Nach der Hummelsaison ist vor der Hummelsaison 2018

Dieses Thema enthält 23 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Stefan Stefan vor 9 Monate, 3 Wochen.

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  • #5840 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin

    Der Ursprüngliche Beitrag von Doris ist irgend wie verloren gegangen, Doris schrieb:

    Angebot für alle Fans der „Nordländer“ unter den Bienen

    Für alle Hummelfans unter uns, die weder die Zeit noch die Möglichkeiten haben, für die kommende Hummelsaison 2018 geeignete Unterkünfte für Hummel-Rückkehrerinnen, für Neuansiedlungen oder für die Erweiterung der bereits vorhandenen Nistangebote vorzuhalten, fertige ich als Auftragsarbeit Hummelpensionen aus Hartpor ®EPS an.
    ESP ist expantiertes Styropor. Die Hummelpensionen sind deshalb äußerst handlich, leicht zu transportieren und individuell erweiterbar.
    Durch die gute Wärmespeicherkapazität des Materials erleichtert es den Hummelköniginnen gerade während der oftmals kalten Kälteperioden in der Nestgründungsphase den Bau eines starken Brutnestes.

    Vorzüge von Hartpor ®EPS
    – leicht und gleichzeitig sehr stabil,
    – wärmedämmend und wasserabweisend,
    – lässt sich unter ökologischen Gesichtspunkten bis zu sieben Mal recyceln,
    – resistent gegen UV-Einwirkung durch die individuell wählbare Farbgebung (Abtönfarbe).
    Im Vergleich zu anderen Materialien verfügt es also zusätzlich über eine sehr gute Ökobilanz.
    (Bereits heute wird über die Hälfte der jährlichen Abfallmenge stofflich recycelt.)

    Eignet sich Styropor als Baustoff für Bienenwohnungen?
    Auszüge aus einem Praxis-Bericht von Geert Staemmler, Imkermeister, Im Holt 38g, 23812 Wahlstedt

    „… Natürliche Dämm- und Baustoffe gibt es in der Imkerei schon seit ewigen Zeiten, denke man nur an Stroh, Moose, Lehm und ähnliches. Stroh ist zwar der Beste “Stoff” zum Bau von Beuten (Innenklima, Preiswürdigkeit des Materials), aber sie sind sehr zeitaufwändig zu bauen (teuer) und mechanischen Einwirkungen (z.B. Mäuse, Spechte) genauso schutzlos ausgesetzt wie z.B. das Styropor. Die Lebensdauer ist nur ausreichend, wenn man die Beuten besonders vor Verwitterung schützt (Bienenhäuser etc.). Moose und andere faserige Füllstoffe haben sich nicht bewährt, weil sie meist Feuchtigkeit aufnehmen und damit die isolierende Wirkung hinüber ist.
    Lehm ist für den Beutenbau … zu schwer und zu witterungsempfindlich.

    Holz findet ebenso wie das Stroh seit Jahrhunderten in Europa als Baustoff in der Imkerei Verwendung- mit all seinen Vor- und Nachteilen, wie z.B. universell zu bearbeiten, nachwachsender Rohstoff oder das relativ hohe Gewicht (gegenüber Styropor und Stroh). Es muss durch Holzschutzmittel oder mit relativ hohem Aufwand vor Verwitterung geschützt werden (Kuhdung in der Korbimkerei, Bienenhäuser, Freiständer etc.). Erfahrungen zufolge sind Holzbeuten bei nasskalten Wetterlagen zu feucht im Innern, wenn die Völker nicht sehr stark sind…

    Was ist Hartpor® EPS?
    Es ist expandierter Polystyrol – Hartschaum.
    Ausgangsstoff sind Styrol und Pentan, aus denen durch Polymerisation in geschlossenen Anlagen expandierbares Polystyrol entsteht. Der verwendete Kunststoff wird auf etwa das 50-fache seines Volumens ausgedehnt; dies hat ein sehr geringes Gewicht zur Folge.
    Die eigentliche Schaumstoffherstellung erfolgt in einem einfachen Verfahren, bei dem das treibmittelhaltige Polystyrolgranulat mit Wasserdampf erhitzt und durch das Treibmittel zu geschlossenzelligen Partikeln (die viel Luft enthaltenden Styroporkugeln) aufgeschäumt wird.
    Styropor ist also ein biologisch neutrales Produkt, von dem keine negativen Auswirkungen auf lebende Organismen zu erwarten sind.
    Die Jahrzehnte lange Verwendung von Styropor in Landwirtschaft, Medizin, Verpackung für Lebensmittel und die seit über 40 jährige Verwendung im Bienenwohnungsbau ist ein Zeugnis davon.
    Styropor ist chemisch neutral, weder wasserlöslich noch gibt es wasserlösliche Stoffe ab.
    Pentan als Treibmittel für Styropor zählt nicht zu den Treibhausgasen, weil es nur eine Halbwertzeit von 10-15 h hat und nur zu 0,000009% in der Atmosphäre nachzuweisen ist.
    Styropor ist leicht zu recyceln, weil es als Polystyrol chemisch und physikalisch stabil ist. Das gebrauchte Styropor wird in Mühlen zu bestimmten Teilchengrößen gemahlen und dann der vielfältigen Wiederverwendung im Bauwesen (Putze, Leichtbeton, Tonziegel usw.), als Bodenverbesserer in Landwirtschaft und Gartenbau oder wieder zu Polystyrol – Granulaten verarbeitet. Nicht zuletzt kann Styropor in geeigneten Anlagen sehr gut verbrannt und damit Energie zurückgewonnen werden, ohne dass dabei Dioxine entstehen. Der Heizwert von Polystyrol beträgt 11 kWh/kg und lässt sich daher gut zu sog. Stützfeuerung in Müllverbrennungsanlegen verbrennen und damit Erdöl einsparen.
    Laut Verordnung (EG) 1804/99 und der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 über ökologischen Landbau müssen: “… Bienenstöcke hauptsächlich aus natürlichen Materialien bestehen, die die Umwelt oder die Imkereierzeugnisse nicht kontaminieren können.”
    … Beuten aus diesem Baustoff sind langlebig bei geringstem Pflegeaufwand, leicht und für die Bienen “wohnlich”. Styropor findet wegen seiner preiswürdigen Herstellung und universellen Verformbarkeit im Beutenbau eine weite Anerkennung. Beuten aus diesem Baustoff sind warmhaltig und in der Übergangszeit wärmer als Holzmagazine.
    (Literaturnachweis bei Bienen-Voigt & Warnholz GmbH & Co. KG Imkereibedarf,Beim Haferhof 3, 25479 Ellerau

    Zuletzt möchte ich allen Hummi-Fans noch einige schöne, restliche Weihnachtsstunden wünschen, vor allem jedoch einen guten Start in ein gesundes 2018.
    Liebe Grüße von Doris


    398 ü. n. N.

    #5722 Antwort
    Christine
    Christine
    Forenmitglied

    Liebe Doris,
    schön, dass Du Hummelkästen anbietest. Ein Foto wäre noch interessant.

    Unterkünfte habe ich ausreichend, jedoch bräuchte ich vernünftige Hummelklappen.
    Würdest Du so etwas auch fertigen? Leider habe ich nicht die Möglichkeit.

    Gruß
    Christine

    #5723 Antwort

    Doris
    Forenmitglied

    Hallo Christine, danke für Dein Lob.
    Zu den Hummelklappen Folgendes:

    Für mich selber fertige ich die Hummelklappen schon an. Einige der im Internet angebotenen Klappen sind mir vom Material her nicht so zweckmäßig genug, da sie nicht aus Hartholz sind.
    Ich fertige meine aus Hartholz- aus EINEM Stück. Also nichts ist geklebt oder verschraubt. Da ich zwar eine sehr gut ausgestattete, aber doch immer noch eine Hobbywerkstatt, habe, ist jede der gefertigten Klappen eim Unikat. Als Maße verwende ich die Angaben von Bulli von einem Foto aus dem Forum. Auch die Plastikklappen fertige ich selber-jede von Hand.
    Du hattest ja schon mal geschrieben, dass Du einzelne Klappen benötigst. Hummelwilli fertigt auch welche an; die sind aus Lindenholz. Dieses wird ja ganz häufig für Drechsel- bzw. Schnitzarbeiten verwendet. Die gibt es für unter 20 EUR pro Stück. Meine Klappen würden auch etwa 15 EUR kosten (wg. Hartholz).
    Überleg´s Dir einfach in Ruhe.

    Bzgl. eines Fotos meiner Kästen wende Dich bitte an Stefan. Von ihm erhältst Du meine eMail-Anschrift. Dann sende ich Dir was zu. Auf den Fotos kannst Du auch die Klappen sehen.
    Ganz liebe Grüße von Doris

    #5725 Antwort

    Bulli

    Hallo Doris, ich drücke dir die Daumen.

    Hallo Christine,
    man kann so eine Klappe auch aus Ton formen oder mit Beton oder Gips gießen, wenn man keine Werkstatt hat. Anmalen mit Abdeckfarben machen sie dann regenfest. Die durchsichtigen Klappen kann man aus Schnellhefter-Plastik ausschneiden und biegen. Befestigen kann man sie mit zwei Schaschlik-Spießen (oder Zündhölzern), zwischen denen ein Gummiband mit einer Perle in der Mitte gespannt ist.
    Die Perle drückt mittig zwischen den Holzstäben auf die Plastikklappe, damit sie auch oben gut anliegt, sich aber auch öffnen lässt. Das Plastikmaterial aus dem Schnellhefter ist sonst zu leicht für die Konstruktion.

    Die Maße findest du hier: Link zum Klappenblock nach Harry Abraham

    #5727 Antwort

    Doris
    Forenmitglied

    Danke Bulli, das kann ich brauchen.
    LG von Doris

    #5728 Antwort

    Doris
    Forenmitglied

    Frage an die Erfahrenen:
    Kann es passieren, dass bei den derzeitigen frühlingshaften Temperaturen die Hummeln jetzt schon aus dem Winterschlaf erwachen?

    Sorry Bulli.

    Hallo Christine,
    – aus Gips würde ich keine Klappen herstellen, da Gips überhaupt nicht feuchtigkeitsresistent ist.
    – Zur Not würde sich Knetbeton eignen. Der braucht aber etwas Zeit zum Trocknen. Und es erfordert schon etwas Geschick bei der Fertigung.
    – Bei der Herstellung von Klappen aus Ton gilt es zu beachten, dass Ton verwendet wird, der Brenntemperaturen von über 1.100°C verträgt, da Produkte aus Ton, die UNTER dieser Temperatur verarbeitet sind, nicht wasserdicht sind. Da hilft Abdeckfarbe nicht viel.
    Es gibt jedoch ganz bestimmte Insider-Techniken, die Ton, der unter dieser Temperatur gebrannt wird, dann auch wasserdicht macht.
    Habe selber viel mit den verschiedensten Materialien für die Klappen ausprobiert.
    Die Idee von Bulli finde ich interessant. Persönlich würde ich im Supermarkt oder im Baumarkt/Einrichtungshaus nach stabilem Kunststoffmaterial Ausschau halten. Die beschriebene Befestigungmöglichkeit klingt auch gut. In die jeweilige Kunststoffklappe lassen sich sehr gut mit einer erhitzten Nähnadel die Löcher in den Kunststoff machen.
    Aber dass musst Du selber entscheiden.
    Melde Dich bei mir, vielleicht kann ich Dir mit Alternativen günstig aushelfen.
    LG von Doris

    #5730 Antwort
    Luc
    Luc

    > Frage an die Erfahrenen:
    Kann es passieren, dass bei den derzeitigen frühlingshaften Temperaturen die Hummeln jetzt schon aus dem Winterschlaf erwachen?

    – – – – –

    Ja, wie ich es bei mir u. auch von anderen sehe, kanns im Dezember/Jänner schon sein, dass man Queens an Winterblühern sehen kann. Auch im Vorjahr wieder war die Erdhummel bei mir an der Erica mehrfach zu sehen.
    Ist sicher keine Ausnahme.
    Allerdings heisst es, dass solche Königinnen den Winter nicht überleben.

    VG Luc

    #5736 Antwort

    Doris
    Forenmitglied

    Hallo Christine, heute bekommst Du separat Post bzgl. gewünschter Hummelklappen.

    Falls andere Hummi-Fans ihren Bestand an Nistmöglichkeiten erweitern möchten, bitte eine Mail an: dorisgruender@aol.com. Die Nachrichten kommen dann nicht über den “Stefan-Umweg” zu mir.
    LG

    #5738 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin
    Beitragsersteller

    Danke Doris! :angel:


    398 ü. n. N.

    #5749 Antwort
    Detter
    Detter
    Forenmitglied

    Wieder so ein unmöglicher Winter. Es ist viel zu warm und die Winterlinge blühen schon in Brandenburg und bei uns vor dem Haus drücken die ersten Winterlinge durch den Boden. Hoffentlich wird es bald kälter und es gibt noch etwas Schnee, damit keine Hummel-Königinnen vorzeitig erwachen.

    #5750 Antwort

    Kai
    Forenmitglied

    Auch wenn ich nicht so erfahren bin, kann auch ich berichten, Ende Januar letzten Jahres eine Hummelkönigin gefunden zu haben.
    Die Folgen der warmen Winter werden die vermeintliche Freude über geringere Heizkosten schnell eintrüben.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate von Stefan Stefan.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate von Stefan Stefan.
    #5773 Antwort

    Bulli

    Hallo Doris,

    an die Frostnächte hatte ich gar nicht gedacht.
    Schön, dass du das korrigiertest.
    Liebe Grüße
    Bulli

    #5837 Antwort

    Doris
    Forenmitglied

    Sorry, ich hatte völlig vergessen, mal ein Foto meiner angebotenen Kästen zu senden. Das hole ich hiermit als Ergänzung zu meinem Angebot nach.
    Bei Fragen/Interesse bitte eine Mail direkt an mich.
    LG von Doris

    Dateianhänge:
    #5839 Antwort
    Stefan
    Stefan
    Admin
    Beitragsersteller

    Hast Du noch mehr Fotos Doris? Soll ich Dich dann in meinen “Nistkasten-Vergleich” integrieren?


    398 ü. n. N.

    #5860 Antwort

    Doris
    Forenmitglied

    Hallo Stefan, hier im Anhang noch ein Foto von einem vorhandenen Kasten.
    Derzeit habe ich noch 3 Kästen vorrätig.

    Weitere Farb- und Kastenvarianten (langer und kurzer Einlaufschlauch) auf Bestellung, so wie bereits beschrieben, die ich innerhalb 7 Arbeitstagen zur Auslieferung bringen kann (bei rechtzeitigem Bestelleingang noch für die Saison 2018).
    Der Preis beträgt auf Grund der Verarbeitung hochwertiger, wetterbeständiger Materialien

    165,00 EUR/Stck.

    Ich weiß, dass das nicht wenig Geld ist.
    Aber auf Jahre hinaus muss nichts repariert/gestrichen werden und falls gewünscht, gibt es bei mir auch den passgenauen Austauschkarton für die nächste Saison, das Nistset-Austauschmaterial und für einen Unkostenbeitrag von zusätzlich 15,50 EUR die spezielle Glastränke, die sowohl im Nestkarton einsetzbar ist als auch außerhalb der Hummelpension angebracht werden kann. Die entspr. Befestigungen sind selbstverständlich dabei.
    Ich bin der Meinung, dass die Brummer nicht nur schützenswert sind, sondern darüber hinaus einen Anspruch auf ein adäquates Nistangebot haben.
    Stefan, gerne würde ich mich mit meinen Eigenkreationen im Hummelkastenvergleich-Forum wiederfinden.

    Freundliche Grüße und danke für´s Angebot.

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Antwort auf: Nach der Hummelsaison ist vor der Hummelsaison 2018
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