Bulli: Insektenflugbericht 21.09. bis 03.10.2012
Insektenflugbericht 21.09. bis 03.10.2012
21.09. und 22.09.
Es ist doch recht kühl geworden. Maximal 18 – 20 Grad, teilweise sonnig, aber auch Regen.
Füttern in Blüten
Das habe ich nur maximal 2 mal pro Tag gemacht. Also verhältnismäßig wenig.
Futterspender
Bei dem Wetter bleibt der Futterspender mit 1:1:3,3 Mischung ganztägig draußen.
Ackerhummeln
Sie fliegen nach den Regenschauern die Herbst-Anemonen an, um dort Pollen zu sammeln. Danach gucken einzelne beim Futterspender vorbei und nehmen noch Zuckerlösung mit.
Erdhummeln
Von der ehemaligen Vierer-Gang sehe ich nur noch zwei hier herum düsen. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich weniger in Blüten füttere und die beliebten Korbblütler wie Sonnenblumen so langsam weniger werden.
Lupine (rosa Knospen, zartrosa Blüten)
Eine Lupine hat jetzt die ersten offenen Blüten. Sie steht mitten zwischen den den Herbst-Anemonen unter einem Baum. Farblich passt sie super.
Sie ist vermutlich aus diesem Jahr, so dass sie so spät erst blüht. Hoffentlich ist sie nächstes Jahr eher dran. Dieses Jahr hatte sie jedenfalls Glück, weil die Herbst-Anemonen im Winter erfroren waren und es lange dauerte bis sie Blätter bildeten. Somit kam lange Zeit viel Licht an die Stelle, an der die Lupine jetzt steht.
Silberblatt (vorher als Blume mit gelben Blüten und grauen Blättern bezeichnet)
Eine Annonce jetzt im Herbst brachte es an den Tag, dass es sich um ein Silberblatt handelt. Da soll mal keiner sagen, dass man aus Werbung nicht auch was lernen kann. ;-)
Aber zur Zeit blüht sie natürlich nicht mehr. Obwohl es nur eine einzige Pflanze mit zwei Blütenstengeln war, gingen ein paar Hummeln daran, aber hauptsächlich diese spezielle braun/gelbe Fliege, Schmetterlinge und Honigbienen.
Zweizahn, Bidens (gelb, 6 oder 8 Blütenblätter) (Früher als unbekannte gelb blühende Pflanze bezeichnet)
Die Pflanze blüht immer noch.
Aber bis auf einzelne Steinhummeln vor einigen Wochen, die aber auch nicht systematisch die Blüten absuchten, war daran nichts los. Die niedrigen kissenförmigen Pflanzen blühen schon seit Monaten, wenn ich mich recht entsinne.
23.09.
Es ist kühl und bedeckt bei max. 18 °C.
Heute gab es eine Fernsehsendung darüber wie man einen bienenfreundlichen Garten gestalten könne. Im “Ratgeber: Haus und Garten” (ARD) wurden bienenfreundliche Pflanzen für den Herbst vorgestellt. Muss darüber noch mal recherchieren.
Füttern in Blüten
Heute habe ich gar nicht in Blüten gefüttert.
Futterspender
Er hängt jetzt drei Tage. Die Füllung war mit 20 ml normal, aber nach drei Tagen ist er immer noch nicht leer. Entweder sind alle Nektartönnchen in den Nestern gut gefüllt oder es werden jetzt rapide weniger Hummeln.
Ackerhummeln
Ackerhummeln sind noch einfrig an den Sonnenblumen in der Gegend. Vielleicht nur Pollen sammeln?
Sonnenblumen
Die hiesige Sonnenblume hat nur noch wenige aktive Blütchen in einem ca. 8 cm großen Korb und eine winzige Blüte, die vermutlich nicht größer als drei Zentimeter werden wird.
An anderen Standorten mit späteren Sonnenblumen sind noch Ackerhummeln unterwegs.
Zwei Distelfinken (anscheinend ein Pärchen) fand sich an den Sonnenblumen. Somit vergrößert sich die Schar der Sonnenblumenkern-Interessierten weiter.
24.09.
Sehr problematisches Wetter. Viel Wind mit kleinen Wolken. Das heißt teilweise regnete es, während die Sonne schien. Höchsttemperatur 18 Grad.
Futterspender
Er hing heute auch fast den ganzen Tag. Damit hing er fast vier Tage hintereinander. Während dieser Zeit wurden ca. 13 Milliliter durch Hummeln abgeholt. Im Durchschnitt ein wenig mehr als 3 Milliliter pro Tag. Gestern und heute sah ich keine Hummel mehr am Futterspender. Hoffe und wünsche das beste.
Hummeln
Insgesamt nimmt die Zahl der Sichtungen deutlich ab. Heute sah ich nur eine Erdhummel. Somit ist der Flugbetrieb bei den Hummeln noch weniger als nach der Rhododendronblüte.
Erdhummel
Tatsächlich erwischte ich eine stattliche Erdhummel(-arbeiterin?) zwei mal nach jeweils einem Regenschauer an den Herbst-Anemonen beim Pollen sammeln. Das kann nicht der gleiche Sammelflug gewesen sein.
An den Futterspender ging sie nicht.
Wespen
An Fingerhut und Fuchsie, deren Blüten ich hin und wieder mit Zuckerwasser behandele, laben sich auch inzwischen die Wespen.
Vögel
Heute war meine erste gesicherte Beobachtung eines Gartenbaumläufers. Schon interessant was hier so alles herum fliegt. :-)
Er suchte in der Rinde eines Baumes nach Essbarem.
Herbst-Anemonen
Hauptsächlich durch die Honigbienen vom Pollen befreit.
Purpurner Fingerhut (lila, wenig weiß)
In den Blüten füttere ich immer noch. Inzwischen haben auch die Wespen gelernt wie sie an das Zuckerwasser heran kommen.
26.09.
Schlechtes Flugwetter. Immer mal Regen abwechselnd mit Sonne. Temperaturen ca. 16 bis 18 Grad.
Erdhummel
Eine etwas kleinere Erdhummel als bei der Sichtung am 24.09. war nach einem Schauer an den Herbst-Anemonen. Allerdings sah ich sie nicht Pollen sammeln. Vielleicht stand auch nur der Wind so ungünstig, dass sie mich roch, und sie ist lieber abgedüst. Ich hielt sie für eine Arbeiterin.
Die Drohnen sehe ich nicht mehr. Das liegt wohl daran, dass hier keine Sonnenblumen mehr blühen.
30.09.
Sehr schönes Wetter. Den ganzen Tag Sonne. Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad.
Füttern in Blüten
So langsam lasse ich es bleiben. Sporadisch wird noch gefüttert.
Futterspender
Hängt immer mal wieder für einen Tag oder so.
Ackerhummel
Eine Ackerhummel mit ein paar rötlichbraunen Haaren oben am Popo – eine Zeichnung aus dem nordwestlichen Nest – war nach langer Zeit wieder da.
Sie war an/in den Fingerhüten. Da habe ich gleich mal ordentlich Zuckerwasser in die Fingerhüte gespritzt und sie schlürfte offenbar gerne.
Herbstastern
In den ersten Blüten sind die Staubgefäße heraus gekommen. Ich sah zwei Honigbienen daran, während sie Pollen sammelten.
Der Korb sieht so aus wie der vom Zweizahn, fällt mir auf.
Lupine (rosa Knospen, zartrosa Blüten)
Sie startet weiter durch. Es scheint eine Zuchtform zu sein, so groß wie sie im Durchmesser ist.
Rittersporn (blau, von Gartenhummeln gemocht)
Die Pflanzen schieben z. Zt. drei Rispen in ihrer zweiten Blüte. Mal sehen, ob daraus noch etwas wird. Da Garten- und Erdhummen inzwischen verschwunden sind, wird es wohl nicht viel geben.
Sommerheide, Besenheide (rosa, knospenblühend)
Absolut entteuschend. Es geht keine Blüte auf.
Sommerheide, Besenheide (rot, knospenblühend)
Absolut entteuschend. Es geht keine Blüte auf.
Sommerheide, Besenheide (weiß bis gelblich, knospenblühend)
Absolut entteuschend. Es geht keine Blüte auf.
Sommerheide, Besenheide (rosa, blütenblühend)
Kleine schöne Glöckchen. Bisher keine Honigbienen oder Hummeln daran gesehen.
Unter die vielen knospenblühenden Pflanzen hat sich glatt eine von denen verirrt, die blütenblühend ist. War bestimmt ein Versehen.
Wichtige Pflanzen, die immer noch kräftig blühen:
Stockrose (dunkelrot),
Herbst-Anemone (helles rosa mit weiß) (z. Zt. viele Honigbienen),
Wichtige Pflanzen, die deutlich weniger stark blühen, als in der Hauptblütezeit:
Purpurner Fingerhut (lila mit wenig weiß),
Fuchsienbäumchen (rosa, innen lila),
Roter Sonnenhut (lila Blätter, braun/oranger Korb),
Weigelie (rosa),
Weigelie (rot),
Besenheide – Sommerheide – Calluna vulgaris (rosa, blütenblühend),
Salbei (lila-blau)(2. Blütezeit),
Glockenblume (kissenförmig wachsend, hellblau)
Wilder Majoran (kissenförmig)
Lavendel (lila) (Jungpflanzen von diesem Jahr)
Wichtige Pflanzen, die nicht mehr blühen:
Sonnenblume (gelb-braune Blätter, brauner Korb) – an anderen Standorten blühen sie noch.
Prachtscharte (lila)
Astilben (rosa Blütenblätter mit lila Staubgefäßstengeln )
Glockenblume (rispenförmig wachsend, hellblau)
Weniger wichtige Pflanzen, die nicht mehr blühen:
Sonnenblume (gelbe Blätter, gelb-grüner Korb)
Sonnenhut (weiß, grün-gelber Korb)
Sonnenhut Züchtung “Sombrero” (creme, grün-oranger Korb)
Dahlie, Balldahlie (gelb, gefüllte Blüten. Nur wenn sie verblüht sind, können es auch die Blüten im Korb entwickeln)
Hibiskus (rosa)
Vollkommen ignoriert von Hummeln/Honigbienen und gerade blühen (zusätzlich zu den vorher genannten):
Besenheide – Sommerheide – Calluna vulgaris (rosa, knospenblühend)
Besenheide – Sommerheide – Calluna vulgaris (rot, knospenblühend)
Besenheide – Sommerheide – Calluna vulgaris (weiß bis gelblich, knospenblühend)
Phlox (nur noch wenige Blüten)
Zweizahn (gelb)
Steinheinrich (weiss)
Steinheinrich (zartes lila)
Unsicher über den Wert für Hummeln und gerade blühen:
Schlüsselblume, vermutlich Große Schlüsselblume (gelb, hohe Blüten)
Schlüsselblume, vermutlich Große Schlüsselblume (rot, hohe Blüten)
Lupine (rosa Knospen, zartrosa Blüten)
Alpenfeilchen (rosa)
07.10.
Füttern in Blüten
Eingestellt.
Futterspender
Eingestellt
Lupine (rosa Knospen, zartrosa Blüten)
Nach jedem Regen scheint sie die Rispe weiter zur Seite zu neigen.
Bisher keine Honigbiene daran gesehen.
Rittersporn (blau, von Gartenhummeln gemocht)
Bisher keine Blüten, aber Knospen.
Heute gab es einen Fernsehbeitrag über das Bienensterben.
An dieser Stelle werde ich mein Hummeljahr 2012 beenden.
Vielleicht mache ich noch eine Zusammenfassung, aber das wird vermutlich ein riesiges Werk.
Viele Grüße
Bulli
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Bulli: Insektenflugbericht 08.09. bis 19.09.2012 mit Blütenzustandsbericht
Insektenflugbericht 08.09. bis 19.09.2012 mit Blütenzustandsbericht
Hallo zusammen,
Wieder mal ein Update.
Klima wie in Dortmund.
Zusammenfassung von 08.09. bis 19.09.2012.
Füttern in Blüten
Es profitieren vor allem die Drohnen von Erdhummel und Ackerhummel. Zumindest von den Hummeln. Scharen von Honigbienen sind natürlich meist eher da.
Hummel-Arbeiterinnen scheinen sich hauptsächlich am Futterspender zu bedienen.
Ich spritze z. Zt. in Sonnenblumen, Roten Sonnenhut, Fingerhut, Fuchsie und manchmal Stockrose.
An der Fuchsie versorgen sich seit ein paar Tagen auch Wespen. Sie warten sogar, bis ich fertig bin mit einspritzen. Wie nett.
In den letzten Tagen habe ich mit verschiedenen Mischungen Zuckerwasser experimentiert. Dabei fiel auf, dass sich Hummeln häufiger in der Nähe der behandelten Blumen zur Nacht betteten oder um die nächsten Wolken zu überstehen in Kältestarre gingen, je mehr Zuckeranteil in der Mischung war.
Die Mischung 1:1:3,3 scheint die Hummeln nicht an den Standort zu binden, aber dennoch nehmen sie viel davon auf.
Futterspender version 6
Die Version 6 funktioniert seit mehreren Wochen fehlerfrei, bis auf den Augenblick wenn zu wenig Zuckerwasser im Spender ist und durch eines der Sauglöcher schlagartig viel Luft zieht.
Das lässt sich nur verhindern, wenn der Spender nur Abends hängt und nachts bevor er leer ist wieder herein kommt. Früher habe ich morgens aufgehängt, so dass irgendwann vormittags oder nachmittags durch den Fehler die Honigbienen Zuckerwasser ergattern konnten.
Nur noch wenige Honigbienen schlecken an den Löchern, die die Hummeln verlassen haben. Es scheint so, als ob der Rüssel der Hummeln eine Zuckerspur hinterlassen, die von den Honigbienen aufgeschleckt werden.
Auch im Futterspender hatte ich die letzten vier Tage den Zuckeranteil von 1:1:3,3 auf ca. 1:1:2 erhöht. Keine Änderung des Verhaltens von Hummeln und Honigbienen. Allerdings war es auch immer recht kühl mit Tageshöchsttemperaturen um die 20 Grad.
Der Spender ist zu unterschiedlichen Zeiten draußen. Heute war der Spender gar nicht draußen, weil er gestern morgen bis Abends hing.
Die Ackerhummeln des nördlichen und westlichen Nestes besuchen den Futterspender. Pro Tag an dem er hängt, verteile ich ca. 10 ml.
Die Zeiten, in denen vier oder fünf Hummeln gleichzeitig saugten, sind vorbei. Aber bei drei mal gucken ist immer einmal eine Hummel dran.
Was mich wundert ist die Position, an der die Hummeln “andocken”. Manche Tage wird Hauptsächlich von der Seite des Fuchsienbäumchens gesaugt, an anderen Tagen eher auf der vom Bäumchen abgewandten Seite.
Felder
Bei einem Ausflug auf die Felder sah ich eine Erdhummel, die sich für einen Scheinwerfer interessierte. Hatte mich gewundert, dass sie so weit weg von der Stadt war. Zumal die Feldränder auch hier schon abgemäht waren.
Aber Entwarnung. Ein Bauer hatte als Maßnahme gegen die Bodenerosion etwa 10 Meter breite Streifen neben den Abflussgräben nach der Ernte mit Wildblumen eingesät. Es wuchsen schon ein bisschen weißer, rosafarbener Klee und Löwenzahn. Die Baumschule (wirklich nur Bäume) in der Nähe hatte nicht zwischen allen Bäumen und Büschen die Wildblumen untergeheckselt und neben einem Oberflächenwasser-Abflussgraben hatte noch niemand die Wildblumen gemäht. War ja auch kein Weg daneben für den Mäh-LKW. Es blühten noch viele Wicken, die die abgestorbenen Pflanzen hoch rankten.
Erdhummeln
Anscheinend keine Arbeiterinnen mehr unterwegs.
Eine kräftig gefärbte Hummel in Größe eines Drohns gab es hier. Leider konnte ich nicht sehen ob es wirkliche in Drohn war. Vielleicht die letzte Arbeiterin, die ich sah.
Erdhummel-Drohn
Die Vierer-Gang ist inzwischen anscheinend eine Dreier-Gang. Sie treiben sich vor allem an Korbblütlern herum. Die Härchen sind sehr ausgeblichen.
Erdhummeljungkönigin
Krabbelte langsam über die Blüten einer Prächtigen Fetthenne. Sah irgendwie sehr langsam aus. Wollte sie ein wenig anfeuern, aber die Zuckerwassertropfen hat sie zwar intensiv befühlert, aber nicht angenommen. Vielleicht war die Mischung 1:1:3,3 nicht gut genug.
Ackerhummeln
Sehe nur noch die Hummeln vom westlich und vom nördlich gelegenen Nest. Die schönen Hummeln aus dem nordwestlichen Nest kommen nicht mehr. Auch nicht zum Futterspender. Vielleicht zu kaltes Flugwetter für lange Strecken?
Die Hummeln vom nördlichen Nest tragen noch Pollen ein.
Vielleicht liegt es an der Zuckermischung 1:1:3,3, aber einige Hummeln fliegen keine direkten Wege oder es gibt es noch zwei andere Nester in der Nähe. Ich finde es schön, dass einige Hummeln lieber auch andere Blüten anfliegen als nur den Futterspender anzusteuern.
Ackerhummel-Drohn
Die, die hier sind übernachten und suchen Schutz häufig in den Stockrosen. Aber auch manchmal in den Roten Sonnenhüten. Vorgestern legte sich einer in Seitenlage auf die Blätter. Er sah schon ziemlich ramponiert aus und es drohte Regen. Da habe ich ihm ein bisschen Zuckerwasser auf das angrenzende Blütenblatt getropft. So wie er da lag, hat er einfach nur seine Zunge ausgestreckt und geschlürft.
Ackerhummeljungkönigin
Auch so eine krabbelte vor einigen Tagen über eine Prächtige Fetthenne. Habe nicht versucht ihr Zuckerwasser anzubieten.
Vogelschwarm
Die hiesigen Körnerfresser schließen sich teilweise zu Schwärmen zusammen und machen so die Gegend unsicher. Besonders die vielen schon reifen Kerne der Sonnenblumen sind in diesem Bereich sehr begehrt.
Die Dreiergruppe Grünfinken scheint dabei die Basis zu sein. Denen schließen sich dann manchmal zwei Blaumeisen an. Aber auch eine bis zwei Kohlmeisen sind manchmal dabei. Die hiesigen Distelfinken sind häufiger abseits von der Gruppe. Mag sein, dass sie nur zur gleichen Zeit am gleichen Sonnenblumenstandort sind. Dabei kann es sein, dass fünf bis sechs von ihnen an nur einer verzweigten Sonnenblumenpflanze sitzen.
Den einen Rotschwanz sah ich in den letzten Tagen nicht mehr.
Sonnenblumen
Sind in diesem Bereich alle verblüht bis auf zwei kleine Blüten.
Aber angrenzend gibt es noch viele Sonnenblumen, die noch nicht verblüht sind. Ackerhummeln und Erdhummeldrohnen nutzen die Sonnenblumen.
An den verblühten Blüten sind verschiedenste Vögel dran. Von Grünfink, über Kohlmeisen, Blaumeisen bis hin zum Distelfink.
Fingerhut, Purpurner Fingerhut (lila mit wenig weißem Kontrast)
Nur noch eine Pflanze bietet Blüten. Etwa 6 Blüten an drei Trieben.
Dahlien, Ball-Dahlie (gelb)
Immer wieder sehe ich mal eine Honigbiene an den verblühten Exemplaren, wo sich die Staubgefäße schon geöffnet haben. Es sind noch recht viele Blüten zu sehen. Leider sind auch viele Läuse dran, wodurch die Blüten offensichtlich eher entfernt werden.
Weigelie (rosa)
Wenige Blüten, etwa 10 bis 15, sind offen.
Weigelie (rot)
Etwa 50 Blüten sind offen und nutzbar.
Zitronenmelisse (kleine weiße Blütchen)
Die wenigen Blütchen, die zur gleichen Zeit in Bodennähe blühen, ziehen bisher anscheinend nur wenige Insekten an. Ich sah bisher nur einmal eine Honigbiene an einem Blütchen daran.
Wilder Majoran (kleine Blütchen)
Die kleinen Blütchen ziehen bei warmem Wetter und viel Sonne immer wieder Ackerhummeln und Honigbienen an. Wie es aussieht, hat die Pflanze noch viele Knospen in petto.
Stockrose (dunkelrot)
Nur eine Pflanze mit zwei Haupttrieben. Die Stengel liegen auf einem Lebensbaum auf, so dass sie nicht umknicken.
Zur Zeit acht Blüten, aber es sind noch einige Knospen dran.
Jedoch wird sie in den letzten Tagen anscheinend nicht mehr von Ackerhummeldrohnen als Versteck für die Nacht oder als Schutz vor Regen genutzt.
Herbst-Anemone – Anemone japonica (rosa mit weißen Kontraststreifen)
Nach einem Regenschauer scheinen sie besonders guten Pollen zu haben. Oder vielleicht kann die Hummel den guten Pollen dann besser erkennen. Honigbienen holen sich in diesen Tagen ständig Pollen von den Blüten.
Purpurglöckchen (winzige Blütchen)
Es werden immer noch Blüten gebildet. Vor allem von den Pflanzen, die im Schatten oder Halbschatten stehen. Allerdings interessiert sich kein Insekt mehr so wirklich.
Zuletzt waren es nur noch Honigbienen. Vorher auch Wiesenhummel und Ackerhummel. Ob ich mit der Zufütterung durch Futterspender die Sammelleidenschaft schon verändert habe? Die Honigbienen werden meines Wissens schon zugefüttert.
Sommerheide, Besenheide, Heidekraut (rosa)
Bekommt immer mehr Knospen. Mal sehen, ob es für Honigbienen interessant wird.
Sommerheide, Besenheide, Heidekraut (orangerot)
Bekommt immer mehr Knospen. Mal sehen, ob es für Honigbienen interessant wird.
Sommerheide, Besenheide, Heidekraut (hellgrün bis gelblich)
Bekommt immer mehr Knospen. Mal sehen, ob es für Honigbienen interessant wird.
Strandflieder – Breitblättriger Strandflieder – Limonium Latifolium, Syn. Statice Latifolia (blau mit lila Einschlag, kleine Blütchen in verhältnismäßig weiten Abständen)
Er hat kaum noch Blütchen, sieht aber auch mit den vielen vergangenen Blüten noch dekorativ aus.
Es sind nur noch Honigbienen dran, wenn das Wetter sonnig und warm ist.
Im ganzen Jahr war es eher eine Pflanze für kletterfreudige Honigbienen, als für Ackerhummeln. Schwerere und größere Hummeln haben mit der Pflanze ihre Schwierigkeiten.
Man kann ihn über Winter trocknen und für Trockengestecke benutzen.
Prächtige Fetthenne (rot, verkümmerte Staubgefäße und Blütenblätter)
In den letzten Tagen wollen noch nicht mal mehr die Honigbienen da heran.
Die Blüten färben sich immer roter in Richtung bordeauxrot. Einige Blüten … wie nennt man sie … Blütenebenen oder so? … sind noch im Knospen-Stadium und müssten eigentlich von Honigbienen beflogen werden. Vielleicht ist es den Honigbienen zur Zeit einfach zu kalt.
Prächtige Fetthenne (rosa, Staubgefäße und Blütenblätter)
In den letzten Tagen wollen noch nicht mal mehr die Honigbienen da heran.
Die Blüten sind großteils verblüht.
Löwenmäulchen (dunkelrot, gelb gesprenkelt)
Habe dort noch keine Hummel gesehen. Auch gibt es keine verräterischen Kratzspuren an den Blütenblättern. Sie blühen schon seit Wochen.
Vielleicht sind es einfach zu wenige Blüten. Und dann stehen sie noch unter einer längst verblühten Azalee.
Löwenmäulchen (rosa, gelb)
Auch da bisher keine Hummel wahrgenommen. Es scheint nur eine Rispe in der Farbe zu sein mit etwa 3 bis 4 Blüten.
Vielleicht sind es einfach zu wenige Blüten. Und dann stehen sie noch unter einer längst verblühten Azalee.
Schlüsselblume (gelb)
Blühen jetzt nur noch vereinzelt, aber z. Zt. ist kein Insekt dran. Im Frühjahr war das anders.
Schlüsselblume (rot, in der Mitte gelb)
Blühen vereinzelt ca. 15 cm über dem Boden. Kein Insekt daran gesehen. Auch keine Kratzspruren an den Blättern.
Clematis (dunkelblau-violett)
Sie hat wieder volle Blüten. Anscheinend ist es die zweite Blüte, die da kommt. Allerdings sind es im Augenblick nur zwei Blüten.
Herbstastern (dunkeles lila, als Knospe ein wenig bläulicher)
Hier ein Rohrkrepierer. Ich hoffte, nachdem sich die Hummeln schon für die Knospen interessierten, dass sich die kleinen Brummer dann auf die offenen Blüten stürzen würden. Aber dem ist bisher nicht so. Bisher sind allerdings erst um die zwanzig Blüten offen.
Mag sein, dass ich durch den Futterspender etwas verzerre, aber die Honigbienen oder Wespen gehen auch nicht dran.
Die Sorte hier sieht so aus:
http://green-24.de/forum/files/thumbs/t_herbstastern_lila_40_cm_2_186.jpg
Rittersporn (lila, komische Innenblüte)
Dieser Pflanzenart innerhalb der Rittersporne wurde von keiner Hummel angeflogen. Mag sein, dass er für die Gartenhummeln zu spät kam, mag sein dass er nichts bringt. Mal sehen wie es im nächsten Jahr ist. Die letzte Blüte ist jedenfalls verblüht.
Fleißiges Lieschen – Impatiens Walleriana-Zuchtform (rosa)
Steht direkt unter dem Fuchsien-Bäumchen und bekommt immer mal wieder überschüssiges Zuckerwasser ab, das aus den geimpften Blüten der Fuchsie heruntertropft. Die Ackerhummeln haben inzwischen heraus, wo die Öffnung in die Blüten sein könnte. Aber sie bekommen da anscheinend nichts.
Männertreu (dunkelblau mit lila Einschlag)
Hat nur noch vereinzelte Blüten. Hatte einmal nur kurz eine Hummel daran gesehen.
Margerite (weiße Blätter, gelber Korb, 80 cm bis 100 cm hoch)
Die Pflanze ist am Ende ihrer Blühperiode.
Keine Hummeln, nur immer mal von Honigbienen besucht. Gute Pflanze in deren Blüte Honigbienen Regenschauer überstehen wollen
Geissblatt (orangegelb)
Hat trotz des Nektardiebstahls über den Blüteneinbruch durch die Erdhummeln einige Beeren hervor gebracht. Mal sehen, ob irgendein anderes Tierchen an diesen schönen opaken orangefarbenen Beeren gefallen findet.
Strauchveronika – Veronica Andersonii-Hybrid – Syn. Hebe Andersonii Hybrid
Die blauen Blütenrispen waren viel zu verborgen und zu kurz, um von Insekten wahrgenommen zu werden. Ich sah jedenfalls kein Insekt daran. Vielleicht wird es im nächsten Jahr besser.
unbekannter Korbblütler ähnlich den Margeriten, jedoch mit gelben Blättern)
Nur noch wenige schöne Blüten. Kein Besuch von Honigbienen mehr.
Frauenmantel (kleine gelbgrüne Blütchen)
Noch eine Pflanze blüht noch. Das ganze Jahr über war keine Hummel daran zu sehen.
Die Aufgabe der Pflanze ist anscheinend Wasser auf ihren Blättern zu speichern (Lotoseffekt) und es den Wespen und Feldwespen zur Verfügung zu stellen.
Vollkommen ignoriert von Hummeln:
Spornblume (dunkelrot) – immer ignoriert
Löwenmäulchen (siehe oben) – eventuell zu wenige Blüten
Phlox (weiß) – immer ignoriert
Phlox (rosa) – immer ignoriert
Margarite (weiß) – siehe oben
Fuchsschwanz – Amarant (Blutroter Fuchsschwanz – Amaranthus Cruentus)
Geranien (rosa) – immer ignoriert
Geranien (orangerot) – immer ignoriert
Hortensie, Tellerhortensie (rosa)
Hortensie, Ballenhortensie (lila)
Hortensie, Ballenhortensie (lila-grün)
Hortensie, Ballenhortensie (blass-grün)
Fleißiges Lieschen – Impatiens Walleriana-Zuchtform (rosa) – siehe oben
Herbstastern (dunkeles lila, als Knospe ein wenig bläulicher) – siehe oben
Männertreu (dunkelblau mit lila Einschlag) – siehe oben
Frauenmantel (kleine gelbgrüne Blütchen) – siehe oben
Viele Grüße
Bulli
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Bulli: TV-Hinweis: Tod im Bienenstock, ZDF, 07.10., 13:30 Uhr – *erinner*
>In diesem Film geht es nicht nur um Bienen sondern auch das Hummelsterben wird erwähnt. Ein wichtiger Aspekt ist die Rolle von Pflanzenschutzmittel (Neonicotinoide) beim Bienen- und Hummelsterben.
>
>siehe auch: [http://www.nabu-untertaunus.de/themen_landwirtschaft-bienensterben.html]
>
>Alex
In 15 Minuten.
Einens schönen Sonntag
Bulli
Themenübersicht öffnen: TV-Hinweis: Tod im Bienenstock, ZDF, 07.10., 13:30 Uhr – *erinner*
Christian: Nest am Ende doch noch erfolgreich
Hi,
schön zu hören, dass das Nest erfolgreich war. Und so wie Du schreibst eine ganz normale Entwicklung eines Volkes der Ackerhummel. Langsames aber beständiges Wachsen. Und das Volk existiert offensichtlich noch, bestimmt aber ohne Brut.
Fürs nächste Jahr hast Du auch reichlich Erfahrungen gesammelt. Dass weniger Nachsehen bei der Nestgründung die beste Hilfe ist, musste ich auch erst herausbekommen. Ackerhummeln haben bei mir immer Rückkehrer. Gerade dann, wenn ne Jungkönigin sich beim Sammeln beteiligt hat – die könnte wieder kommen. Vielleicht kannst Du an den Ort eine attraktivere Nisthilfe hinstellen als nen Blumentopf.
Christian
Themenübersicht öffnen: Nest am Ende doch noch erfolgreich
KatrinS: Nest am Ende doch noch erfolgreich
Hallo,
ich hänge das mal unten dran hier…
Nachdem wir ja hier im Mai Startschwierigkeiten hatten…hatte sich das kleine Naturnest recht langsam entwickelt.
Bis Mitte Juli flogen nur sehr wenige Arbeiterinnen (ca. 6-8).
Ende Juli, als kaum noch Bewegung war, habe ich mich mal getraut, den Blumenkasten, unter dem das Nest liegt, hoch zu heben…alles Nistmaterial, was ich zuvor “runtergeworfen” hatte war eingearbeitet….blitzeblank.
So habe ich noch mal (danke an Helena für den Tip) einen grossen Haufen trockenes Moos und Gras unter den Kasten gelegt….und siehe da…3 Tage später…wie ausgetauscht…wurde wieder mehr geflogen….und vor allem wieder Pollen eingetragen!
Im August waren auch plötzlich grosse Arbeiterinnen da, alle bisherigen waren sehr klein….bis 24 Einflüge innerhalb 20 Minuten…
Es gab Ende August einige Drohnen und sogar ein mitsammelnde Jungönigin…die allerdings jetzt nicht mehr da ist.
Gut, es ist jetzt nicht _der_ Erfolg…aber wenn man den verpappten Anfang beachtet…bin ich doch recht froh, dass sich das Nestchen doch noch so gut entwickelt hat.
Heute haben wir den ersten richtigen Regentag…bisher hatten die Hummeln immer Glück und es schien die Sonne.
Mal schauen, wie es endet.
Gruss KatrinS
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LUC: Saisonende
Noch immer guter Flugbetrieb.
Vermehrt sieht man bei mir jetzt Ackerhummeln. Dazwischen einzelne Stein-, Garten-, u. auch veränderliche Hummel.
Letztere an angrenzendem Rotkleefeld durchaus regelmässig zu sehen.
Beide verbliebenen Steinhummelvölker noch mit Resthummeln besetzt.
Das Anzuchtbeet wird bald mal die Hummeltrachtpflanzen loswerden. In den nächsten Wochen wird dann damit der Garten geimpft. Ein halber Hektar Gartenfläche wäre ideal.
mfg
LUC OÖ
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Martin: Bartblume / doch keine “Werbelüge”
Ich habe seit ein paar Jahren die Sorte “Heavenly Blue”, die bekam ich im Gartencenter. Blüht ab Mitte/Ende August und wird in erster Linie von Ackerhummeln und Honigbienen besucht. Momentan eigentlich nur noch von Honigbienen.
Man darf zu der Jahreszeit natürlich nicht zu viel erwarten…
Anfangs September habe ich eine wildwachsende Fetthenne gesehen, die ziemlich gut besucht war. Ich sah Erdhummel, Ackerhummel, Steinhummel, Waldhummel und Distelhummel dran. Ich vermute es war die Hohe Fetthenne. Inwieweit die Gartensorten ähnlich attraktiv sind weiß ich nicht.
Gruß,
Martin
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Fienchen: Bartblume / doch keine “Werbelüge”
Hallo Bulli,
also ich habe die sorte “Summer” mit gelbgrünen Blättern. Es ist jetzt ein 1m hoher Busch mit vielen, vielen blauen Blüten. Und mittlerweile wird sie doch recht gut von den noch wenigen verbliebenen Hummlen beflogen.
Vor allem Ackerhummlen sind immer 3-6 Exemplare dran. Auch einzelne Erdhummeln konnte ich in den letzten Tagen daran sehen. Gestern eine schöne große Holzbiene.
Also doch keine Werbelüge. Dafür dass es ja mittlerweile nur noch wenige Hummlen gibt, ist doch noch einiges daran los und zudem ist es ein doch recht schöner kleiner Strauch geworden. Hätte gern eine Sorte, die vielleicht 4-5 Wochen eher zur Blüte gelangt, dann wärs noch besser. Bisher konnte ich da aber keine finden :-(
LG Fienchen
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Ben: Dieses Jahr noch keine Hummel gesehen
Habe 2012 noch keine einzige Hummel gesehen…
In Holland nicht und auch nicht im Rheinland.
Themenübersicht öffnen: Dieses Jahr noch keine Hummel gesehen
Bulli: Insektenflugbericht – 01.09. bis 08.09. – siehe vorher
Die Überschrift soll natürlich “Insektenflugbericht – 01.09. bis 08.09.” heißen.
Themenübersicht öffnen: Insektenflugbericht – 01.09. bis 08.09. – siehe vorher