
Doris
Hallo liebe Hummelfreunde, geht es Euch auch so?
Unter bombus.de hatte mal jemand geschrieben: Meine Hummis sind Schweini´s! Ich muss sagen, dass diese Aussage auch für eins meiner Erdhummelvölker zutrifft. Ich stelle hier mal ein Foto ein.
Durch die Feuchtigkeit schleppen sie anscheinend so viel feuchtes Material ran, dass ich morgen früh wohl den Vorbau reinigen muss. Die Klappe ist schon ganz feucht und auch verklebt.
Gedacht habe ich mir, dass ich heute Abend bei Dunkelheit mit einem Schaumgummistopfen das Loch zum Nistkasten verschließe und morgen ganz früh den Vorbau säubere.
So habe ich mir das zumindest vorgestellt.
Vielleicht hat jemand eine bessere Idee?
Und soll ich das ausgekratzte Material entsorgen?
Für Tipps wäre ich sehr dankbar.
Grüße an Euch Hummifans
Foto/Video:


Sonja
Gestern war ich nochmal am Graben und es hat auch nicht lange gedauert da sah ich die erste Hummel. Zuerst wieder eine Baumhummel -die so groß war, dass ich vermute dass es sich um eine Königin handelte. Sie flog dicht übers Moos, setze sich und krabbelte hinein. Nach ca 1-2 Minuten kam sie wieder raus. Ich sah mir das Loch an, aus dem sie kam, es war hinter der Moosschicht ca 1cm tief. Ob es Zufall war, dass sie das gefunden hat oder sie es selbst gegraben hatte? Keine Ahnung.
Kurz darauf sah ich noch eine Erdhummel die sehr intensiv die Grabenböschung abgesucht hat. Auch Sie landete öfter im Moos kroch kurz rein und flog weiter.
Ich denke mir nun fast, dass es Königinnen sind die sehr ausgiebig nach fertigen Nestern suchen, um diese übernehmen zu können. Das sie dazu auf dem Moos landen und daran rumzerren und reinkriechen zeugt vielleicht einfach nur von einer großen verzweifelten Suche.
Ich vermute auch, dass dort so einige Nester sein könnten. Ich werde weiter beobachten.

Doris
Hallo an alle.
Zum Thema Wächterinnen habe ich bei dem Erdhummel-Volk, dass anscheinend recht groß sein könnte, eine Wächterin am Eingang. Kurioserweise scheint sie oben im Eingang zu hängen. Ab und zu vertreibt sie sich die Zeit mit Klappen-Klappern. Das sieht recht ulkig aus.
Und wenn ich im Vorbau den Legostein wechseln will, da ich bei diesem kalten Wetter zugefüttert habe, dann schlägt sie Alarm und greift sofort an. Immer auf meinen Kopf hat sie es abgesehen. Ohne Vollschutz mache ich da nichts.
Die anderen Völker sind wesentlich friedlicher. Aber es ist in der Tat jedes Volk unterschiedlich.
Grüße

Kai
Ich hatte dieses Jahr ja Pech mit meiner Hummelkönigin, die sich über eine Woche im Kasten aufgehalten hat, ohne etwas zustande zu bringen und dann einfach verschollen war.
Einige Tage später, nachdem der Nachbar die Wiese wieder auf Golfplatzrasenlänge gemäht hat, konnte ich ein Erdhummelnest entdecken. Ich habe ja die letzten Wochen keinen Tag vergehen lassen, ohne mich über Hummeln und Pflanzen fortzubilden und wusste natürlich, dass es besser ist, das Nest dort zu belassen, wo es ist. Da es sich aber um die “Glyphosat-Nachbarn” handelt, habe ich mich entschieden, das Nest umzusiedeln. (Mit denen zu Reden hätte nichts gebracht sondern eher mit dem Tod der Hummeln in der selben Nacht geendet.) Ich hatte von dieser tollkühnen Aktion nicht berichtet, zum einen, weil es hier Muss das so aussehen? mittlerweile um die Nistkastenkamera geht, zum anderen das für Menschen, die meine Nachbarn nicht kennen, ein bischen so aussehen mag, als ob ich unbedingt Hummeln in meinen leeren Kasten stecken wollte.
Die Aktion ist geglückt und da ich ja auf Stefans Empfehlung hin Kapok gekauft hatte, habe ich den Kasten auch damit ausgestattet. Mittlerweile ist richtig was los, die Klappe ist seit einigen Tagen ganz abgesenkt und auch hier wurde die Zuckerlösung erst völlig ignoriert, mittlerweile kommen aber Arbeiterinnen aus dem Kasten und steuern zielstrebig auf die Futterstation zu, um dann “halb besoffen” wieder zurück ins Nest zu torkeln.
Ich habe ja einen Kasten von Harry, durch den man ja auch von oben durch das Lüftungsgitter ein wenig was sehen kann. Da aber heute gutes Wetter war, habe ich mich mal getraut, den Kasten richtig zu öffnen. Das Kapok erinnerte mich eher an Zuckerwatte. Die Hummeln haben das auch an der Innenkartonwand angeklebt. Ich habe ein wenig weg genommen, das war aber alles so verklebt und verwoben, dass ich da schon das Gefühl hatte, dass ich Schaden anrichte und habe es dann sein lassen. Wie soll denn eine Kontrolle idealerweise aussehen? Um auf Wachsmotten zu kontrollieren muss ich doch bis vor zu den Waben und eigentlich sogar darunter schauen, richtig? Damit zerstöre ich doch das halbe Nest. Oder kann man im Sommer, wenn es heiß ist, einfach etwas Kapok herausnehmen? (Ich habe leider keine Bilder, da mein Handyakku in die Knie gegangen ist)
PS: habe auch ein wenig blauen Schimmel im Karton gesehen

Sonja
Hallo Budmaster, bei meinen Erdhummeln dauerte es von den ersten Arbeiterinnen bis zur 2.Generation genau 15 Tage. Die habe ich daran erkannt, dass sie wieder einen Orientierungsflug machten und es an der Hummelklappe etwas länger dauerte.
Die Eier der 2.Generatinon wurden also gelegt, als die ersten noch in der Verpuppung waren.

Sonja
Ja, das hört sich plausibel an. Erdhummelköniginnen (ohne Nest) scheint es hier jetzt viele zu geben – die Suchzeit war nur extrem kurz.
Schade, aber so ist es wohl…

Sonja
Habe da mal eine Frage:
Mein Garten grenzt an einen Wald, dazwischen ein Graben, der an einer Seite stark mit Moos bewachsen ist.
Dort beobachte ich nun schon häufiger Erdhummelköniginnen die dicht über dem Boden fliegen und dann im Moos landen und sich dort verkriechen – es scheint, als beißen sie sich dort unter die Moosschicht. Größere Mäuselöcher scheinen nicht interessant zu sein.
Zuerst, habe ich natürlich gedacht sie sind auf Nestsuche – aber solche Hummelköniginnen waren nie an meinen Kästen interessiert. Nun beobachte ich nur noch was die dort treiben. Gestern habe ich sogar 2 Baumhummelköniginnen (zumindest glaube ich, dass es sich um Baumhummeln handelte) mit dem gleichen Verhalten gesehen…
Gestern war es übrigens nicht sonderlich kalt – Schutz vor schlechtem Wetter möchte ich fast ausschließen.
Sehr merkwürdig – hat irgendjemand auch schon mal solche Beobachtung gemacht? Und weiß irgendwer was die dort machen oder was das bedeuten könnte?

Sonja
Bei den Erdhummeln ist seit gestern die 2. Generation am Arbeiten und an der Hummelklappe ist endlich ein bisschen mehr Betrieb.
Und was mich natürlich genauso freut, ist meine Gartenhummel. Um sie zu fotografieren, habe ich heute (nachdem ich sie rausfliegen gesehen habe) die Klappe ganz geschlossen und auf sie gewartet.
Und wie erwartet hat sie etwas gebraucht um die Situation zu verstehen – hat nochmal einen kleinen Flug ums Anflugbrett gemacht und es dann ohne weitere Probleme geschafft, die Klappe zu öffnen. Hier das Beweisfoto:
Foto/Video:



Budmaster
Hallo.
Meine Erdhummel hat jetzt auch die ersten Arbeiterinnen. Auch ich musste feststellen das die kleinen ziemlich mit der Klappe zu kämpfen hatten. Eine versuchte es etwa 10sek und flog dann wieder weg. Wenn ich die klappe 2-3 mm auf habe klappt es ganz gut. Wenn ich sie zu mache schaffen sie es irgendwie nicht. Ich frage mich ob meine Klappe zu groß und damit zu schwer ist. Die Königin hatte aber keine Probleme. Die scheint aber nicht mehr auszufliegen. Meine Klappe ist etwa 4x4cm. Ich habe sie aus einer CD Hülle gemacht.
Kann das zu schwer sein?

Stefan
Hallo zusammen.
Ich bin ja ein Neueinsteiger im Hummel Forum. Bis jetzt mit großem Glück und Erfolg, da meine 3 Kästen alle erfolgreich mit Erdhummeln besiedelt sind und die ersten Arbeiterinnen fleißig ein- und ausfliegen.
Ich habe einen Kasten von Harry Abraham mit der Wachsmottenklappe. Die beiden anderen sind die Schwegler Kästen oberirdisch und unterirdisch. Ich habe nach den Empfehlungen von Harry alles so durchgeführt. Heute war es dann so weit, dass ich die Klappe ganz schließen konnte und das Streichholzchen entfernt habe.
Für alle Neueinsteiger: das war recht stressig mit anzusehen…. ich habe heute lange beobachtet und sie haben es dann auch wenn es recht anstrengend aussieht, geschafft! :angel:

Budmaster
Hallo.
Ich war eine Woche in Holland und habe die ersten ausflüge vom Erdhummelnachwuchs verpasst. Habe aber in Holland auch was erlebt.
Wir machten einen Spaziergang in Veere. Es war um die Mittagzeit als ich an einem Haus eine lilablühende Ranke bewunderte.
Es war noch alles nass vom Regen und ich sah an einem Blatt eine erschöpfte Erdhummelkönigin sitzen.Ich hielt den Finger hin und sie hielt sich daran fest. Ich führte sie zu einer der kleinen Blüten und sie fing augenblicklich an nach Nektar zu suchen. Bewegen tat sie sich nicht, suchte nur mit dem Rüssel. Meine Frau bestellte in einem Cafe das nur ein paar Meter weg war 2 Cappu damit ich an Zucker kam. Wasser bekam ich aus einem Napf für Hunde. Ich löste Zucker auf und bot es ihr auf dem Löffel an. Sie nahm das auch sofort an.
So sahs ich auf der Terasse des Cafes und fütterte eine Hummel die bei mir auf dem Finger sahs, während die Leute mich begafften. Nach einigen Minuten wurde sie auf einmal agil und lief auf meiner Hand rum. Dann fing sie an zu brummen und hob ab. Ich konnte sie noch 20 Meter fliegen sehen.
Ich hoffe ein Volk gerettet zu haben.
Foto/Video:


Budmaster
Hallo.
Bin 2 Tage früher wieder nach Hause gekommen und habe gleich mal bei der Erdhummel nachgesehen.
Es war schon 20 Uhr, aber ich sah gleich eine kleine Hummel einfliegen.
Das heißt meine Hummel hat die ersten Nachkommen aufgezogen.
Mal sehen wieviele ich morgen zählen kann.

Sonja
Nachdem so viele negative Berichte hier im Forum zu lesen sind, kann ich von etwas erfreulichem berichten: Ich habe am 1.Mai eine Gartenhummel ansiedeln können!
Am Sonntag und Montag (30.04 + 01.05) waren endlich mal wieder ein paar Sonnenstrahlen und Wärme zu genießen. Sonntag, gegen 17:00 Uhr sah ich, tief über dem Rasen, eine Hummel ihre Kreise ziehen. Im ersten Moment dachte ich: „Eine Erdhummel, hat eh keinen Zweck!“ Aber diese Suche nahm so gar kein Ende – wirklich sehr intensiv – dann holte ich doch mal den Kescher. (Die Fanglöcher sind alle wieder zu.) Da erst sah ich, dass es gar keine Erdhummel war sondern eine Gartenhummel, ich bugsierte sie in die Pappröhre und setzte sie in den Kasten neben die Erdhummel (mit dem langen Laufgang), sie kroch in den Schlauch, aber als ich die Pappe zurücknahm, war sie doch noch nicht weit gekrochen und kam sofort wieder raus und weg war sie. Schöner Mist!
Zumindest war ich dann voller Hoffnung, dass doch noch Hummeln auf der Suche sind und am nächsten Tag hielt ich weiterhin Ausschau. Habe dann über die Gartenhummel gelesen, dass sie auch gerne oberirdisch nistet, also wohl eher einen kurzen Laufgang bevorzugen würde.
Und dann kam sie wieder – wieder am späten Nachmittag – die Gartenhummel! Ich nehme an, dass es die selbe war… Dieses Mal setze ich sie in den Börner-Kasten (mit außenliegendem Vorbau und ganz kurzen Weg ins Nest) und sie blieb bestimmt 30 min drinnen, machte dann eine schönen Orientierungsflug und kam auch immer wieder zurück. Gestern war sie auch noch da.
Werde weiterhin berichten.
P.S Bei der Erdhummel ist auch noch alles bestens!

Detter
War bei mir auch bei mindestens 5 Erdhummeln so und keine kam zurück.

Doris
Hallo,
gestern und heute waren noch im Garten 2 Erdhummelköniginnen auf Suchflug unterwegs. Gestern war ich mir nicht sicher ob sie tatsächlich suchen, also habe ich bis heute gewartet. Nachdem sie heute gegen Mittag wieder unter jedem Busch, unter jedem Strauch krabbelten, habe ich sie in freie Kästen gesetzt (sie ließen sich sogar mit der Hand fangen). Nach ca. 15 Minuten kam ie erste und nach etwa 25 Minuten die zweite Hummel wieder ans Tageslicht. Eine machte einen ganz kurzen Pendelflug vor dem Kasten und war dann verschwunden, die andere Dame krabbelte um das Einflugloch rum, dann ging´s hin und her über das Anflugbrett und schon war sie weg.
Schon komisch. Ob sie wirklich jetzt noch eine Family gründen wollen? Keine Ahnung.
Aber vielleicht kann mir jemand Tipps oder Informationen geben, was solch ein Verhalten bedeuten kann.