
Stefan
Hallo @Zoppo!
Sicher, dass es keine Gartenhummeln waren? Die sind um einiges schneller und kleiner in ihrer Entwicklung als Erdhummeln und sehen schon sehr ähnlich aus.
Für alle Hummelarten gilt: Wenn es bereits Geschlechtstiere gab, dann ist das Hummelvolk am Ende angelangt.
Bei dem einen Hummelvolk zieht sich das dann in die Länge und es wohnen dort noch wenige Arbeiterinnen die mehr oder weniger auf ihr Ende warten. Das andere Hummelnest endet von heute auf Morgen. Alles ist möglich und üblich.
Ob das Nest eher viele oder eher wenige Geschlechtstiere hervorbringt, hängt nicht nur vom Wetter ab. Es kann sein (und ist sehr wahrscheinlich), dass in mehreren Hummelhäusern die nebeneinander stehen und identische Bedingungen vorfinden und die identische Hummelart beherbergen, völlig unterschiedliche Nestverläufe stattfinden.
Das fängt mit der Nestgründung an, zieht sich über geglückte und gescheiterte Übernahmeversuche von anderen Königinnen über Kuckuckshummeln und Nestparasiten bis zum Wetter.
Du kannst ein gutes Hummelhaus haben, für Trachtpflanzen sorgen, einen guten Standort wählen, die Temperatur regeln, versuchen Feinde und Konkurrenten zu vermeiden. Ob das Hummelnest dann zum Schluss ein riesen Nest war oder langsam vor sich her kümmerte, das hat man als Mensch nicht komplett in der Hand.
Grüße Stefan

Zoppo
Hallo!
Habe dieses Jahr meinen ersten Hummelkasten.Eingezogen ist in der ersten Aprilwoche vermutlich eine helle Erdhummel.
In den letzten Junitagen, vor der Hitzewelle, konnte ich Jungköniginen und/oder evtl. auch Drohnen beobachten. Ein Zeitraum, der mir als sehr kurz für eine Hummelsaison vorkommt.
Jetzt, nach der Hitzewelle, ist sehr viel weniger Aktivität am Haus zu sehen und ich bin mir nicht sicher ob es daran liegt, dass der Staat sein Daseinsziel erreicht hat oder ob die Hitzewelle, trotz Verwendung von Kühlakkus, Schaden verursacht hat?
LG
Zoppo

Stefan

Karsten Grotstück
Ja das sind Erdhummeln.
Erdhummeln sind eigentlich sehr friedlich nur wenn man dem Nest zu nahe kommt und Erschütterung verursacht kann es zu Verteidigungen führen.
Bitte den Tieren mit Respekt begegnen.

Mano
Ich habe es versucht , so schnell die Biester ! Laut NABU. Erdhummeln .
Foto/Video:


Stefan
Sehr interessant und kurios! Dank Dir @Hede, der “Spuk” sollte bald vorbei sein, Erdhummeln sind jetzt eigentlich schon ziemlich “durch”, was ihren Jahreszyklus anbetrifft. Hast Du schon einen Schlachtplan, was Du danach mit dem Trockner machst? Also irgendwann muss das Nest ja raus (Fotos bitte!) aus dem Ding (wo im Sommer Hummeln sind, fühlen sich im Winter Mäuse wohl) und was machst Du nächstes Jahr dann?
Grüße Stefan

Karsten Grotstück
Ich würde sagen das sind Erdhummeln. Habe das Video mehrmals angeschaut. Erdhummel.

Insektenfreund
Der Saisonstand bei uns, beim frühen Wiesenhummelvolk ist nach Abflug der 2. Welle Jungköniginnen der Flugbetrieb komplett zusammengebrochen. Wenige Arbeiterinnen verbringen nebst üppigen Vorräten ihren Ruhestand im Nest. Beim späten Wiesenhummelvolk herrscht guter Flugbetrieb der 2. und 3. Arbeiterinnengeneration. Bisher gibt es keine Geschlechtstiere. Das Ackerhummelvolk entwickelt sich stetig, allerdings in bescheidenen Rahmen. Auch bei den königinnenlosen dunklen Erdhummeln ist noch vereinzelt Flugbetrieb zu beobachten. Bei dem verbliebenen, spät gestarteten Baumhummelvolk hat die Entwicklung Fahrt aufgenommen und es herrscht reger Betrieb am Flugloch. Geschlechtstiere sind noch nicht zu sehen.

Christian
@Marylou – sehr interessant und erstaunlich!
In meinen Gärten werden die besiedelten Hummelkästen weniger, besonders einige Völker der Gartenhummeln sind wohl durch. Eine interessante Beobachtung hatte ich vorgestern: In einem HK mit schon einigen Jungköniginnen von Gartenhummeln und zuletzt nur mehr wenigen Arbeiterinnen verließ diesen eine große Jungkönigin einer Kuck.-Hummel. Gibt es also auch pazifistische
Kuckucke, die die Wirtskönigin nicht vertreiben/töten? Auch bei einem meiner 5 erfolgreichen Wiesenhummelvölker hatte ich den Eindruck, dass eine Kuck.-Hummel den Nistkasten verlassen hat – zumindest hatte ich das Nest schon aufgegeben, als ich vor einigen Wochen sah, wie eine solche in den NK eindrang. Derzeit sind bei mir noch 3 Acker-, 5 Wiesen- und jeweils eine Baum-, Garten- und Erdhummel aktiv. Auch entwickeln sich 2 Wespenvölker und ein Hornissenvolk gut in Hummelkästen. Bin schon gespannt, ob – wie schon öfter – wieder eine heurige Garten-Jungkönigin in einen HK einzieht.

Marylou
Den Wächterinnen der Erdhummeln genügt die WM-Klappe offensichtlich nicht, daher haben sie sich neuerdings eine besondere Methode ausgedacht: Das Flugloch wurde mit Wachs verkleinert, sodass spät abends nur noch ein sehr kleines Loch auf der rechten Seite offen bleibt.
Entdeckt habe ich das vor einigen Tagen beim nächtlichen Einsammeln von Nacktschnecken. Einen über den anderen Tag hatte es jeweils eine mittelgroße Nacktschnecke auf das Anflugbrett geschafft; das war wohl den Hummeln verständlicherweise zuviel.
Der Clou ist, dass tagsüber die Wachsauskleidung auf der linken Seite wieder nach außen verlegt wird, damit wohl kein so großes Gedränge bei den Flügen entsteht.
Das Foto wurde heute Nachmittag aufgenommen. Momentan (20:30 Uhr) sind sie wieder dabei, ihr abendliches Winzlingsloch zu formen.
Das habe ich so auch noch nicht erlebt. Clevere Mädels!
Foto/Video:


Kerstin
Von mir gibt’s auch mal wieder ein Update
.
Bei den Baumhummeln fliegen mittlerweile Jungköniginnen d.h. hier wurde das Ziel schon mal erreicht. Sie haben den Eingang dermaßen mit Kapok u. Einstreu zugemauert, dass wirklich nur ein kleines Einflugloch hinter der Klappe erkennbar ist.
Die beiden Erdhummel-Völker haben auch einen richtig guten Flugverkehr u. auch hier rechne ich demnächst mit Jungköniginnen. Leider gibt es bei einem Volk ein kleines Problemchen mit Ameisen aber ich Versuche es nun dem Ende zu noch in Grenzen zu halten.
Bei den Tonerdhummeln lag vor einiger Zeit eine tote Königin im Nest d.h. es gab hier wahrscheinlich einen Übernahmeversuch einer Rückkehrerin Aus dem Vorjahr. Zum Glück scheint es der anderen Königin im Kasten gut zu gehen u. das Volk kann sich weiterhin entwickeln. In wie weit es dadurch womöglich geschwächt wurde wird man sehen
.
Ich bin allerdings immer noch sehr traurig, dass ich alle 3 Steinhummel-Völker verloren hab….es sah zuerst so gut aus, weil alle 7 Kästen besetzt waren u. im Endeffekt sind es nun nur 4, die durchkommen

HP
Halo Zoppo, Erdhummeln sind i.d.R. Dreckschweine. Sie koten überall hin. Und wenn sie Druck von der Klappe kriegen auch gerade dort. Es ist nicht nur die Gefahr, daß die Klappe nicht mehr richtig schließt. Sie verklebt und die Hummeln kriegen sie nicht geöffnet. Das ist m.E. noch schlimmer.
Wir waren jetzt 3 Tage unterwegs. Da habe ich die Klappe so eingestellt, daß sie einige mm offen bleibt.
Gruß
HP

Marylou
Bis jetzt ein sehr durchwachsenes Hummeljahr 2026 mit Verschollenen und Abbrüchen trotz zahlreich suchender Königinnen im Frühjahr (Baumhummeln, Erdhummeln, Wiesenhummeln, Ackerhummeln und Steinhummeln).
Hier ein Zwischenbericht:
Wiesenhummel
07.03.2026 – Ansiedlung
03.04.2026 – Erste Sammlerinnen (nach 25 Tagen)
07.05.2026 – Erste Jungköniginnen
22.05.2026 – Rauswurf der Altkönigin in den Vorbau
Die Altkönigin war leicht benommen. Nach Herausnahme, Zuckerwasser und 2 Stunden Ruhe war sie wieder fit und flog weg. Die Arbeiterinnen im Nest sind noch aktiv.
Erdhummel
08.03.2026 – Ansiedlung
14.04.2026 – Erste Sammlerinnen (nach 37 Tagen)
Die Königin hatte sich zwischendurch gegen zwei Rückkehrerinnen erfolgreich wehren müssen. Das Nest ist äußerst aktiv mit sehr vielen Polleneinträgen. Bisher noch keine Jungköniginnen.
Ackerhummel
24.03.2026 – Rückkehrerin
21.04.2026 – Erste Sammlerinnen (nach 28 Tagen)
11.06.2026 – Erste Jungköniginnen
Die Kleinen sind sehr fleißig.
Steinhummel
02.05.2026 – Ansiedlung, vertrieben durch jagende Hornisse
10.05.2026 – Nestübernahme durch andere Steinhummel
24.05.2026 – Erste Sammlerinnen (2 von der verjagten Steinhummel)
Da die Königin momentan sehr viel einträgt, werden sich demnächst wahrscheinlich weitere Sammlerinnen zeigen.
Im Garten sind kaum noch Hummeln zu sehen, auch wenig Honigbienen, obwohl alles in voller Blüte steht. Ursache dürfte der halbstündige, enorme Platzregen mit Unmengen Wasser vor einer Woche sein.
Weiterhin hat die Gemeinde das hochgewachsene Gras gemäht und den Schnitt einfach an Ort und Stelle liegengelassen, der natürlich die vielen Mauslöcher vollkommen bedeckt und Hummeln weder Ein- noch Ausflug gewährt. Beschwerde folgt natürlich.

Zoppo
Hallo zusammen!
Bisher dachte ich, dass es sich bei meinem ersten Hummelvolk um helle Erdhummeln handelt. Nachdem ich aber in allen Videos, die so durchs Internet geistern immer nur Hummelklappen in Hochglanz gesehen habe, frage ich mich, ob es sich bei meinem Hummelvolk evtl. um die Dreckschweinhummel handelt? 😉😂 Die Hummelklappe ist regelmäßig stark gelb verschmutzt, also vermutlich von den Pollen. Sind meine Mädels nur besonders unordentlich oder ist das ein allgemeiner, aber selten gezeigter Effekt?