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Markus’ Hummelsaison

  • Dieses Thema hat 115 Antworten und 18 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Woche, 6 Tage von Markus HibbelerMarkus Hibbeler.
Ansicht von 11 Beiträgen - 106 bis 116 (von insgesamt 116)
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  • #73800 Antworten
    Markus Hibbeler
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @janfo Hallo Jan, hallo Leute,
    ich habe in der Nacht zu gestern das gesunde Ackerhummelvolk zu meinen Eltern in den Garten gebracht. Sie wohnen etwa 30 km entfernt. Es scheint zum Glück nicht betroffen zu sein, es ist reger Flugverkehr zu verzeichnen und alle Arbeiterinnen haben sich eingeflogen.

    Ich habe am Abend nochmal sieben Arbeiterinnen nachgeholt, die an der alten Stelle nach dem Nest gesucht haben. Dabei ist mir leider eine Arbeiterin beim Einsetzen ohne Orientierungsflug entwischt. Ansonsten hat alles geklappt.

    Ich bin etwas ratlos, wie ich mit dem anderen Ackerhummelvolk verfahren soll: die noch lebenden Tiere wirken sehr lethargisch und bewegen sich gar nicht oder nur sehr langsam. Ich habe die Königin kurz herausgenommen: sie brummt nicht mal und nimmt auch keine Zuckerlösung an. Dann habe ich sie wieder uns Nest gesetzt. Ganz wenige Arbeiterinnen unternehmen noch Sammelflüge. Ich befürchte, dass der Nektar in den Nektartöpfchen verdorben bzw. vergiftet ist. Ein Hummelfreund schrieb mir, ich solle alles herausnehmen und sie neu auffüllen. Was meint ihr dazu? Ist das sinnvoll oder würde ich dadurch mehr kaputtmachen als helfen? Wir fahren morgen in den Urlaub, aber mein Vater, der ebenfalls Hummeln schützt, wird die Hummeln für mich weiter beobachten. Meine klitzekleine Hoffnung ist, dass sich das Volk wieder erholt. Drückt mir und uns bitte die Daumen!

    #73802 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Markus Hibbeler Hallo!

    Ich wäre auch für letzteres; herausnehmen und neu auffüllen. Es kann ja nur besser kommen. Und ich drücke Daumen!!

    #73804 Antworten
    Frederik
    Forenmitglied

    Hallo Markus,

    Das sind ja erschreckende Neuigkeiten! Die Umsiedlung war sicher richtig. Hoffentlich geht es dem anderen Volk auch weiterhin gut!

    Ich sehe es so wie Martha. Es kann nur besser werden. Und wenn das Gift im Nektar ist, wird ein Austausch sicher helfen.

    VG Frederik

    #73810 Antworten
    Markus Hibbeler
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hi Leute,

    ich habe das intakte Ackerhummelnest umgesiedelt und beim mit Gift kontaminierten Ackerhummelvolk die Nektartöpfchen geleert und neu aufgefüllt – Ergebnis: vermehrter Flugverkehr seit heute Mittag, und ich bin im Eimer. Hier ein kleines Video der Aktion: https://youtu.be/4JY8v6JYH9w

    Vielen Dank für eure Tipps und die Unterstützung!

    #73811 Antworten
    Christine
    Forenmitglied

    Lieber Markus, ich bin ja so froh, dass Du wahrscheinlich das Volk retten konntest und drücke die Daumen, dass die Königin überlebt! Ich bin sehr beeindruckt von Deinem Vorgehen: Die Umsiedelung und das Austauschen der Nektartöpfchenbefüllung. Alle Achtung! Hoffe für Dich und Deine Hummelvölker das Beste und wünsche Dir einen guten Urlaub und bin gespannt auf Neuigkeiten.  Christine

    P.s was gibt es für verantwortungslose, renitente und egoistische Zeitgenossen, die Gifte versprühen, das macht einfach nur wütend! Und warum dürfen diese vernichtungsmittel überhaupt noch verwendet werden- die Menschen richten sich irgendwann doch selbst zu Grunde….

    #73812 Antworten
    Stefan
    Admin

    Ist es denn sicher dass es Gift war oder ist das bisher einfach eine Vermutung?

    #73813 Antworten
    Markus Hibbeler
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    @Stefan Hallo Stefan,

    es ist insofern nicht bewiesen, als dass das Gift chemisch nachgewiesen wurde. Es sprechen aber so viele Dinge dafür, dass es für mich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit so war:

    – ich habe den Kasten mit der Alfred Camera-App videoüberwacht: am Nachmittag herrschte nocn normaler Flugverkehr mit etwas 30-40 Flugbewegungen alle halbe Stunde.

    – Ab dem späteren Nachmittag ging der Flugverkehr dann rapide zurück, bis er dann ab ca. 18 Uhr komplett zum Erliegen kam;

    – rückkehrende Arbeiterinnen zeigten Orientierungslosigkeit und tragen teilweise das Flugbrett nicht mehr, bleiben am Kasten erschöpft sitzen, einige starben;

    – an dem Tag war es 26 Grad, Wegameisen hatten in der gesamten Region Hochzeitsflug. Es könnte somit jemand Streu gegen die Ameisen ausgestreut haben, dass ja auch für andere Hautflügler giftig ist.

    – das Nest war frei von Parasiten, auch war bzw. ist es gut belüftet

    Für mich spricht vor allem die Tatsache für Gift, dass es so schnell ging. Seit gestern Mittag sind wieder ca. 10 bis 15 Flugbewegungen alle halbe Stunde feststellbar. Beim zweiten Ackerhummelvolk, das jetzt im Garten meiner Eltern steht, ist alles in Ordnung: es sind genauso viele Flugbewegungen feststellbar wie sonst auch. Alle Arbeiterinnen haben sich auf den neuen Standort eingeflogen.

    Liebe Grüße

    Markus

    #73814 Antworten
    Martha
    Forenmitglied

    @Markus Hibbeler   Nun wäre es doch äusserst wichtig zu erfahren, woher das Gift stammen könnte. Augen und Ohren offen halten, vielleicht Gespräche mit Anwohnern führen. Wenn Landwirtschaft betrieben wird, nachforschen.
    Es ist zu hoffen, dass die Königin überlebt, dann wäre schon mal einiges gewonnen.

    #73815 Antworten
    janfo
    Moderator

    Super Markus,

    hast du gut gemacht! Danke auch fürs teilen mittels Video.
    Auch wenn noch ein Restrisiko besteht, dass das Volk sich nicht erholt denke ich, dass du mit deiner Aktion dem Volk sehr geholfen hast. Bin da auch guter Dinge, dass es klappt. Auch schön, dass die Umsiedelung des anderen Volkes reibungslos geklappt hat.

    Ich bin in Sachen Gift immer etwas emotional, vor allem da ich kurz zuvor die Doku gesehen habe.
    Hoffentlich findest du die genaue Ursache damit so etwas zukünftig vermieden werden kann. Ich hoffe jedenfalls, dass diejenigen die das Gift ausgebracht haben sehen was es für Auswirkungen hat und bestenfalls daraus ihre Schlüsse ziehen und es nicht mehr zur Anwendung kommt.

    lg Jan

    #73819 Antworten
    HP 22927
    Forenmitglied

    Hallo Markus,

    Ameisengift kann ich mir nicht vorstellen. Das wird meines Wissens direkt in und um den Eingang gestreut. Da hat wohl eher jemand die beliebtesten Trachtpflanzen der Ackerhummeln mit Gift besprüht….übel. Ich drück die Daumen, daß die Königin keinen Schaden genommen hat und sich alles zum Guten wendet.

    Erhol dich gut. Dein Vater macht das schon.

    LG

    HP

     

    #74057 Antworten
    Markus Hibbeler
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Schon Ende Juli – Wahnsinn, wie schnell, dass (Hummel-)Jahr vergeht. Wir sind gerade aus dem Sommerurlaub zurück gekommen. Zeit, kurz Bilanz zu ziehen.

    Das Ackerhummelvolk, das in unserem Garten geblieben sind (das zweite Nest habe ich ja erfolgreich zu meinen Eltern umgesiedelt), haben sich vermutlich aufgrund des Gifts dezimiert, aber die Königin scheint zu leben (wobei ich mir nicht sicher bin, da auch große Arbeiterinnen im Nest sind). Beim Ackerhummel-Wildnest ist der Flugverkehr deutlich zurück gegangen. Leider befindet sich das Nest an der Südwestseite, und letzte Woche waren es hier 38 Grad. Ich habe lediglich zwei Flugbewegungen innerhalb einer halben Stunde registriert.

    Die Gartenhummeln sind erfolgreich durch, die Erdhummeln ja, wie berichtet, ebenfalls. Das Krasse: die Altkönigin lebt immer noch, obwohl vermutlich alle Arbeiterinnen tot sind. Die Altkönigin ist sogar noch so fit, dass sie Flüge unternimmt – fast zwei Monate, nachdem die Jungköniginnen bei den Erdhummeln erschienen sind.

    Gefühlt verging das Hummeljahr wie im Fluge. An den Blüten sehe ich noch eine Stein- und “unsere” Ackerhummeln, doch insgesamt ist es sehr ruhig geworden.

    Einen weiteren Kasten habe ich bei Doris bestellt. Meine Eltern behalten den umgesiedelten Hummeltischler-Kasten für eventuelle Rückkehrerinnen im nächsten Jahr.

    Anbei ein Foto – ausnahmsweise mal keine Hummel, sondern meine Wenigkeit bei der Vogelfotografie in der Normandie. Wenn ich nicht im Wasser war, war ich der Natur auf der Spur. Übrigens ist die Normandie erstaunlich artenreich, was Hummeln angeht. Aber das ist eine andere Geschichte, sonst wird das hier zu lang. :)

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