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Mauerbienenvermehrung :-)

  • Dieses Thema hat 78 Antworten und 14 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Wochen, 1 Tag von janfojanfo.
Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 79)
  • Autor
    Beiträge
  • #52576 Antworten
    osmia
    Forenmitglied
    Buchtip:

    Hallo zusammen,

    wie ich sehe gibt es hier mehrere Verrückte die Mauerbienen vermehren… :lachtot:

    Ehe wir das Thema “Vorbereitung auf die Saison 2021” völlig verfremden könnten wir hier ja über die Mauerbienen weiterschreiben…

    @ueli, von janfo gab es im anderen Thema schon das Beispielfoto wie die Mauerbienenzucht aussehen sollte. Ich vermute stark das janfo auch das Handbuch der Mauerbienenzucht gelesen hat. das kann man sich bei bienenhotel.de runterladen  (http://www.bienenhotel.de/Handbuch_der_Mauerbienenzucht.pdf)

    Meine Nistblöcke haben leider keinen Platz mehr in der Mörtelwanne :) In den Teeverpackungen sind die Kokons.

    Attachments:
    #52580 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Hallo @osmia,

    Ich denke auch das Thema hat einen eigenen Thread verdient.

    einen schönen Unterstand hast du dir da zusammengebaut :bravo:

    Ja, das Handbuch habe ich ebenfalls gelesen. Mauerbienen sind zwar nicht gerade vom Aussterben bedroht aber dennoch ein sehr faszinierender und spannender Teil des Hobbys Naturgarten/Wildbienen und Insekten allgemein.

    Ich freue mich schon wie ein Schneekönig auf das schlüpfen der ersten Bienen. Es macht zwar einige Arbeit alle Kokons zu entnehmen und zu reinigen (ich siebe sie nur, ohne sie abzuwaschen) aber das ist es allemal wert :)

    Werde auch heute Abend mal ein Foto einstellen, wenn das Licht noch ausreicht.

     

    Ich habe vor kurzem den Herrn Kornmilch angeschrieben bezüglich einer weißen Schicht die sich auf den Kokons bildet. Ich habe vermutet, dass es Pilze sind (Schimmel). Das konnte Herr Kornmilch auch bestätigen und mich auch beruhigen. Habe mir schon selbst gedacht, dass es  nicht weiter schlimm ist da die Kokons ja auch wasserdicht sind. Auch habe ich die Idee gehabt z.B. Küchenpapier zu verwenden was die Feuchtigkeit aufnehmen kann. Hier die Antwort von Herrn Kornmilch falls es jemanden interessiert:

    Schimmel an den Kokons ist meist gar kein Problem. Selbst in den „wilden“ Nestern draußen in der Natur, also in hohlen Stängeln oder im Totholz findet man im Winter an den Kokons oft Schimmel. Das ist auch normal, die ganze Zelle war voller Nektar und Pollen, also viel Zucker, die Reste werden immer von Pilzen „gefressen“. Die Kokons schützen die Bienen aber vor dem Schimmel. Man muss natürlich bei der Lagerung aufpassen, dass die kokons nicht zu dick übereinander liegen und ein gewissen Luftaustausch sein kann. Auch Ihre Idee mit Küchenpapier ist gut.

     

    #52581 Antworten
    osmia
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Da bin ich ja gespannt wie es in deiner Mörtelwanne aussieht.

    Gewaschen hab ich die Kokons nur im ersten Jahr, als ich nur ein paar hatte.

    Jetzt werden die Kokons rausgenommen und jeder einzelne (trocken) von den Kothäufchen und Pollenresten befreit. So hab ich keinen Schimmel. Nur sieben fand ich nicht so gut. Da hat man diverse Mörtelreste und Parasiten am Ende noch mit bei den Kokons.

    Wieviele Kokons hast du entnommen?

    #52582 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Habe ziemlich gründlich (mehrfach) gesiebt, ich denke Parasiten sind keine mehr dran, aber es kann sein, dass ich es nächstes Jahr dann so machen werde wie du und jeden Kokon einzeln nochmal abputze.

    Ich denke (und das habe ich auch schon beim entnehmen der Kokons gesehen), dass sich die weißen Pilze ganz natürlich schon innerhalb der Niströhre bilden. Einfach weil noch Pollenreste vorhanden sind. Meinte ja auch Herr Kornmilch. Wenn dann noch regnerisches Wetter ist, begünstigt das wahrscheinlich die Ausbreitung.

    Liegt vielleicht auch daran, dass ich die Kokons erst relativ spät entnommen habe im November.

    Ich weiß nicht genau wieviele Kokons ich entnommen habe, ich schätze mal so um die 100-150 Stück. Noch nicht ganz so viele aber ich will es auch nicht ausarten lassen, vor allem wenn ich darüber nachdenke jeden Kokon einzeln zu putzen ^^

    #52585 Antworten
    osmia
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Schimmel kennen ich auch, wenn die Nistblöcke doch Wasser abbekommen haben. Zu Glück passiert das eher in den ersten Jahren, danach achtet man mehr darauf wo die Blöcke stehen. Wenn ein Platz schlecht war kommt da im nächsten Jahr kein Block mehr hin.

    Du hast recht. Einzeln die Kokons zu säuber nimmt Zeit in Anspruch, aber das Ergebnis spricht für sich. ;)   Dabei hat man auch gleich die Möglichkeit die Kokons, nach gehörnter und rostroter Mauerbiene, zu trennen.

    Schön an den Mauerbienen sind die hohe Erfolgschancen das sie vor Ort gleich wieder ihre Nester bauen. Super Rückkehrerinnen. :lol:

    Bei denen hat es gleich im ersten Jahr geklappt, anders als mit den Hummeln. Dort musste ich 4 Jahre warten bis der Hummelkasten zum ersten mal belegt war. Und dann fliegen die Erdhummeln nicht mal zu den Tomaten im Garten :haha:

    #52588 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Das stimmt, die Mauerbienen sind sehr leicht anzusiedeln und werden jedes Jahr mehr, und siedeln sich zuverlässig (solange die Niströhren sauber sind) wieder an.

    Und es sind ja nicht nur Mauerbienen die man mit solchen Nisthilfen anlocken kann, auch z.B. Wollbienen oder Blattschneiderbienen und manchen Wespenarten kann man damit eine Nistmöglichkeit schaffen.

    Bei den Hummeln warte ich auch noch auf mein erstes Erfolgserlebnis, hoffe dieses Jahr wird es was :)

    Anbei, wie versprochen, ein Foto meines Niststandes. Ich habe 2 kleine Nistblöcke und einen großen, sowie Schilfrohre, dieses Jahr. Außerdem habe ich noch einen älteren Nistkasten wo ich sehr viele Bambusstäbe drin habe. Die habe ich allerdings nicht sauber gemacht, Ich überlege ob ich ihn dieses Jahr entsorgen soll, da ja nach ein paar Jahren auch der Parasitendruck zunimmt.

    Attachments:
    #52590 Antworten
    osmia
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    sieht ja sehr schön passend aus. Nicht so ein drucheinander wie bei mir.

    Die Bambusröhrchen kann man gut mit einer Gewindestange reinigen. Ich bilde mir ein, das am Gewinde der Dreck besser hängen bleibt, als wenn man nur mit einem Nagel oder Draht da drin rum stochert :pfeif:

    Du könntest die Bambusstäbe auch ein Jahr aus dem Bienenstand nehmen (im Frühjahr in einen Karton stellen und die Bienen durch ein Loch abfliegen lassen). Dann sind die Röhren im Herbst unbesiedelt und vielleicht auch ohne Parasiten. Keine Ahnung ob die Milben mehrere Jahre in den Röhren warten können…

    #52594 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Gute Idee die Nisthilfe in einen Karton mit Loch zu stellen um eine erneute Besiedelung zu verhindern. Ich überlege mir ob ich es so mache und die Nisthilfe noch einen guten Nutzen haben kann wenn ich die Röhrchen reinige. Bambus hat ja den Vorteil, dass es sehr lange haltbar ist.

    Ich denke es macht Sinn, selbst wenn ich die Nisthilfe an sich nicht mehr verwenden wollen würde, kann ich zumindest die Bambusstäbe wiederverwenden.

    #52603 Antworten
    Stefan
    Admin

    Ich bin ja vor etwa zwei jahren auch aktiv in die “Mauerbienenproduktion” eingestiegen. Leider bisher nur mit mäßigem Erfolg. :?

    Ich sehe ihr verwendet diese MDF-Klötze die man auseinandernehmen kann. Ich habe Pappröhrchen und Bambus. Und lange nicht so viel.

    Vielleicht wird es ja dieses Jahr besser. :)

    #52604 Antworten
    osmia
    Forenmitglied
    Beitragsersteller

    Hi Stefan,

    schön das du auch für Bienen etwas hast. Die Frühlings-Mauerbienen sind ja noch relativ einfach anzusiedeln. Wobei es dort auch echt komisch ist. In einem Jahr bauen sie in der einen Ecke des Gartens und im nächsten Jahr doch lieber woanders. :-) Gut wenn in jeder Ecke i-welche Nistmöglichkeiten sind.

    Ich habe meine Nistbrettchen nicht aus mdf gemacht, sondern ganz billige Fichte. ;-) Die Fräsungen sind sauber genung, damit sich keine Biene verletzt.

    Bambus ist doch eigentlich super, das wird bei mir noch lieber angenommen als die Nistblöcke. Die Pappröhren habe ich selber noch nicht verwendet.

    Wo stehen denn deine Nistmöglichkeiten? eventuell zu warm? Ich habe z.B. eine Nisthilfe an der Hauswand (Richtung Süden) die wird nicht so gut angenommen.

     

    #52605 Antworten
    Stefan
    Admin

    Naja, ich habe meine Nisthilfen schon etwas verteilt. An einer Westwand am Haus, an der Südseite am Freisitz in der Sonne und darüber unter dem Dach im Schatten. Wird schon angenommen (nicht nur von Mauerbienen, Schilfrohre haben ja unterschiedliche Durchmesser), aber ich sehe da auf den Videos von anderen viel mehr Betrieb als bei mir.

    Bei mir blieb letztes Jahr einiges leer, die Nisthilfen sind aber auch erst 1 – 2 Jahre alt.

    #52606 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Hallo Stefan,

    schön dass du dich auch für die Mauerbienen und anderen solitär lebenden Wildbienen/Wespen engagierst und Spass daran hast. Ich hoffe du wirst noch viele faszinierende Entdeckungen machen. Ist auch ein sehr interessantes Thema, genau wie die Hummeln.

    Pappröhrchen und Bambus habe ich auch, aber habe sie bisher nie sauber gemacht. Und ich denke auch, dass man die nach einer gewissen Zeit entsorgen muss um den Parasitendruck kontrollieren zu können (außer man reinigt sie gründlich). Aber viele Bienen nehmen diese Nistgelegenheiten dann auch nicht mehr an wenn sie nicht mehr den “Wünschen” entsprechen.

    Generell sind Bambus und Pappe aber auch zu empfehlen. Die Nistblöcke haben den Vorteil, dass man die Kokons entfernen kann und alles sehr gut und einfach reinigen kann. Ich habe dieses Jahr noch Schilfrohr in verschiedenen Durchmessern, natürlich komplett frei von abstehenden Fasern.

    Ich habe meine Nisthilfen sogar relativ sonnig stehen, in Richtung Süden. Bin auch noch nicht so lange dabei das ist jetzt das 4. Jahr. Aber hatte jedes Jahr immer mehr erfolgreiche Ansiedelungen, haupsächlich der Rostroten und der gehörnten Mauerbiene. Aber auch andere Arten, da ich auch verschiedene Durchmesser habe.

    Manchmal hilft es auch den Nistblock nur um 90° zu drehen, dass die offenen Nistgänge in eine andere Himmelsrichtung zeigen oder besser geschützt sind. Ich denke ich werde auch das Experiment machen, dass ich noch einen der Blöcke in eine andere Richtung wende.

    Auch Empfehlenswert, um andere Arten zu unterstützen ist  z.B. Brombeerruten senkrecht irgendwo festzumachen. In die markhaltigen Stängel graben einige Arten einen Nistgang hinein. Auch z.B. in Königskerzenstängeln, von abgestorbenen Königskerzen (also nicht entfernen). Wichtig ist auch für bodennistende Arten ein Angebot zu haben (welche ja einen großteil der Wildbienen ausmachen)  z.B. mit lückigem Bodenbewuchs/”Sandarium” oder (lehmig, sandigen) Flächen/Abbruchkanten für Bodennistende Arten oder auch Trockensteinmauern etc.

    Ich gestalte auch nach und nach den Garten, von heute auf Morgen geht es sowieso nicht, und natürlich auch immer eine Platzfrage. Aber es ist schön jedes Jahr ein Projekt zu haben und immer wieder etwas dazuzulernen :) Daher ist auch dieses Forum toll für den Austausch und um zu lernen

    #52748 Antworten
    Christoph
    Forenmitglied

    hallo ihr Lieben.
    Meine Nisthilfen sind “nur” gebohrte Aststücke. Sie hängen an der südlichen Hauswand in ost-west -Ausrichtung und werden sehr gut angenommen. Allerdings habe ich bisher noch nichts entnommen (kann sie ja auch gar nicht öffnen…).  Nur gereinigt habe ich die leerstehenden Wohnungen im Winter, da die Mauerbienen die Reste vom Vorjahr nur zusammenschieben im Gegensatz zu Löcherbienen z.B.
    Das geht gut mit passenden Schrauben (lang), kl. Flaschenhals-Bürstchen oder auch dem Bohrer.
    Im letzten Jahr habe ich dort viel dokumentarisch festgehalten. Das war überaus spannend!

    Diese gefrästen Nistblöcke find ich auch cool, zumal ich ja bisher nie reingucken konnte…

    lGC

    #52784 Antworten
    janfo
    Forenmitglied

    Ja, die gefrästen Nistblöcke sind wirklich interessant und ich kann sie empfehlen.

    Die kann man ja in verschiedenen Lochgrößen bekommen oder selber machen.

    Aber natürlich ist der gute alte Baumstamm, der der Natur am nähesten kommt auch sehr gut geeignet.

    Die Nistblöcke bieten die Gelegenheit die Kokons an sich zu begutachten, wie die Zellen gebaut sind, der Pollenvorat etc. und auch der Parasitenbefall kann stark eingeschränkt werden dadurch dass man sie gut sauber machen kann.

    #52787 Antworten
    Marylou
    Forenmitglied

    Vorletztes Jahr hat ein Nachbar einen Apfelbaum fällen lassen (mir unverständlich) und ich stand dann mit der Schubkarre parat, um einige längere Stammstücke zu sichern. Inzwischen sind sie durchgetrocknet, und ich muss nur noch die verschiedenen Löcher bohren, sobald das Wetter frostfrei ist. Bin schon gespannt, wer sich dort ansiedeln wird.:)

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Antwort auf: Mauerbienenvermehrung :-)
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