
Detter
@Martha er hat die tote Königin in einen besiedeltes Nest (Kasten) gelegt.
Andere bekämpfen die Milben und er züchtet sie und schwächt vielleicht das Volk? Muss ich das verstehen?

Martha
@Pelzflieger Meinst Du, dass die Milben nicht lieber Lebendiges haben???

Pelzflieger
Möchte mal ein neues thema zum Thema Milben öffnen.
Noch vor zehn Jahren wimmelten die Waben meiner Völker oft von Milben. Das war dann jährlich auch Thema in den Foren. Es gab Hummelfreunde die versuchten die Tiere zu bekämpfen. Ich selbst hab nie etwas dagegen unternommen.
Interessanterweise finde ich diese Tierchen nicht mehr in den Nestern, egal welches Volk. Im Frühjahr sehe ich sie manchmal auf Jungköniginnen. Dieses Jahr habe ich ne totgefundene Königin sogar in nen besiedelten Kasten gelegt, damit die Milben auf ihr ein “Zuhause” haben.
Wie gehts euch damit?

Christian
Hab ich bisher nicht gehört/gelesen, dass das Flügeldeformationsvirus (DWV) von Honigbienen auf Hummeln übertragen werden kann. Gesichert ist, dass die Varroamilben diesen Virus auf Bienen übertragen. Hatte bereits versucht, ein befallenes Volk, das schwach war und von anderen Bienen überfallen und ausgeraubt wurde, an meinen Zweitwohnsitz zu übersiedeln und zu retten, gelang aber leider nicht. Übrigens – die vor wenigen Tagen im Garten gefundene Erdhummelkönigin mit deformierten Flügeln befand sich ebenfalls hier in 17 km Entfernung meiner Bienenvölker, d.h. kein Kontakt. Schönen Sonntag und beste Grüße aus dem morgens winterlichen Oö.! Christian

Hummelinchen
Hallo zusammen,
wie ja schon in anderen Artikeln geschrieben ist bei uns dieses Jahr fast nix los.
Das ist schon echt frustrierend. Dazu kam jetzt, dass direkt am Lungenkraut eine tote Königin lag. Augenscheinlich unverletzt, keine Milben. Das ist noch frustrierender.
Was ist denn nur los dieses Jahr!

Manfred HH
Hallo Stefan,
die Hummel hat Milben. Die Milben klammern sich im Herbst an die jungen Königinnen überwintern an ihr und lassen sich dann in ihr neues Nest tragen. Sie sind normalerweise nicht schädlich und verlassen die Königin sobald diese ein Nest gegründet hat.
Der Grund für die Schwäche der Hummel waren sie sicherlich nicht.
LG
Manfred S

Mirjam
Vielen Dank, ich hab das versucht? Leider hat die Hummel nicht wirklich still gehalten, zwei Milben konnte ich zwar entfernen, aber das war noch lange nicht genug. Habe sie dann nach draußen in die Sonne gesetzt, kurze Zeit später habe ich wieder nach ihr geschaut, dann war sie weg. Am Mirabellenbaum sind gerade zwei Steinhummel Königinnen, vielleicht ist sie ja eine davon.

Doris
Hatte letztes Jahr eine Erdhummel mit vielen Milben.
Rein in den Käscher, ab in eine Box von Tomaten und in den Kühlschrank für ca. 5 Minuten.
Habe sie dann mit einer Pinzette von den Milben befreit-ganz ohne Stechen. Aber ehrlich gesagt: So richtig wohl war mir dabei nicht, da ich Angst hatte sie zu verletzen.
Musste die Kühlschrank-Prozedur nochmals wiederholen. Habe sie dann in den Garten gesetzt und schon flog sie weg. Hoffentlich ist´s gut gegangen.
LG

Stefan
Du kannst die Milben abzupfen per Pinzette. Aber das erfordert schon etwas Mut und Übung. Ob es ihr danach besser geht steht auf einem anderen Blatt.
Grüße Stefan

Mirjam
Eben habe ich wieder die Steinhummelkönigin im Mirabellenbaum beobachtet, als sie mir plötzlich direkt vor die Füße in einen Eimer plumste. Sie krabbelt total benommen vor sich hin und fliegt sehr schlecht. Habe festgestellt, dass sie ziemlich viele Milben am Körper hat.
Kann ich ihr irgendwie helfen? Zuckerwasser wollte sie keines, hat sich ja wahrscheinlich schon am Mirabellenbaum satt gefuttert. Sonne hat sie ja auch genug, eigentlich gutes Flugwetter.

Stefan
Hallihallo!
Den Pollen bieten Massenzüchter den Königinnen an, er wird zuvor mit Honig oder Zuckerlösung verdünnt. Im Labor, da wo es keine Natur gibt, ist das dann “grob” der Blütenersatz und dient dem Nestbau.
Füttern würde ich nur mit Zuckerlösung aus eigener Herstellung.
Die Milben kannst Du vorsichtig mit einer Pinzette absammeln.
Grüße Stefan

Bastelbee
Alles unverändert, ich wechsle das Futter täglich. Klara (als mehrtägiger Mitbewohner im Haus braucht sie halt einen Namen) krabbelt in der Kiste rum, macht aber noch keine Anstalten davon fliegen zu wollen.
Kann ich aber aufgrund des Wetters auch nicht empfehlen. Gestern hatten wir unheimliche Regenschauer mit ordentlichen Windböen.
Ansonsten kann ich Kotspuren erkennen und habe gestern auch zwei Milben rumkriechen sehen, die es offensichtlich warm genug fanden, um von ihrem Transportgefährt abzulassen.
Sonniges Wetter soll es leider erst ab kommenden Mittwoch bei uns geben…davor sogar nochmal Schneegefahr.
@Hummelinchen: Schade, dass es deine letzte Hummel leider nicht geschafft hat. :-(

Detter
Es gibt viele verschiedene Milben, manche krabbeln im Nest umher und ernähren sich von den Resten der Hummeln (Kot) und sind also eine Art Gesundheitspolizei und damit nützlich. Andere heften sich an die Hummeln und saugen das Blut der Hummeln und schwächen sie so. Ich hoffe das richtig wiedergegeben zu haben? Ich habe es so bei David Goulson und E. von Hagen gelesen.
Ich würde die Hummelkönigin erst einmal zu Kräften kommen lassen und dann die Milben absammeln. Wenn sie aber ein Hummelkasten bezieht, schleppt sie die Milben in das Nest und überträgt die Milben auf die Arbeiterinnen. :dontknow: :yell:

Bastelbee
Naja, warum sollte ich die Geduld nicht aufbringen. Ich habe das streunende, nicht zurechnungsfähige Ding immerhin mehrfach wieder eingefangen. :zwinker:
Ich habe es jetzt einfach mal der Uschi gleich gemacht und die kleine Steinhummelkönigin in einen belüfteten Karton mit Futter und etwas Watte gepackt und jetzt reingeholt. Diese Nacht soll es auch was kälter werden. Die Zeit, die sie brauch, um wieder zu Kräften zu kommen, soll sie sich nehmen.
Vielen Dank für die Tolle Hilfe hier!
P.S. und mit den Milben mache ich erstmal nichts. Will sie nicht unnötig stressen und um die Flügel herum hat sie auch keine. Mal schauen, wie es sich entwickelt.

Uschi
@bastelbee
Letztes Jahr hatte ich ebenfalls eine völlig entkräftete Erdhummelkönigin im Frühjahr im Garten gefunden. Ich habe sie in einen kleinen Karton (im Deckel Luftlöcher) mit etwas Kapok und einem Legostein mit Zuckerwasser gesetzt. Nach 2 Tagen ging es ihr besser, aber fliegen konnte sie nicht, also dachte ich, sie kann nicht mehr fliegen. Nach 5 Tagen öffnete ich den Karton wie jeden Tag um das Zuckerwasser zu erneuern und sie flog aus dem Karton und saß bei uns im Treppenhaus :-) Zum Glück ließ sie sich problemlos wieder einfangen und ich brachte sie sofort nach draußen, wo sie auch sofort das Weite suchte. Ich habe mich riesig darüber gefreut.
Also erst einmal nicht aufgeben, Zuckerwasser und Wärme können manchmal bei diesem Wetter kleine Wunder bewirken und wenn die Milben nicht die Flügel behindern, sollten diese kein Problem darstellen.
Viele Grüße Uschi