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Bulli: Rhododendron – nasse Kälte

Hallo Helena,

schade, dass dein Gartenhummelvolk bis auf einen Hoffnungsschimmer dezimiert ist. Ich drücke dir die Daumen für die verschlossenen Puppenbehälter.

Vor ein paar Tagen habe ich mir eine bessere Kamera ausgeliehen und mich bei den Fingerhüten auf die Lauer gelegt. Dabei konnte ich ein Bild machen auf dem Erdhummel und Gartenhummel in nebeneinander liegenden Blüten einfliegen.
Das war anscheinend richtig arbeit, denn die die Erdhummel nur eine einzige Blüte besucht, während die Gartenhummel in der gleichen Zeit vier anflog. Außerdem schlugen die Flügel der Erdhummel von innen gegen die Blüte. Ich habe mir schon Sorge um die Flügel gemacht.

@ alle

Die letzten Tage waren nicht erquickend.
Die Schafskälte, die vielen Schauer von sonnigen Abschnitten durchbrochen und die verblühenden großen Büsche haben alle Reviere der Hummeln durcheinander gebracht.
Nach den Regenschauern waren die Reviere immer wieder von Fliegen besetzt, die die ersten anfliegenden Hummeln vertrieben. Die Hummeln mussten sich immer wieder erst durchsetzen.

Der Geißblatt-Hybrid hatte das Fliegen-Problem zwar nicht, aber dafür waren die angebissenen Blüten anscheinend mit Regenwasser gefüllt, so dass sie erst am Tag nach dem letzten Regen besucht wurden. Wenn er also irgendwann wieder trocken sein wird, hört leider gerade mit seiner Blüteperiode auf.
An den dunkelrosanen Rhododendrons sind auch nicht mehr viele Blüten. Vielleicht noch so 100 Stück.
Leider wurden einige Blüten für die heutige Prozession geopfert. Aber im Vergehen waren viele der Blüten sowieso schon. Der dunkellilane Rhododendron hat seine letzte Blüte abgeworfen, während der elfenbeinfarbene Rhododendron, der von keinem Insekt besucht wird, noch volle Dolden hat. Leider wird kein Rhododendron mehr anfangen zu blühen.
Eine der beiden Veigelien hat auch nur noch 20 % der einstigen Blütenpracht.

Heute Nachmittag war tolle Sonne. Leider wenige Hummeln hier. Von den einstigen 45 sind nur noch 10 gekommen. Am Mittwoch sah ich noch ca. 28 Stück.
Ich kann mich teuschen, aber die Hummeln, die heute kamen, scheinen von deutlich kleinerer Statur zu sein, als die, die vor einer Woche da waren. Mag sein, weil heute kaum die größeren Erdhummeln und Gartenhummeln zu sehen waren. Vielleicht liegt es aber auch an meiner Erwartungshaltung dass ja bald Jungköniginnen kommen müssten. Sowas verfälscht den subjektiven Eindruck.

Hoffentlich sind das nicht alles Verluste wegen des Wetters.
Am Montag und am Donnerstag päppelte ich je eine Garten- und eine Ackerhummel (wie an anderer Stelle schon erwähnt). Der Wechsel von Schauern und sonnigen Abschnitten macht den Hummeln das Leben wirklich schwer.
Sie schwärmen bei Sonne. Dann kommen Wolken und sie setzten sich ab um auf Sonne zu warten. Aber dann kommt Regen und sie verkriechen sich, werden aber trotzdem pitschnass. Wenn dann wieder die Sonne kommt, sitzten sie in einem dunklen nassen Versteck und bewegen sich kaum noch. Wenn sie dann nicht an ein sonniges Plätzchen krabbeln können, scheint es um sie dann fast schon geschehen zu sein. Naja, hauptsache es kommt dann Sonne und nicht der nächste Schauer.

Heute Abend waren seit langem wieder Hornissen und Feldwespen da. Der Cotoneaster, der den Zaun überrankt hat, schiebt wirklich sehr lange seine winzigen Blütchen nach und nährt sie wie auch immer die normalen Wespen und die Baumhummeln.
Der Storchenschnabel blüht immer noch langsam, aber stetig.

Vor der Schafskälte habe ich mich über Steinhummeln gefreut. Erst war es eine Arbeiterin, die irgendwann täglich kam und dann waren sie zu mehreren an den Korbblütlern, am Storchenschnabel und vor allem Salbei. Heute war nur kurz eine da.

Ich hoffe, die vielen Hummelchen haben in anderen Gärten auch noch ergiebige Nektarvorkommen gefunden. Hier gibt es in der nächsten Zeit nur noch kleine Blütchen, also keine großen Blütentrachten mehr.

Lustige Anekdötchen gab es natürlich auch. So hatte sich eine Ackerhummel an eine Ritterspornblüte gekrallt, um auf die nächste Sonnenphase zu warten. Jedenfalls hing sie da so nur an einem Vorderbein und einem mittleren Bein und was passiert?
Eine Gartenhummel landet auf ihr, um die Blüte zu besuchen. :-D
Keine Sorge, die Gartenhummel ist vor Schreck sofort wieder hochgeflogen und die Ackerhummel hing weiterhin in der Blüte bis die Sonne wieder heraus kam.

Viele Grüße

Bulli

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