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Hummelhaus vom NABU Altkreis Norden

  • Dieses Thema hat 12 Antworten und 6 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Woche, 3 Tage von janfo.
Ansicht von 13 Beiträgen - 1 bis 13 (von insgesamt 13)
  • Autor
    Beiträge
  • #66334 Antworten
    Bommel
    Forenmitglied
    Buchtip:
    setTimeout(function() { var adblockEnabled = false; // add test element and get its styles document.body.innerHTML += '
    '; var adElement = document.getElementById('ad-detector'); var adElementStyle = getComputedStyle(adElement, null); if(adElementStyle.display === 'none') { // Adblock enabled document.getElementsByClassName('message')[0].innerHTML = 'Adblock detected!'; document.getElementsByClassName('message')[0].classList.add('ab'); } else { // Adblock disabled document.getElementsByClassName('message')[0].innerHTML = 'Adblock disabled! :)'; document.getElementsByClassName('message')[0].classList.add('no-ab'); } }, 1500);

    Hallo an alle   :winken: ,

    da bald die Hummelsaison anfängt habe ich einen Hummelhaus-Bausatz mit

    einer Anleitung geschenkt bekommen. Auf der Anleitung war ein Hummelhaus abgebildet,

    welches ich noch nie gesehen habe. Ich habe alles mal zusammengeschraubt und am Ende

    sah es so aus: (Siehe Bild unten) Da die Hummeln ja bei einer Wachsmottenklappe von

    unten durch die Klappe krabbeln müssen, kann man bei diesem Hummelhaus keine Wachsmottenklappe

    anbringen. Was kann ich denn jetzt als  Wachsmottenschutz anbringen? :?

    Außerdem steht in der Anleitung, dass man das Haus in 1,5-2,5 Metern Höhe anbringen soll

    (Anleitung: Siehe Bild unten). Wegen der

    komischen Form ,der Tatsache ,dass kein Gang da ist und der empfohlenen Höhe, dachte ich , dass es vielleicht

    für eine bestimmte

    Hummelart

    entwickelt wurde. Weiß vielleicht jemand für welche? Meine Vermutung sind ja die

    Baumhummeln. Aber gibt es da nicht auch das Wachsmotten Problem?  :)   :hummel:

    VG

    Bommel

    Attachments:
    #66337 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Hallo Bommel,

    Wenn das Haus von einem Naturschutzbund entwickelt worden sein soll, kennt dieser Bund sich aber nicht mit Hummeln aus.

    Man sollte ein Hummelhaus keinesfalls an einem Sonnigen Platz anbringen. Das Wachs schmilzt schon ab 40°C und das Nest wäre dann verloren.

    Am ehesten ist es wohl tatsächlich für Baumhummeln gedacht, aber geeignet würde ich es nicht nennen.

    Schau dich lieber hier nach einem geeigneten Modell um:

    Hummelhaus Vergleich

    Aber hast du nicht schon ein Hummelhaus aus dem Vorjahr?

    Ich würde das Hummelhaus dem Naturschutzbund zurück bringen mit der Bitte dieses Haus mit dieser Anleitung so nicht mehr in Umlauf zu bringen da es Hummeln gefährden kann. Ich finde es immer wieder Erstaunlich was von Naturschutzorganisationen teilweise für ein Unsinn kommt. Hier in der Umgebung wurde auch ein völlig ungeeignetes “Insektenhotel” aufgebaut. Leider ist selbst dort wo man es am ehesten Vermuten würde, manchmal keine große Expertise vorhanden.

    Es gibt sicher viele die so ein Haus in bester Absicht kaufen, aber speziell noch mit dieser Anleitung ist es leider kein geeignetes Haus.

    lg Jan

    #66343 Antworten
    traufblech
    Forenmitglied

    Hallo Bommel,

    bohre ein passendes Loch rein und mach einen Nistkasten draus. Dafür eignet es sich bestimmt sehr gut und dient somit auch einem guten Zweck.

    Die Vögel wird es freuen. :bravo:

    Gruß  traufblech

    #66344 Antworten
    osmia
    Forenmitglied

    Man kann doch auch einfach eine Hummelklappe installieren.

     

    Der Kasten erinnert mich an die Kästen aus folgendem Video https://www.youtube.com/watch?v=S2_SHITsFMA

    Einfach, aber wenn es den Zweck erfüllt ;-)

    Putting Bumble Bees in a Box Might Help Scientists Study Their Nesting Ecology

    Oder an dieses Model https://www.caulcotthoney.com/post/2019/03/20/bumblebee-nest-box

    Solche einfachen Nistkastenversionen hab ich vor allem auf Seiten aus England /USA gefunden. Und sie funktionieren auch ohne extra Luft um den Pappkarton.

    #66345 Antworten
    Bommel
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @janfo

    Vien Dank für die Antwort! :D

    Da ich das Haus geschenkt bekommen habe, wollte ich es nicht zurückgeben, aber Folgendes verändern:

    Ich dachte mir, dass ich jetzt mal 2 Lüftungslöcher in die Seiten von dem „Hummelhaus“ bohre und Fliegengitter dahinter nagele. ;)  Vor den Eingang kann man ja einen Vorbau anbringen, wo ich dann die Hummelklappe dranmontieren kann.

    Anfang

    März schraube ich es dann mal an einen Baum IM SCHATTEN (nicht so wie in der Anleitung :) ) und gucke ob

    mal, ob eine Baumhummelkönigin vorbeischaut. Zum Glück habe ich ja noch meinen Kasten aus dem letzten Jahr,

    den ich dieses Jahr wieder mal besiedeln kann. :hummel:

    #66346 Antworten
    Bommel
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @traufblech

    Danke für die Idee! :bravo: Aber wie du schon gesehen hast (Siehe vorherige Nachricht) habe ich mich doch

    für einen Umbau des Hummelkastens entschieden. ;)

    @osmia

    So wie in deinem Video, habe ich mir das auch vorgestellt,danke! :bravo:

    LG an alle,

    Bommel

    #66347 Antworten
    Stefan
    Admin

    Mit Lüftungslöchern musst Du aufpassen, denn das Licht leitet den Hummeln den Weg nach draussen. Nicht dass sie Dir am Gitter verhungern.

    Grüße Stefan

    #66348 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    @osmia Dass es den Zweck erfüllt, wäre noch zu beweisen.

    Mit ein paar Umbaumaßnahmen und vor allem der Aufstellung im Schatten, kann man es ja mal austesten. Wenn du es so machst, kannst du uns ja up to date halten.

    Ich persönlich würde allerdings auch eher die Idee von @traufblech umsetzen und einen Vogel-Nistkasten daraus machen. Und den Naturschutzbund darauf hinweisen zumindest die Anleitung abzuändern.

    lg Jan

    #66350 Antworten
    osmia
    Forenmitglied

    @Bommel denk an eine Abdeckung für die Lüftungslöcher (für die Besiedelungsphase), damit die Hummeln nicht fehlgeleitet werden. (Wie Stefan schon anmerkte)

     

    #66352 Antworten
    osmia
    Forenmitglied

    @janfo, ich hab nochmal in den Fotos meines einfachen Nistkastens raus gesucht.

    Der Hummelkasten entspricht in etwa dem dritten link von weiter oben.

    Es ist im Grunde eine einfache Holzkiste mit einem Trennbrett zum Eingang hin.  Zwischen Eingang und Trennbrett sind ein paar Zentimeter die mit einem Stück Schlauch überbrückt werden.

    Im Inneren hatte ich etwas Pappe auf dem Boden und nur ganz wenig nach oben an der Seite hoch, deswegen sieht man auch beim zweiten Bild die ganzen Kotflecken an der Holzwand.

    Das Einflugloch war war ungesichert. Auf Bild 3 ist meine nachträgliche Kuckuckhummelsicherung zu sehen.

    Der Kasten wurde nach der ersten Saison überarbeitet. Da ich durch den ungesichertet Eingang gleich im ersten Jahr 4 Nestübernahmen hatte + Kuckuckhummel und am Ende noch Wachsmotten.

     

    Aber was ich damit veranschaulichen wollte ist, dass auch einfache Kästen funktionieren können.

    Attachments:
    #66356 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Dass dort eventuell eine Baumhummel einzieht will ich auch nicht in Abrede stellen.

    Habe ja geschrieben, dass es am ehesten für Baumhummeln gedacht ist, geeignet halte ich es aber nicht.

    Wir wissen ja mittlerweile ganz gut was ein Hummelvolk so braucht um erfolgreich zu sein, daher bin ich der Ansicht wenn man eine Nisthilfe anbietet, diese auch nach bestem Wissen und Gewissen auszustatten und aufzustellen.

    Geeigneter halte ich da für Baumhummeln eine Spechthöhle schon allein aufgrund der nicht so stark ausfallenden Temperaturschwankungen innerhalb eines Baumes. Wenn man diesen Kasten so wie vom Naturschutzbund angegeben anbringt, in der Sonne, stellt das eher eine Gefahr für Hummeln dar.

    Du schreibst ja auch, dass du 4 Nestübernahmen + Kuckuckshummel + Wachsmotten hattest. Das wäre wohl zu verhindern gewesen mit der richtigen herangehensweise. Dass jeder solche Erfahrungen machen kann und es grundsätzlich positiv zu bewerten ist, wenn man sich für Hummeln einsetzen will ist klar.

    Hier in diesem Forum sollten wir aber ein Augenmerk darauf haben, was die vielversprechendste und für die Hummeln stressfreieste/schonendste Vorgehensweise darstellt. Es gibt schon genug “Schrott” auf dem Markt, wo einige einfach das schnelle Geld wittern, gilt für Nisthilfen für Wildbienen genauso. Dem Naturschutzbund unterstelle ich nicht, dass er damit Geld verdienen will, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass diese Nisthilfe und “Anleitung” ohne Expertise entwickelt wurde.

    lg Jan

    #66359 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    In diesen einfachen Hummelkästen, wie sie auch @osmia beschreibt, fühlen sich die Hummeln sicher auch wohl. Hummeln sind von Natur aus sehr anspruchslos. Ihr Ziel war seit jeher – Insekten und Landpflanzen tauchten vor Millionen von Jahren in etwa zeitgleich auf -, eine trockene warme Unterkunft ausfindig zu machen, wo sie dann ein Volk gründen konnten, und sie haben dies bestimmt in einfachen Mäusenestern erfolgreich getan, trotz Parasiten. :hummel:

     

    #66360 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    @Martha Landpflanzen (Moose) tauchten vor ca. 480mio Jahren auf. Wie du sagst zeigtleich mit ersten Insekten. 100 Millionen Jahren später begannen die Insekten zu fliegen. Es sollte weitere  240mio Jahre dauern bis vor 140mio Jahren auch erste Blütenpflanzen und die sie bestäubenden Insekten auftauchten. Man vermutet, dass Käfer die ersten Bestäuber waren. Eine Evolutionäre Erfolgsgeschichte begann. Die älteste Fossile Biene datiert auf 100mio Jahre. Die Forschung ist natürlich noch in vollem Gange, wer weiß was es noch für Überraschungen gibt, es wurde beispielsweise ein Schmetterlingsfossil entdeckt, welches 200mio Jahre alt ist. Somit könnten Schmetterlinge eine lange Zeit vor den Blütenpflanzen existiert haben und sich von Baumsäften o.Ä. ernährt haben.

    Aber das nur am Rande :)

    Ich stimme mit euch überein, dass Hummeln auch in einfachen Behausungen ein Nest gründen können. In der Natur sind die Nistmöglichkeiten ja auch keineswegs perfekt, die Hummeln haben sich darauf angepasst.

    Ich würde aber persönlich keine Behausung aufstellen von der ich weiß, dass sie nur suboptimal geeignet ist. Diese also auch nicht empfehlen. Trotzdem ist es unter Umständen besser, eine semi-optimale Behausung aufzustellen, als gar nichts bereitzustellen.

    Wobei mein Ansatz dann eher wäre, Strukturreiche Lebensräume zu schaffen und Lebensräume für z.B. Mäuse. Damit ist auch sehr viel getan.

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Antwort auf: Hummelhaus vom NABU Altkreis Norden
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