Jahr: 2014
Hartwig: Ein Neuling mit Fragen
Hallo Stefan,
nun bin auch ich noch mehr oder weniger Neuling (derzeit zweite “aktive” Hummelsaison), aber ich habe gute Erfahrungen mit dem Nistkasten-Bauplan von Jürgen Börner gemacht. Die Materialauswahl, Masse und Funktionalität haben sich bei uns bewährt, und für die von Dir genannten Hummelarten sollten Nistkästen dieser Art passend sein (wir haben z.B. auch mehrere Ackerhummelvölker in diesen “Hummelpensionen”).
Auf der Webseite findest Du mehrere Baupläne für unterschiedliche Vorbau-Typen, empfehlenswert ist das “Modell 2”, da dieser Typ eine Vorbau-Belüftung hat, die zudem mit einer Klebefalle versehen ist. Wenn Du eine Hummelklappe einsetzt, sollte eine alternative direkte Belüftung für den Vorbau bzw. den Nistraum vorhanden sein, da es sonst den Hummeln in der warmen Jahreszeit durchaus zu warm werden kann, was das ganze Volk schädigen könnte.
Für die eigentliche Hummelklappe habe ich mit unterschiedlichen Materialien experimentiert, Polykarbonat (Handelsname: Makrolon von Bayer) in der Stärke 0,75 mm oder 1 mm hat sich als optimal herausgestellt. Dieses Material lässt sich sägen, schleifen, bohren und problemlos (kalt) biegen.
Hier der Link zu Jürgen Börners Webseite: http://www.hummelfreund.com/basteltipps/
Schön, dass Du den Hummeln im kommenden Jahr Nisthilfen zur Verfügung stellen möchtest, das Ganze ist wirklich eine sehr spannende und schöne Sache und wird Dir tolle Möglichkeiten zur Naturbeobachtung “ganz hautnah” ermöglichen. Wichtig ist allerdings auch das reichliche Trachtpflanzenangebot vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein. Auch hierzu findest Du entweder hier oder auf anderen Webseiten hervorragende Informationen. Viel Erfolg!
Herzliche Grüße,
Hartwig
Themenübersicht öffnen: Ein Neuling mit Fragen
Stefan: Ein Neuling mit Fragen
Hallo zusammen,
nachdem ich schon seit einigen Tagen “stiller Mitleser” im Forum bin muss ich mich nun doch vorstellen. Ich heiße Stefan und wohne in der Nähe von Nürnberg.
Nachdem ich dieses Jahr beobachten musste, dass bei uns nur sehr wenige bestäubende Insekten unterwegs waren um ihre Arbeit zu verrichten habe ich den Entschluss gefasst, neben einer Nisthilfe für Wildbienen auch ein oder zwei Hummelkästen für das kommende Jahr zu bauen. Ich hoffe, dass ich dann nächstes Jahr ebenfalls Hummeln im Garten als Bewohner haben werde.
Ich habe bereits über den Bau bzw. Baupläne von Hummelkästen ein wenig auf verschiedenen Seiten gelesen, bin aber unschlüssig welcher Hummelkasten der geeignete ist. Bei uns gibt es vorwiegend Ackerhummeln und Steinhummeln (optisch meine Favoriten). Nun habe ich schon mitbekommen, dass es lange und kurze Gänge geben kann – welcher wäre für die oben genannten Hummelarten denn zu empfehlen?
Und gleich noch eine Frage: Welchen Bauplan für einen Hummelkasten und für eine Hummelklappe würdet ihr empfehlen?
Schon jetzt: Vielen Dank für eure Antworten.
Stefan
Themenübersicht öffnen: Ein Neuling mit Fragen
Bulli: Steinhummel mit “Hasenzähnen”
Hallo pitt,
bei den “Hasenzähnchen” habe ich mir vorgestellt, wie eine Hummel an einer Karotte nagt.
:-D
Eine gute Saison.
Viele Grüße
Bulli
Themenübersicht öffnen: Steinhummel mit “Hasenzähnen”
Bulli: Wespenschwund?
>vermisse in diesem Jahr Wespen und Hornissen,nur Feldwespen im Garten.
>Letztes Jahr musste ich mit HummelKlappe an der externen Futterstation arbeiten.
>Aufgefallen sind mir im Frühling nur 2 Wespenk. und 1 Hornisse.
>Wie sieht es bei euch aus wurde diesbezüglich was beobachtet ??
Hier waren es eine Hornisse und mehrere Wespenköniginnen.
Vor noch einem Monat haben die normalen Wespen am Holz genagt, aber inzwischen sehe ich dort keine mehr.
Im letzten Jahr war ein kleines und ein riesiges Wespennest unterm Dach (Nordseite). Dieses Jahr habe ich noch nichts gesehen.
Das drei Jahre lang belegte Nest der Gallischen Feldwespen wurde dieses Jahr nicht genuzt. Anscheinend war es im letzten Jahr doch viel zu heiß dort. Stattdessen ein Nest unter den Dachpfannen errichtet (Südseite des Daches). Irgendwo ist noch ein Nest der Feldwespen. Sie kommen inzwischen gerne an das Vogelbad und nehmen Wasser auf.
Vor 1,5 Monaten hatte eine Hornisse immer wieder in der Nähe des von Wespen gerne besuchten Kotoneasters nach Beute gesucht. Vielleicht haben sich dadurch die Wespen verzogen … oder zu wenige Arbeiterinnen blieben übrig. Jedenfalls ist die Hornisse schon länger weg.
Viele Grüße
Bulli
Themenübersicht öffnen: Wespenschwund?
Luca: Wespenschwund?
Hallo Ziggy,
Bei mir sieht es da besser aus:
etliche Hornissenköniginnen im Frühjahr, mehrmals eine im Nistkasten aber immer Nestabbruch. Dennoch fliegen viele Arbeiterinnen und teils sehr große.
Bei den Wespen auch viele Königinnen. Nun einige Arbeiterinnen am Kirschlorbeer zu sehen, aber noch nicht lästig beim Essen.
Feldwespen sind dieses Jahr beinahe eine Plage…
Lg. Luca
Themenübersicht öffnen: Wespenschwund?
Ziggy: Wespenschwund?
Guten Morgen alle die es lesen.
vermisse in diesem Jahr Wespen und Hornissen,nur Feldwespen im Garten.
Letztes Jahr musste ich mit HummelKlappe an der externen Futterstation arbeiten.
Aufgefallen sind mir im Frühling nur 2 Wespenk. und 1 Hornisse.
Wie sieht es bei euch aus wurde diesbezüglich was beobachtet ??
1 Erdhummelnest noch aktiv hat aber Maden kurz vorm verpuppen,
so gut wie möglich entfernt.
mfg Ziggy
Themenübersicht öffnen: Wespenschwund?
Ziggy: Winterschlaf
>Ehrlich gesagt hab ich da keine Ahnung. Hatte mal ne flugunfähige Erdhummel. Die hab ich in nen großen Tontopf voller Torf mit Honigwasser. Tatsächlich hatte sie vollgefressen und sich eingegraben. Den Topf hab ich in der Garage überwintert.
>Überlebt hat sie nicht. Ich fand das Tier ca. 5 cm unter der Oberfläche.
>
>Ansonsten hab ich nie was ausprobieren wollen. Finde das auch das Bequeme an diesen Tieren, dass sie nur ein Minimum an Fürsorge brauchen.
>Daher würde ich sagen: die Hummel selber nach nem Winterquartier suchen lassen.
Morgen Christian,
sie hat sich ja den Kasten ausgesucht.
mir ist das aber zu unsicher wegen Spinnen,müßte Fliegengitter umwickeln und kühler hängen.
wieder ein Wiesenh Nest abgeräumt,sehr klein aber absolut trocken und Maden frei.
den Pappkarton könnte man wieder verwenden so sauber. so wie ein grosser Schneeball.
Klimaanlage wurde verbessert, ein Loch mit Mottenfalle zusätzlich unterm Vorbau.
mfg Ziggy
Themenübersicht öffnen: Winterschlaf
Christian: Winterschlaf
Ehrlich gesagt hab ich da keine Ahnung. Hatte mal ne flugunfähige Erdhummel. Die hab ich in nen großen Tontopf voller Torf mit Honigwasser. Tatsächlich hatte sie vollgefressen und sich eingegraben. Den Topf hab ich in der Garage überwintert.
Überlebt hat sie nicht. Ich fand das Tier ca. 5 cm unter der Oberfläche.
Ansonsten hab ich nie was ausprobieren wollen. Finde das auch das Bequeme an diesen Tieren, dass sie nur ein Minimum an Fürsorge brauchen.
Daher würde ich sagen: die Hummel selber nach nem Winterquartier suchen lassen.
Themenübersicht öffnen: Winterschlaf
Ziggy: Winterschlaf
Hallo Bombusfans,
Hab heute Kästen zur ersten säuberung ausgeräumt.
auch ein Pappkasten, 20er Holzkasten auf Platte montiert harte Pappe immer drum rum
mit leim verkleben Wandstärke 15-20 cm. Deckelansaugend reingelegt.
Natürlich Mottenschutz und Klimaanlage.Vorbau aus Holz.
Da war das beste Klima drin,hat sich bewert.
Sah aus wie ein ausgeschütteter Eimer Popcorn.
Honig schmeckt auch so,ein wenig säuerlich gemüssig.
mag eh lieber Rübenkraut.
hab eine Baumhummel aus versehen aus einen Holz vogelkasten aufgestöbert.
sie hing ganz unten hatte sich eingegraben,als ich näher kam krabbelte und flog raus.
Konnte sie Käschern und Loch zustopfen.
3 möglichkeiten zur Überwinterung.
1 hängen lassen was nicht so gut ist und abdichten.
2 Erdschublade,trocken und kühl.
3 Kühlschrank bei 2-4°und luftfeuchte über 70%.
würde mich freuen eure Antworten zu lesen,morgen Mittag entscheide ich
mfg Ziggy.
Themenübersicht öffnen: Winterschlaf
hummelfan: Flügel etc
Hallo Christian,
hallo Katrin,
vielen Dank für eure Antworten.
Mein Hummelkasten steht den ganzen Tag im Schatten unter versch. Hecken(Johannisbeere,Weigele,Himbeeren).
Aber trotzdem sitzen die Fliegen am Vorbau und versuchen immer mit hineinzufliegen, was sie auch schaffen.
Gestern habe ich einige totgeschlagen, es sind auch verschiedene Rassen – keine Fleischfliegen eher kleinere Arten. Ich denke dass die Fliegen einfach auch durch den Hummelkot und tote Larven angelockt werden – da meine Erdhummeln das ganze Einstreu mir Kapok aus dem Vorbau geschafft haben. Musste immer wieder meine Hummelklappe freimachen.
Denke dass der Virus schon von den Bienen übertragen wird, da mein Nachbar 3 Bienenvölker im Garten stehen hat (100m entfernt) und ich eine kleine Fläche mit Phacelia im Garten habe – hier kann man einen richtigen Nektarkampf beobachten zw. den vielen Bienen und meinen Erdhummeln.
Es war nicht die alte Königin da die tote kein glattes Hinterteil hatte – hatte die ganzen Haare noch.
Gestern lief eine Jungkönigin im Rasen und konnte nicht fliegen – habe sie dann in den Kasten gesetzt.
Habe aber noch keine tote verkrüppelte gesehen – die sitzen immer noch im Nest und im Vorbau.
Trotz Rückschläge konnte ich gestern viele Drohnen und Jungköniginnen (6 Stück) beobachten wie sie ihren ersten Ausflug gemacht haben – konnte ihnen eine ganze Stunde zusehen – dies freut einen dann sehr!
Grüße aus dem schönen Oberschaben
>Hi Harald,
>verkrüppelte Flügel habe ich bei jeder Hummelart festgestellt. Selbst wenn Motten auch einen Beitrag leisten sollten (hab ich noch nie gelesen), ist egal. Offensichtlich stecken sie sich bei Bienen an.
>Gegen fliegen gibts kein Mittel. Wenn Du ne Kryptarum Erdhummel hast, dann vernichten die einen großen Anteil der Bruder. Wenn Dein Volk zuende ist, wirst Du geschlossene Kokons finden, die unten ein Loch haben. Michel, der hier nix mehr postet, hatte da mal ausführlich berichtet (s. 2010/2011). Hab auch festgestellt, dass es da mehrere Arten gibt, offensichtlich Fleischfliegen. Habe aber den Verdacht, dass sich manche Fliegenmaden vom Kot ernähren. Im letzten Jahr hatte ich hunderte Fliegenkokons in der ungewöhnlich sauberen Streu, aber keinen einzigen leeren Hummelkokon. Habe dennoch alle Kokons vernichtet.
>In diesem Jahr waren etliche Exemplare einer größeren Fleischfliege bei der Baumhummel.
>
>Tote Hummelkönigin: Manchmal sterben die Jungköniginnen. Hatte mal ein außergewöhnlich erfolgreiches Erdhummelvolk. Fand aber immer wieder tote Jungköniginnen außerhalb des Nestes. Die konnten nicht fliegen. Im letzten Jahr starben einige Jungköniginnen im Kasten. Die Gründe dürften unterschiedlich sein, für mich jedenfalls immer ein Rätsel. Bist du Dir sicher, dass es nicht die Altkönigin ist? Das wär dann normal und Du könntest beruhigt sein, dass nicht noch ne andere Krankheit im Kasten ist.
>
>Wie Katrin hab ich auch mal versucht nicht sofort BT einzusetzen. Aber das wird nicht gedankt. Es sind immer genügend Mottenlarven da um das Nest komplett zu zerstören. In einem kleinen Ackerhummelvolk warens mal drei Raupen. So als würden sie sich gegenseitig fressen, bis das Futter reicht.
>
>Noch viel Erfolg, trotz einiger Rückschläge
>
>Christian
Themenübersicht öffnen: Flügel etc