Fernseh-Tipp

Dieses Thema enthält 6 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von bumblebee-me bumblebee-me vor 1 Woche, 1 Tag.

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  • #26470 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    Am Montag (24.09.2018) auf NDR, um 21 Uhr “Wissensschafts Check” Thema: Rettung für die Bienen; Bienensterben; Lebensräume Insekten;

    Wird bestimmt interessant werden? Endlich mal keine x-te Wiederholung.

    #26471 Antwort

    Marylou

    Detter, danke für den Tipp!

    Der Textbeitrag zur Sendung klingt ja sehr vielversprechend!

    Die Sendung ist sicher auch später in der Mediathek zu finden, falls jemand morgen keine Möglichkeit zum Anschauen hat.

    #26472 Antwort

    Marylou

    Ich bin enttäuscht von der Sendung, da sie mir zu Imker-lastig war. Das einzig Positive war, das ganz klar gesagt wurde “Honigbienen sind nicht vom Aussterben bedroht, wohl aber die Wildbienen”. Leider haben die meisten Menschen von Wildbienen überhaupt keinerlei Vorstellung. Man hätte zumindest einige Wildbienen-Arten namentlich und bildlich vorstellen können, statt dessen wurden fast nur Honigbienen gezeigt. Ein einziges Mal wurde “Erdhummel” gesagt.

     

    Anmerkung nebenbei: Auf meine ab und zu gestellte Frage “Kennen Sie/Kennst du Wildbienen?” antworteten bisher ausnahmslos alle mit “Ja, das sind die Bienen, die den Honig sammeln.” Soviel zur Kenntnis über Wildbienen. Man war auch erstaunt, dass Hummeln zu den Wildbienen zählen.

     

    Ob das von Insekten zerlegte Reh einen einzigen Zuschauer davon überzeugt hat, dass das Insektensterben aufgehalten werden muss? Die meisten werden sich bei dem Anblick geekelt und bestimmt nicht motiviert gefühlt haben. (Nein, ich habe mich nicht geekelt!)

     

    Auch dürfte der Appell an einen naturnahen Garten größtenteils auf taube Ohren stoßen, da “naturnah” erfahrungsgemäß von den meisten Menschen mit wild durcheinander und ungepflegt gleichgesetzt wird. Vielleicht sollte man eher allgemein von einem “Garten mit pollen- und nektarreichen Zwiebeln, Stauden, Gehölzen und Bäumen” sprechen.

     

    Es wurde auch nicht erwähnt, dass zu viele Honigbienen z.B. unseren Hummeln und anderen Insekten die Nahrung “klauen” können, wenn die Menge an Trachtpflanzen nicht so riesig ist ist. Ich vergleiche das wie mit einem Heuschreckenschwarm. Ein Beispiel habe ich momentan bei mir: Vor einer knappen Woche tauchten plötzlich viele Honigbienen auf, die sich hauptsächlich auf die insgesamt 14 Bartblumen (Caryopteris x clandonensis) stürzten, die seit Blütenbeginn täglich von jeder Menge Ackerhummeln (Arbeiterinnen und jede Menge wunderschöne Jungköniginnen) besucht wurden. Seit den Honigbienen haben die Ackerhummel-Besuche an den Bartblumen ganz rapide abgenommen. Nahrung weg – Hummeln weg! :-(

    #26474 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin

    Hallihallo!

    Danke Marylou, dann spare ich mir die Zeit. Naja, was will man inzwischen vom öffentlichen Rundfunk noch erwarten? Hier trotzdem der Fernsehbeitrag:

    http://www.youtube.com/watch?v=8-Z7jNAmAbE


    398 ü. n. N.

    #26515 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Ich fand, dass es eine klare Feststellung des Kommentators im TV-Beitrag gab, dass die Honigbiene nicht gefährdet ist, sondern nur die Wildbienen. Das im Bildmaterial fast nur die Honigbienen zu sehen waren stimmt.

    #26536 Antwort

    Christian
    Forenmitglied

    Hallo zusammen,

    hab soeben die Sendung angesehen – danke Stefan für den Link, Detter für den Hinweis darauf und Marylou für den kritischen Beitrag. Fand diese recht gut gelungen und informativ und nicht zu “honigbienenlastig”. Vielleicht deswegen, weil ich seit 37(!) Jahren Imker bin mit bis zu 6 Völkern am Stand. Kann also aus Erfahrung sagen, dass sich seit 1981 sehr viel für Bienen zum Negativen entwickelt hat – es gibt mehr Gründe für das Bienensterben, als in der Sendung erwähnt wurde. Gehe aber darauf nicht näher ein. Die Auswinterung meiner Völker war in den letzten Jahren oft ein Desaster, von 5 verendeten z.B. 4 vor etwa 6 Jahren. Depremierend, wenn man einen echten Naturgarten hat und schon im Frühling fliegen keine Bienen. So begann ich mit dem Hummelschutz und der Aufstellung von derzeit schon 20 Hummelhotels (heuer 17 besiedelt). In meiner Kindheit gab es bei uns noch viele Blumenwiesen, und wir konnten Dutzende Schmetterlinge beobachten und fangen. Der dramatische Schwund war Motivation, mich für Hummeln einzusetzen, damit hier nicht auch so ein Artensterben efolgt. Zum Schluss: Kann überhaupt keinen Grund finden, Imkern Schuld zu geben, dass es weniger Wildbienen gibt, weil Bienenvölker viele Individuen zählen und denselben die Nahrung streitig machen. Wenn Imker (zu) viele Völker am Stand aufstellen, tun mir eher Bienen leid, weil der Nektar und Pollen knapp werden könnte, bei längerem Schlechtwetterperioden droht ein Bienensterben. Bei mir fliegen also im Sommer rund 300.000 meiner Bienen, alle Völker + Wildbienen (Hummeln) finden genug Nahrung. :-) Wie in der Sendung gut angeklungen ist, Bewusstseinsbildung der Bevölkerung für möglichst naturnähe Gärten, eine Umstellung der Landwirtschaft – das wäre wichtig für die Insekten und andere Tiere. Bei uns gibt es bereits mehrere Gemeinden die zur “bienenfreundlichen Gemeinde” ausgezeichnet wurden, Imker waren dafür oft hauptverantwortlich. Kürzlich wurde ein langer Leserbrief in unserer österreichweiten Ausgabe der Bienenzeitung von mir veröffentlicht, mit Verweis auf Wildbienen- und Hummelschutz. Beste Grüße! Christian

    #26538 Antwort
    bumblebee-me
    bumblebee-me
    Forenmitglied

    Hallo zusammen,

    auch ich habe mir hier vor Kurzem die Sendung angesehen und fand sie jetzt nicht so bienenlastig wie von  Marylou
    beschrieben. Wichtig ist doch, das Bewußtsein für alle unsere geflügelten Helfer in der Bevölerung zu stärken. Da auch ich seit ca. 30 Jahren mich der Ansiedelung von Hummeln verschrieben habe, sehe ich heute vieles gelassener. Soll nicht heißen,
    dass ich mich nicht einsetze gg. Ackergifte, ausgeräumte Landschaften usw. Habe keine eigenen Bienenvölker, aber mit
    den Imkern aus meiner Gegend auch keine Probleme.
    LG Bumblebee-me

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