Suchergebnisse für „Erdhummel“
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Nachdem ich in den letzten Wochen einige erschöpfte Hummeln (mehrere Erd- und eine Ackerhummel) mit Zuckerlösung Gottseidank erfolgreich aufpäppeln konnte, habe ich seit einer Woche regelmäßigen Besuch von einer Erdhummel-Arbeiterin, der die Zuckerlösung wohl besonders gut geschmeckt hat, wohl auch deshalb, weil es einfach bequem ist, immer einen “gefüllten Teller” vorzufinden, nehme ich an. Bei ihrer Rettung hatte ich die Befürchtung, dass sie es vielleicht nicht schafft, da ihre rechten Flügelspitzen etwas gerupft aussahen; sie belehrte mich aber eines Besseren!
Jedenfalls ist sie vorsichtig, aber keineswegs scheu. Inzwischen ist es so, dass sie mich, wenn die Legosteine leer sind und ich im Garten bin, direkt anfliegt und umfliegt, wobei sie sich manchmal auch auf meine Jeans setzt. Nehme ich den Untersetzer, in dem die Legosteine liegen, fliegt sie hin und her. Kaum dass ich einen der beiden flachen Legosteine mit Zuckerlösung gefüllt habe, sitzt sie drauf. Beim Ablegen des Legos passe ich dann sehr auf, dass ihre Beinchen frei bleiben.
Ein anderes Mal waren die Legosteine leer. Ich natürlich direkt schlechtes Gewissen! Legos aufgefüllt, Untersetzer genommen, in den Garten raus, leise gerufen (sie heißt natürlich “Süße”, wie sonst?) und dann kam sie schon und flog direkt auf die Legos. Den Untesetzer habe ich dann vorsichtig wieder unter die Überdachung getragen, während sie in aller Seelenruhe weitertrank. Es ist unglaublich, wie sie sich verhält, und ich freue ich mich sehr darüber, wieviel Vertrauen sie mir schenkt.
Gestern habe ich sie ganz genau beobachtet (mit Stoppuhr – na ja, es war eigentlich eine Eieruhr): Sie trinkt 2 Minuten lang Zuckerwasser und fliegt dann für 3 Minuten weg. Das geht so den ganzen Tag.
Gestern Abend war ihr letzer Flug um 19.45 Uhr und heute Morgen war sie früher da als ich, allerdings reinige und fülle ich abends vorsorglich die beiden Legosteine. Madame soll ja nicht hungern!
Als Zuckerlösung nehme ich – wie Jürgen Börner auf Hummelfreund.com empfiehlt – 1 Teil sehr feinen Haushaltszucker, 2 Teile Fruchtzucker, 1,5 Teile kaltes Wasser und rühre ab und zu um, bis die Lösung klar ist. Umgefüllt wird sie dann in ein Schraubdeckelglas. Diese Zuckerlösung hat sich inzwischen sehr bewährt! Ich bin noch Neuling, erst seit letztem Jahr infiziert und fasziniert, und versuche, sehr viel über Hummeln zu lernen! Mein Herz haben sie jedenfalls im Sturmflug erobert!!!
Da ich die Angewohnheit habe, zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in den Garten zu gehen und zu beobachten, was wie wächst und was so kreucht und fleucht – insbesondere seit letztem Jahr natürlich Hummeln, Wildbienen, Wespen – fiel mir am 19.07.2018 abends gegen 20 Uhr eine Erdhummel auf, die sich an einen Lavendelstängel klammerte. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass sie nicht schläft. Also Legostein mit Zuckerlösung geholt, ihr hingehalten, und sie trank sofort. Da das ruhige Halten des Legos und meine gebückte Haltung ziemlich bald anstregend wurden, habe ich kurzerhand eine große, flache Schale geholt und die Hummel samt abgeschnittenem Lavendelstängel hineingesetzt. Dort trank sie 5 Minuten lang die Zuckerlösung (Zeit weiß ich wegen Video, an das ich (un-)sinnigerweise dachte in dem Moment).
Kraft zum Wegfliegen hatte sie auch einige Zeit danach noch nicht. Also Schale genommen, geschützt unter Überdachung auf Tisch gestellt, Lego nochmal aufgefüllt und Topf mit blühendem Lavendel in die Schale gelegt, damit sie sich über Nacht halbwegs heimisch fühlt.
Am nächsten Morgen lief sie schon hin und her in der Schale, putzte sich und war offensichtlich total munter. Auch einige Abhebeflüge probierte sie, landete dann wieder in der Schale. Glücklich, dass es ihr so gut ging, habe ich flugs den Fotoapparat geholt, mit dem man auch kleine Videos drehen kann. Freundlicherweise hat sie gewartet, bis ich “videoklar” war, rannte noch einige Male in der Schale hin und her, hob dann ab und flog weg.
Am Abend stand ich vor dem überdachten Platz, der an drei Seiten geschlossen und daher geschützt ist, und plötzlich steuerte eine Hummel direkt auf mich zu, flog dann weiter unter die Überdachung, drehte dort einige Runden, flog wieder auf mich zu und flog dann weg. Ich bin mir 100prozentig sicher, dass das die Erdhummel (als solche während des Fluges zu erkennen) vom Lavendelstängel war.
Und dann war da noch im Hochsommer der angeblich ausgebildete, ziemlich freche Gärtner im Baumarkt in der Freiland-Blumenabteilung, der die blühenden Pflanzen in der prallen Sonne mit einer Brause von oben wässerte. Die Pflanztöpfe standen in Tischwannen. Als ich auf den noch nicht gewässerten Blüten jede Menge verschiedene Hummeln sah, war ich nur noch entsetzt und hatte mächtige Wut im Bauch auf den Wassermenschen
! Ich bin dann die gewässerten Reihen durchgegangen und habe mehrere Hummeln, die hilflos im Wasser paddelten, mit einem Finger vorsichtig herausgefischt und auf trockenes Terrain umgesetzt. Es ist ein irres Gefühl, wenn eine Hummel auf dem Finger krabbelt, da kommt der Beschützerinstinkt durch bei einem so kleinen Wesen, zudem sie alle patschnass waren! Ein paar Stellen hatte ich mir gemerkt, wo sie zum Trocknen saßen und guckte später nochmal nach. Alle waren inzwischen fort, jedoch habe ich noch eine Ackerhummel gesehen, die sich putzte, aber das braune Pelzchen war fast schon trocken und wieder plusterig.Stefan, ich habe gelesen, dass du 20 Hummelkästen/-völker hast. Du Glücklicher, sooooo viele Hummeln !!!
Allen noch einen schönen Sonntag!
Marylou
Thema: aktuelle Beobachtungen
Hallo, in meinem Garten sind noch 4 Völker aktiv.
Bei Fam. Steini fliegen neben voll bepackten Arbeiterinnen auch Jungköniginnen ein und aus.
Zwei von den Erdhummelnestern werden nur noch wenig frequentiert – auch Arbeiterinnen und Jungköniginnen.
Das dritte Erdhummelnest ist noch sehr gut besucht. Habe gestern bei diesem Volk 2 volle Stunden die Flugbewegungen notiert. 65 Einflüge und 47 Ausflüge haben die Damen in dieser Zeit absolviert. Jungköniginnen waren auch dabei. Fast alle einfliegenden Hummeln waren mit dicken Pollenhöschen bestückt.
Bei diesem Nest handelt es sich um mein persönliches Experiment: Eigenbau, ESP, unterirdisch, mit Abluft”schornstein”.
Selbstbesiedelung dkl. Erdhummel ca. Mitte April 2018. Die Queen hatte zu Saisonbeginn gleich den Einlaufschlauch mit Moosfäden zugewebt, da es sicherlich wg. der Abluft im Nistkarton Zugluft gab. Anscheinend führt diese Variante zu einem optimaleren Nestklima. Ich werde nächstes Jahr weiter beobachten.
Gestern habe ich den Deckel abgenommen um einen Blick in das Nest zu werfen. Kein Kapok mehr zu sehen, obenauf liegt die komplette Kleintierstreu. Auch hat sich nicht eine einzige Hummel gezeigt. Ich werde aber nichts weiter öffnen, so dass das Nestklima nicht gestört wird. Die Arbeiterinnen sollen nicht mit reparieren beschäftigt werden. Der Nestkarton ist etwas dunkel geworden, wahrscheinlich ist in dieser Ecke die Kotecke. Keine Ameisen, Fliegen o.ä. Krabbelgetier konnte ich entdecken, auch kein Mottengespinst, obwohl ja bei dem unterirdischen Kasten keine Wachsmottenklappe davor ist. Ich bin stolz wie Bolle auf meine “Dicke Tilla”. Sie hat anscheinend ihren Job bestens erledigt. Nach Saisonende werde ich das Nest genauestens unter die Lupe nehmen.
Vergangenes Jahr habe ich viele Jungköniginnen vor den Kästen im Rasen entdeckt; das vermisse ich diese Saison. Ein paar Hummi-Jungs tummelten sich zwar auf dem Gartenweg, aber nur wenige.Neuere Nachrichten demnächst.
LG
DorisLaut NABU ist die Ackerhummel die häufigste Insekt/Hummel in Berlin. Bei der Zählung “Insektensommer 2018” war die Acker-Hummel das meist gezählte Insekt. Ich habe persönlich kaum Acker-Hummeln gesehen. Vielleicht habe ich sie auch für Baumhummeln gehalten? :ser: Ich hätte vermutet, dass die Dunkle Erdhummel, die Baum-Hummel und die Stein-Hummel am häufigsten vorkommen? Da muss ich wohl meinen Blick noch etwas schärfen? :nerd:
Hallo in die Runde,
ich habe es schon im Nabu-Forum (naturgucker) versucht; es scheint aber niemand das Tierchen bestimmen zu können. Gesehen am 13.08., früher Vormittag, an Solidago-Blüten. Einzeltier. Beschreibung: schmaler orangegelber Streifen hinterm Kopf, schwarzer Rücken, schwarz-weiß-schwarz-weiß gestreifter Hinterleib; Größe wie Dunkle Erdhummel. Der gelbliche Ton des ersten Streifens auf einem der Fotos täuscht – der stammt von den Flügeln. Die Streifen waren definitiv weiß.
Danke für eure Hilfe!
Anita
Thema: Heute in den Blüten
Die Erdhummel ist so über alle Maßen dick
Und die Steinhummel so unwirklich schön :-)














