Bulli: Hummelkasten

Hallo LUC,

das Metallnetz im No-Name-Bratpfannenspritzschutz ist genau 16,5 Zentimeter im Durchmesser.
Es ist gewebtes Material aus runden Edelstahldrähten.
20 Drähte auf 1 cm, also mittlerer Drahtabstand 0,05 mm.
Drahtdicke ca. 0,18 mm.
Quadratische Öffnung zwischen den Drähten mit einer Kantenlänge von ca. 0,32 mm.
Diagonale der Öffnung 0,45 mm.

Darum nehme ich an, dass Weichtiere bis zu einem Durchmesser von bis zu 0,6 mm die Masche passieren können.

Auf der Seite von Harry habe ich noch einmal nachgesehen.
http://www.das-hummelhaus.de/Preisliste.html
Sein Glasfasergewebe hat leider nur ebenso viele Fasern pro Zentimeter wie oben gennantes Metallgewebe.

Ich schrieb vorher von einer zehnfachen Faserdichte. Das stimmt also nicht.
Also … vermutlich wird bei den Glasfasergeweben aus dem GFK-Formenbau eine Faserdichte dabei sein, die passt, oder die Lösung mit den Klebefallen von der Seite nutzen, die Helena schon genannt hat.

Dichtere Filtergewebe verstopfen leider sehr leicht durch Staubpartikel. Darum vielleicht doch eher auf Klebefallen setzen.

Klebefallen hinter Lufteinlass:
http://www.hummelfreund.com/basteltipps/hummelpensionsvorbau-modell-2-mit-anleitung-und-bauplan/

Klebefallen vor Luftauslass:
http://www.hummelfreund.com/basteltipps/hummelpension-mit-varianten-zur-entl%C3%BCftung-einlaufr%C3%B6hren-arretierung-und-klappenhalter
http://www.hummelfreund.com/basteltipps/reparatur-umbau-von-schwegler-nistkasten/

Viele Grüße

Bulli

PS:
Hallo Harry … da haben wir uns verpasst. :-)

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Harry: Hummelkasten

Meiner Meinung nach legen Wachsmotten ihre Eier nicht außerhalb des Nestinnenraums ab. Die Eier brauchen die Nestwärme um überhaupt schlüpfen zu können. Versuche mit Aurum Insektenleim am Rand der Gitterinnenseite aufgebracht, zeigten keine Minilarven aus Wachsmotteneiern auf dem Klebestreifen.
Der Nachweis das die Larven von Wachsmotten von außen ins Nest kriechen ist noch nicht erbracht.
Anderseits ist bei einer zu engen Maschendichte der Luftaustausch nicht mehr gegeben und die Stauwärme wird zu groß.
Wer schon mal unter einem Moskitonetz geschlafen hat, weiß wie gering die Wärmeabfuhr ist.

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Bulli: Hummelkasten

Über dein Problem habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.

Bisher komme ich nur auf eine zweischichtige Variante, um auch die frisch gelegten Wachsmottenlarven abzuhalten.
Ein Metallgitter außen und ein Glasfasergitter als innere zweite Schicht.

Das Metallgitter aus einer engmaschigen Metallgaze käme aus einem speziellen Pfannenspritzschutz und hat ca. 2 Schuss und 2 Kettfäden pro cm^2 (müsste das noch einmal genau messen, was einer lichten Maschenweite von ca. 0,4 mm entspricht.
Wachsmottenlarven, die einen Durchmesser von ca. 0,2 mm haben, können da durch, genau so wie Milben.

Als inneres Gitter dann eine mindestens doppelt so große Fläche aus Glasfasergewebe, wie es von dem Anbieter für Styropor-Hummelnistkästen in der Bestellliste angeboten wird. Etwa 20 Schuss und Kettfäden pro mm^2, also eine lichte Maschenweite von weit unter 0,1 mm.
Ich glaube kaum, dass Wachsmottenlarven oder Milben die Glasfäden durchbeißen können.
Vermutlich handelt es sich dabei um dünne Glasfasermatten aus der GFK-Herstellung (siehe Flugzeugmodellbau).

Das Prinzip dahinter ist, dass große Tiere mit starken Beißwerkzeugen durch das Metallgitter abgehalten werden und die Tiere, die durch das Metallgitter kommen können, zu kleine Beißwerkzeuge haben um das Glasfasergewebe durchzubeißen.

Wachsmottenlarven haben gezeigt, dass sie sich durch Frischhaltedosen fressen können … aber da waren sie schon zwei Millimeter dick oder sogar mehr.

Eventuell ist es nötig das innere Gitter durch ein grobmaschigeres drittes Gitter zusätzlich gegen Beschädigungen durch Handling (Nistmaterialien einbringen, Kasten säubern) oder im Nistkasten gefangene Ohrenkneifer zu schützen.

Diesen speziellen Spritzschutz für Pfannen sah ich vor kurzem noch auf einem Wühltisch für 5 Euro … bei Kaufland glaube ich. Zumindest sah alles … auch die Metallgaze … so aus wie bei mir. Die nutzbare Metallgaze-Fläche ist ca. 20 cm im Durchmesser und aus Edelstahl. Das dürfte für zwei Nistkästen reichen, wenn du es gut in das Holz einlässt und befestigst.

Mehr kann ich dir nicht helfen. Alle anderen Metallgeflechte, Streckmetalle oder Lochbleche haben größere Lochdurchmesser.

Grüße

Bulli

PS:
Ich sehe noch mal genau nach den Maßen und Lochgrößen.

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Bulli: Insektenflugbericht

Hallo Martin,

interessant, was du schreibst. Das würde einiges erklären.

An dem Tag gab es hier starken Wind aus südlicher Richtung und Sonne bei ca. 20 Grad +-2 Grad.
Bei dem Wind konnte ich nicht erkennen, ob die Hummeln irgendwo markierten, aber z. B. bei einem Lebensbaum (oder Eibe oder so) sah ich, dass der Drohn mit vielleicht maximal 20 Zentimetern Abstand sehr schnell bis zur Spitze in acht Metern hoch flog und sofort wieder herunter düste. Wie er bei dem Tempo seine Duftmarken kontrollieren will … keine Ahnung.
Über die Brummplätze muss ich mich wohl noch informieren.
Ich hätte gedacht, dass die Drohnen sich an den Pflanzen sammeln, wo sich nachher auch die Jungköniginnen einfinden … aber wenn die Jungköniginnen zwischen dem Ausflug aus dem Nest und dem Eingraben nichts fressen, entfällt der Schritt wohl.
Es sei denn, die Markierungen der Drohnen lösen bei den Jungköniginnen ein Hungergefühl aus. ;-)

Da die Roten Sonnenhüte (eher dunkelrosane Sonnenhüte) hauptsächlich vom Vormittag bis Nachmittag in der Sonne stehen, hatte ich mich gefreut sie heute mal zur Mittagszeit beobachten zu können.
Leider ist es aber den ganzen Tag (bis auf den Morgen) bedeckt. Maximal nur zwei Drohnen und zwei Erdhummeln waren während der Beobachtungszeit da. Aber nicht sehr agil, die Tierchen.

Morgen soll es sonniger werden. Mal sehen … äh … beobachten. :-)

>> Die B. vestalis Königin, […] wenige gelbe Haare seitlich auf dem T3.

> Dann war es vielleicht sogar eine bohemicus, denn die kann auch gelbe Haare auf T3 haben.

Zur Bestimmung nahm ich den Feldbestimmungsschlüssel. Der sagt in seiner Online-Version zwar, dass ein B. bohemicus Drohn seitlich am T3 auch gelbe Haare “eingemischt” haben kann, aber bei den Königinnen steht so ein Hinweis nicht.
Somit kam ich auf B. vestalis.

Hummelbestimmung erscheint mir immer schwieriger.

Die Kuckuckshummel-Königin damals konnte ich sogar mal bei Sonne fotografieren (dann ist die Farbwiedergabe bei meiner Kamera realitätsnäher). Die habe ich dann mit Bildern der Erdhummelköniginnen aus dem gleichen Zeitraum verglichen. Die orange-bräunlich erscheinende Binde vorne auf der Mesosoma scheint bei Erdhummelkönigin wie bei Kuckuckshummelkönigin die gleiche Farbe zu haben.
Nun muss ich nur noch wissen, ob die Erdhummeln hier B. terrestris, B. cryptarium oder B. lucorum sind. ;-)
Nach meiner Meinung haben die hier alle Erdhummeln die gleiche Farbkombination.
Je nach Sonneneinstrahlung können die Streifen hier auch schön hell schimmern.
Zumindest erscheint mir das am Lavendel so. Bei den Sonnenhüten fällt mir das weniger auf.

Ich müsste mal alle Erdhummelarten nebeneinander sehen.

Hummelbestimmung … uff.
Inzwischen bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob die Hummeln neben den Vestalis-Drohnen auf den Sonnenhüten nicht vielleicht auch Drohne der Erdhummeln sein könnten. Prinzipiell könnte das sein, weil ich im Mai mehrere gleich aussehende Königinnen auf am gleichen Rhododendron betrachten konnte.
Daran glaube ich zwar nicht wirklich, aber so genau habe ich mir die Breite des Abdomens nicht angesehen.

Ein Drohn würde in den Kontext auch viel besser passen, da die Blüten des Sonnenhutes sich so aufwölben, dass sie eine ähnliche Struktur bekommen wie das oberste Drittel des Blütenstands von einer Wilden Karde.

Außerdem war für wenige Sekunden auch eine helle Hummel an den Sonnenhüten, die auf die Schnelle so aussah wie ein Wiesenhummeldrohn. Allerdings war sie etwas größer und die Wiesenhummeln sind schon seit Wochen “durch”.

Morgen … morgen soll mehr Sonne sein. :-)

Hallo alle,

hier brummen noch Ackerhummeln, Erdhummeln, Steinhummeln und (vermutlich) B. vestalis Drohne.

Die Wiesen- und Baumhummeln scheinen inzwischen schon abgestorben zu sein.

Gartenhummeln sehe ich nicht mehr. Auch schon abgestorben?

Beim Feldwespennest sehe ich an dem oberen Flugloch keine Bewegung mehr. Oben sah ich auch immer nur einfliegende Tiere. Die eigentliche Nestöffnung muss irgendwo weiter unten sein, wo Pflanzen die Sicht verdecken.

Der Cotoneaster ist seit einiger Zeit verblüht. Somit sehe ich keine Hornissen und kaum noch Wespen mehr.

Die Purpurglöckchen blühen immer noch … vielleicht wegen des feuchten und häufig bedeckten Wetters? Manchmal bekommen sie Besuch von Steinhummeln, aber meist sind Honigbienen dran.

Ein paar Kornblumen sind jetzt aufgegangen. In den Farben blau, lila und rosa. Meistens sitzen Schwebfliegen drauf, aber manchmal auch Ackerhummeln.

Der Lavendel, der senffarbene Fingerhut und die Fuchsie werden auch bei bedecktem Wetter angeflogen, was mich sehr freut. Die scheinen also zu Hummelmagneten geworden zu sein.

Es kommen noch ein paar kleinere lilafarbene Fingerhüte heraus, aber für die werden die Gartenhummeln wohl kaum wieder kommen.

Warum sich die Ackerhummeln, wie schon berichtet, an Wänden entlang bewegen liegt vermutlich an der Tageszeit an der ich beobachte. Abends ist es dort am hellsten und am wärmsten.

Ich glaub’ ich brauche eine bessere Kamera.

Viele Grüße

Bulli

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LUC: Hummelkasten

>Ich fände die herkömmlichen Fliegengitter von der Maschenweite her eigentlich ausreichend, nur könnten sie von Hummeln, Wespen etc. durchgenagt werden. Daher würde ich einfach ein altes Spritzschubsieb aus der Küche nehmen (die man über die Bratpfanne legt), die sind aus engmaschigem Metallgeflecht und genau richtig für diesen Zweck.
>
>Wachsmotten werden – vorausgesetzt, das Hummelvolk lebt dann innen in einer Kartonkiste – nicht durch diese Maschen versuchen, Eier abzulegen. Sie orientieren sich nach dem Duft und werden daher eher über den normalen Eingang einzudringen versuchen, wo der Duft am stärksten ist. Daher ist eine Wachsmottenklappe zu empfehlen (plus zusätzliches Belüftung, da die Klappe die Luftzufuhr über den Eingang unterbindet)
>
>Wenn Du noch mehr Inputs für den Bau eines Hummelhotels suchst, guck mal bei [http://www.hummelfreund.com/ Hummelfreund.com] vorbei. Wir haben die Kästen nach Jürgens Anleitung gebaut und lediglich den fertigen Vorbau inkl. Klappe und Belüftung dort bestellt.

Werte Helena,
ich habe durchaus Erfahrung im Nistkastenbau. Wenn man verschiedene Foren durchsieht, hat man den Überblick wer welche Bauart bevorzugt. Teils werden Plastikkisten mit Abdeckung verwendet, Hummelklappe dran u. mit Riffelrohren mit dem Innenkasten verbunden. Das Material spielt da keine Rolle, der Zweck muss gegeben sein. Auch ich verwende u.a. solche Kisten mit Erfolg. Auch die komplette Klappenkonstruktion mach ich mir selber.

Die Sorge ist die, dass wenn die Motte ihre Eier ausserhalb des Kastens ablegt, die schlüpfenden Raupen durch das zu grobmaschige Gaze durchschlüpfen. Deshalb mein Begehr nach feinster Metall/Alugaze. Die Meterware müsste auch deutlich günstiger im Preis sein als die Manufaktur-Ware aus der Küchenabteilung. Ich mache ja am Aussenkasten mind.2 grössere Belüftungslöcher dran, und als Zusatzsicherung über dem Innenkasten auch.
Zudem gebe ich in den Innenkasten diverse Aroma-Utensilien rein: Lavendel, Thuja, ätherische Essenzen usw.
Hauptsache ist, je näher ich ans Hummelnest komme, umsomehr muss der Kasten nach Destillatfabrik stinken.
Bloss nicht nach Hummelnest. Bloss die lauernden Fliegen (von Dir schon erwähnt ) lassen sich davon nicht abschrecken.
Vielleicht orientieren sie nach Gehör.

mfg LUC

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Helena: Hummelkasten

Ich fände die herkömmlichen Fliegengitter von der Maschenweite her eigentlich ausreichend, nur könnten sie von Hummeln, Wespen etc. durchgenagt werden. Daher würde ich einfach ein altes Spritzschubsieb aus der Küche nehmen (die man über die Bratpfanne legt), die sind aus engmaschigem Metallgeflecht und genau richtig für diesen Zweck.

Wachsmotten werden – vorausgesetzt, das Hummelvolk lebt dann innen in einer Kartonkiste – nicht durch diese Maschen versuchen, Eier abzulegen. Sie orientieren sich nach dem Duft und werden daher eher über den normalen Eingang einzudringen versuchen, wo der Duft am stärksten ist. Daher ist eine Wachsmottenklappe zu empfehlen (plus zusätzliches Belüftung, da die Klappe die Luftzufuhr über den Eingang unterbindet)

Wenn Du noch mehr Inputs für den Bau eines Hummelhotels suchst, guck mal bei [http://www.hummelfreund.com/ Hummelfreund.com] vorbei. Wir haben die Kästen nach Jürgens Anleitung gebaut und lediglich den fertigen Vorbau inkl. Klappe und Belüftung dort bestellt.

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LUC: Hummelkasten

Hallo zusammen,
möchte den Hummelstand vergrössern, sprich ich baue mir noch einige Behausungen dazu. Bei den Belüftungsöffnungen bringe ich dazu feines Gitter an. Jedoch sind die herkömmlichen Fliegengitter relativ grobmaschig. Ich denke da an Maschendurchmesser mit max. 0,5 mm. Finde jedoch im Handel u. auch im Netz keine entsprechende Meterware. Könntet Ihr Händler-bzw. Adressen nennen, mit Metallgaze-Angebot.
Pollenschutzgitter ist mir doch etwas zu fein.
Besten Dank für ev. Angaben.

mfg LUC

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