach offenen Löchern.
    Kennen sie aber den Duft u. den Eingang schon, werden sie gezielt auch an einer geschlossenen Hummelhaustür rumsuchen. Mehrfach aufgefallen: Sie wollen unbedingt genau hier hinein, obwohl knapp daneben mehrere Löcher offen sind. Suchen bewusst permanent genau am diesem Kasten, fliegen tagelang!! zwar auch vor den anderen Eingängen, aber ignorieren ihn.
    Dass muss seinen Grund haben.
    Und, ebenfalls auffallend, dies können mehrere Königinnen der gleichen Art,sein, die genau das gleiche Verhalten zeigen. Auch wenn dann der Kasten schon besetzt ist.
    Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass es mit fremden Königinnen Stechereien gibt, schon mal minimiert.

    Wenn ein Volk gut entwickelt war, hat es viele Königinnen, die eben scheinbar gern wieder im nächsten Jahr in den Geburtskasten wollen. Aus dem Grunde öffne ich bei den Jungfernflügen prinzipiell deswegen die Klappe, damit sie einen geschlossenen Eingang nicht kennenlernen.
    Bzw die geschlossene Haustüre lenkt fremde suchende Hummeln zum nächsten Eingang.

    Bedingt, dass sie aber nicht markiert sind, kanns ich natürlich nicht 100 %ig belegen.
    Ist man aber schon länger dabei, hat mind 20 Beuten gut beobachtbar aufgestellt, kann man es sich nicht anders erklären.
    So meine Meinung.

    VG Luc

    #5936 Antwort

    Martin
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Du gehst davon aus, dass die Königinnen ihr Geburtsnest am Geruch erkennen und finden können. Bei meiner alternativen Erklärung ist es kein nestspezifischer Geruch, sondern reicht bereits ein artspezifischer oder vielleicht sogar nur ein Hummel Geruch um das Interesse zu wecken. Kuckuckshummeln werden schließlich auch so arbeiten.

    Es kann natürlich auch beides stimmen! Oder nichts davon. :sat:

    Und ich glaube im übrigen schon, dass es Rückkehrerinnen gibt, nicht dass wir uns falsch verstehen. Es würde mich jedenfalls stark wundern, wenn es anders wäre. Nur über die Größenordnung bin ich mir nicht ganz klar. Sollten eher wenige pro Nest sein, das würde für mich am meisten Sinn machen.

    Leider gibt es halt auch keine verlässlichen Zahlen zur Sterblichkeit der Hummeln in der Diapause.

    Bin gespannt, wann wir zu all diesen spannenden Fragen mal Antworten bekommen. Irgendwann wird es bestimmt technisch möglich sein, Jungköniginnen mit Sendern auszustatten, mit denen man sie am Ende der Saison bis zu ihrem Überwinterungsplatz verfolgen kann und darüber hinaus.

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