Wie überwinternde Hummelköniginnen trotz Überschwemmungen überleben
Hummelköniginnen verbringen mehrere Monate im Jahr in einer Winterruhe, der sogenannten Diapause, unter der Erde. Dort sind sie zwar geschützt, können aber durch Regen oder Schneeschmelze überschwemmt werden. Trotzdem überleben sie – sogar unter Wasser.
In einer kanadischen Studie wurde an der Osthummel (Bombus impatiens) herausgefunden, wie dies möglich ist: Hummelköniginnen können unter Wasser weiter atmen. In Experimenten wurden die Tiere künstlich in die Diapause versetzt und anschließend für mehrere Stunden bis zu acht Tage unter Wasser gehalten.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Hummeln auch unter Wasser weiterhin Kohlendioxid produzieren, also atmen. Allerdings ist ihre Atmung stark reduziert. Deshalb nutzen sie zusätzlich ein Notfallsystem zur Energiegewinnung ohne Sauerstoff. Dabei entsteht Laktat im Körper.
Sobald die Hummeln wieder an der Luft sind, steigt ihre Atmung stark an, und sie bauen das Laktat wieder ab.
Diese Fähigkeit hilft Hummelköniginnen, extreme Bedingungen zu überstehen und auch in überschwemmungsgefährdeten Lebensräumen zu überleben.
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Stefan aktualisiert.
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